1 Einleitung ........................................................................................................................... 2
2 Der Gedanke der ewigen Wiederkunft – Literarische Präsentation................................... 3 2.1 Vom Nutzen und Nachteil der Historie für das Leben............................................... 3 2.2 Die fröhliche Wissenschaft ........................................................................................ 4 2.3 Also sprach Zarathustra.............................................................................................. 5 2.3.1 Vom Gesicht und Räthsel................................................................................... 6 2.3.2 Der Genesende ................................................................................................... 8
3 Die Lehre von der ewigen Wiederkunft – Wissenschaftliche Hintergedanken ............... 12 3.1 Naturwissenschaft .................................................................................................... 12 3.1.1 Der Energieerhaltungssatz................................................................................ 13 3.1.2 Finalität vs. Aeternität ...................................................................................... 15 3.1.3 Konsequenzen dieser Weltkonzeption ............................................................. 17 3.2 Exkurs: Eine neue Metaphysik des Werdens ........................................................... 20 3.3 Ist die Lehre von der ewigen Wiederkehr beweisbar? ............................................. 23 3.4 Kritik der ewigen Wiederkunft ................................................................................ 25 3.4.1 Danto ................................................................................................................ 25 3.4.2 Simmel ............................................................................................................. 28 3.4.3 Prinzip der Identität der Indiszernibilien.......................................................... 30
4 Die ewige Wiederkehr der Differenz ............................................................................... 32 4.1 Identität und Differenz ............................................................................................. 32 4.2 Existentielle Differenz.............................................................................................. 34 5 Schlussbetrachtung........................................................................................................... 35 6 Literatur............................................................................................................................ 39
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1 Einleitung
Mit Nietzsches Denken werden für gewöhnlich vier Etikette in Verbindung gebracht. In be- liebiger Reihenfolge werden der „Tod Gottes“, der „Wille zur Macht“, der „Übermensch“ und die „ewige Wiederkunft“ als diejenigen Aspekte aufgezählt, ohne die über ihn nicht zu reden sei. Die Verkündung vom „Tod Gottes“ und die damit einhergehende Rede vom „Antichris- ten“ sind aufgrund ihrer provokanten Art zu Berühmtheit gelangt. Der „Übermensch“ und der „Wille zur Macht“ sind zwei Begriffe, die zu ideologischer Propaganda missbraucht wurden. Die „ewige Wiederkunft“ dagegen hatte für Nietzsche selbst die größte Bedeutung. An die- sem „Gedanken der Gedanken“ 1 hat er sich die letzten acht Jahre seines bewussten Lebens abgearbeitet. Er hat diesen Gedanken förmlich gelebt und gelitten.
Zu großen Teilen bleibt das unter diesem Begriff Zusammengefasste eine Privatangelegenheit Nietzsches. In den Nachgelassenen Fragmenten seiner Werke finden sich etliche Passagen, die sich mit diesem Gedanken auseinandersetzen. Dort findet auch fast ausschließlich die Er- örterung des naturwissenschaftlichen Potentials des Gedankens statt, während in den Veröf- fentlichungen das existentiell Bedrohliche und das moralisch Entmutigende zur Sprache kommt.
Das Ziel dieser Arbeit ist es, diese beiden sehr unterschiedlichen Aspekte des für Nietzsche so wichtigen Gedankens herauszustellen und zu erörtern. Zunächst wird der Gedanke in den lite- rarischen Veröffentlichungen gesucht und erklärt werden. Daraufhin werden die für diesen Gedanken bedeutendsten Stellen des Nachlasses dazu verwendet, die mathematisch- naturwissenschaftliche Dimension aufzuweisen. Es wird der Frage nach der Plausibilität der zu dem Gedanken gehörenden Argumente gestellt werden. Zusätzlich wird auf die Konse- quenz für die Metaphysik und den Identitätsbegriff eingegangen. Zum Schluss der Arbeit wird schließlich das merkwürdige Nebeneinander von autorisierter Veröffentlichung und pri- vatem Nachlass diskutiert. Es wird nach Gründen gesucht werden, die diese Trennung im Werk Nietzsches erzeugt haben könnten.
