"zielbewusstes technisches Eingreifen in ein gegebenes Material", tatsächlich unvermeidbar ist. Der Hydra, der man hier die Köpfe abschlägt, werden sehr schnell andere nachwachsen. Enzensberger Alternative, einen jeden zum Manipulateur zu machen, könnte aber im Sinne eines `catch as catch can' missverstanden werden. Zunächst sollte man fordern, dass das zielbewusste Eingreifen in vorhandenes Material im Sinne reflektierter, ausgewiesener Parteilichkeit, die ihre Auswahlkriterien nicht verschleiert, dem Leser transparent gemacht wird. Wenn aber die Interessen, in deren Dienst man schreibt, durchsichtig gemacht werden, ist die Frage, ob man den moralisierenden Begriff Manipulation für ein objektiv notwendiges Verfahren interessegeleiteter Auswahl, das sich selbst reflektiert, beibehalten sollte. Zu überlegen wäre, ob man den Begriff nicht als ein kritisches Instrument für solche Fälle reservieren sollte, in denen eine Zeitung Nachrichten ausschließlich als Ware versteht, d. h. sich an bereits pervertierte Bedürfnisse ihrer Leser zum Zwecke rücksichtsloser Profitmaximierung anpasst. Das bedeutet also, dass nicht im Hinblick auf punktuelle Einseitigkeiten, sondern gezielt in solchen Fällen von Manipulation gesprochen wird, in denen es einem Medium darum geht, den Leser bewusst in seiner bewusstlosen Unmündigkeit zu stabilisieren, indem es seine eigenen merkantilen und/oder ideologischen Ziele verdeckt, um die Bedürfnisse des Konsumenten auszunutzen, die er selbst in ihrer Pervertierung nicht überschaut. Dies soll hier nicht mehr als eine Diskussionsanregung sein.
Im Folgenden wird der Begriff Manipulation noch in Anlehnung an das Enzensberger-Zitat im Sinne punktueller Eingriffs- und Verschleierungstaktiken benutzt, damit deutlich wird, dass es nach diesem Verständnis unmanipuliertes Schreiben nicht gibt. Ausgehend von der Definition der Manipulation durch Enzensberger wird man sich der Forderung nach der Entlarvung von Manipulationstechniken im Umgang mit Massenmedien allgemein anschließen können und auch dem Postulat, dies müsse ein zentrales Lernziel aller Bildungsinstitutionen sein.
Der Begriff der Manipulation steht auch deswegen am Anfang dieser Ausführungen, weil er ständig in die Fragen der Nachrichtenauswahl und des Nachrichtenstils hineinspielt. Ehe ich auf diese Fragen eingehe und die Manipulationstechniken im Einzelnen erörtere, sei noch eine kurze allgemeine Charakterisierung der Nachricht vorangestellt.
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2. Kurze Charakterisierung der Nachricht
Wenn man davon ausgeht, dass eine Zeitung in erster Linie den Auftrag hat, aktuell zu informieren, ist die Nachricht die wichtigste unter den journalistischen Darbietungsformen, die in alle Bereiche der Zeitung hineinreicht.
Die wichtigsten Kriterien der Nachricht sind:
• neue Tatsachen, „die Anspruch auf Interesse in der Öffentlichkeit oder bei einem bestimmten Personenkreis erheben dürfen“ 3 ,
• neue Tatsachen, die für die Orientierung und das praktische Verhalten von Einzelnen, von Gruppen und der Gesamtgesellschaft wichtig sind,
• Verzicht auf persönliche Auffassungen, Gefühle und Werturteile des Berichtenden, • Warencharakter, • Nutzwert für den Empfänger, • sofortige, schnelle Übermittlung,
• mehr oder weniger bewusste politische Steuerung. Dovifat räumt diese mit der
• graduell unterschiedliche subjektive Färbung durch den Vermittlungsweg von der Quelle bis zum Leser.
