1 Vorwort
Zunächst möchte ich auf den Ursprung des Begriffs Partei, sowie auf die verschiedenen Typen von Parteien eingehen um eine allgemeine Information zu Parteien zu geben. Im Anschluß stelle ich die Formen der verschiedenen Parteiensysteme vor. Danach gehe ich dann auf den historischen Verlauf der Entwicklung von Parteien und Parteiensystemen, sowie auf einzelne Parteien und ihre Entstehung speziell ein. Da es sich hierbei um die schriftliche Ausarbeitung eines Referates handelt, werde ich an einigen Punkten im Laufe dieser Arbeit auf Stichpunkte zurückgreifen, da es sonst den Rahmen dieser Arbeit sprengen" würde.
2 Parteien und das Parteiensystem
Zum einen soll im folgenden der Begriff Partei und dessen Ursprung erläutert werden, ferner sollen auch die Typologien von Parteien und die verschieden Parteiensysteme vorgestellt werden.
2.1. Der Begriff Partei
Der Begriff Partei stammt vom lateinische Wort pars = Teil ab, es bedeutet soviel wie ,,Teil eines ganzen". Die Partei ist somit eine Interessensgruppe, die sich aus der gesamten Gruppe der Bevölkerung eines Staates herauskristallisiert.
2.2. Typologien von Parteien
Parteien werden nach verschiedenen Kriterien unterschieden. Im folgenden werde ich nun vier Kriterien zur Unterscheidung von Parteien aufführen und kurz erläutern. 1. Unterscheidung nach Organisationsgrad:
- Wählerpartei: Mehr Wähler als Mitglieder, daher schwache Bindung der Wähler an die Partei
- Mitgliederpartei: große Mitgliedsschaft, hoher Organisationsgrad; daher sind es meist Massenparteien (z.B. CDU, SPD)
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2. Unterscheidung nach gesellschaftspolitischen Zielen: - Rechtsextreme Partei: gegen Demokratie, Volkstumsideologie, Rassismus, Gegner des Liberalismus und Kommunismus
- Konservative Partei: Ihr Ziel ist es das bewährte zu erhalten und wenn möglich wiederherzustellen, Skepsis gegenüber Neuerungen - Liberale Partei: Freiheitsrecht des Individuums, Ablehnung der Vergesellschaftung der Produktionsmittel
- Christliche Partei: Berufung auf das Christentum und dessen Ideale und Vorstellungen, soziale oder konservative politische Ausrichtung - Sozialistische und sozialdemokratische Partei: soziale Gerechtigkeit und annähernd soziale Gleichheit, Engagement für wirtschaftlich Schwächere - Kommunistische Partei: Diktatur des Proletariats, Klassenkampf etc., meist auf Basis der Theorien von Marx und Engels 3. Unterscheidung nach dem politischen Einzugsbereich: - Volkspartei: versucht Interessen aller Bevölkerungsgruppen zu berücksichtigen, integriert daher möglichst viele Bürger, weltanschauliche Gesichtspunkte spielen keine besondere Rolle
- Interessenpartei: fühlt sich den Interessen einer ganz speziellen Gruppe verpflichtet
4. Unterscheidung nach Stellung zum politischen System: - Systemkonforme Parteien: bejahen das politische System, wollen politische Ordnung stabilisieren oder durch Reformen schrittweise verbessern
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- Systemfeindliche Parteien: akzeptieren Prinzipien des jeweiligen Systems nicht, sie akzeptieren entweder keine weiteren Parteien oder degradieren sie zu Satellitenparteien (ähnl. wie in DDR)
2.3. Formen des Parteiensystems
Es entwickelten sich im Laufe der Jahrzehnte in den einzelnen Staaten der Welt unterschiedliche Formen des Parteiensystems. Meist sind die Formen in der Verfassung dieser Staaten begründet und verankert. In anderen Staaten hingegen entwickelten sie sich mehr oder weniger ungewollt.
Man unterscheidet im wesentlichen drei Formen von Parteiensystemen: 1. Einparteiensystem: Es herrscht nur eine Partei im Staat, meist werden weitere Parteien bzw. Interessengruppen geduldet, allerdings haben sie keinerlei Auswirkung auf Regierungsgeschäfte bzw. Geschäfte im alltäglichen Leben. Das Einparteiensystem kann somit die Grundlage eines totalitären Regimes sein. Ein Beispiel für ein Einparteiensystem in Europa war die ehemalige DDR. 2. Zweiparteiensystem: In dieser Form des Parteiensystems stellt eine Partei die Regierung die andere die Opposition. Somit gibt es im Grunde nur zwei politische Richtungen, die jedoch trotzdem recht ergiebig arbeiten können. Ein Beispiel dafür finden wir in den USA.
3. Mehrparteiensystem: Das politische Bild ist einem solchen System von einer verhältnismäßig hohen Anzahl an Parteien geprägt. Meist schließen sich Parteien zusammen um in Form einer Koalition die Regierung zu bilden. Die übrigen Parteien stellen dann automatisch die Opposition dar. Ein gutes Beispiel für diese Form des Parteiensystems ist die BRD, in der zur Zeit die SPD und die Grünen die Regierung bilden und die CDU, die FDP, und die PDS die Opposition verkörpern. Welche Form des Parteiensystems in einem Staat entsteht hängt von institutionellen, soziokulturellen, traditionellen, sozio-ökonomischen und konfessionellen Gegebenheiten ab.
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Arbeit zitieren:
Marcus Knops, 1999, Die Entwicklung des deutschen Parteiensystems von 1848 bis 1914, München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
Entwicklungen des Parteiensystems der BRD
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