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Nachlaß 1881, KSA 9, 11 [143], S. 496.
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2 Der Gedanke der ewigen Wiederkunft – Literarische Präsentation
2.1 Vom Nutzen und Nachteil der Historie für das Leben
Als Publikation findet sich der Gedanke der ewigen Wiederkehr erstmals in vagen Andeutun- gen in der zweiten Unzeitgemäßen Betrachtung. In dem philosophischen Essay Vom Nutzen und Nachteil der Historie für das Leben macht sich Nietzsche zum Fürsprecher des Verges- sens und des Unhistorischen. Er unterscheidet in seiner Kritik des historischen Bewusstseins ein dreifaches Verhältnis des historischen Wissens zum Leben: das „monumentalistische“, das „antiquarische“ und das „kritische“. 2 Die monumentalische Art der Historie zu begegnen, dient der Erörterung zufolge jenem ge- genwärtig Lebenden, dem der Sinn nach großen Taten steht. Eine zyklische Kosmologie schleicht sich hier als Bedingung für eine solche Betrachtungsweise ein. Der Blick in die Ge- schichte und der von dort erklingende Ruhm herausragender Persönlichkeiten lehre, dass Großes schon einmal möglich war und noch einmal möglich sein könnte. Dies ist aber nur dann selbstverständlich, wenn die Geschichte periodisch begriffen wird:
„Im Grunde ja könnte das, was einmal möglich war, sich nur dann zum zweiten Mal als möglich ein- stellen, wenn die Pythagoreer Recht hätten zu glauben, dass bei gleicher Constellation der himmlischen Körper auch auf Erden das Gleiche, und zwar bis auf’s Einzelne und Kleine sich wiederholen müsse (…).“ 3
Innerhalb eines solchen zyklischen Kosmos herrscht eine Art vollkommener Kausalität, so dass jedes monumentale Ereignis als ein „Effekt“ (in) der Historie gesehen werden muss. Das Feiern eines historischen Mo(nu)ments gilt dann einem „Effekt an sich“, d.h. einem sichtbar gewordenen Referenzpunkt der Geschichte – einem Beweis der Ewigkeit der historischen Wiederholung.
Nietzsche ist sich der Gültigkeit dieser kosmischen Bedingung nicht sicher. Daher redet er im Konjunktiv. Es scheint ihm aber nicht ausgeschlossen, dass darüber einmal vollständige wis- senschaftliche Klarheit herrschen wird. Dazu ist es nötig, dass „die Astronomen wieder zu Astrologen“ 4 werden, dass also aus Wähnen Wissen wird. Dann besteht aber die Gefahr, dass die monumentalistische Betrachtung hinfällig wird. Ist sie doch eine Vernachlässigung der causae zu Gunsten der effecti. Die ganze Wahrheit über jede einzelne Tatsache und jeden ein-
3 HL II, KSA 1, S. 261.
4 Ebd.
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zelnen Zusammenhang von Ursache und Wirkung würde das historische Gebirge mächtig einebnen und den Monumenten ihre Eigentümlichkeit und Einzigartigkeit nehmen.