Einer Erläuterung bedarf der Warencharakter der Nachricht, weil von daher weniger formal als bei Enzensberger verdeutlicht werden kann, dass Manipulation der Nachricht prinzipiell unumgänglich ist, wenn Presse privatwirtschaftlich organisiert ist. Wie alle Güter, die nach den Gesetzen des Kapitals veräußert werden, so hat auch die Nachricht einen Gebrauchswert und einen Tauschwert. Der Gebrauchswert einer Nachricht ist umso höher, je weniger sie manipuliert wird. Dies gilt jedenfalls, wenn man voraussetzt, dass es im objektiven Interesse der Adressaten liegt, möglichst unverstellte und ungekürzte Nachrichten zu erhalten. Da aber Zeitungsbetriebe als privatwirtschaftlich organisierte Unternehmen mit dem Ziel der Profitmaximierung arbeiten, wird für sie der Marktwert (Tauschwert) der Nachrichten maßgebend, und dieser bemisst sich nach den subjektiven Bedürfnissen der Leser. Diese sind jedoch eher auf Nachrichten konditioniert, die ihre Werteinstellungen und Vorurteile bestätigen als auf solche, die ihr Weltbild in Frage stellen. Das bedeutet, dass sich tendenziell frisierte, an Voreinstellungen angepasste Nachrichten besser
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verkaufen lassen als unmanipulierte, die zur Verunsicherung des soziopsychischen status quo führen. Dieses Ergebnis wird nicht nur für die Boulevard-Presse, sondern auch für die quantitativ und qualitativ ausschlaggebende Lesergruppe eines Nachrichtenmagazins wie des "Spiegel" diagnostiziert. 5
3. Probleme der Auswahl
Die Manipulation in der Presse beginnt bereits mit der Nachrichtenauswahl, bei der tendenziell jede Zeitung mehr oder weniger im Sinne ihrer politischen Leitvorstellungen zielbewusst in die Fülle des ihr täglich vorliegenden Nachrichtenmaterials eingreift. Um das ganze Ausmaß der Problematik der Auswahl zu erfassen, ist es nötig, den Vermittlungsweg der Nachricht, d. h. den Selektierungsvorgang von ihrer Quelle bis zum Leser, kurz zu bestimmen:
"Folgendermaßen stellen sich, schematisch gegliedert, die acht neuralgischen Zeitpunkte im Verlauf der Information dar: Die Tatsache; die Aufzeichnung durch den Korrespondenten; die Übermittlung dieser Niederschrift an die Agentur; das Durchlaufen dieses Unternehmens unter gleichzeitiger erster Überarbeitung nach Form und Inhalt; die Verbreitung an die abonnierten Zeitungen; das Durchlaufen dieser Betriebe mit zweiter Überarbeitung nach Form und Inhalt; die Verbreitung in die Öffentlichkeit und schließlich die Reaktion des Publikums unter dem Eindruck der Nachricht." 6
Bei diesem Nachrichtenweg findet in der Regel gleich die erste Auswahl beim Ansatz statt, da die so genannte Tatsache durch den Blickwinkel des Korrespondenten subjektiviert wird, was besonders zutrifft, wenn der Korrespondent aus einem Staat berichtet, der Pressezensur ausübt.
Manfred Steffens 7 verdeutlicht, dass aus dem ungeheuren Strom der Nachrichten, die täglich den Agenturen zufließen und nach deren Filterung zu den Redaktionen gelangen, nach einer abermaligen Selektierung dort und schließlich nach der Auswahl beim Lesevorgang für den einzelnen Leser nur ein paar Informations-„Tropfen“ übrig bleiben.
"Die Übersicht zeigt, dass die Deutsche Presse-Agentur von dem Nachrichtenmaterial, das sie empfängt, noch nicht einmal zehn Prozent an ihre Kunden, die Zeitungen, weitergibt. Dabei ist zu bedenken, dass diejenigen, die der dpa-Zentrale das Material geliefert haben, also Landesbüros,
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Auslandskorrespondenten, Vertragsagenturen, Zeitungen und Rundfunkstationen ihrerseits ebenfalls schon eine Auswahl getroffen hatten, die etwa in gleicher Weise erfolgt sein dürfte, wie es in der dpa-Zentralredaktion geschieht. Auch bei diesen Zulieferern kann davon ausgegangen werden, dass sie etwa zehn Prozent des bei ihnen eingegangenen Materials weitergegeben haben. Das bedeutet aber, wenn vom Ursprung der Nachricht ausgegangen wird, nichts anderes, als dass die Kunden der dpa praktisch nur etwa ein Prozent der angefallenen Nachrichten erhalten. Und was machen dann die dpa-Kunden, also die Zeitungen, mit diesem Nachrichten-Rest? Sie übernehmen davon gerade so viel, ‚wie in ihre Zeitung hineinpasst'. Und das kann nicht mehr sehr viel sein, denn den Nachrichten, die von der Agentur kommen, wird in der Zeitung viel Platz streitig gemacht. Da sind einmal die Nachrichten und Berichte, die der Zeitung von eigenen Korrespondenten und Mitarbeitern zugegangen sind; da sind die Regional- und Lokal-Nachrichten, die von einer Nachrichten-Agentur kaum aufgegriffen werden können, und da sind schließlich die Kommentare, Leitartikel, feuilletonistischen Betrachtungen und - last not least - der vielfach recht beachtliche Anzeigenteil, der die Existenzgrundlage fast aller Zeitungen bildet." 8
Wir alle wissen, dass nach dem drastischen Ausscheidungsvorgang des Nachrichtenweges der Leser in der Regel selbst noch einmal stark selektiert. Seine Auswahl wird bestimmt durch das besondere Interesse an bestimmten Sparten, und sofern er politische Nachrichten liest, konzentriert er sich häufig auf solche, die seine eigene Interessenlage berühren bzw. ihn in einer bereits verfestigten Meinung bestätigen.
