Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung. 4
2 Grundlagen und Definitionen. 4
2.1 Erwerbstätige in der Landwirtschaft Deutschlands im Vergleich mit den
anderen Wirtschaftssektoren 4
2.2 Einflussfaktoren auf einen Agrarbetrieb 5
2.3 Betriebsgrößenstrukturen von Agrarbetrieben 6
2.4 Erwerbsstrukturen von Agrarbetrieben. 8
2.5 Der Vollererbsbetrieb 8
2.6 Der Zuerwerbsbetrieb. 8
2.7 Der Nebenerwerbsbetrieb 9
3 Entwicklung der Erwerbs- und Betriebsgrößenstruktur von Agrarbetrieben 10
3.1 Entwicklung in den alten Bundesländern bis 1990 10
3.2 Entwicklung in den neuen Bundesländern bis 1990 14
3.3 Entwicklung nach der Wiedervereinigung im Jahr 1990. 16
4 Zusammenfassung und Ausblick. 19
5 Literaturverzeichnis 20
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Abbildungs- und Tabellenverzeichnis
Abbildung 1: Betriebsgrößenstruktur in der Landwirtschaft 7
Abbildung 2: Zahl landwirtschaftlicher Betriebe in Deutschland 1949- 1990 12
Tabelle 1: Anzahl und Durchschnittsgröße der
Tabelle 2: Erwerbsstruktur der deutschen Landwirtschaft ( alte Länder) 13
Tabelle 3: Betriebe der Pflanzenproduktion in der DDR ( 1989) 15
Tabelle 4: Betriebe der Tierproduktion in der DDR ( 1989) 16
Tabelle 5: Betriebsgrößenstrukturen in den alten und neuen Bundesländern 1996 17
Tabelle 6: Landwirtschaftliche Betriebe nach
1 Einleitung
In der folgenden Arbeit soll die Entwicklung der Erwerbs- und Betriebsgrößenstruktur von Agrarbetrieben in Deutschland dargestellt werden.
Dabei wird zu Beginn ein allgemeiner Überblick über die Stellung der Landwirtschaft in Deutschland und ihrer Bedeutung für die Wirtschaft gegeben. Anschließend wird auf die Rahmenbedingungen eingegangen und es werden einige grundlegende Begriffe und Definitionen erklärt.
Im Hauptteil werden zunächst die Entwicklungen der Erwerbs- und Betriebsgrößenstruktur in den alten sowie in den neuen Bundesländern vorgestellt, um anschließend die gemeinsame Entwicklung nach der Wiedervereinigung Deutschlands aufzuzeigen.
Der Schlussteil gibt einen Ausblick in die Zukunft und zeigt mögliche Tendenzen und Entwicklungen der Landwirtschaft.
2 Grundlagen und Definitionen
2.1 Erwerbstätige in der Landwirtschaft Deutschlands im Vergleich mit den
anderen Wirtschaftssektoren
Die Landwirtschaft in Deutschland hat, gemessen an den anderen Sektoren der Volkswirtschaft, in der Vergangenheit immer mehr an Bedeutung verloren. Der Anteil der Landwirtschaft an der Bruttowertschöpfung betrug in den alten Bundesländern 1960 noch 5,2%. 1970 war er schon auf 2,9% und 1980 bereits auf 1,8% abgesunken (Bergmann 1992, S. 143). Im Wirtschaftsjahr 1995/1996 lag der Beitrag der Landwirtschaft zur Bruttowertschöpfung bei weniger als 1%, und auch in der Zeit bis 2001 gab es keine Steigerung. Der Anteil des primären Sektors an der Bruttowertschöpfung blieb bei etwa 1% (Klohn 1998, S. 4) (Baratta 2003, S. 216). Auch der Anteil der Erwerbstätigen in der Landwirtschaft ging immer weiter zurück. Waren 1980 noch 5,3% aller Erwerbstätigen in Deutschland in der Landwirtschaft beschäftigt , so sank der Anteil bis auf 2,7% im Jahr 2000 ab (Sick 1983, S. 185) (Baratta 2003, S. 216).