2.2 Die fröhliche Wissenschaft
Nach dieser kurzen Andeutung im Jahr 1873 verschwindet die Vorstellung von einer sich wiederholenden Ewigkeit aus Nietzsches Veröffentlichungen. Die nächsten Erwähnungen lassen neun Jahre auf sich warten. In der 1882 veröffentlichten Fröhlichen Wissenschaft fin- den sich die nächsten wichtigen Passagen. Der Beginn des dritten Buches ist ein aufschluss- reicher Kommentar zu dem Zusammenhang des Todes Gottes und dem Gedanken der ewigen Wiederkehr. Im ersten Aphorismus dieses Buches schreibt Nietzsche von der Wirkmacht Got- tes über seinen Tod hinaus. Vor dem Licht der Aufklärung werde er sich noch Jahrtausende lang verstecken und als Schatten an den Wänden der Höhlen der Menschen erscheinen. Gleich im folgenden Aphorismus führt Nietzsche erstmals seinen Gedanken von der ewigen Wiederkunft aus. Er ist an dieser Stelle noch nach Art eines Korrekturhinweises formuliert. Positiv wird nur verkündet, dass die Welt auf chaotische Art und Weise in alle Ewigkeit wie- derkehrt. Den Rest des Aphorismus bestreiten Hinweise dahingehend, wie dieses kosmische Gesetz nicht zu verstehen ist. Weder sei das All eine teleologische „Maschine“, noch dürfe ihm ein Kreis als Bewegungsform zugrunde gelegt werden. Ordnung und Schönheit werden aus diesem Weltentwurf verbannt. Ebenso die Vorstellung, dass dem sich ewig wiederholen- den „Spielwerk“ eine Melodie abzugewinnen ist oder dass Naturgesetze die Welt erklären könnten. All diesen Irrtümern ist aus dem Weg zu gehen, soll die Natur effektiv und rückstandslos „entgöttlicht“ werden. Die ewige Wiederkehr ist ein erster Ersatz für die ge- scheiterten, theologischen Erklärungsversuche der Welt. Noch ist sie allerdings recht unaus- gereift.
Es vergehen etliche Aphorismen bis es zu einer weiteren bedeutenden Erwähnung des Gedan- kens kommt. Am Schluss des vierten Buches der Fröhlichen Wissenschaft eröffnet Nietzsche in dramatischer Weise die moralische Dimension des Gedankens. In der zweiten Unzeitgemä- ßen Betrachtung hat er noch für den „überhistorischen Standpunkt“ plädiert, der in der Frage liegt, ob man das Leben noch einmal zu durchleben wünsche. Das Unhistorische war das wirksame Gegengift gegen die übergroße „Last des Vergangenen“. Nun stellt sich heraus, dass das, was dem überhistorischen Standpunkt in den Blick gerät, viel schwerer wiegt, als alles andere:
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„(…) die Frage bei Allem und Jedem „willst du diess noch einmal und noch unzählige Male?“ würde als das grösste Schwergewicht auf deinem Handeln liegen! Oder wie müsstest du dir selber gut werden, um nach Nichts me h r zu v er langen , als nach dieser letzten ewigen Bestätigung und Besiegelung? – “ 5
Nietzsche weiß an dieser Stelle noch nicht, was an solch einem Gedanken wünschenswert sein könnte. Noch scheint er kein Ersatz zu sein für die Vorstellung eines verpflichtenden Schöpfergottes. Daher wird das Folgende als der Beginn einer Tragödie markiert: „Incipit tragoedia“ ist der Titel des letzten Aphorismus im vierten Buch der Fröhlichen Wissenschaft. Bis auf kleine Abweichungen wird er in der ersten Vorrede des Zarathustra wiederholt und endet in beiden Fällen mit der Signatur „Also begann Zarathustra’s Untergang“. 6 Allerdings wird sich zeigen, dass auch die Einschätzung des Zarathustra als ein Untergangs- bericht eine Frage der Perspektive ist. In der Vorrede zur zweiten Ausgabe zur Fröhlichen Wissenschaft schreibt Nietzsche:
„„Incipit tr ago ed ia “ – heisst es am Schlusse dieses bedenklich-unbedenklichen Buchs: man sei auf seiner Hut! Irgend etwas ausbündig Schlimmes und Boshaftes kündigt sich an: incipit p arod ia , es ist kein Zweifel …“ 7
Zwischen Parodie und Tragödie hat sich der Zarathustra geschoben. Sein Erscheinen liegt chronologisch zwischen der ersten und zweiten Ausgabe der Fröhlichen Wissenschaft und damit vor der Erweiterung durch das fünfte Buch. Es ist anzunehmen, dass Zarathustra einen Ausweg aus der Tragödie des Nihilismus gefunden hat.
