I
Inhaltsverzeichnis
ABK ÜRZUNGSVERZEICHNIS III
ABBILDUNGSVERZEICHNIS V
1 EINLEITUNG 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Zielsetzung der Arbeit 2
1.3 Gang der Arbeit 2
2 DEFINITIONEN UND ABGRENZUNGEN 3
2.1 Wirtschaftsspionage 3
2.2 Wettbewerbsspionage 4
2.3 Daten, Informationen, Wissen 4
2.3.1 Daten 4
2.3.2 Informationen 4
2.3.3 Wissen 5
3 EXISTENZ VON WIRTSCHAFTSSPIONAGE 6
3.1 Erforderlichkeit der Überprüfung 6
3.2 Indizien für Wirtschaftsspionage 6
3.2.1 Allgemeine Hinweise 6
3.2.2 Das Abhörsystem ECHELON 7
4 WIRTSCHAFTSSPIONAGE 9
4.1 Historischer Überblick 9
4.2 Rechtliche Grundlagen 10
4.2.1 Eigene Spionagehandlungen 10
4.2.2 Ausländische Spionagehandlungen 11
4.3 Die Ziele von Wirtschaftsspionage 11
4.4 Volkswirtschaftlicher Schaden aufgrund von Wirtschaftsspionage 12
5 KERNPUNKT DER WIRTSCHAFTSSPIONAGE 13
5.1 Informationsbeschaffung 13
5.2 Formen der Informationsbeschaffung 13
5.2.1 Human Source Intelligence (HUMINT) 14
5.2.2 Technical Intelligence (TECHINT) 16
5.2.3 Signals Intelligence (SIGINT) 16
5.2.4 Imagery Intelligence (IMINT) 17
5.2.5 Measurement and Signature Intelligence (MASINT) 18
II
5.2.6 Computer Intelligence (COMPINT) 18
5.2.7 Open Source Intelligence (OSINT) 19
5.3 Träger der Wirtschaftsspionage 20
5.3.1 Hauptauftraggeber 20
5.3.1.1 Russische Föderation 20
5.3.1.2 Volksrepublik China 21
5.3.1.3 Volksrepublik Nordkorea und Islamische Republik Iran 22
5.3.2 Westliche Nachrichtendienste 23
5.4 Spezifische Risiken. 23
5.4.1 Lauschangriffe im Büro 23
5.4.2 Angriffe über Telekommunikationssysteme 24
5.4.3 Drahtlose Kommunikation 24
5.4.4 Spionagesoftware und Hackertools 25
5.4.5 Hardware- und Laptopdiebstahl 25
6 GEGENMAßNAHMEN UND ABWEHRMECHANISMEN 27
6.1 Präventionsmaßnahmen. 27
6.1.1 Schutz vor HUMINT 28
6.1.2 Schutz vor TECHINT 29
6.1.3 Schutz vor COMPINT 30
6.1.4 Schutz vor OSINT 31
6.2 Goldene Regeln der Prävention 31
6.3 Spionageabwehr 32
7 BEISPIELE FÜR WIRTSCHAFTSSPIONAGE 34
8 FAZIT 36
LITERATURVERZEICHNIS 37
III
Abkürzungsverzeichnis
ASW Arbeitsgemeinschaft für Sicherheit der Wirtschaft BfV Bundesamt für Verfassungsschutz bspw. beispielsweise bzw. beziehungsweise Ca. Circa CDU Christliche Demokratische Union DDR Deutsche Demokratische Republik d.h. das heißt EDV elektronische Datenverarbeitung E-Mail electronic mail EU Europäische Union EUR Euro e.V. eingetragener Verein etc. et cetera evtl. eventuell f. folgende ff. fortfolgende ggf. gegebenenfalls ggü. gegenüber Html Hypertext Markup Language http Hypertext Transfer Protocol HUMINT Human Source Intelligence ISDN Integrated Services Digital Network i.e.S. im engeren Sinne i.H.v. in Höhe von IMINT Imagery Intelligence
IV
IT Informationstechnik KGB Komitet Gossudarstwennoy Besopasnosti KMU kleine und mittlere Unternehmen LAN local area network LfV Landesamt für Verfassungsschutz MASINT Measurement and Signature Intelligence Mio. Million MMS Multimedia Messaging Service Mrd. Milliarde NATO North Atlantic Treaty Organization NSA National Security Agency o.a. oben aufgeführt OSINT Open Source Intelligence PC personal computer PDA personal digital assistent PDF Portable Document Format SIGINT Signal Intelligence sog. so genannte TECHINT Technical Source Intelligence TK Telekommunikation u.a. unter anderem USA United States of America USB Universal Serial Bus u.U. unter Umständen UWG Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb vgl. vergleiche W-LAN wireless local area network WTO World Trade Organization z.B. zum Beispiel
