Einleitung
Auf der Grundlage des Hauptseminars mit dem Titel „Kulturwissenschaftliche Germanistik IX: Liebe und Freundschaft in Wissenschaft und Unterricht“ ist vorliegende Seminararbeit verfasst mit dem Ziel, kulturwissenschaftliche Aspekte des Themas Liebe und Freundschaft zu beleuchten, um dann didaktische Überlegungen anzustellen, wie es in adäquater Form im Unterricht zum Einsatz kommen kann. Zunächst wird der Begriff Kultur aus wissenschaftlicher Sicht erläutert als Grundlage für die Sichtweise des eigentlichen Themas „Liebe und Freundschaft“, da die Definition dessen immer auch abhängig ist von der Kultur des Betrachters. Als Thema für die Unterrichtsreihe werden Ideen zur didaktischen Umsetzung gesammelt, die als Einstieg dienen könnten. Im Anschluss wird auf entsprechende Lernziele und Lernwege eingegangen, die die Schüler im Rahmen der Unterrichtsreihe erwerben sollen. In Kapitel 4 wird dann die Lektüre „Der gelbe Vogel“ vorgestellt anhand allgemeiner Informationen zum Buch und möglichen didaktischen Ansätzen zur Verwendung. Ein großer Teil nimmt das Lesetagebuch ein, das eine Methode zur Bearbeitung des Buches darstellt. Die Methode wird erläutert und auf das Thema bezogen, nennt darüber hinaus Tipps für Schüler und beinhaltet einen zu bearbeitenden Fragenkatalog.
1 Kultur(wissenschaft) - eine Definition
Das Hauptseminar „Liebe und Freundschaft in Wissenschaft und Unterricht“ fällt unter die Kategorie der kulturwissenschaftlichen Germanistik.
1 Durant; William James: Kulturgeschichte der Menschheit, Frankfurt am Main/Berlin/Wien, 1981, S. 265
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Kulturwissenschaft als eine hermeneutische Wissenschaft vereinigt die kulturellen Aspekte von Kunstwissenschaft, Literaturwissenschaft, Medienwissenschaft, Philosophie, Theologie, Psychologie und Soziologie zu einem multidisziplinären Fach. Besonderes Augenmerk legt die kulturwissenschaftliche Forschung auf die Anthropologie - des Kulturschaffens im Bezugsrahmen der jeweiligen gesellschaftlichen, historisch-politischen, literarisch-künstlerischen, ökonomischen, rechtlichen und räumlichen Bedingungen. Auch die so genannten Gender-Studies, Untersuchungen zum Verhältnis zwischen den Geschlechtern, ihrer kulturellen Geformtheit und zur Chancengleichheit von Männern und Frauen in der Gesellschaft, haben seit einigen Jahren einen festen Platz innerhalb der Kulturwissenschaft. Wird Kultur hierbei als geschlossen und komplex oder eher als prozessual und veränderbar angesehen?
Prof. Dr. rer. soc. Wolfgang Kaschuba - seit 1992 Professor für Europäische Ethnologie an der Humboldt-Universität zu Berlin und zugleich geschäftsführender Direktor des Instituts für Europäische Ethnologie mit Forschungsschwerpunkten Alltag und Kultur in der europäischen Moderne, nationale und ethnische Identitäten, Stadt- und Metropolenforschung 2 - definiert den Kulturbegriff in seinem Werk Kulturalismus: Vom Verschwinden des Sozialen im gesellschaftlichen Diskurs als „Interpretament“ 3 . Somit erklärt Kultur nicht mehr einem bestimmten Gegenstand, sondern gibt vielmehr einen Blickwinkel auf gesellschaftliche Prozesse, ist also ein Deutungs-, Verständigungs- und Kommunikationsmittel. Der eröffnete Blickwinkel besteht aus Verknüpfung von Wissenschaftsperspektiven und Weltanschauung. Auch als Verständigungsmittel besitzt die Kultur(wissenschaft) zwei Seiten: Vordergründig geht es um den Erklärungsversuch sozialer Sachverhalte und Gegenstandsbedeutungen. Hintergründig findet man hier ein Deutungsmodell von Gesellschaft und Geschichte mit hohem generalisierendem Anspruch. In diesem Rahmen muss diese Funktion zentraler Gegenstand kritischer Selbstreflexion sein, die in drei Richtungen angedeutet werden kann: im Blick auf die Geschichtsschreibung, im Blick auf Fremd-Verstehen und im Blick auf den
2 http://www2.hu-berlin.de/ethno/reload.html?seiten/institut/mitarbeiter/kaschuba.htm
3 - Kaschuba, Wolfgang: Kulturalismus: Vom Verschwinden des Sozialen im gesellschaftlichen Diskurs. In: Berliner Journal für Soziologie 2/1994, S. 179-192
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Kulturvergleich. Es geht also um eine Ideologie, eine Sichtweise und Weltanschauung.