2.3 Also sprach Zarathustra
Also sprach Zarathustra kann mit gutem Recht als Nietzsches Hauptwerk bezeichnet werden. In Form eines „durchdachten Systems von Gleichnissen“ 8 wird seine ganze Philosophie auf originelle und tiefsinnige Weise aufgenommen und vollendet. Die darauf folgenden Werke gelten Nietzsche selbst nur noch als Anmerkungen zum Zarathustra und setzen dessen Ver- ständnis voraus. 9
6 Vgl. FW IV 342, KSA 3, S. 571.
7 FW Vorrede I, KSA 3, S. 346.
8 Löwith, Karl: Nietzsches Philosophie der ewigen Wiederkehr des Gleichen. Hamburg 1986. S. 64. Löwith betont, dass es sich nicht um ein „philosophisches System“ handelt, wie es von Nietzsche immer wieder kritisiert worden ist, sondern eher um eine „methodische Einheit“ einer Lehre. Vgl. dazu ebd. S. 16 f. 9 Vgl. z.B. AC Vorwort, KSA 6, S. 167.
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Die aphoristisch-essayistische Rede, die bis dahin die Schriften bestimmt hat, wird nun durch die Sprache des Dithyrambus ersetzt. Diese Liedform diente bereits den Griechen zum Lob- gesang des Dionysos. Nietzsche synthetisiert diese dem Dionysos geweihte Sprache mit der der Evangelien. Es handelt sich bei dem Zarathustra um einen Gegenentwurf zu den Guten Nachrichten eines Matthäus, Markus, Lukas oder Johannes. In zahllosen Nachahmungen, Umkehrungen oder Parodien von Bibelpassagen setzt Nietzsche dem Christentum zu. Er selbst versteht sich ausdrücklich als Erneuerer dieser überholten Sinnstiftung. Unter den zahlreichen Andeutungen, die Nietzsche bezüglich des Gedankens der ewigen Wie- derkehr im Zarathustra macht, lassen sich zwei Passagen hervorheben. Es sind diejenigen Textstellen in seinem veröffentlichten Werk, die als die ordentliche, öffentliche Verkündi- gung gelten können. Was in dem metaphern- und allegorienüberladenen Untergangsszenario des Zarathustra immer wieder durchschimmert, kommt im „Gesicht des Einsamsten“ im Ka- pitel „Vom Gesicht und Räthsel“ und im Gespräch Zarathustras mit seinen Tieren im Kapitel „Der Genesende“ zu seiner deutlichsten Aussprache. Wenn es sich auch bei diesen Passagen nicht um die Formulierung einer wissenschaftlichen Theorie handelt, so lässt sich hier doch am besten dechiffrieren, was bis dahin nur erahnt werden konnte.
2.3.1 Vom Gesicht und Räthsel
Der Zarathustra in „Vom Gesicht und Räthsel“ befindet sich im Zustand einer schweren Er- krankung. Schon vor einiger Zeit hat er sich an einem Gedanken infiziert, mit dem sich seit- her sein Immunsystem abmüht. Die Kunde vom Tod Gottes im Herzen, überfällt ihn immer wieder Schwindel und Erbrechen. Er diagnostiziert die „drehende Krankheit“ oder auch die „grosse See-Krankheit“, die durch diese Vorstellung ausgelöst wird. 10 Zarathustra ahnt, aber verdrängt die Konsequenz all dessen, bis ihm ein Wahrsager erklärt, was der nächste Schritt in der Gleichung ist:
„Eine Lehre ergieng, ein Glaube lief neben ihr: „Alles ist leer, Alles ist gleich, Alles war!“ Und von allen Hügeln klang es wieder: „Alles ist leer, Alles ist gleich, Alles war!“ 11
Diese Prophetie geht ihm sehr nahe und stürzt ihn in eine tiefe Depression. Er irrt umher, isst und trinkt nicht und sinkt schließlich ohnmächtig zusammen. Mit einem wirren Traum in Er- innerung wacht er auf. Derart angeschlagen überkommen den Propheten Zarathustra heftigste Zweifel, ob er den Menschen überhaupt noch etwas außer pessimistischen Erkenntnissen zu
10
Vgl. Za II, KSA 4, S. 110 ff.