Das Problem, dass zahlreiche Zeitungsleser sich durch eine wenig kritische Auswahl aus einem Angebot, das durch den Nachrichtenweg bereits manipuliert wurde, zusätzlich selber manipulieren, wird z. B. durch folgende Tatsache weiter verschärft. „ „Bild“ erreicht etwa 17,7 Prozent der deutschen Gesamtbevölkerung ab 14 Jahren, das sind etwa 11,49 Millionen Menschen. Davon sind etwa 4,40 Millionen Frauen und 7,09 Millionen Männer. Somit sind 62 Prozent der Leser Männer, 45 Prozent der Leser haben Hauptschulabschluss mit Lehre, 32 Prozent die mittlere Reife und 4 Prozent die Hochschulreife. 7 Prozent der Leser sind Selbständige, 34 Prozent sind Angestellte oder Beamte und 37 Prozent sind Facharbeiter. Die Zielgruppe ist demnach - auch nach den Leitlinien vom Gründer Axel Springer - nicht die Schicht der Führungskräfte oder der Gebildeten und Intellektuellen, sondern die Schicht der Arbeits- und Konsumbevölkerung.“ 9
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Macht man sich klar, dass besonders die Leser von Boulevard-Blättern mit ihrem geringen Ausbildungsstand (aber auch die anspruchsvollerer Zeitungen) ihr Medium mehr um der Entspannung als um der Information willen lesen, dann wird deutlich, wie verschwindend wenig von dem täglichen Nachrichtenstrom der einzelne Leser bewusst reflektiert.
Nachdem deutlich geworden ist, dass der durchschnittliche Zeitungsleser nur einen ganz geringen Bruchteil der täglichen Nachrichtenfülle aufnehmen kann, ist die Frage, nach welchen Kriterien Nachrichten in den Redaktionen ausgewählt werden, von besonderer Bedeutung, weil dieses tägliche Nachrichtenminimum durch die Gesichtspunkte der Auswahl stark manipuliert sein kann. Steffens 10 zitiert acht Auswahlkriterien, die von amerikanischen Kommunikationsforschern ermittelt wurden: 1 . Was kommt unerwartet?
2. Was hat Konsequenzen für eine große Zahl von Bürgern? 3. Was schafft Spannungen, ist umstritten? 4. Sind bekannte Personen im Spiel?
5. Wie nah (zum Erscheinungsort, Sendeplatz) ist der Schauplatz des Ereignisses
(je naher, desto besser)?
6. Was ist geeignet, Gefühle des Bürgers anzusprechen (Mitleid, Grausamkeit, Humor)? 7. Wie konkret und anschaulich in der Darstellung ist eine Meldung? 8. Was erfreut den Bürger (Leser, Hörer, Fernsehzuschauer)? 11
Selbst in der Anwendung dieser sehr formal gehaltenen Auswahlaspekte werden sich schon die Formen der Zeitungen in der BRD scheiden. So werden die Punkte 4, 6 und 8 in besonderem Maße für die Boulevardpresse zutreffen. Der Punkt 4 gilt aber auch für ein Nachrichtenmagazin wie den Spiegel, das sich durch seine auf Personen zugeschnittenen Stories von der Nachrichtenform der großen überregionalen Tageszeitungen abhebt. 12
Dass Nachrichten, deren Schauplatz näher am Sendeort liegt, bevorzugt werden (Punkt 5), hat verschiedene Gründe: 1. sind mehrere Auslandskorrespondenten an einem weit entfernt liegenden Schauplatz teuer, 2. interessiert es seit dem Erscheinen von Goethes „Faust“ die Leser immer noch
6
weniger, „wenn in der Türkei die Völker aufeinander schlagen“ und 3. lassen sich Nachrichten von näher liegenden Handlungsorten besser auf ihre Stichhaltigkeit überprüfen.
Wichtiger als eine Einzelanalyse ist es, den ganzen Komplex dieser formalen Auswahlkriterien kritisch zu sehen. In ihnen zeigt sich nämlich das ganze Dilemma der bürgerlichen Presse, die auf ihren Absatz in einem pluralistischen System bedacht ist und die selten im Sinne Enzensbergers parteilich ausgewiesene politische Interessen vertritt und somit inhaltliche Auswahlkriterien offen darlegt. Diese Parteilichkeit muss übrigens nicht zur Unterschlagung von Nachrichten führen, in denen sich eine andere politische Position artikuliert. In dem Aufsatz „Demokratie-Information -Herrschaft" 13 nennt Karl D. Bredthauer ein Beispiel, das maßgebend sein könnte für die inhaltliche Auswahl von Nachrichten, ohne dass eine Zeitung, die sich danach richtete, gleich zur Kampfzeitung werden müsste.