Doch was bedeutet „Kultur“ überhaupt? Im alltagssprachlichen Sinn wird Kultur häufig gleichgesetzt mit der eigentlichen „Hochkultur“, die sich zumeist auf Musik, bildende Künste, Literatur, Tanz, Theater etc. bezieht. So zum Beispiel gibt es in Tageszeitungen eine Rubrik, die sich „Kultur“ nennt und Angebote zu kulturellen Veranstaltungen (Bühne, Museen, Festivals) und Tipps zu Literaturanschaffungen, Hörbüchern oder Vorträgen veröffentlicht. Dieser Kulturbegriff ist jedoch nur ein eingeschränkter Teil der eigentlichen Kultur. Alles, was der Mensch prägt wird quasi zur Kultur. Man benutzt Ausdrücke wie „Das Volk hat eine kulturelle Entwicklung gemacht“ oder spricht von „bürgerlicher oder rationaler Kultur“, akzeptiert Kultur als Allgemeingut durch immer verfügbare Medien und es existiert einen Fachbereich an Universitäten „Geistes- und Kulturwissenschaft
In den verschiedenen Wissenschaften wird Kultur jeweils anders definiert; etwa in den Sozialwissenschaften als ein Begriff, der vor allem die Beobachtung beinhaltet, dass menschliche Gesellschaften nicht nach den von der Natur gegebenen Regeln leben und diese Regeln in spezifischer Art und Weise an ihre Nachfahren weitergeben. Mit Kultur ist also vielmehr eine Gesamtheit der Verhaltenskonfigurationen oder auch der Symbolgehalte einer Gesellschaft gemeint. Der Mensch als soziales Wesen ist Teil von verschiedenem alltagskulturellem Zusammenleben, was die Entwicklung von expliziten Regeln und Formen dieses Zusammenlebens voraussetzt. Es geht hierbei um „Empfindungen wie Liebe, Scham, Konkurrenz oder Treue, aber auch alltägliche Verrichtungen wie Mahlzeiten und schließlich die Sinne selbst“. (Korte/Schäfers)
Im 18. und 19. Jahrhundert - und auch teilweise noch heute - wird Kultur mit dem Begriff der Zivilisation gleichgesetzt und als Gegensatz zur Natur gesehen. In diesem Zusammenhang wurden Menschen, die keinen Bezug zur so genannten „Hochkultur“ besaßen als eher naturverbunden und unzivilisiert bezeichnet. Im gleichen Zug wurde die Hochkultur als positiv angesehen, da sie die menschliche Natur unterdrücke. Erst im späten 19. Jahrhundert entstand eine breitere Begriffsdefinition, die aus dem Gedanken herleitete, dass die Kultur ihre Wurzeln in der menschlichen Fähigkeit besäße, Versuche zu systematisieren und auszuwerten und diese
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Ergebnisse in schriftlicher Form festzuhalten und in Sprache weiterzugeben. Somit entspricht die Kultur der menschlichen Natur. Es wurde also notwendig, methodisch und theoretisch nützlichere Definitionen von Kultur zu entwickeln. Dabei wird grundlegend unterschieden zwischen:
- materieller Kultur und
- symbolischer Kultur (Schrift und Sprache)
Als materielle Kultur wird die gesellschaftlich geprägt Gesamtheit der Gebrauchsgegenstände, Geräte, Werkzeuge, Bauten, Kleidungs-und
Schmuckstücke etc der Menschen bezeichnet. Materielles und Kultur sind ohne einander nicht denkbar. Erst durch eine Verbindung von Materiellem und Immateriellem entsteht ein Zugang zum Verstehen des Alltags verschiedenster Gesellschaften. Es kann keine Verbindung zu einem Gegenstand entstehen, wenn seine geistigen Ausdrucksformen - also Sprache und Text - nicht im Zusammenhang betrachtet werden.
Die Bedeutung und sein Gegenstand müssen stets in Zusammenhang zueinander stehen. Durch eine derartige Betrachtungsweise besteht nicht die Gefahr, dass die betrachteten Objekte als etwas Isoliertes, Abgetrenntes angesehen und somit vielleicht falsch gedeutet werden. Ein wichtiger Gesichtspunkt hierbei sind auch die sozialen Beziehungen und Handlungsweisen, in welche die Dinge des täglichen Lebens einbezogen werden.
Die heutigen Kulturindustrien besitzen zwar die Macht, Kulturwaren zu produzieren und weltweit zirkulieren zu lassen, aber es sind die Rezipienten, die im Prozess der Aneignung den Kulturobjekten erst Bedeutung zuweisen. Dies ist gerade in einer immer komplexer werdenden Welt ein entscheidender Vorgang, denn im Prozess der Vermittlung vom Produzenten zum Konsumenten ist das kulturelle Produkt verschiedenen Einflüssen ausgesetzt, die die ursprüngliche Bedeutung verändern können. Es liegt also an den Rezipienten, entsprechend ihres individuellen sozialen Hintergrundes aktiv interpretativ tätig zu werden. Dies hat natürlich zur Folge, dass es unterschiedliche Deutungsvarianten gibt, die auch von sozio-kulturellen Faktoren abhängen.
