Inhaltsverzeichnis
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1. Einleitung 1
2. Gesundheitspolitik und deren Instrumente 2
2.1 Eugenik 2
2.2 Das Erbgesundheitsgesetz und die Zwangssterilisation 4
3. Ungleichheit in der Gesundheitspolitik 7
3.1 Der nationalsozialistische Rassismus 7
3.2 Geschlechtergleichheit in der Sterilisationspolitik? 8
4. Fazit 10
5. Literatur 11
1. Einleitung
Am 14.Juli 1933 wurde das Erbgesundheitsgesetz verabschiedet und am 1. Januar 1934 trat es in Kraft. Dieses Gesetzt führte dazu, dass mit der, durch das Erbge-sundheitsgesetz legitimierter Zwangsterilisation ca. 400000 Menschen unfruchtbar gemacht worden sind. 2 Dieses Gesetzt erlaubte nicht nur die Zwangssterilisation hunderttausender Menschen, sondern mündete letztlich in die sogenannte „Euthanasie“ - die systematische Vernichtung lebensunwerten Lebens. Es wird also deutlich, dass sich das Thema der vorliegenden Arbeit mit der Ge-sundheitspolitik im Nationalsozialismus beschäftigt. Aufgrund des vorgegebenen Rahmens ist es aber nicht möglich eine ausführliche Darstellung des Themas „Ge-sundheitspolitik im Nationalsozialismus“ wiederzugeben. Aus diesem Grund be-handelt die Arbeit ausschließlich die Zeit von 1933 (mit Verabschiedung des Erb-gesundheitsgesetzes) bis 1939 (mit Beginn der systematischen Euthanasie). Das Thema dieser Arbeit lautet also: „Die Gesundheitspolitik im Nationalsozialismus von 1933 - 1939“.
Das Thema wirft zudem die Frage auf, welche Bedeutung Rassismus und soziale Ungleichheit für die Gesundheitspolitik im Nationalsozialismus haben. Ausgehend von dieser Fragestellung, wurde die Hypothese „Die Prioritäten nationalsozialistischer Gesundheitspolitik richteten sich an der Vernichtung minderwertigem Lebens und der Erhaltung und Verbesserung arischen Er-
1
Adolf Hitler schreibt in seinem Buch „Mein Kampf“ warum er das „ausmerzen krankhafter Erbanlagen“ für gerechtfertigt ansieht, Das Erbgesundheitsgesetz (
2 Ebd.
bgutes aus“ entwickelt, welche im weiteren Verlauf der Arbeit bestätigt, verworfen oder unter Umständen präzisiert werden soll. Um diesem Ganzen gerecht zu werden, wird Eingangs der Arbeit ein Blick auf das Erbgesundheitsgesetz geworfen. Außerdem soll ein Überblick über die Eugenik Klarheit über die Praktiken des Nationalsozialismus und ihrer Gesundheitspolitik geben. Im weiteren Verlauf soll analysiert werden, welche Instrumente und Gedanken eine Rolle spielten in der Gesundheitspolitik der Nationalsozialisten. Dies geschieht an den Beispielen des nationalsozialistischen Rassismus sowie an der Geschlechterpolitik.
2. Gesundheitspolitik und deren Instrumente
2.1 Eugenik
Schon viele Jahre vor der Machtergreifung des Nationalsozialistischen Regimes wurde auf dem Bereich der Eugenik geforscht. Der vom britischen Naturforscher Francis Galton geprägte Begriff der Eugenik hatte die „Verbesserung des Erbguts“ zum Ziel. Dabei sollte unter der Anwendung genetischer Erkenntnisse der Fortbestand günstiger Erbanlagen in einer menschlichen Population gesichert und gefördert werden. Während dabei auch von einer „positiven Eugenik“ gesprochen wird, wird bei der „negativen Eugenik“ versucht, die „Ausbreitung nachteiliger Gene einzuschränken“. 3
Mit aufkommen von Sauberkeit und Hygiene, im 19. Und 20. Jahrhundert, wurden Infektionsquellen durch sauberes Wasser in Großstädten auf ein Minimum reduziert. Aber nicht nur durch die Hygiene wurden bessere Bedingungen geschaffen. Zu nennen sind zudem die verbesserte Wohnungssituation und Säuglingspflege. Diese Faktoren führten zu einer deutlichen Minderung der Sterberate, wodurch die Medizin eine immer stärkere Rolle in der Gesellschaft einnahm. 4 Spree beispielsweise spricht dabei von einem „Todesursachenspektrum“, welches
3
Eugenik, in: Meyers Lexikon Online 2.0 (
4 Evans, Richard J., Zwangsterilisation, Krankenmord und Judenvernichtung im Nationalsozialismus: Ein Überblick, in: Henke, Klaus-Dietmar (Hrsg.): Tödliche Medizin im Nationalsozialismus. Von der Rassenhygiene zum Massenmord, Böhlau Verlag, Köln 2008, S. 31.
Arbeit zitieren:
Daniel Iliev, 2008, Gesundheitspolitik im Nationalsozialismus von 1933 – 1939, München, GRIN Verlag GmbH
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