11 Za II, KSA 4, S. 172.
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verkünden habe. Trotz eindringlicher Aufforderung seiner „stillsten Stunden“, seinem mysti- schen Alter Ego, nun endlich mit der Sprache heraus zu kommen, verlässt ihn der Mut zu je- der weiteren Verkündung seines tiefen Gedankens und er beschließt, sich noch einmal in die Einsamkeit zurückzuziehen.
Einen ersten Eindruck davon, was er nicht offen aussprechen will, gibt Zarathustra im Rätsel vom „Gesicht des Einsamsten“. 12 Noch geschwächt und voller Angst vor neuen Attacken auf Gleichgewicht und Magen zieht er es vor, das Geheimnis um seinen großen Gedanken erraten statt erschließen zu lassen. Er erzählt Seeleuten von einem ersten Gegenmittel, das er erfolg- reich gegen den „Geist der Schwere“, den Grund seines Leidens eingesetzt hat. Allen Bedrü- ckungen und Alpträumen zum Trotz habe er entdeckt, dass ihn sein „Mut“ nicht verlassen habe. Dieser starke Halbbruder des Willens ist es, den der Zarathustra im „Gesicht des Ein- samsten“ als wirksames Antidepressivum gegen den pessimistischen Nihilismus erkannt hat. Mutig kann er seine Angst herausfordern: „Zwerg! Du! Oder ich!“ 13 Es ist kein gemeinsames Existieren von lähmender Angst und schaffendem Willen möglich. Der „Zwerg“, dieses klei- ne, lähmende, einsam machende Attribut seines wichtigen Gedankens, springt Zarathustra daraufhin von der Schulter. Er ist doch neugierig, was es mit diesem „abgründlichen Gedan- ken“ auf sich hat.
Anhand des zufällig vor ihnen aufgetauchten Tores erklärt Zarathustra ihm, was ihn seit eini- ger Zeit nicht in Ruhe lässt. Angenommen, das Tor sei ein janusköpfiger Augenblick über dem Weg der Zeit, so müsse sich der Blick vom Tor aus in zwei ewig lange Gassen verlieren. Der Zwerg zieht voreilig seinen Schluss: „… die Zeit selber ist ein Kreis.“ 14 Das ist es aber nicht, worauf Zarathustra hinaus will. Viel wichtiger ist ihm, dass alle Dinge miteinander „verknotete“ sind. Wenn alles mit allem verbunden ist, so kann der Zeit nicht mehr ein simp- ler Kreis untergeschoben werden. Eher muss ein unendlich großes Chaos an zusammenhän- genden Kreisen vermutet werden. Diese erzeugen kein harmonisches Bild mehr, sondern le- diglich die Vermutung, dass alles und jeder ewig wiederkommen muss.
Ob der Zwerg diesen Schluss noch vernommen hat, oder ob er sich schon zuvor davonge- macht hat, konnte Zarathustra nicht beobachten. Jedenfalls sei er mit dem plötzlichen Heulen eines Hundes verschwunden gewesen. Die mutige Verkündung des Gedankens hatte ruinöse Folgen für dessen beängstigende Bedeutung. Der Hund nun habe beobachten müssen, wie ein junger Hirte an einer schweren, schwarzen Schlange gewürgt habe.
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Vgl. Za III, KSA 4, S. 197 ff.
13 Za III, KSA 4, S. 198.
14 Za III, KSA 4, S. 200.
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Quote paper:
Axel Schubert, 2002, Nietzsches ewige Wiederkunft, Munich, GRIN Publishing GmbH
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DOI
Nietzsches Übermensch - Gefahr oder Chance?
Philosophy - Philosophy of the 19th Century
Thesis (M.A.), 94 Pages
Politische Philosophie? Nietzsche und das Politische, betrachtet anhan...
Philosophy - Philosophy of the Present
Intermediate Diploma Thesis, 17 Pages
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