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2 Liebe und Freundschaft
„Liebe und Freundschaft“ kann in verschiedenen Zusammenhängen betrachtet werden, wobei Sichtweise und Definition demzufolge immer abhängig sind von Person, Tradition, historischen Hintergrund, Geschlecht und soziokulturellen Faktoren. Liebe kann als gesamtgesellschaftliches Phänomen aufgefasst werden. Niklas Luhmann hat sich in seinem 1982 erschienen Werk „Liebe als Passion: zur Codierung von Intimität“ mit einer Kommunikationstheorie beschäftigt, in deren Mittelpunkt der Begriff der Liebe steht. In diesem Zusammenhang geht es um den ‚Code’ in Intimbeziehungen, der erfolgreiches Kommunizieren und damit ‚Liebe’ überhaupt erst ermöglicht. Liebe wird nicht als Gefühl untersucht, „sondern als symbolischer Code, der darüber informiert, wie man in Fällen, wo dies eher unwahrscheinlich ist, dennoch erfolgreich kommunizieren kann. Der Code ermutigt, entsprechende Gefühle zu bilden“. Was ist richtiges, angemessenes und sachliches Verhalten in intimen Beziehungen? Was bietet Orientierung und welcher Verhaltenserwartungen existieren oder entstehen?
Liebe wird bei Luhmann als „symbolisch generalisiertes Kommunikationsmedium begriffen, das zur Ausmerzung von Unwahrscheinlichkeiten und zur Bildung von Systembildungsmöglichkeiten dient. Liebe ist hier kein Gefühl, sondern ein Kommunikationscode, mit dessen Hilfe Gefühle ausgedrückt werden können; Medien sind nicht Sachverhalte, sondern Kommunikationsanweisungen. Liebe ist von daher zugleich ein Verhaltensmodell, das gespielt werden kann“ 4 Mit dieser theoretischen Grundlage im Hinterkopf werde ich mich im Folgenden mit dem Thema „Liebe und Freundschaft“ im Hinblick auf Unterrichtsgestaltung im Fach Deutsch beschäftigen.
4 Luhmann, Niklas: Liebe als Passion. Zur Codierung von Intimität, 2. Auflage, Suhrkamp Verlag, Frankfurt, 1982, S. 23
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2.1 Liebe und Freundschaft als Thema für die Unterrichtsreihe
2.1.1 Ideen zur didaktischen Umsetzung
Die Unterrichtsreihe „Liebe und Freundschaft“ bietet sich für eine Durchführung in einer achten oder neunten Klassen an, da hier sowohl von einer entsprechenden (geistigen, seelischen, emotionalen) Reife, als auch von ersten eigenen Erfahrungen der Schüler mit diesem Thema ausgegangen werden kann. Die Schulform spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle. In den jeweiligen Lehrplänen ist ein entsprechendes Thema vorgesehen. Diese Unterrichtsreihe vereint die Vermittlung verschiedener Kompetenzen auf die später noch genauer eingegangen werden wird und ist gegebenenfalls auch für eine fächerverbindende Kooperation geeignet. Zu Beginn der Unterrichtsreihe sollten Vorbereitungen getroffen werden, um die Schüler in die Thematik einzuführen bzw. sie für das Thema generell und Lektüre zu sensibilisieren. Wenn ein neues Unterrichtsthema interessant beginnt, ist bereits viel gewonnen. Ich stelle mir hier einen spielerischen Einstieg vor, der das Thema situativ vergegenwärtigt und einen dynamischen Anfang setzt.
2.1.2 Puzzle zum Thema „Freundschaft/Liebe“
Zur Vorbereitung werden hier mehrere Bilder mit Bezug zum Thema grob zerschnitten. Bei einer Klassengröße von 25 Schülern werden 5 Bilder in jeweils Puzzleteile zerschnitten. Das Unterrichtsvorhaben startet damit, dass jeder Schüler ein Puzzleteil blind zieht und sich auf die Suche nach den Mitschülern macht, die die passenden Puzzleteile gezogen haben. Durch das Zusammensetzen der Bilder ergeben sich auch die Arbeitsgruppen. Sind diese komplett, stellt jede Gruppe Überlegungen zu ihrem jeweiligen Bild an, die anschließend im Plenum zusammenfassend vorgetragen werden. Die jeweiligen Fragestellungen bieten Diskussionsgrundlage und Anregungen. Somit ist das Thema auf visuelle Art anschaulich und vielschichtig eröffnet worden mittels spielerischem Einstieg.
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2.1.3 Liebeslied
Alternativ könnte ein Liedtext eines (am besten deutschsprachigen Liebesliedes) als Einstieg genutzt werden. Das Lied wird hierbei zunächst vorgespielt und ist vielleicht einigen Schüler bereits aus ihrem Lebensalltag bekannt. Danach kann die Wirkung, der Text, die Bedeutung und die Art der dargestellten „Liebe“ analysiert werden. Die auditive Weise bietet einen anderen, dennoch nicht minder geeigneten Einstieg in das Thema.
