INHALTSVERZEICHNIS
ABBILDUNGSVERZEICHNIS II
ABK ÜRZUNGSVERZEICHNIS. III
1 EINLEITUNG 1
2 BEGRIFFSKLÄRUNGEN. 2
2.1 Moral und Ethik. 2
2.2 Verantwortung. 2
3 ABLEITUNG EINER VERANTWORTUNG VON UNTERNEHMEN 2
3.1 Gründe für verantwortliches Handeln von Unternehmen 2
3.1.1 Globalisierung. 3
3.1.2 Nachhaltigkeit. 4
3.2 Das Unternehmen als Verantwortungssubjekt 5
4 DIE GESELLSCHAFTLICHE VERANTWORTUNG VON UNTERNEHMEN. 6
4.1 Corporate Social Responsibility (CSR) 6
4.1.1 Die konzeptionelle Entwicklung des CSR-Begriffes 6
4.1.2 Definition. 8
4.2 Das CSR - Konzept 9
5 SUBKONZEPTE DER GESELLSCHAFTLICHEN VERANTWORTUNG VON UNTERNEHMEN. 10
5.1 Corporate Citizenship 10
5.2 Die Stakeholder-Theorie. 12
5.3 Corporate Social Responsiveness. 14
5.4 Corporate Social Performance nach Wood. 16
5.5 Zusammenfassung. 18
6 CSR ALS BESTANDTEIL DES UNTERNEHMENSFÜHRUNGSKONZEPTS 19
6.1 Corporate Governance und CSR. 19
6.1.2 Definition Corporate Governance. 19
6.1.4 Integrative Betrachtung von Corporate Governance und CSR 20
7 AUSBLICK. 21
8 ZUSAMMENFASSUNG 22
9 LITERATURVERZEICHNIS 23
I
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Gegenseitige Abhängigkeit von Moral und Ethik.
Abbildung 2: Drei Ebenen der Verantwortung.
Abbildung 3: Zusammenhang von Globalisierung und Verantwortung.
Abbildung 4: Dreieck der Nachhaltigkeit, in Anlehnung an Promberger et al. (2006)
Abbildung 5: Faktoren zur Bestimmung moralischer Verantwortung von Unternehmen.
Abbildung 6: Konzeptionelle Entwicklung von Corporate Socail Responsibility.
Abbildung 7: Bestimmungsfaktoren der CSR-Definition.
Abbildung 8: Pyramidenmodell von Carroll.
Abbildung 9: Corporate Citizenship im Kontext.
Abbildung 10: Schnittmenge der Corporate Citizenship, in Anlehnung an Schrader (2006)
Abbildung 11: Stakeholdergruppen der Unternehmung, in Anlehnung an
Crane Matten (2007)
Abbildung 12: Abhängigkeitsbeziehung zwischen Unternehmen und Stakeholder.
Abbildung 13: Zusammenhang zwischen CSR und Corporate Social Responsiveness
(CRS 2 )
Abbildung 14: Strategien und Mechanismen von CRS
Abbildung 15: Überlagerung der Pyramide durch die drei Analyseebenen, in Anlehnung an
Sachs (2000)
Abbildung 16: Grafische Beschreibung des CSP-Modells von Wood, in Anlehnung an
Orlitzky (2000)
Abbildung 17: Komponenten der CSP-Definition, in Anlehnung an Wood (1991)
Abbildung 18: Übersicht der CSR-Konzeptionen.
Abbildung 19: Bestimmungspunkte für die Integration von CSR in die Corporate
Governance.
Abbildung 20: Treiber des CSR-Konzeptes.
II
Abkürzungsverzeichnis
Abb. Abbildung bspw. beispielsweise CC Corporate Citizenship CG Corporate Governance CSP Corporate Social Performance CSR Corporate Social Responsibility CSR 2 Corporate Social Responsiveness EU Europäische Union No. Number pp. pages (Seiten) S. Seite u.a. unter anderem u.U. unter Umständen vgl. vergleiche Vol. volume (Band) vs. versus z.B. zum Beispiel
III
1 Einleitung
Die vorliegende Arbeit gibt eine Einführung in die gesellschaftliche Verantwortung 1 von Unternehmen.
