II
Gliederung:
A. Einleitung und Zielsetzung der Arbeit. 1
B. Auf dem Weg zum Grundgesetz. 1
I. Kapitulation und Besatzung. 1
II. Diskussion um den rechtlichen Status Deutschlands. 2
III. Politischer Neubeginn. 4
1. Wiederherstellung der Gemeinden und Ländergründungen 4
a) Entwicklung in den Westzone 4
b) Entwicklung in der Ostzone. 5
2. Politischer Neubeginn mit Parteien 6
3. Vereinigtes Wirtschaftsgebiet im Westen. 6
4. Deutsche Wirtschafts-Kommission’ im Osten 7
C. Verfassungen für das geteilte Deutschland 7
I. Verfassung für Westdeutschland 7
1. Festlegung auf einen provisorischen Charakter. 7
2. Vorbereitungen in Herrenchiemsee 9
3. Ausarbeitung durch den parlamentarischen Rat 9
4. Verkündigung und bundesrepublikanischer Beginn. 13
II. Verfassung für Ostdeutschland 14
D Schlussbetrachtung 15
Die Verfassung des Deutschen Reichs vom 11. August Anschütz, Gerhard
1919: Ein Kommentar für Wissenschaft und Praxis, 14. Auflage, Berlin 1933 (zitiert Anschütz 1933 nach Seite).
Antwortnote der Ministerpräsidenten der westdeutschen
Besatzungszonen an die Militärgouverneure zu den Frankfurter Dokumenten vom 10. Juli 1948, in: Der Parlamentarische Rat: 1948 - 1949: Akten und Protokolle: Band 1: Vorgeschichte, Boppard am Rhein 1975, Seite 143 - 150 (zitiert Antwortnote der Ministerpräsidenten der westdeutschen Besatzungszonen nach Seite).
Die Gründung der Bundesrepublik: Von der Bizone zum Benz, Wolfgang
souveränen Staat, München 1984 (zitiert Benz 1984 nach Seite).
Erklärung in Anbetracht der Niederlage Deutschlands und Berliner Erklärung vom 5. Juni
der Übernahme der obersten Regierungsgewalt hinsichtlich Deutschlands durch die Regierungen des Vereinigten Königreichs, der Vereinigten Staaten von Amerika und der Union der Sozialistischen Sowjet-Republiken und durch die Provisorische Regierung der Französischen Republik vom 5. Juni 1945, http://www.dhm.de/lemo/html/ dokumete/Nachkriegsjahre_erklaerungBerlinerDeklaration/index. html (Stand: 4. Juli 2006; zitiert Erklärung in Anbetracht der Niederlage Deutschlands und der Übernahme der obersten Regierungsgewalt hinsichtlich Deutschlands vom 5. Juni 1945).
Die wehrhafte Demokratie: Eine Lehre aus Weimar?, in: Brenner, Michael
80 Jahre Weimarer Reichsverfassung - Was ist geblieben?, Tübingen 1999, Seite 95-115 (zitiert Brenner 1999 nach Seite).
Einleitung, in: Der Parlamentarische Rat: 1948 - 1949: Bucher, Peter
Akten und Protokolle: Band 2: Der Verfassungskonvent auf Herrenchiemsee, Boppard am Rhein 1981, Seite VII -CXXXII (zitiert Bucher 1981 nach Seite).
Vertrag über die Beziehungen zwischen der Bundesrepu-
blik Deutschland und den Drei Mächten in der Fassung vom 23. Oktober 1954 (Deutschlandvertrag), http://www. dhm.de/lemo/html/dokumente/JahreDesAufbausInOstUnd West_vertragDeutschlandvertrag1954/index.html (Stand: 5. Juli 2006; zitiert Deutschlandvertrag vom 23. Oktober 1954).
IV
Rechtsgeschichte als Zeitgeschichte: Historische Betrach- Diestelkamp,Bernhard
tungen zur Entstehung und Durchsetzung der Theorie vom Fortbestand des Deutschen Reiches als Staat nach 1945, in: Zeitschrift für neuere Rechtsgeschichte: ZNR, Heft 7, Mainz 1985, Seite 181 - 207 (zitiert Diestelkamp, ZNR 1985 nach Seite).