2.1.4 Materialsammlung
Bevor die eigentliche Unterrichtsreihe beginnt, wird das Thema „Liebe und Freundschaft“ den Schüler bekannt gegeben. Diese sollen dann innerhalb eines bestimmten Zeitraumes Ideen, Vorstellungen, Bilder, persönliche Erinnerungen, Zeitungsausschnitte, Gedichte, Liedtexte und andere Materialien sammeln, die sie damit verbinden und in den Unterricht mitbringen. Der Fantasie sind hierbei keine Grenzen gesetzt, es gibt somit kein „richtig“ oder „falsch“, was eine Motivation für die Erfüllung der Hausaufgabe darstellen kann. Die Ergebnisse werden dann zu Beginn der Unterrichtsreihe jeweils präsentiert und bieten somit einen Einstieg in das Thema. Natürlich können nicht alle Schüler ihre „Hausaufgabe“ vorstellen. Interessant hierbei erscheint mir die mögliche Vielschichtigkeit der Ergebnisse, der Herangehensweise und der Interpretation des Themas an sich. Jeder Schüler greift auf seinen eigenen Erfahrungsschatz zurück und man erhält auf diese Weise
3 Lernziele - Lernwege
Ein Lernziel formuliert den Zuwachs an Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten, den Lernende am Ende des Lernprozesses erworben haben sollen. Diese Lernziele haben immer eine Verhaltenskomponente und eine Inhaltskomponente. Der Begriff 'Lernziel' täuscht darüber hinweg, dass es eigentlich Lehrziele sind, die der Lehrende in seiner Planung formuliert. Lehrziele, die sich der Lehrende setzt, werden aber noch nicht automatisch zu Lernzielen der Schüler.
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Im Grunde genommen müssen für die Planung Richtziele (Prämissen des Grundgesetzes, der Landesverfassung und des Schulgesetzes, Leitziele der Bildungspläne wie Mündigkeit, Sozialkompetenz, Verantwortungsbewusstsein), Grobziele (Lehrpläne, Stoffverteilungspläne, Wissen, Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten) und Feinziele (Stundenziele, Teilziele) miteinbezogen werden. Lernziele können in unterschiedlichen 'Dimensionen' angestrebt werden. Üblich ist die Unterscheidung von:
- kognitiven Zielen (beziehen sich auf Denken, Wissen, Kenntnisse, intellektuelle Fähigkeiten)
affektiven Zielen (Veränderungen von Einstellungen, Interessenlagen, Werten, Gefühlen)
- psychomotorischen Ziele
ggf. sind auch noch zu unterscheiden (nicht ganz trennscharf) methodische Ziele soziale Ziele 5
Die Formulierung von Lernzielen nötigen die Lehrenden dazu, sich genaue Rechenschaft zu geben über die eigenen Lehrabsichten (heuristische Funktion), sich Klarheit zu verschaffen über die didaktischen Schwerpunkte des Unterrichts (didaktische Reduktion) und den Lernprozess stringent z.B. nach lernpsychologischen Gesichtspunkten zu strukturieren. Lernziele bieten den Lehrenden einen roten Faden bei der Durchführung des Unterrichts, ein Instrumentarium zur Überprüfung des Lernerfolgs sowie Kriterien für die Evaluation der Planung und Durchführung des Unterrichts
Vor der Unterrichtsreihe zum Thema „Liebe und Freundschaft“ muss klar sein, was mit der Durchführung erreicht werden soll. Welchen Zuwachs an Kenntnissen,
5 http://www.learn-line.nrw.de/angebote/lakonkret/lehrer/unterrichten/lenhard_lernziele.pdf
(10.05.2008)
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Fähigkeiten und Fertigkeiten sollen die Schüler im Verlauf des Lehr-/Lernprozesses erreichen? Die entsprechenden Lernziele sollten das Ergebnis der didaktischen Analyse zusammenfassen. Zunächst sollte ein übergreifendes Stundenziel und mehrere Teilziele formuliert werden und eine Beschränkung auf wenige aber relevante Ziele stattfinden. Es ist wichtig, die Schüler zwar zu fordern, aber nicht zu überfordern und die gegebene Zeit angemessen zu strukturieren. Zu beachten sind Planungsdimensionen nach dem Stundenverlauf, inhaltlichen Gesichtspunkten, Lernzieldimensionen und Schwierigkeitsgrad.
Das vorliegende Thema dient den Schülern dazu, sich Beziehungswerte bewusst zu machen und Gefühle zu erkennen und zu beschreiben. Die persönliche Reflexionsfähigkeit wird gestärkt. Darüber hinaus wird je nach angewendeter Methode das schriftliche Ausdrucksvermögen sowie die sprachliche Kompetenz bzw. Kommunikationsfähigkeit gefördert. Weitere Aspekte sind Assoziations- und Transferierfähigkeit. Das Lesen und intensive Bearbeiten einer Lektüre fördert Kompetenzen hinsichtlich des Umgangs mit Texten und Medien. Die Schüler sollen über Strategien und Techniken des Textversehens verfügen, Textinhalte im Hinblick auf Konstellationen der Figuren, Charaktere und Verhaltensweisen untersuchen und lernen Situationen zu interpretieren und Gefühle herauszulesen.
4 Lektüre: Der gelbe Vogel (Myron Levoy)
4.1 Allgemeines zum Buch
Naomi lebt jetzt mit ihrer Mutter in den USA. Sie steht unter einem Schock, seit sie mit ansehen musste, wie ihr Vater von den Nazis erschlagen wurde. Als Alan, ein Junge aus ihrem Haus, von seinen Eltern gebeten wird sich um sie zu kümmern, übernimmt er diese Aufgabe zunächst nur widerwillig. Allmählich gelingt es ihm jedoch, Zugang zu Naomi zu finden. Doch ein schwerwiegendes Ereignis stellt alles wieder in Frage ... 6
"Der gelbe Vogel" von Myron Levoy wurde 1977 zum ersten Mal veröffentlicht und hat inzwischen zahlreiche Buch- und Literaturpreise erhalten (z. B. Deutscher Jungendbuchpreis). Durch Erzählungen eines meiner Nachhilfeschüler wurde mein
6 Levoy, Myron: Der gelbe Vogel, Benziger Verlag Zürich/Köln, 3. Auflage, 1982 (Klappentext)
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Interesse für dieses Buch geweckt. Nachdem ich mich etwas eingehender damit beschäftigt hatte, entschied ich mich, es als Lektüre für meine Hausarbeit zu verwenden.