„Die unmittelbare Bedeutung der Landwirtschaft in Deutschland ist somit gering.“ (Klohn 1998, S. 4)
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2.2 Einflussfaktoren auf einen Agrarbetrieb
Die Landwirtschaft in Deutschland ist nicht einheitlich. Je nach Ausprägung naturräumlicher und historischer Einflussfaktoren ist die regionale Differenzierung der Betriebsgröße und des Erwerbscharakters von Agrarbetrieben erheblich (Bauer 1992, S. 39). Diese unterschiedlichen naturgegebenen Verhältnisse bedingen zwangsläufig sehr verschiedenartige landwirtschaftliche Nutzungen. Einer der wichtigsten Faktoren sind die verschiedenen Bodentypen, aber auch das Erbrecht hat erheblichen Einfluss auf die Struktur von Agrarbetrieben. Böden:
„Die agrarische Nutzbarkeit der Böden richtet sich nach ihren chemischen, physikalischen, hydrologischen und biologischen Eigenschaften. Wichtige Kriterien stellen dabei die Mächtigkeit und Korngröße [..], die Durchlässigkeit [...] und Wärmeleitfähigkeit sowie die Regenerationsfähigkeit dar [...].“ (Sick 1983, S. 42) Die unterschiedlichen Bodentypen in Deutschland, wie z.B. Braunerden, Parabraunerden, Podsole, Rendzinen und Löss bedingen eine entweder extensive oder intensive Bewirtschaftung der landwirtschaftlich genutzten Fläche (LF) und damit auch die Größe der Agrarbetriebe. „Während auf guten Böden in ebener Lage die Intensität der Bewirtschaftung zunimmt, schreitet auf schlechteren Böden und in Berglagen die Extensivierung fort [...].“ (Sick 1983, S. 191) Erbrechte: Anerbenrecht :
Das Anerbenrecht ist ein Sondererbrecht für ländlichen Grundbesitz, wonach das Gut ungeteilt auf einen Erben übergeht ( z.B. Ältestenrecht oder Jüngstenrecht). Miterben sind auf einen geldwerten Abfindungsanspruch beschränkt. Dieses landwirtschaftliche Sonderrecht soll der Zerstückelung von Bauerngütern im Rahmen der Erbfolge entgegenwirken. Der Norden Deutschlands ( z.B. Schleswig- Holstein) ist stark durch das Anerbenrecht geprägt. Realteilungsrecht.
Die Realteilung ist die gleichmäßige Aufteilung der Erbmasse unter den Erben. Sie bewirkt die Zersplitterung bäuerlicher Anwesen. Die Realteilungsgebiete sind hauptsächlich im Südwesten Deutschlands ( z.B. Baden- Württemberg).
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2.3 Betriebsgrößenstrukturen von Agrarbetrieben
Die Größe eines Agrarbetriebes wird üblicherweise durch den Umfang der Fläche bestimmt, weil sie ein quantitativ eindeutiges Maß ist und weltweit statistisch erfasst werden kann.
In der Bundesrepublik Deutschland werden die Betriebe danach in folgende Größenklassen unterteilt: 0,01- 2 ha Zwergbetriebe 2-5 ha Kleinstbetriebe 5-10 ha Kleinbetriebe 10- 20 ha Mittelbetriebe 20- 100 ha Großbetriebe über 100 ha Gutsbetriebe
Allerdings muss die Aussagekraft einer solchen Klassifizierung eingeschränkt werden. So kann z.B. heute ein Betrieb mit knapp über 20 ha nicht mehr als Großbetrieb bezeichnet werden, da die Bedeutung der Betriebsgrößen zeitlichen Veränderungen unterliegt (Sick 1983, S. 94f.).
Die Betriebsgrößenstruktur weist bei ihrer Verteilung ein Nord- Süd- Gefälle auf. Schon im Deutschen Reich dominierten im Westen und Südwesten klein- und mittelbäuerliche Agrarbetriebe, während der Osten und Norden das Land der Großgrundbesitzer und Gutsherren war (Klohn 1998, S. 6). Und auch heute werden die regionalen Unterschiede in der Betriebsgröße besonders deutlich anhand eines Vergleiches der durchschnittlichen Betriebsgröße auf Kreisebene.
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Arbeit zitieren:
Verena Bayer, 2004, Entwicklung der Erwerbs- und Betriebsgrößenstruktur von Agrarbetrieben in Deutschland, München, GRIN Verlag GmbH
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