V
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Speicherorte für Unternehmenswissen
Abbildung 2: Wanze Analog-Telefonsender
Abbildung 3: Wanze Mikroraumsender
Abbildung 4: Opel-Werk in Bochum
1
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
Rechtzeitig und zutreffend informiert zu sein, entscheidet oft über Erfolg oder Misserfolg in jedem Lebensbereich. Mit dieser „Weisheit“ beschäftigen sich nicht nur einzelne Individuen, kleinere Gruppierungen oder mittelständische Unternehmen, sondern auch die unterschiedlichsten Staaten.
Die sog. Wirtschaftsspionage gewinnt in Zeiten wachsender technologischer Errungenschaften und Globalisierung immer mehr an Bedeutung und wird in den Medien äußerst heftig diskutiert. 1 Rechtzeitige Informationsvorsprünge spielen für Staaten in ihrem geostrategischen Wettbewerb eine unabdingbare Rolle. Nachrichtendienste übernehmen die Aufgabe der Informationslieferung, um das eigene Land voranzutreiben. 2 Sehr häufig gelangen dabei die Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion in den Fokus der Betrachtung. In Russland oder der Ukraine sind Nachrichtendienste sogar gesetzlich dazu verpflichtet, die eigene Wirtschaft zu unterstützen. In Zeiten des kalten Krieges war man bestrebt, seine politische Souveränität zu stärken. Heutzutage dient dieses Machtspiel, unter Berücksichtigung volkswirtschaftlicher Ziele, grundsätzlich der Stärkung der eigenen Stellung und der Sicherung der Gesellschaft.
Horrorszenarien, insbesondere der 11. September und ähnliche Terrorakte, veranlassen das Bundesamt für Verfassungsschutz zu enormen
Präventionsmaßnahmen. 3 Nicht nur die Bundesrepublik selbst, die aufgrund ihrer geopolitischen Lage und ihrer Rolle in der EU und der NATO begehrtes Aufklärungsziel fremder Geheimdienste ist, sondern auch deutsche Unternehmen, die mit ihrer Spitzentechnologie den Weltmarkt erobern, sind lukrative Angriffspunkte. Die Definition über wirtschaftliche Stärke und Machtstellung einiger Staaten veranlasst eine Verlagerung der Spionagebetrachtung auf die Wirtschaftsebene. Durch eine solche Veränderung zeigt sich dass sich neben den „Großen“ der deutschen Wirtschaft auch kleinste Unternehmen bedroht fühlen müssen. Die Frage, von wo die meiste Gefahr ausgeht, beschäftigt vor allem, aufgrund von aktuellen Vorfällen innerhalb des Wirtschaftslebens, das Bundesamt für Verfassungsschutz, sowie die Führungsetagen der bedrohten Unternehmen. Häufig ist das eigene Personal die größte Gefahr. 4
1 Vgl. Bundesamt für Verfassungsschutz [Hrsg.] (2003), S. 6.
2 Vgl. Bundesamt für Verfassungsschutz [Hrsg.] (2006), S. 1.
3 Vgl. Handelsblatt vom 06.02.2002 S. b04.
4 Vgl. http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,518674,00.html.
2
1.2 Zielsetzung der Arbeit
In der vorliegenden Arbeit wird das Thema Wirtschaftsspionage kritisch begutachtet. Unter Berücksichtigung der Grundlagen stellen die Methoden der Wirtschaftsspionage sowie die Betrachtung notwendiger und möglicher Präventionsmaßnahmen das Ziel dieser Arbeit dar.