Oft wird vor allem der politisch-humanitären Aspekt der Erzählung in den Vordergrund gestellt, wobei eben aber auch ganz andere Themen hier eine zentrale Rolle spielen. Im Mittelpunkt des Jugendromans steht eine Freundschaft zwischen zwei Kindern (Jugendlichen) - Alan und Naomi. Der zeitgeschichtliche Rahmen wird an Naomi deutlich, die Opfer von Krieg und Rassenhasses wurde und schließlich nach langer Flucht in den USA angekommen ist. Mit ihrer Mutter flieht die damals Achtjährige aus dem von Deutschen besetzten Frankreich nach New York. Naomi hat mit ansehen müssen, wie ihr Vater von den Nationalsozialisten brutal ermordet wurde, weil er als französischer Jude aktiv in der Widerstandsbewegung war. Seit diesem Erlebnis ist Naomi völlig verstört. Sie spricht nicht mehr, spielt nur noch mit ihrer Puppe Yvette und sitzt teilnahmslos in ihrem Zimmer. Keiner der Erwachsenen schafft es, an sie heranzukommen oder ihr zu helfen. Der gleichaltrige Alan Silverman, der im selben Haus wohnt, soll sich auf Bitten und Drängen seines Vaters um Naomi kümmern. Alan gelingt es nur Schritt für Schritt, Naomis Vertrauen zu gewinnen. Mit viel Geduld und Einfühlungsvermögen hilft er ihr aus ihrer Isolation. Der Junge entwickelt in dem Zusammenhang viel Phantasie und Verantwortungsgefühl. Mit ihm gemeinsam verlässt sie die Wohnung. Es entsteht eine Freundschaft. Der Titel ergibt sich aus einer Situation, wo die beiden bei einem Ausflug zu einem alten Flughafengelände Alans gelben Vogel fliegen lassen. Naomis Lebensfreude kehrt zurück. Dieser Zustand wird allerdings wieder zerstört, als ein Junge auf der Straße die beiden als „dreckige Juden“ beschimpft und Alan verprügelt. Verängstigt läuft Naomi weg. Später findet man sie in einem völlig verstörten Zustand in einem Kohlenkeller. Sie erleidet einen Rückfall und muss in eine psychiatrische Klinik gebracht werden. Nach einem Besuch in der Klinik zerstört Alan seinen gelben Vogel.
Unter dem Gesichtspunkt, unter der Fülle von Angeboten ein Jugendbuch für den Unterricht auszusuchen, fiel die Wahl auf dieses Buch, da es jugendspezifische Themen aufgreift, die Schüler somit leichter anspricht und Raum für Identifikation bietet. Die geschilderten Erfahrungen des Erwachsenwerdens ermöglichen den Schülern hierbei besonders sich selbst in den Hauptpersonen wieder zu finden.
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Die Entwicklung der Beziehung zwischen Naomi und Alan könnte der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler entstammen. Die Probleme der geistigen und auch seelischen Entwicklung eines jungen Menschen aus der Kindheit heraus in das Erwachsensein und die damit verbundenen Schwierigkeiten bei der Identitätsfindung stehen im Vordergrund dieser Begegnung. Daraus lassen sich folgende Themen ableiten, die Arbeits- und Diskussionsgrundlage für den Unterrichten sein können:
- Ablöseprozesse in Elternhaus und Spielwelt
- die Erfahrung des Gefühls der Freundschaft, der Zuneigung und der Liebe
- die Begegnung der Geschlechter
Gerhard Haas definierte das Jugendbuch in: Lesen in der Schule mit dtv junior wie folgt:
Die Erzählung ermöglicht Verarbeitungsprozesse, Blick auf die eigene personale und zwischenmenschliche Wirklichkeit, vor allem aber regt sie zum Auf- und Ausbau von darauf bezogenen Wertvorstellungen wie Verantwortlichkeit, Verbindlichkeit, Verlässlichkeit, Ausdauer, Treue, Liebe an. 7
Da es thematisch um die erste Beziehung zwischen einem Jungen und einem Mädchen geht, schmerzliche Probleme des Erwachsenwerdens dargestellt werden und gezeigt wird, wie ein Jugendlicher Selbstverantwortung übernimmt, muss ein gewisser Reifeprozess bei den Schülern vorausgesetzt werden, so dass das Gelesene verstanden und bearbeitet werden kann. Dementsprechend würde ich diese Lektüre in der Mittelstufe verwenden.
