Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis....................................................................................................................... 3
1. Einleitung 4
2. Interkulturelle Pädagogik 4
3. Interkulturelle Kompetenz durch interkulturelle Kommunikationsfähigkeit. 6
4. Grundsätze einer interkulturellen Erziehung. 7
5. Ursachen für einen geringeren Bildungserfolg ausländischer SchülerInnen 8
5.1 Heterogenität der Schüler. 8
6. Untersuchungsergebnisse zum Thema: Schule als Ort der Integration. 10
6.1 Miteinander in der Schule 10
6.2 interkulturelle Kommunikationsfähigkeiten durch Hausaufgabenhilfe 11
6.3 Ergebnisse der Shell-Jugendstudie 2000 11
7. Fazit. 12
Quellenverzeichnis : 13
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1. Einleitung
Deutschland ist seit Jahrzehnten ein Zielland von Zuwanderern aus vielen unterschiedlichen Herkunftsländern. „Fremde“ und die Erfahrung der Fremdheit ist für viele Menschen längst ein Teil ihres Alltags geworden, ob am Arbeitsplatz, im Sportverein, im Krankenhaus oder in der Schule, die in diesem Sinne ein Spiegelbild der Gesellschaft darstellt und neben den Konflikten und Problemen des Zusammenlebens von Menschen unterschiedlicher Herkunft auch neue Chancen eines Miteinander eröffnen kann. Die folgende Arbeit soll sich deshalb mit der Interkulturelle Bildung und Erziehung - am Beispiel Niedersachsens - beschäftigen. Ich möchte mich als erstes mit den Definitionen von Interkultureller Pädagogik und Interkultureller Kommunikation beschäftigen. Als nächstes betrachte ich die Ursachen für den geringeren Bildungserfolg ausländischer SchülerInnen und dabei vor allem die Heterogenität der SchülerInnen. Der größte Teil meiner Hausarbeit bezieht sich jedoch mit Untersuchungsergebnisse zum Thema: Schule als Ort der Integration. Ich beziehe mich bei der Arbeit neben den Büchern „Interkulturelles Lernen mit Kindern“ von Konrad Baer und „Interkulturelle Kommunikation“ von Helga Losche hauptsächlich mit der Broschüre „Wege zur interkulturellen Schule“ des Niedersächsisches Kultusministerium.
2. Interkulturelle Pädagogik
Interkulturelle Pädagogik will auf ein Leben in einer multikulturellen und pluralistischen Gesellschaft vorbereiten. Das bedeutet, dass die Kinder und Jugendlichen lernen sollen, mit „der“ Wirklichkeit kompetent umgehen zu können, Chancen zu nutzen, die diese Pluralität eröffnet, und lernen Konflikte zu lösen, die sich aus dieser Vielfalt ergibt. Interkulturelle Pädagogik ist keine Sonderpädagogik mehr für Migrantenkinder, da „...kulturelle und sprachliche Vielfalt in modernen Gesellschaften Normalität sind...“ (Niedersächsisches Kultusministerium)
Pluralität muss daher thematisiert werden. Eine Interkulturelle Pädagogik muss deshalb vermitteln, dass für diese Vielfalt jeder die Verantwortung trägt. Es geht nicht nur darum, welche Probleme Minderheiten in der sie aufnehmenden Gesellschaft haben, sondern auch darum, welche Schwierigkeiten sich daraus für die Mehrheit ergeben. Ziel einer Pädagogik der Vielfalt muss daher sein:
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1. Die wechselseitige Anerkennung des Anderen, die gleichzeitig die Anerkennung von Differenz voraussetzt. Das heißt: „ ... die Normalität von Unterschieden zu begreifen.“ 1 2. Die Anerkennung jedes Einzelnen in seiner Einmaligkeit. 3. Das Aufgreifen von Gemeinsamkeiten, um diese zu nutzen.
Die sechs Grundsätze, die auch die Arbeit der IAF 2 in der interkulturellen Erziehung prägen, verdeutlichen den zentralen Begriff der Anerkennung:
AKZEPTANZ:
Alle Kinder haben das Recht hier zu sein. Sie gehören zur Gemeinschaft ohne Wenn und Aber. Das gilt für die Kinder genau wie für die Eltern. INDIVIDUALITÄT:
Jedes Kind ist einmalig und einzigartig. Die Individualität der Kinder zu achten bedeutet, sie nicht auf eine kulturelle Herkunft festzulegen, sondern selbst bestimmen zu lassen, wann welche Teile ihres persönlichen Hintergrundes bedeutsam sind. POSITIVE IDENTITÄT:
Bei der Suche nach einem positiven Selbst-Bewusstsein brauchen Kinder Unterstützung und Anregung durch Erwachsene. PERSPEKTIVEN WECHSELN.
Die Verschiedenartigkeit der Kinder ist kein Mangel, sondern eine Bereicherung für die Gruppe. So ist etwa der Gebrauch von mehreren Sprachen nicht Behinderung, sondern Chance.
GEMEINSAMES BETONEN STATT UNTERSCHIEDE ZU LEUGNEN:
Gemeinsamkeiten und positive Beziehungen zwischen Kindern unterschiedlicher kultureller, familiärer oder sozialer Herkunft gilt es zu entdecken und fördern. NORMALITÄT:
„Die Vielfalt der Weltanschauungen und der Formen des menschlichen Zusammenlebens ohne Wertung zu vermitteln und sie gemeinsam mit den Kindern zu erfahren, lässt diese Vielfalt zu einem Stück Normalität werden.“ 3
1 Baer , Konrad: Interkulturelles Lernen mit Kindern. O. V. München. (1998), S.36
2 Verband binationaler Familien und Partnerschaften, vertritt seit 1972 die Interessen binationaler Familien und Paare und ist als gemeinnütziger Verein in mehr als 30 regionalen Gruppen im In- und Ausland tätig (http://www.verband-binationaler.de/wirueberuns/, 28.08.04, 14:23 Uhr)
3 Baer , Konrad: Interkulturelles Lernen mit Kindern. O. V. München. (1998), S.36
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Arbeit zitieren:
Katja Meyer, 2004, Interkulturelle Bildung und Erziehung am Beispiel Niedersachsens, München, GRIN Verlag GmbH
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