Rechts- und verfassungsrechtliche Probleme zur Frühge- Diestelkamp,Bernhard
schichte der Bundesrepublik Deutschland: 1. Teil. Die ‚Stunde Null’, in: Juristische Schulung: Zeitschrift für Studium und praktische Ausbildung: JuS, Heft 6, München 1980, Seite 401 - 405 (zitiert Diestelkamp, JuS 1980 nach Seite).
Rechts- und verfassungsrechtliche Probleme zur Frühge- Diestelkamp,Bernhard
schichte der Bundesrepublik Deutschland: 1. Teil. Die ‚Stunde Null’ [Fortsetzung], in: Juristische Schulung: Zeitschrift für Studium und praktische Ausbildung: JuS, Heft 7, München 1980, Seite 481 - 485 (zitiert Diestelkamp, JuS 1980 nach Seite).
Rechts- und verfassungsrechtliche Probleme zur Frühge- Diestelkamp,Bernhard
schichte der Bundesrepublik Deutschland: 2. Teil. Deutschlands Einheit - Deutschlands Teilung, in: Juristische Schulung: Zeitschrift für Studium und praktische Ausbildung: JuS, Heft 11, München 1980, Seite 790 - 798 (zitiert Diestelkamp, JuS 1980 nach Seite).
Jahrbuch des öffentlichen Rechts: Neue Folge: Band 1: Die
Entstehungsgeschichte der Artikel des Grundgesetzes im Auftrage der Abwicklungsstelle des Parlamentarischen Rates und des Bundesministers des Inneren auf Grund der Verhandlungen des Parlamentarischen Rates, Tübingen 1951 (zitiert von Doemming/ Füsslein/ Matz 1951 nach Seite).
Die Bundesrepublik Deutschland in der Ära Adenauer: Doering-Manteuffel, Anselm
Außenpolitik und innere Entwicklung 1949 - 1963, 2. Auflage, Darmstadt 1988 (zitiert Doering-Manteuffel 1988 nach Seite).
Der Parlamentarische Rat 1948 - 1949: Die Entstehung des Feldkamp, Michael
Grundgesetzes, Göttingen 1998 (zitiert Feldkamp 1998 nach Seite).
Einleitung, in: Der Parlamentarische Rat: 1948 - 1949: Feldkamp, Michael
Akten und Protokolle: Band 8: Die Beziehungen des Parlamentarischen Rates zu den Militärregierungen, Boppard am Rhein 1995, Seite VII - LXV (zitiert Feldkamp 1995 nach Seite).
Kalter Krieg und deutsche Frage: Deutschland im Wider- Foschepoth,Josef
streit der Mächte 1945 - 1952, Göttingen 1985 nach Seite).
V
Dokumente zur künftigen Entwicklung Deutschlands ‚Frankfurter Dokumente’
(‚Frankfurter Dokumente’) vom 1. Juli 1948, in: Der Parlamentarische Rat: 1948 - 1949: Akten und Protokolle: Band 1: Vorgeschichte, Boppard am Rhein 1975, Seite 30 -36 (zitiert Frankfurter Dokumente nach Seite).
Kleine Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Mün- Görtemaker,Manfred chen 2002 (Görtemaker 2002 nach Seite).
Das Ende des Dritten Reiches: Die deutsche Kapitulation Hansen, Reimer
1945, Stuttgart 1966 (zitiert Hansen 1966 nach Seite).
Das Grundgesetz: Kommentar für die politische Bildung, Hesselberger, Dieter
12. Auflage, Bonn 2001 (zitiert Hesselberger 2001 nach Seite).
Carlo Schmid und die Gründung der Bundesrepublik: Eine Hirscher, Gerhard
politische Biographie, Bochum 1986 (zitiert Hirscher 1986 nach Seite).