"Das Einfachste und Nächstliegende ist bereits das in unserer irrationalen Gesellschaft am wenigsten Realisierte: die Ubersicht und umfassende Information des Arbeitenden über seinen Arbeitsplatz, seinen Betrieb und dessen Aufgaben, Möglichkeiten und Abhängigkeit. Erst auf diese Information gegründete Einsicht und Meinungsbildung könnte folgerichtig weiter greifen in umfassendere Entscheidungsbereiche der Gesellschaft, schließlich in eine begründete Entscheidung über die Lenkung des Ganzen, z.B. am Wahltag. 14
Dieses Beispiel macht deutlich, dass Nachrichtenauswahl ein eminent politischer Akt ist. Dieser wird erheblich von dem politischen Standort einzelner Personen beeinflusst, angefangen mit der politischen Sicht des Auslandskorrespondenten. Einen großen Einfluss auf die Auswahl von Nachrichten können der Verleger und der Chefredakteur nehmen. Allgemein bekannt ist, dass der Verleger Axel Cäsar Springer die für den Springer-Konzern arbeitenden Journalisten auf 5 politische Grundsätze verpflichtete. 1. das Eintreten für die Wiedervereinigung Deutschlands, 2. die Aussöhnung zwischen Deutschland und dem jüdischen Volk, 3. die Ablehnung jeglicher Form von politischem Totalitarismus, 4. die Verteidigung der sozialen Marktwirtschaft,
7
5. die Nichtanerkennung der DDR als zweitem deutschen Staat: Von nun an musste der Begriff
„DDR” in sämtlichen Publikationen Springers in Anführungsstrichen geschrieben werden. Nach der Wiedervereinigung wurde der vierte Grundsatzpunkt verlagsintern in „Die Verteidigung der freien sozialen Marktwirtschaft” geändert.“ 15
Aber man braucht als Beleg für gelenkte bzw. einseitige Auswahl durchaus nicht nur den Springer-Verlag zu zitieren. In der Nachfolge des berühmten Aufsatzes von Enzensberger "Journalismus als Eiertanz" 16 weisen Glotz/Langenbucher 17 durch Gegenüberstellung mit der Neuen Zürcher Zeitung an sechs exemplarischen Fällen ("Berichterstattung im Ost-West-Konflikt und in der Deutschlandfrage…Berichterstattung über den Aufstand in der portugiesischen Besitzung Angola, über den Krieg in Algerien, den Krieg in Vietnam, den Nah-Ost-Konflikt und über die Kulturrevolution in China") 18 nach, dass die gesamte etablierte überregionale Presse der BRD in der Auslandsberichterstattung mehr oder weniger dürftig ist bzw. versagt. Glotz/Langenbucher führen für das durch einseitige Auswahl gravierende Nachrichtendefizit ideologische Gründe und technische Ursachen an, da zahlreiche Zeitungen ihre Meldungen nur von einer einzigen Agentur beziehen. Damit wäre das Extrem des Kapitels "Auswahl" erreicht, weil es immer noch bei großen, finanzstarken Zeitungen vorkommt, dass sie gegenüber bestimmten Geschehnissen keine Auswahl der Nachrichten haben. Besonders beunruhigend sind die Recherchen von Glotz/Langenbucher zum Angolakrieg. Die namhaften überregionalen bundesrepublikanischen Blätter - und in diesem Falle sogar die Zürcher Zeitung - stützten sich nur auf portugiesische Quellen und berichteten entsprechend mangelhaft, während die damalige Hamburger Zeitschrift "Konkret" nur Informationen der Aufständischen brachte. Wenn man unterstellt, dass nur wenige Konkret-Leser die bürgerlichen Zeitungen (Welt, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Süddeutsche Zeitung, Neue Züricher Zeitung) lasen und dass nicht viele bürgerliche Leser von "Konkret" Kenntnis nahmen, dann wird die Problematik einer völlig einseitigen Berichterstattung, wie auch immer sie begründet sein mag, offenbar.
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4. Formen und Techniken der Manipulation
