Inhaltsverzeichnis
Einleitung 3
1 Der demographische Wandel 3
1.1 Zahlen und Fakten 3
1.2 Politische Herausforderungen 6
2 Demographischer Wandel und Arbeitsmarkt 7
2.1 Erwerbsarbeit und Alter 7
2.2 Arbeitslosigkeit und Alter 9
2.3 Rentenzugang und Alter. 11
2.4 Beispiele aus der Praxis. 12
3 Ältere ArbeitnehmerInnen. 13
3.1 Bedeutung und Qualifikation 14
3.2 Gesundheit. 15
Zusammenfassende Schlussbemerkungen 16
Bibliographie. 17
2
Einleitung
Es gab einmal eine Zeit, in der „die bürgerliche Gesellschaft Mäßigkeit und Gemächlichkeit in allen Lebensformen als die einzig wirksame Tugend des Menschen“ (Zweig 1994, S. 52) proklamierte; eine Zeit, in der junge Menschen „als ein bedenkliches Element (galten), das möglichst lange ausgeschaltet oder niedergehalten werden mußte.“ (Zweig 1994, S. 52). In dieser Zeit, ich denke dabei an das 19. Jahrhundert, wurden 18-Jährige wie Kinder behandelt, 30-Jährige Männer „als unflügges Wesen betrachtet, und selbst der Vierzigjährige noch nicht für eine verantwortliche Stellung als reif erachtet.“ (Zweig 1994, S. 53). Heute zählt man mit 40 schon fast zum alten Eisen und findet als Arbeitslose(r) nur sehr schwer zurück in den Arbeitsmarkt. Und so gut wie alle versuchen so lange wie möglich das jugendliche Aussehen zu bewahren. Somit ist es im 21. Jahrhundert kaum noch vorstellbar, dass damals „Jugend zur Hemmung in jeder Karriere wurde und nur Alter zum Vorzug.“ (Zweig 1994, S. 53). Wir erleben heute das komplementäre Extrem: Den Jugendwahn auf dem Arbeitsmarkt. In meiner Hausarbeit möchte ich mich mit diesem Phänomen auseinandersetzen und die Frage klären, ob man mit 50plus in Zeiten des demographischen Wandels wirklich schon bzw. immer noch als Leiche auf dem Arbeitsmarkt gilt. Hierzu werde ich als erstes einige Annahmen und Ergebnisse der 11. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes darlegen, darauf begründend die Konsequenzen des demographischen Wandels für den Arbeitsmarkt diskutieren und zum Schluss Potential und Gesundheit der älteren ArbeitnehmerInnen aufzeigen.
1 Der demographische Wandel
1.1 Zahlen und Fakten
Deutschland ist mit circa 82,5 Millionen Menschen das bevölkerungsreichste Land in der Europäischen Union. Dieser Zustand allerdings wird nicht von langer Dauer sein, denn in den nächsten Jahrzehnten wird sich die Bevölkerungszahl in der BRD reduzieren, was die folgende Grafik anschaulich verdeutlicht (vgl. Nörber 2007, S. 30).
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Quelle: http://www.bpb.de/popup/popup_bild.html?guid=BKH7J9, 02.05.08
Im Jahr 2030 werden mehr als fünf Millionen Menschen weniger in Deutschland leben als 2005. Dieser Bevölkerungsrückgang macht sich besonders bei der Gruppe der unter 20-Jährigen bemerkbar. Durch die anhaltend schwachen Geburtenraten werden 2030 circa ein Viertel weniger Kinder und Jugendliche in der Bundesrepublik leben als heute. Auch die Zahl der Personen im erwerbsfähigen Alter (20- bis 64-Jährige) wird um 15% bzw. 7,7 Millionen Menschen absinken. Im Gegensatz dazu nimmt die Gruppe der über 65-Jährigen im gleichen Zeitraum um 40% zu (vgl. Statistische Ämter des Bundes und der Länder 2007, S. 8). Einflussfaktoren auf die Bevölkerungsentwicklung sind die Lebenserwartung, die Geburten-, sowie die Zu- bzw. Abwanderungsrate. Seit 130 Jahren können wir in Deutschland einen kontinuierlichen Rückgang der Sterblichkeit und einen Anstieg der Lebenserwartung verzeichnen (vgl. Statistisches Bundesamt 2006, S. 12). Den Kontrast dazu bildet die Geburtenentwicklung. Lag die Geburtenziffer in der Nachkriegszeit noch bei 2,5 Kindern pro Frau, so sind es 2004 nur noch 1,37 Kinder je Frau (vgl. Statistisches Bundesamt 2006, S. 3). Man geht sogar davon aus, dass das Geburtendefizit 2050 viermal so hoch sein wird wie im Jahr 2005 (vgl. Statistisches Bundesamt 2006, S. 32).
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Quelle: www.arbeitundalter.at, 27.02.2008
Die jungen Menschen werden zukünftig zu einer gesellschaftlichen Minderheit gehören. Ein kurzer Vergleich macht dies deutlich:
Wie man in Tabelle 1 sieht, hat sich das Verhältnis jung zu alt fast umgekehrt (vgl. Nörber 2007, S. 31).
Quelle: www.arbeitundalter.at, 27.02.2008
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Arbeit zitieren:
Sarah Henkel, 2008, Jugendwahn auf dem Arbeitsmarkt - Endstation für die Generation 50plus?, München, GRIN Verlag GmbH
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