Einleitung, in: Der Parlamentarische Rat: 1948 - 1949: Hollmann, Michael
Akten und Protokolle: Band 7: Entwürfe zum Grundgesetz, Boppard am Rhein 1995, Seite VII - XI (zitiert Hollmann 1995 nach Seite).
Die Entstehung des Grundgesetzes, in: Juristische Schu- Kahl,Wolfgang
lung: Zeitschrift für Studium und praktische Ausbildung: JuS, München 1997, Seite 1083 - 1087 (zitiert Kahl, JuS 1997 nach Seite).
Historische und aktuelle Bedeutung der ‚Ewigkeitsklausel’ Kempen, Otto Ernst
des Art. 79 Abs. 3 GG: Überlegungen zur begrenzten Verfassungsautonomie der Bundesrepublik, in: Zeitschrift für Parlamentsfragen: ZParl, Heft 2, Wiesbaden 1990, S. 354 -366 (zitiert Kempen, ZParl 1990 nach Seite).
Deutsche Rechtsgeschichte: Band 3: Seit 1650, 3. Auflage, Kroeschell, Karl
Wiesbaden 2001 (zitiert Kroeschell III nach Seite).
Rechtsgeschichte Deutschlands im 20. Jahrhundert, Göt- Kroeschell,Karl
tingen 1992 (zitiert Kroeschell 1992 nach Seite).
Richter machen Politik: Auftrag und Anspruch des Bun-
desverfassungsgerichts, Frankfurt am Main 1979 (zitiert Lamprecht/ Malanowski 1979 nach Seite).
Staatsrecht: Grundlagen, Verfassungsorgane, Staatsfunkti-
onen, 4. Auflage, München 2005 (zitiert Maurer 2005 nach
Die Entstehung der Bundesrepublik Deutschland, Stuttgart 1965 (zitiert Merkl 1965 nach Seite).
VI
Die verfassungsgebende Gewalt des Volkes und die Möller, Hauke
Schranken der Verfassungsrevision: Eine Untersuchung zu Art. 79 Abs. 3 GG und zur verfassungsgebenden Gewalt nach dem Grundgesetz, Hamburg 2004 (zitiert Möller 2004 nach Seite).
§ 8: Zustandekommen des Grundgesetzes und Entstehen Mußgenug, Reinhard
der Bundesrepublik Deutschland, in: Handbuch des Staatsrechts der Bundesrepublik Deutschland: Band 1: Historische Grundlagen, 3. Auflage, Heidelberg 2003, Seite 269 -312 (zitiert Mußgenug, HbStr I nach Rn.).
Der Weg zum Grundgesetz: Demokratiegründung in West- Niclauß,Karlheinz
deutschland 1945 - 1949, Paderborn 1998 (zitiert Niclauß 1998 nach Seite).
Die deutsche Nachkriegszeit, 2. Auflage, München 1973 Noack, Paul (zitiert Noack 1973 nach Seite).
Mitteilung über die Dreimächtekonferenz von Berlin vom ‚Potsdamer Abkommen’
2. August 1945, http://www.documentarchiv.de/in/1945 /potsdamer-abkommen.html (Stand: 13. Juli 2006, zitiert Mitteilung über die Dreimächtekonferenz von Berlin vom
2. August 1945).
Das bizonale Interregnum: Die Geschichte des vereinigten Pünder, Tilman
Wirtschaftsgebiets 1946 - 1949, Köln 1966 (zitiert Pünder 1966 nach Seite).
Legalität und Legitimität, 5. Auflage, Berlin 1993 (zitiert Schmitt, Carl Schmitt 1993 nach Seite).
Die Adenauer-Ära: Grundlegung der Bundesrepublik, Sontheimer, Kurt
München 1991 (zitiert Sontheimer 1991 nach Seite).
Grundzüge des politischen Systems Deutschlands, 19. Auf-
lage, Bonn 2003 (zitiert Sontheimer/ Bleek 2003 nach Sei-
§ 7: Besatzungsherrschaft und Wiederaufbau deutscher Stolleis, Michael
Staatlichkeit 1945 - 1949, in: Handbuch des Staatsrechts der Bundesrepublik Deutschland: Band 1: Historische Grundlagen, 3. Auflage, Heidelberg 2003, Seite 315 - 354 (zitiert Stolleis, HbStr I nach Rn.).