Wenn man sich die ganze Vielfalt der Manipulationsformen vor Augen führt, muss man der Feststellung Enzensbergers zustimmen, dass es manipulationsfreie Medien prinzipiell nicht gibt. Wir sahen, dass bereits in subjektiver Auswahl und einseitiger Berichterstattung der Auslandskorrespondenten Manipulation liegen kann. Das gibt besonders zu denken angesichts der Tatsache, dass die Mehrzahl der deutschen Tageszeitungen sich keine eigenen Auslandskorrespondenten halten kann und hauptsächlich auf Agenturmeldungen beschränkt ist. "Was das für die Auslandsberichterstattung heißt, ist klar: Ein paar Dutzend Auslandskorrespondenten haben es letztlich in der Hand, ob wir richtig oder falsch informiert werden." 19 Aber man muss bei dem Thema Manipulation nicht in die Ferne schweifen. Die am häufigsten praktizierte Art der Irreführung ist das Weglassen von Nachrichten oder Nachrichtenteilen. 20 Sie ist deswegen mit geringem Risiko verbunden, weil sie nicht strafbar ist; denn man kann sich dabei auf das Recht auf freie Meinungsäußerung berufen. Außerdem fällt sie selten auf, weil der durchschnittliche Zeitungsleser nicht die Möglichkeit zum Vergleich hat. Gerade deswegen konnten auch der Aufsatz von Enzensberger "Journalismus als Eiertanz" und die erwähnten Recherchen von Glotz/Langenbucher über die Auslandsberichterstattung soviel Aufmerksamkeit erregen. Will sich eine Zeitung dennoch nicht den Vorwurf der Manipulation durch Unterschlagung machen lassen, so veröffentlicht sie die Nachricht an einer Stelle, wo sie leicht überlesen werden kann, kürzt sie oder färbt sie durch Akzent-Verschiebung in ihrem Sinne ein. Es gab übrigens offizielle Verlautbarungen sozialistischer Länder, die aus der Praxis der Lenkung von Nachrichten keinen Hehl machen, weil ihre Urheber wohl die Gegenüberstellung von Nachrichten, die einander in Frage stellen konnten, als falschen Liberalismus betrachteten. Emil Dovifat zitiert eine Aussage des TASS-Direktors Palgunow von 1955: "Nachrichten sind Agitation mit Hilfe von Tatsachen ... Nachrichten müssen didaktisch und instruktiv sein." 21 und fährt fort:
"Nach dem sowjetischen Vorbild richtet sich die Nachrichtengebung in der SBZ aus. Ein Beschluss des Politbüros der SED rügt die dilettantische Methode, jeder Nachricht einen Kommentar anzuhängen, statt mit der Nachricht zu kommentieren und zu überzeugen' (Pressekonferenz des ZK der SED vom 17./18, April 1959 in Leipzig). Das ist die genaue Umkehrung des genannten Grundsatzes ‚Comments are free, but facts are sacred'." 22
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Anders die bürgerliche Presse des Westens. Sie versucht, mindestens den äußeren Schein einer strikten Trennung von Nachricht und Meinung (Kommentar) zu wahren. Eine raffinierte Methode, diese sakrosankte Regel zu umgehen, besteht darin, die Nachricht mit Hintergrundberichten, beispielsweise mit Personalia, zu versehen, die in keinem ursächlichen Zusammenhang zu den berichteten Fakten stehen, diese aber in dem gewünschten Sinne färben.
Meines Erachtens ist die Forderung, Nachricht und Kommentar zu trennen, unerlässlich, weil der Kommentar genügend Raum für eine parteiische Deutung der Fakten bietet und weil so die Meldungen und das Engagement in gewissen Grenzen überprüfbar bleiben. Im Sinne dieses Postulats sollte mindestens der Versuch unternommen werden, wertende Zusätze bis hin zu kleinen verdeckten Stilelementen (Attribute) aus der Nachricht herauszuhalten. Wie weit Manipulationsversuche durch Wertung in der Nachricht gehen, zeigt ein Negativbeispiel bei Steffens. 23
Der sprachlich nicht sensibilisierte Leser wird wahrscheinlich über die Bezeichnungen für politische Mächte hinweg lesen, die häufig Wertakzente in der Nachricht setzen. Dieses Problem behandelt selbst (der sonst sachliche Steffens) mit dem Anschein kritischer Distanz manipulativ. "Zu oft waren in den letzten Jahren Heckenschützen zu Widerstandskämpfern, Ordnungstruppen zu Kolonialtruppen oder Aufständische zu Regierungstruppen geworden.“ 24 Er vergisst den Gedanken umzukehren, dass nämlich zu oft Widerstandskämpfer als Heckenschützen diffamiert und repressive Kolonialtruppen als Ordnungstruppen glorifiziert wurden.
An anderer Stelle zeigt Steffens kritischer auf, dass diskriminierende Appellative nicht allein bestimmten politischen Gruppen angelastet werden dürfen "Es gibt zahlreiche Worte, vor allem aus dem Arsenal des ‚Kalten Krieges', die ihre ‚affektive Belastung' sogar stolz zur Schau stellen. Dazu gehören die ‚Revanchisten' und ,Militaristen' ebenso wie die ,kommunistischen Drahtzieher' und ‚nützlichen Idioten’.“ 25 Man sollte dem aber hinzufügen, dass die Bezeichnungen Revanchist und Militarist in bestimmtem Kontext durchaus sachlich sein können.