Die Diskussion bezüglich der gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen hat in den letzten Jahren sowohl in der Theorie als auch in der Praxis stark an Bedeutung gewonnen. Dies zeigt sich an der Zunahme wissenschaftlicher Beiträge, direkter Aktivitäten von Unternehmen in diesem Bereich und verstärkten Reaktionen der Öffentlichkeit. Gründe dafür liegen zu einem großen Teil im Wandel von Wirtschaft und Gesellschaft. Die Problematik dreht sich u.a. um die Fragestellung, welche Effekte eine „sich verselbständigende Sphäre der Wirtschaft […] für das Zusammenleben der Menschen hat“ (Schranz 2007, S. 43) und welche Implikationen sich daraus für die Unternehmen ergeben. Noch im Jahr 1992 konstruierte Weber die Wirtschaft als Teilsystem der Gesellschaft, welches autonom besteht und von außen nicht beeinflussbar ist. Nach dieser funktionellen Definition hat die Unternehmung nur eine ökonomische Verantwortung hinsichtlich der Gewinnmaximierung. Zusätzlich wird der Gesellschaft eine moralisch getriebene Einflussmöglichkeit abgesprochen. Das diese Ansicht der derzeitigen Entwicklung zuwider läuft, soll durch diese Arbeit bestätigt werden.
Es gilt demnach Aufzuzeigen, inwiefern die Verantwortung eines Unternehmens über den betriebswirtschaftlichen Bereich hinausgeht.
Im zweiten Kapitel der Arbeit wird als erstes eine Abgrenzung der einzelnen Begrifflichkeiten unternommen, um ein Grundverständnis von Moral, Ethik und Verantwortung zu erlangen. Kapitel drei stellt heraus, inwiefern die Forderung nach einem moralischen bzw. ethischen Verhalten von Unternehmen berechtig ist und woraus es sich ableitet. Das vierte Kapitel befasst sich mit der historischen Entwicklung des Konzeptes der gesellschaftlichen Verantwortung. Zusätzlich wird „Corporate Social Responsibility“ (CSR) definiert sowie das Grundkonzept nach Archie B. Carroll vorgestellt. Das fünften Kapitel gibt einen Überblick bezüglich einzelner Subkonzepte der CSR. Kapitel sechs zeigt den Nutzen der Integration von CSR in das Führungskonzept eines Unternehmens auf. Die Arbeit endet mit einem Ausblick für das Konzept gesellschaftlicher Unternehmensverantwortung.
1 Wie in der nachfolgenden Argumentation noch deutlich werden wird, spreche ich hier von gesellschaftlicher an Stelle von sozialer Verantwortung, da diese nicht nur den sozialen Aspekt, sondern auch ökonomische und ökologische Überlegungen mit einbezieht.
1
2 Begriffsklärungen
2.1 Moral und Ethik
Das Wort „Moral“ leitet sich aus dem lateinischen Wort „moralis“ ab und bedeutet soviel wie „die Sitte betreffend“. Die Moral befasst sich mit den geltenden Normen und Werten, die in soziale Prozesse eingebettet sind. Sie beschreibt demnach das, was Individuen bzw. Gemeinschaften als faktisch richtig oder falsch ansehen (Brink & Karitzky 2004). Das Wort „Ethik“ entstammt aus dem griechischen „ethos“ und steht für die Sittenlehre. Ethik ist wie die Moral mit Normen (Werturteilen, Vorschriften, tugendhaften Grundhaltungen) beschäftigt, die den Menschen zu einem richtigen Verhalten anleiten. Als Teildisziplin der Philosophie versucht die Ethik durch methodisches Vorgehen und den Versuch argumentativer Begründung Erkenntnis über spezifische Regeln und Prinzipien zu erlangen, die in einer Gesellschaft über Richtig und Falsch von Handlungen entscheiden (Faust 2003).
Aus diesen Überlegungen ist ersichtlich, dass die Moral der Ethik vorausgeht. Die Ethik repräsentiert eine Systematisierung und vernunftmäßige Erklärung von Moral, anhand von verallgemeinerten normativen Regeln, die eine Lösung hinsichtlich Situationen unter moralischer Unsicherheit bieten sollen (Crane & Matten 2007, S. 8). Dieser Sachverhalt wird durch Abbildung 1 verdeutlicht.