Deutsche Verfassungsgeschichte: Vom Frankenreich bis
zur Wiedervereinigung Deutschlands: Ein Studienbuch, 5. Auflage, München 2005 (zitiert Willoweit 2005 nach Sei-
Ausländische Einwirkungen auf die Entstehung des Grundgesetzes: Hauptband, Stuttgart 1999 (zitiert Wilms 1999 nach Seite).
1
A. Einleitung und Zielsetzung der Arbeit
Mit der Festnahme der letzten Reichsregierung unter Karl Dönitz im Mai 1945 begann für viele Beobachter die Nullstunde Deutschlands. 1 Das weitere Schicksal des Deutschen Reiches war ungewiss und sein rechtlicher Status arg umstritten. Die Gründung der Bundesrepublik Deutschland war auch keineswegs ein Weg, der schon 1945 vorhersehbar gewesen wäre, vielmehr stellt er sich auch als ein Ergebnis der zunehmenden Spannungen zwischen der Sowjetunion und den Westalliierten dar. Die vorliegende Seminararbeit soll holzschnittartig diese Entwicklungslinien nachzeichnen und hierzu vor allem auch die Quellen zu Wort kommen lassen, die eindrucksvoller als jede Paraphrase das Gefühl der Zeit erkennen lassen.
B. Auf dem Weg zum Grundgesetz I. Kapitulation und Besatzung
Kurz bevor sich Adolf Hitler am 30. April 1945 im Führerbunker unter der Berliner Reichskanzlei das Leben nahm, bestimmte er Großadmiral Karl Dönitz testamentarisch zu seinem Nachfolger als Reichspräsident. 2 Dieser übernahm am 1. Mai, gleichwohl auf verfassungsrechtlich unsicherer Basis, 3 die Amtsgeschäfte, bildete am 5. Mai eine ‚geschäftsführende deutsche Bundesregierung’ 4 und erklärte sogleich die Herrschaft der NSDAP für beendet. 5 Nachdem Dönitz sich vergeblich um eine Teilkapitulation und einem Separatfrieden mit den Westmächten bemüht hatte, 6 musste er in eine bedingungslose Gesamtkapitulation einwilligen, die am 7. Mai 1945 in Reims sowie in der Nacht vom 8. auf den 9. Mai nochmals im sowjetischen Hauptquartier in Berlin unterzeichnet wurde. 7 Dönitz und sein Mitarbeiterstab wurden schließlich, nachdem sie noch einige Zeit Pläne unter anderem zur besseren Versorgung der deutschen Bevölkerung mit Lebensmitteln ausgearbeitet hatten, am 22. Mai 1945 in britische Kriegsgefangenschaft genommen, seine Reichsregierung aufgelöst 8 und die vier Besatzungsmächte übernahmen letztlich mit der sog. Berliner Deklaration vom 5. Juni 1945 die oberste Gewalt im
1 vgl. Merkl 1965, S. 29; Diestelkamp, JuS 1980, S. 401 (401 f.).
2 Diestelkamp, JuS 1980, S. 401 (404); Kroeschell 1992, S. 118.
3 Es hatte ja keine Wahl zum Reichspräsidenten stattgefunden, was aber die formell nie außer Kraft gesetzte Weimarer Reichsverfassung in Art. 41 Abs. 1 forderte: „Der Reichspräsident wird vom ganzen deutschen Volke gewählt.“ Rein faktisch war die Reichsverfassung aber schon längst außer Kraft getreten [vgl Hansen 1966, S. 98 f.].
4 Noack 1973, S. 12.
5 Kroeschell 1992, S. 118.
6 Kroeschell 1992, S. 118.
7 Kroeschell 1992, S. 119.
8 Noack 1973, S. 14.
Arbeit zitieren:
Referendar jur. Alexander Krey, 2006, Die Entstehung der Bundesrepublik Deutschland, München, GRIN Verlag GmbH
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