So wichtig derartige Sprachlenkungen sein mögen - sie dürfen den Blick auf ein wesentliches Problem nicht verstellen, nämlich auf die Abhängigkeit der Presse im Allgemeinen und ihrer Nachrichten und Kommentare insbesondere von der Anzeigen gebenden Wirtschaft und politischen
10
Interessengruppen. In der Zeitschrift "Aspekte" 26 wird das Thema diskutiert "Wie frei ist die Presse?" Die Beiträger Karl Hermann Flach, Jürgen Tern, Joachim Steffen und Wolfgang Langenbucher betonen übereinstimmend die mehr oder weniger direkte Einflussnahme der Anzeigenkunden. Flach erwähnt, dass es zahlreiche Zeitungen und Zeitschriften gebe, die 80% ihres Gesamterlöses aus Werbeeinnahmen bestreiten. 27 Joachim Steffen verweist darauf, dass besonders die Regionalzeitungen der Einflussnahme der Inserenten unterliegen, „da fast 70 Prozent der gesamten Werbung in Tageszeitungen auf lokale Angebote, die naturgemäß vornehmlich den finanzschwachen kleinen und mittleren Verlagen zugute kommen, entfällt.“ 28
Durch den hohen Anteil der Inserate werden Zeitungen leicht eine durch ökonomische Rücksichten korrumpierbare Ware. Das geschieht heute gegenüber den großen überregionalen Zeitungen in dezentem Stil und in der Regel nicht durch direkte Repressalien, wie sie bisweilen noch gegenüber Lokalzeitungen eingesetzt werden. Lesen wir dazu Jürgen Tern, den ehemaligen Leitartikler der FAZ, der es wissen muss:
"Gefährlicher ist aber die in soigniertem Ton betriebene Stimmungsmache, zum Beispiel gegen einen dem industriellen Management nicht genehmen Kommentar, in den Vor- und Begleitgesprächen zu Anzeigen-Abschlüssen; gefährlich ist etwa der im ‚small talk' auf Empfängen unter Etablierten vorgebrachte Ratschlag zu dezidierter Wendung der betreffenden Zeitung nach rechts oder auch nur das Gerücht, die Industrie werde künftig selbst bedeutendere Publikationen, die die besitzbürgerlichen Interessen nicht mit abzuschirmen gedächten, kürzer am Anzeigen-Zügel halten." 29
Auch das wichtige Faktum der Pressekonzentration macht die Manipulationsmöglichkeiten in unserer Gesellschaft drastisch deutlich. „Als in der Bundesrepublik ab Juni 1949 die von den Allierten nach Ende des Weltkriegs vorgeschriebene Lizenzierung für die Presse (Lizenzzwang) aufhoben wurde, wuchs die Zahl der Tageszeitungen auf mehr als 600 an. Danach setzte eine über Jahrzehnte anhaltende Pressekonzentration ein, so dass heute (2006) nur noch 136 Vollredaktionen existieren (Noelle-Neumann et al. 2002: 422ff.)
Die Vereinigung mehrerer Zeitungen unter einem Firmendach bzw. in einer Hand (= Pressekonzentration) besitzt klare Synergie-Effekte (günstigerer Werbepreise, gemeinsamer redaktioneller Mantel und Anzeigenteil, kostengünstigere Redaktion, Herstellung und
11
kostengünstigerer Vertrieb), sie ist unternehmerisch attraktiv. Die Gefahr wird in der dadurch ermöglichten inhaltlich-politischen Ausrichtung gesehen (daher seinerzeit: "Enteignet Springer!"). Heute halten fünf Verlagsgruppen (Bertelsmann, Bauer, Burda, Springer, Von Holtzbrinck) mehr als 40% aller Zeitungen und mehr als 60% aller Zeitschriften. [Meyn 1996: 100ff.]“ 30
Wenn man sich bewusst macht, dass allein die Bild-Zeitung mit einer verkauften Auflage von 3.326.202 Exemplaren (IVW 1.Quartal 2008) und einer Reichweite von 11,64 Mio. (MA 2007-TZ) die größte Tageszeitung Europas ist 31 , deren Zielgruppe - auch nach den Leitlinien vom Gründer Axel Springer - nicht die Schicht der Führungskräfte oder der Gebildeten und Intellektuellen, sondern die Schicht der Arbeits- und Konsumbevölkerung ist 32 , wenn man sich klarmacht, dass die Zeitungen des Springer-Imperiums, von Modifikationen abgesehen, einen einheitlichen politischen Trend in Meldungen und Kommentaren verfolgen, und wenn man sich zusätzlich daran erinnert, ein wie geringer Bruchteil der täglichen Nachricht überhaupt zum Leser gelangt, dann ist unabhängige Meinungsbildung aus Zeitungen für einen großen Teil unserer Bevölkerung illusorisch; denn wer liest schon beispielsweise "Die Welt", die "Neue Züricher Zeitung" und die „die tageszeitung“ parallel.
5. Der Nachrichtenstil
5.1. Der Aufbau von Nachrichten
Unter verschiedenen Aufbauformen der Nachricht ist die sog. fact-story die bekannteste und wichtigste. Sie stellt sich auf den eiligen Zeitungsleser ein, indem sie vom Wichtigsten ausgeht und den Höhepunkt möglichst schon in der 1. Zeile bringt
"Das weniger Wichtige wird dann gradweise angefügt, sodass bei notwendigen Kürzungen, die im Umbruch immer wieder vorkommen und unvermeidbar sind, von unten her gekürzt werden kann. Im Stoffaufbau nimmt dann die Nachricht die Gestalt eines auf der Spitze stehenden Dreiecks an." 33
12
Auch diese formale Beschreibung verdeckt die Gefahr der Manipulation, weil es häufig im subjektiven Ermessen der Journalisten bzw. der Redaktion liegt, was für wichtig und weniger wichtig erachtet wird.