4.2 Wie kann das Buch für den Unterricht verwendet werden?
Wird die Lektüre z. B. in einer neunten Klasse gelesen, kann man davon ausgehen, dass die Schüler den Roman zunächst weitgehend selbstständig lesen. Allerdings ist
7 Haas, Gerhard: Der gelbe Vogel. In: Lesen in der Schule mit dtv junior. Lehrertaschenbuch 2 für die Sekundarstufe, München 1991, S.119
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hierbei zu beachten, dass in jeder Jahrgangstufe Lektüren auf dem Lehrplan stehen (Jugendbücher, Romane, Dramen etc) und das Erschließen dieser Texte „in einem endlosen fragend-entwickelnden Unterrichtsgespräch rasch zu Ermüdungserscheinungen führt. Die Schülerinnen und Schüler sind gelangweilt. Daher sind Methoden gefragt, die die Lernsituation beleben und zusätzliche Zugangswege zum literarischen Text eröffnen.“ 8
Das Buch ist in 31 Kapitel unterteilt, die jeweils selbstständig in Hausaufgabe, im Unterricht in Stillarbeit oder auch gemeinsam laut gelesen werden können. Dabei sollte auf das Klassentempo und die Lesegeschwindigkeit der einzelnen Schüler geachtet werden. Ideal wäre eine Kombination aus eigenständigem Lesen (z. B. bis zu einem bestimmten Datum eine bestimmte Kapitelanzahl) und gemeinsamen Lesen. Während des Lesens machen die Schüler sehr individuelle Erfahrungen. Eine Möglichkeit, diesen privaten Gedanken und Gefühlen Raum zu geben, stellt die Anfertigung eines Lesetagebuchs dar. Dieses Heft füllen die Jugendlichen begleitend zum Unterricht bzw. zum eigenständigen Lesen aus.
In Einzel-, Partner- oder Gruppenarbeit können so verschiedene Arbeitsaufträge bearbeiten und die Ergebnisse in Form einer Arbeitsmappe zusammengetragen werden. Das Lesetagebuch ermöglicht jedem Schüler seinen persönlichen Zugang zur Lektüre und erlaubt, eigenen Leseerfahrungen- und Schwierigkeiten festzuhalten. Hier können also Aufgaben aus dem Unterricht notiert oder auch freie Einträge gewählt werden. Zu Beginn der Unterrichtsreihe sollten die Schüler, falls keine Erfahrung mit dem Lesetagebuch besteht, ein Merkblatt hierzu bekommen, das ihnen Anregungen und Anweisungen zum Arbeiten gibt. Ein Vorteil des Lesetagebuches ist darüber hinaus, dass es gleichzeitig auch als Kontrolle dient.
4.2.1 Das Lesetagebuch
Es bietet unterschiedliche Äußerungsformen: Schreiben, malen, sammeln, einkleben Es regt zur Produktion unterschiedlicher und selbst gewählter Textsorten an: Inhaltsangabe, Ich-Erzählung, Brief, Tagebucheintrag, Charakterisierung
8 Brenner, Gerd (Hrsg.): Fundgrube Deutsch, Cornelsen Verlag, Berlin 2006, S. 28
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Vorteilhaft ist auch, dass jeder Schüler in seinem eigenen Tempo arbeiten kann. Dabei wird der „Klassen-Gleichschritt“ nicht ganz aufgehoben, aber es kann doch unabhängiger, individueller gelesen und gearbeitet werden. Trotzdem muss es weiterhin konkrete Zielmarken geben.
Schließlich können die Schüler mittels des Lesetagebuches untereinander über ihre Lektüre kommunizieren, es bietet also die Möglichkeit von Partnerlesen, Gruppenlesen, Bilder herumzeigen, gefundene Informationen austauschen (Fotos, Comics, Internet-Seiten).
Das ideale Lesetagebuch ist ein liebevoll gestaltetes Produkt, welches dem Schüler sinnvoll erscheint und auch außerhalb der Schule und Jahre später noch vorzeigbar ist. In die Bewertung soll neben den inhaltlichen Ergebnissen auch die optische Gestaltung der Mappe miteinbezogen werden.
4.2.2 Hinweise für Schüler / Lesetagebuch:
Das Lesetagebuch hilft:
• über das Gelesene nachzudenken und es besser zu verstehen.
• Fragen zu besonderen Textstellen zu finden und zu formulieren.
• dich an einzelnen Stellen des Buches "einzumischen".
• dir eine eigene Meinung über das Buch zu bilden.
• dich später an den Inhalt und die Personen zu erinnern. Hier kannst du:
• notieren, was du wann gelesen hast.
• zu jedem Kapitel etwas schreiben oder zeichnen.
• einzelne Kapitel kurz zusammenfassen.
• aufschreiben, was du beim Lesen gedacht oder gefühlt hast.
• an geeigneten Stellen den Text verändern oder weiter schreiben.
• Aussagen über eine Person aus dem Buch sammeln.
• Personen des Buches zeichnen oder Steckbriefe für sie entwerfen.
• an eine Person des Buches einen Brief schreiben.
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• aus der Sicht einer Person des Buches eine Tagebucheintragung oder einen Brief entwerfen.
• aus Textstellen eine Bildergeschichte oder einen Comic gestalten.
• aufschreiben, was dir gut oder nicht so gut gefällt.
• einen Brief an den Autor schreiben. Tipps:
• Beginne jede Eintragung mit dem aktuellen Datum und der Seitenzahl oder Kapitelüberschrift!