2
2.2 Verantwortung
Verantwortung ist eine Grundkategorie der Ethik (Jonas 1984). Verantwortung im Sinne der Philosophie und Soziologie besteht in einer wesentlichen Beziehung des Menschen zur Gesellschaft, Natur und sich selbst (Europäische Enzyklopädie zu Philosophie und Wissenschaften 1990, S. 690). Im Allgemeinen geht es bei der Verantwortung darum, für sein Handeln und dessen Folgen einzustehen, sie ist also in die Zukunft gerichtet (Göbel 1992). Bei den rationalen Überlegungen eines Individuums stehen unterschiedliche Handlungsalternativen zur Auswahl. Die jeweilige Wahlmöglichkeit impliziert ein Bewusstsein für die getroffene Entscheidung und für die Auswirkung dieser Entscheidung (Europäische Enzyklopädie zu Philosophie und Wissenschaften 1990, S. 690). Des Weiteren kann die Verantwortung in drei Ebenen geteilt werden (Abb. 2). Auf der qualitativen Ebene stellt sie den Ausdruck des Gewissens dar, als nicht strukturierbares, konkretisierbares Konstrukt. Auf einer quantitativen Ebene ist Verantwortung etwas praktisch Relevantes. Sie ist hier definierbar und somit auch kontrollierbar, wie z.B. in Gesetzestexten verankert. Die dritte Ebene bildet die Relation zwischen dem Verantwortungssubjekt (Träger der Verantwortung) und dem Verantwortungsobjekt (für das die Verantwortung getragen wird) (Bochenski 1991, S. 22f.).
3 Ableitung einer Verantwortung von Unternehmen
3.1 Gründe für verantwortliches Handeln von Unternehmen
Unter diesem Abschnitt wird der Versuch unternommen die Verantwortung von Unternehmen in einer Gesellschaft abzuleiten. Zusätzlich wird gezeigt, wie moralisches Handeln einer Unternehmung als juristische Person begründbar ist.
2
3.1.1 Globalisierung
1970 hatte der Nobelpreisträger Milton Friedman seine Schrift „The social responsibility of business is to increase its profits“ gegen die umfassende gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen verfasst. Er vertrat darin die Auffassung, dass die alleinige Aufgabe einer Unternehmung darin besteht, den Gewinn im Sinne ihrer Eigentümer (Shareholder) zu maximieren. Des Weiteren war er der Ansicht, dass soziale Aspekte und Probleme in den sachgerechten Tätigkeitsbereich des Staates fallen, anstatt in den von Managern. Dass diese Sichtweise heute nicht mehr aufrecht zu erhalten ist, zeigt die zunehmende Globalisierung wirtschaftlicher Tätigkeit. Mit ihr sind die Liberalisierung bzw. Deregulierung von Märkten, eine Internationalisierung der Geschäftstätigkeit und die abnehmende Relevanz von territorialen Bezugsgrößen sozialer, ökonomischer und politischer Aktivitäten, Prozesse und Beziehungen verbunden. Crane und Matten sprechen hier von einer Entwicklung, die sie als „Deterritorialisierung“ wirtschaftlichen Handelns bezeichnen. Diese führt zu abnehmender rechtlicher Kontrolle von Unternehmen durch nationale Regierungen. Beispielsweise unterliegt der globale Finanzmarkt keinem nationalen Rechtssystem, welches regulierend eingreifen kann. Durch den fehlenden Rechtsrahmen geraten die Aktivitäten multinationaler Unternehmen vermehrt in die Kritik der Öffentlichkeit, z.B. im Hinblick auf die billige Nutzung von Humankapital in Entwicklungsländern oder Ausnutzung geringer Umweltauflagen im Ausland gegenüber dem Inland. Da Unternehmen die dominierenden Akteure des weltweiten Geschehens sind, haben sie zunehmend an Macht und Einfluss gewonnen. Die Wirtschaftskraft einzelner Unternehmen erreicht mittlerweile Dimensionen von Bruttosozialprodukten einzelner Länder. Demzufolge gewinnt das Unternehmen vermehrt Zuständigkeit für Arbeitsbeschaffung, Sozialleistungen und Aufrechterhaltung ethischer Standards. Diese Machtumverteilung vom Staat hin zu den Unternehmen führt zu einer geringeren demokratischen Einwirkung für den Bürger. Auf den Staat und seine politischen Aktivitäten kann dieser durch Wahlen Einfluss nehmen. Den Unternehmen
3
Arbeit zitieren:
Romina Bullan, 2008, Einführung in die Verantwortung von Unternehmen, München, GRIN Verlag GmbH
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Einbetten
DOI
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