Besonders für die Boulevardpresse und die Regenbogenpresse ist eine Form der Nachricht repräsentativ, die, einer Erzählung ähnelnd, den Höhepunkt ans Ende verlegt. Diese Art des Aufbaus trifft man häufiger bei der sog. human interest story an. Mit dieser Form der Nachricht überschneidet sich die action-story. "Sie gibt ein dramatisches Ereignis oder Erlebnis wieder, in dem der Spannungsabfall in jedem neuen Absatz spürbar wird.“ 34
5.2. Wesentliche Ansatzpunkte zur Sprachanalyse von Nachrichten
Meistens wird der Nachrichtenstil allgemein und idealtypisch durch Sachlichkeit, Konzentration auf die Fakten, Klarheit und übersichtlichen, spannenden Aufbau gekennzeichnet. Diesen Merkmalen untergeordnete Stichwörter sind Tatsachenwirkung; kurzer, schlichter, vom Verb bestimmter Satzbau; Anschaulichkeit; richtige Setzung des Höhepunktes. Die vorausgegangenen Ausführungen haben verdeutlicht, dass kaum eines dieser Attribute einer ideologiekritischen Überprüfung standhält. Wahrscheinlich sind alle Versuche, den Nachrichtenstil idealtypisch zu beschreiben, ineffektiv, weil die Inhalte der konkreten Situationen, über die berichtet wird, so verschiedenartig sind, dass sie eine sehr variable Diktion verlangen.
Wenn man Nachrichtensprache darauf überprüfen will, ob ihr Meinung beigemischt wurde, ist die Aufmerksamkeit vor allem auf folgende Darstellungsmittel zu richten:
- auf die Schlagzeile, die, zuweilen als Frage oder Aufforderung vorgetragen, Meinung macht - auf die wertende, möglicherweise gefühlsbestimmte Leistung des Adjektivs, das an attributiver
Ausdrucksstelle vorurteilend wertend und an prädikativer Eindrucksstelle urteilend erscheint 35 - auf die für die Einschätzung der Situation wichtigen Adverbien - auf aufwertende bzw. abwertende Substantive (Wir hatten hier bereits auf das Beispiel
qualifizierender Bezeichnungen für politische Mächte hingewiesen.) - auf die handlungsauslösenden Modalverben (sollen, wollen, dürfen, müssen), die sich "-
mindestens tendenziell - überall dort auffinden lassen, wo Herrschaft von Menschen über Menschen
angestrebt oder praktiziert wird" 36 - auf akzentuierende Wortstellung
13
- auf die Logik des Konjunktional- und Präpositionalgebrauchs - auf eventuell Meinung machende Metaphorik - auf rhetorische Fragen.
Andere Formen der Beeinflussung über die Sprache wären in der Nachricht zu auffällig. Sie werden im Kommentar benutzt, der konventionell für die Kundgabe von Meinung vorgesehen ist.
Die Untersuchung von Sprachlenkung durch Nachrichten ist nur dann sinnvoll, wenn man eine genaue Vorstellung von den ökonomischen, sozialen und politischen Hintergründen der betreffenden Nachricht hat. Aber selbst dann ist die Sprachanalyse durch das Raffinement der Nachrichtenpolitik noch sehr schwierig, und sie ist nur bei äußerster Genauigkeit ergiebig.
6. Allgemeine Lernziele zur Nachricht
- welche Merkmale zu einer Nachricht gehören (z. B. Warencharakter, Aktualität, Vermittlung von
Informationen, die als Tatsachen ausgegeben werden)
- inwiefern die Auswahl und Anordnung von Nachrichten mehr oder weniger direkt von der
Anzeigen gebenden Wirtschaft und von politischen Interessengruppen beeinflusst wird - welcher Zusammenhang zwischen Pressekonzentration und Nachrichtenmanipulation besteht - welchem Selektierungsvorgang Nachrichten auf dem Vermittlungswege von der Quelle bis zum
Leser unterworfen sind
- nach welchen Kriterien Redaktionen in westlichen Demokratien Nachrichten auswählen - welche dieser Kriterien insbesondere für die Boulevardpresse gelten - wodurch sich die Auswahlkriterien gegenüber Nachrichten in westlichen pluralistischen
Demokratien von den früher in sozialistischen Ländern gültigen unterscheiden - ob und inwieweit es möglich ist, die formalen Auswahlkriterien gegenüber Nachrichten in
unserem Gesellschaftssystem inhaltlich zu konkretisieren
- dass die Macht und/oder die subjektive Sicht einzelner Institutionen und Personen die Auswahl
und Anordnung von Nachrichten beeinflussen können (z.B. Inserenten, Auslandskorrespondenten,
Verleger, Chefredakteure)
- dass nicht nur ideologische, sondern auch ökonomische Gründe zu Nachrichtendefizit bzw. zu
einseitigem Nachrichtenangebot führen können (z. B. Verzicht auf Auslandskorrespondenten und
Beschränkung auf Agenturmeldungen)
14
- dass die Nachrichterauswahl aus Zeitungen verschiedener politischer Couleur von der
überwältigenden Mehrheit der Zeitungsleser nicht getroffen wird und darum ein
scheindemokratisches Alibi ist
- dass die Auswahlmotive der Zeitungsleser (z. B. spezielle Interessenlage, Bestätigung von
Vorurteilen, Entspannungsbedürfnis) zu weiterer Ausscheidung bereits selektierter Nachrichten
führen
- wie und warum besonders häufig durch Weglassen Nachrichtenpolitik gemacht wird - wie Nachrichten durch Platzierung, Kürzung und Akzentverschiebung manipuliert werden können - wie die strikte Trennung von Nachricht und Meinung durch Hintergrundberichte und wertende
Zusätze in der Nachricht umgangen werden kann
- welche Argumente für und gegen die Trennung von Nachricht und Kommentar sprechen - welchen Standpunkt sozialistische Länder zu der Lenkung von Nachrichten einnehmen - welche Varianten sprachlicher Nachrichtenmanipulation wichtig sind.