• Verwende eine besondere Farbe, wenn du etwas wörtlich aus dem Buch abschreibst!
• Unterstreiche, was du besonders wichtig findest!
4.2.3 Mögliche Aufgaben für das Lesetagebuch
Bearbeite die Pflichtaufgaben und im Anschluss mindestens 12 Wahlaufgaben Achte jedoch darauf, dass du jeweils nur eine Aufgabe zu jedem Kapitel auswählst und dass du verschiedene Schreibanlässe berücksichtigst.
Pflichtaufgaben:
1.) Naomi ist mit ihrer Mutter vor den Nazis aus Frankreich nach New York geflohen. Beschreibe die Situation der Juden während des Dritten Reichs. Informiere dich bei Zeitzeugen, im Internet oder in Büchern.
2.) Die Kapitel des Buches haben keine Überschriften. Finde zu jedem Kapitel eine passende Überschrift.
Wahlaufgaben:
Kapitel 1:
- Informiere dich über die Regeln des Schlagballspiels und beschreibe sie. Eine Zeichnung der Spielerpositionen hilft zum besseren Verständnis.
- Schreibe einen Tagebucheintrag von Alan. Wie fühlt er sich? Was geht in ihm vor? Was beschäftigt ihn?
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Kapitel 2:
- Alans Vater will seinen Sohn davon überzeugen Naomi zu helfen. Schreibe einen Brief aus der Sicht des Vaters an Alan, in dem du die Argumente des Vaters nochmals schriftlich vorbringst.
- Nach dem Gespräch mit seinen Eltern geht Alan in sein Zimmer und schreibt in sein Tagebuch. Verfasse diesen Tagebucheintrag. Was beschäftigt ihn gerade jetzt?
Kapitel 4:
- Alan hat sich entschieden. Schreibe einen Brief an Alan, in dem du ihm deine Meinung über seine Entscheidung mitteilst. Hättest du dich genauso entschieden oder anders? Begründe deine Meinung!
- Es gibt die Redewendung „Jemand sitzt zwischen zwei Stühlen“. Erkläre warum diese Redewendung auf Alan zutrifft. Beschreibe eine Situation, in der du schon einmal „zwischen zwei Stühlen gesessen“ hast. Wie hast du dich damals gefühlt?
Kapitel 5
- Zeichne/male ein Bild, das die Situation des 1. Besuchs von Alan bei Naomi wiedergibt.
- Schreibe einen Brief an Myron Levoy und sage ihm deine Meinung zum 5. Kapitel. Du kannst ihm auch Fragen stellen, wenn du bestimmte Textstellen nicht richtig verstanden hast.
Kapitel 7:
- Was gehört für dich zu einer guten Freundschaft?
Fertige eine Mind-Map dazu an! Nimm zu der Aussage „Shaun und Alan sind dicke Freunde!“ Stellung und begründe sie.
Kapitel 9
- Shaun nennt Naomi „Irre Ida“. Erläutere, welche Verhaltensweisen von Naomi dazu führen, dass Shaun sie so nennt.
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Kapitel 10
- Alan erzählt seinem Vater von seinem Nachmittag mit Naomi. Schreibe das Gespräch zwischen Vater und Sohn auf in Dialogform.
Kapitel 12
- Informiere dich über die auf S. 81 genannten Personen „Hitler, Goebbels, Göring“. Welche Rolle spielten sie im Nazi-Regime?
- Schreibe eine Fortsetzung des 12. Kapitels: Beim nächsten Besuch bei Naomi wird „Charlie“ von „Yvette“ auf sein Verhalten auf der Straße angesprochen. Schreibe das Gespräch auf.
Kapitel 14
- Schreibe aus der Sicht Alans einen Brief an Naomis Doktor. Berichte von den fehlgeschlagenen Versuchen, Naomi von den Puppen zu „entwöhnen“.
- Schreibe einen Tagebucheintrag von „Yvette“. Wie erlebt sie Alans (Charlies) „Entwöhnungsversuche“?
Kapitel 15
- Schreibe eine Fortsetzung des 15. Kapitels: Auf dem Heimweg träumt Alan in allen Einzelheiten von einem romantischen Kinobesuch mit Naomi.
Kapitel 17
- „Irgendwie fühlte er sich jetzt weniger einsam.“ (S. 111)
Was bedeutet Einsamkeit für dich? Beschreibe Situationen, in denen Menschen einsam sind. Vielleicht hast du dich auch schon einmal einsam gefühlt. Wie bist du aus diesem Gefühl wieder herausgekommen?
Kapitel 18
- Schreibe aus der Sicht Alans einen Liebesbrief an Naomi.
Kapitel 19
- Dürfen wahre Freunde Geheimnisse voreinander haben?
Äußere deine Meinung dazu und begründe sie.
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- Mrs. Landley, Alans Lehrerin, erzählt ihrem Ehemann am Abend von ihrem Tag in der Schule. Das Gespräch könnte z.B. so beginnen:
„Puh, war das heute wieder ein anstrengender Tag. Ich habe mit Alan, einem Jungen aus meiner Klasse, gesprochen. Unglaublich was er leistet …“
Schreibe das Gespräch auf (natürlich kannst du dir auch einen anderen Anfang dafür ausdenken).