1.3 Gang der Arbeit
In Kapitel 2 werden grundlegende Definitionen und Abgrenzungen dargestellt. Im Anschluss daran befasst sich das Kapitel 3 zunächst mit der Existenz von Wirtschaftsspionage als Fundament für weitere Untersuchungen. Anschließend werden allgemeine Hinweise in den Fokus gerückt.
Die historische Entwicklung, die rechtliche Einordnung, sowie Ziele und Ausmaße der Wirtschaftsspionage werden in Kapitel 4 thematisiert. In diesem Zusammenhang werden die Nachrichtendienste als Informationsvehikel näher beleuchtet. Im Kapitel 5 werden Informationsbeschaffungsmaßnahmen aufgezeigt, Träger der Wirtschaftsspionage benannt, sowie spezifische Risiken für Unternehmen dargestellt. Im Nachfolgenden werden in Kapitel 6 sinnvolle Abwehrmechanismen und notwendige Präventionsmaßnahmen aufgezeigt.
Bezugnehmend darauf werden in Kapitel 7 repräsentative Beispiele aus der Wirtschaft aufgegriffen und erörtert.
Der Abschluss der Arbeit bildet das Kapitel 8. In einem Fazit werden die gewonnen Erkenntnisse zusammengefasst und kritisch gewürdigt.
3
2 Definitionen und Abgrenzungen
Die in der vorliegenden Seminararbeit behandelte Thematik der Wirtschaftsspionage ist zwar inhaltlich sehr eng mit der sog. Industriespionage verbunden, muss aber dennoch vom Begriff her abgegrenzt werden.
Um eine ausreichende Abgrenzung vornehmen zu können, bietet sich eine Differenzierung nach Initiatoren der Spionagetätigkeiten an. Grundlegend liegt der bedeutendste Unterschied darin, ob die Aktivität aus staatlichen Lagern oder der privaten Wirtschaft entstammt. 5
Spionage existierte in Zeiten der DDR bereits als Form des politischen Widerstandes. Heutzutage bedarf es da allerdings anderer Hintergründe und Vorgehensweisen. Spionage meint heute viel mehr das systematische, verdeckte und zielgerichtete Sammeln und Auswerten von Informationen über bestimmte Sachverhalte. Man spricht allerdings erst von Spionage, wenn das Spionageobjekt nicht erkennt, dass es Opfer eines Spionageaktes ist. 6
2.1 Wirtschaftsspionage
Für den Begriff der „Wirtschaftsspionage“ gibt es keine allgemein gültige Definition, da sie keine einheitlichen Ziele hat. Das Bundesamt für Verfassungsschutz bezeichnet Wirtschaftsspionage als „Staatlich gelenkte oder gestützte, von fremden Nachrichtendiensten ausgehende Ausforschung von Wirtschaftsunternehmen oder Betrieben.“ 7 Nachrichtendienste, wofür es keine Legaldefinition gibt, bezeichnen
umgangssprachlich Behörden, die nachrichtendienstliche Mittel einsetzen, um Informationen zu erhalten. 8
Unter die Begrifflichkeit der „nachrichtendienstlichen Mittel“ fallen u.a. Vertrauensleute, geheime Informanten, Observationen, Bild- oder Tonaufzeichnungen, sowie die Überwachung des Brief- oder Postverkehrs. In Zeiten des technologischen Fortschritts ist diese Aufstellung um einige Teilbereiche zu erweitern, wie z.B.: x Überwachung des Mobilfunks x Internet
5 Vgl. Meissinger, J. (2006), S. 7.
6 Vgl. Fricke, K.W. (1989), S. 146.
7 Vgl. Bundesamt für Verfassungsschutz [Hrsg.] (2006), S. 2.
8 Vgl. Meissinger, J. (2006), S. 7.
Arbeit zitieren:
Gregor Witkowski, Heiko Weber, 2008, Wirtschaftsspionage - Risiken und Prävention, München, GRIN Verlag GmbH
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