15
Fußnotenverzeichnis
1) Kursbuch 20/1970 , S. 159ff. 2) ebda, S. 166
3 Hansjoachim Höhne, Report über Nachrichtenagenturen. Baden-Baden 1984, S. 30 4) Emil Dovifat, Die Zeitungswissenschaft. Band 1. Berlin 1931, S.17 5) Vgl. Horst Holzer, Politik in Massenmedien. Zum Antagonismus von Presse- und
Gewerbetreiben. Manipulation der Meinungsbildung. Opladen: Westdeutscher Verlag 1971. Reihe
Kritik, Bd. 4., S. 97.
6) Roger Clausse, Publikum und Information. Köln u. Opladen: Westdeutscher Verlag 1962, S. 20. 7) Manfred Steffens, Das Geschäft mit der Nachricht. Hamburg: Hoffmann und Campe 1969, S. 29. 8) Steffens, a.a.O., S. 29.
9) Wapedia.Wiki.:Bild (Zeitung), Bearbeitungsstand Juli 2008 10) Vgl. M. Steffens, a. a. O., S. 210
11) Ähnliche Kriterien der Auswahl nennen Kurt Koszyk und Karl H. Pruys im Wörterbuch zur
Publizistik, S. 247
12) Vgl. dazu R. Zoff/E. Hennig, Massenmedien und Meinungsbildung. München 1970, S. 253ff. 13) In: Imperium Springer, Macht/Manipulation, hrsg. von Bernd Jansen und Arno Klönne. Köln
1968, S. 238. 14) Bredthauer, ebda, S. 238
15) Wapedia. Wiki: Axel Springer (Stand: 16. Juli 2008) 16) H. M. Enzensberger, Einzelheiten 1. Frankfurt 1962, S. 18ff.
17) P Glotz1W. Langenbucher, Der missachtete Leser. Zur Kritik der deutschen Presse. Köln,
Berlin 1969, S. 48ff. 18) ebda., S. 51 19) Glotz/Langenbucher, a. a. O. S. 49. 20) Vgl. dazu M. Steffens, a. a. O., S. 215ff.
21) In: Handbuch der Publizistik, hrsg. von Emil Dovifat. Berlin 1968, Bd. 1, S. 88 22) Dovifat, ebda, S. 89.
16
23) M. Steffens, a. a. O., S., 212. 24) Steffens, S. 223. 25) Steffens, S. 76 f. 26) Aspekte 1971, H. 4, S. 27) ebda., S. 37. 28) ebda, S. 40 29) ebda, S. 38
30) http://www.pr-woerterbuch.de/wiki/index.php/Pressekonzentration 31) http://www.mediapilot.de 32) http://de.wikipedia.org/wiki/Bildzeitung
33) Emil Dovf(at, Zeitungslehre. 4., neubearb. Aufl., Berlin 1962, Bd. 1, S. 122. 34) Kurt KoszyklKarl H. Pruys, Wörterbuch zur Publizistik. München 1969, S. 247. 35) Vgl. Friederun Karsch, Die Sprache der politischen Propaganda. In: GWU 19 (1968), S. 22. 36) ebda, S. 228
17
Arbeit zitieren:
Dr. Ekkehart Mittelberg, 2008, Zeitungsnachrichten und ihre Manipulation, München, GRIN Verlag GmbH
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Medien / Kommunikation - Medienethik: Zeitungsnachrichten und ihre Manipulation ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Ekkehart Mittelberg hat den Text Zeitungsnachrichten und ihre Manipulation veröffentlicht
Ekkehart Mittelberg hat einen neuen Text hochgeladen
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Walter Hofmann
Assessor des Bergfachs.
Der Artikel wird der Problematik umfassend gerecht. Zur Manipulation muß man wissen, dass auch beim Rezipienten nach Erkenntnissen der Hirnforschung unwillkürlich eine Verfälschung dessen, was der Kommunikationspartner mitzuteilen beabsichtigt, eintreten kann - man spricht ja auch vom Mißverständnis.
Die breite Masse der Zeitungsleser wird sicher, wie Dr. Mittelberg annimmt, nur eine Zeitung lesen. So erklärt sich der große Einfluß der Bildzeitung. Beim Bildungsbürgertum kann man aber den Zugang zu mehreren Druckmedien (örtliche Tageszeitung, überregionale Tageszeitung wie FAZ, Süddeutsche Zeitung, Welt oder dgl., Wochenzeitung, Nachrichtenmagazin, Fachzeitung) unterstellen, so dass die Gefahr einer einseitigen Beeinflussung hier geringer ist.
am Wednesday, September 10, 2008-