- Kapitel21
- Am Ende des 21. Kapitels (S. 133) erfindet Alan den Beginn eines Zeitungsberichts über seinen „Rings-um-die-Welt-Flug“ irgendwann in ferner Zukunft. Schreibe einen kompletten Zeitungsbericht über dieses Ereignis, den du natürlich auch mit Bildern illustrieren kannst.
Kapitel 22 und 23
- Schreibe einen Tagebucheintrag aus der Sicht von Naomi über den Ausflug mit Alan.
Kapitel 24
- Schreibe einen Tagebucheintrag aus der Sicht von Shaun, in dem er seine Gefühle, Ängste etc. offen legt.
Kapitel 25
- Schreibe einen Brief an Shaun und sage ihm deine Meinung über sein Verhalten. Du kannst ihm auch mitteilen, wie er sich deiner Meinung nach hätte verhalten sollen. Vielleicht hast du ein paar gute Ratschläge für ihn, wie er die Sache mit Alan wieder „glatt bügeln“ kann.
Kapitel 29 und 30
- Am nächsten Tag steht in der New York Times ein Artikel mit folgender Überschrift: „Junge auf offener Straße verprügelt - Mädchen spurlos verschwunden“ Schreibe den dazugehörigen Artikel!
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Kapitel 31
Du hättest dir einen anderen Schluss für das Buch gewünscht?? - Schreibeihn!
5 Resümee
Während der Erstellung dieser Arbeit ist mir der enorme Einfluss des Lehrer auf die Schüler noch stärker bewusst geworden. Die erfolgreiche Durchführung dieses emotional hoch besetzten Thema „Liebe und Freundschaft“ im Unterricht ‚steigt und fällt’ mit der Planung und auch mit der Persönlichkeit des Lehrers selbst. Hierbei geht es eben nicht nur um die Vermittlung und Anwendung einfacher ‚Mathematikformeln’, sondern die Schüler müssen einen großen Teil ihres Ichs preis geben. Der Lehrer sollte dabei helfen neue Perspektiven zu eröffnen und den Horizont zu erweitern. Ein wichtiger Aspekt ist hierbei die Tatsache, dass jeder Mensch- abhängig von seinem kulturellen und persönlichen Umfeld - die Welt anders wahr nimmt und somit auch einen anderen Blick auf „Liebe und Freundschaft“ besitzt. Hier von kann sich auch der Lehrer nicht frei sprechen. Während den Vorbereitungen zu dieser Arbeit habe ich selbst gemerkt, dass ich dieses Thema zwar als sehr ergiebig und interessant für den Unterricht empfinde, es aber auch als ‚heikel’ einstufen würde. Ein gewisser behutsamer Umgang ist angebracht und der Lehrer muss seine Schüler in ihrem Denken und Fühlen respektieren, um ihnen die nötigen Freiräume, die für ihre Entwicklung entscheidend sind, zu gewährleisten. Zentrale Aufgabe des Lehrers ist es also, vor allem zur Reflexion anzuregen und Orientierung zu bieten. Auf außergewöhnliche oder intime Fragen muss er angemessen reagieren können, was eine gewisse Selbstreflektiertheit voraussetzt.
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6 Literaturverzeichnis
- Boslak, Georg u. a.: Wortstark 7. Themen und Werkstätten für den
Deutschunterricht, Schroedel Verlag, Hannover, 1997
- Brenner, Gerd (Hrsg.): Fundgrube Deutsch, Cornelsen Verlag, Berlin, 2006
- Durant; William James: Kulturgeschichte der Menschheit, Frankfurt am
Main/Berlin/Wien, 1981
- Elias, Norbert: Über den Prozess der Zivilisation. Soziogenetische und
psychogenetische Untersuchungen, Suhrkamp Verlag, Frankfurt, 1976
- Haas, Gerhard: Der gelbe Vogel. In: Lesen in der Schule mit dtv junior, München,
1991
- Kaschuba, Wolfgang: Einführung in die Europäische Ethnologie, 3. Auflage, Verlag
C. H. Beck, München, 2006
- Kaschuba, Wolfgang: Kulturalismus: Vom Verschwinden des Sozialen im
gesellschaftlichen Diskurs. In: Berliner Journal für Soziologie 2/1994, S. 179-192
- Köppert, Chrisine / Metzger, Klaus (Hrsg.): Entfaltung innerer Kräfte. Blickpunkt der
Deutschdidaktik, Friedrich Verlag, 2001, Velber
- Korte, Hermann / Schäfers, Bernhard (Hrsg.): Einführung in Hauptbegriffe der
Soziologie, 6. erweiterte und aktualisierte Auflage, Leske und Budrich Verlag,
Opladen, 2002
- Levoy, Myron: Der gelbe Vogel, 3. Auflage, Benziger Verlag Zürich, 1982
- Luhmann, Niklas: Liebe als Passion. Zur Codierung von Intimität, 2. Auflage,
Suhrkamp Verlag, Frankfurt, 1982
Internetquellen
- http://www2.hu-berlin.de/ethno/reload.html?seiten/institut/mitarbeiter/kaschuba.htm
- www.kaschuba.com
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Arbeit zitieren:
Jennifer Lückerath, 2008, Kulturwissenschaftliche Germanistik, München, GRIN Verlag GmbH
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Für MS Word 2003 - Update 2010
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Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
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