Gliederung
1. Einleitung 3
2. Definitionen von Arbeitslosigkeit 4
2.1 Arbeitslosigkeit - ein feststehender Begriff? 4
2.2 Jugendarbeitslosigkeit. 6
3. Ursachen für die Arbeitslosigkeit. 7
4. Das Ausmaß der Jugendarbeitslosigkeit 10
4.1 Jugendarbeitslosigkeit in der BRD 10
4.1.2 Jugendarbeitslosigkeit in den neuen und alten Bundesländern 12
4.2 Jugendarbeitslosigkeit im internationalen Vergleich. 13
5. Folgen der Jugendarbeitslosigkeit. 14
5.1. Gesellschaftliche Folgen von Jugendarbeitslosigkeit 14
5.2 Individuelle Folgen von Jugendarbeitslosigkeit 16
6. Bedeutung der aktiven Arbeitsmarktpolitik 17
7. Fazit. 19
Quellen : 22
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1. Einleitung
Wenn man die Entwicklung der Arbeitslosenquote betrachtet, so stellt man fest, dass diese kontinuierlich gestiegen ist. Diese Tatsache betrifft auch die Arbeitslosenquote der Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Laut Bundesarbeitsminister Franz Müntefering ist die Jugendarbeitslosigkeit „eines des größten Risiken“ für die gesellschaftliche Stabilität in Deutschland (vgl. Planque/Kolf, S. 3). Aufgrund der mangelnden Ausbildungsplätze sowie der hohen Zahl der Schulabbrecher sprechen die Politiker von einer „Sozialhilfe- und Arbeitslosengeld-II-Karriere“. So ist es nicht ungewöhnlich, dass viele Jugendliche nach der Schule in die Arbeitslosigkeit fallen. Davon sind nicht nur Jugendliche mit Migrantenhintergrund betroffen, sondern auch einheimische. Die Vertreter der Politik sind bemüht Ursachen und Lösungen für die hohe Jugendarbeitslosigkeit zu finden. Diese werden in Form von Reformvorschlägen präsentiert, wie zum Beispiel 1€-Jobs,
Steuersenkungen, Existenzgründerhilfen usw. Und tatsächlich ist die Arbeitslosenquote in diesem Jahr gesunken und ein weiterer Abstieg wird prophezeit. In den Medien wird die genaue Zahl der Arbeitslosen veröffentlicht, doch die genauen Statistiken, die nach Alter, Herkunft und Qualifikation berechet werden, gehen häufig unter und werden nur in bestimmten Zeitungen sowie Internetportalen veröffentlicht. So erfährt der Bundesbürger, dass die Zahlen gesunken sind, doch wer genau davon profitiert hat, bleibt oft ungewiss.
Die folgende Studienarbeit beschäftigt sich mit einem bestimmten Typ der Arbeitslosigkeit, der Jugendarbeitslosigkeit. Doch was versteht man unter Jugendarbeitslosigkeit, wie und warum entsteht diese, wer ist besonders davon betroffen und wie kann man diese verhindern? Diese Fragen werden in den folgenden Kapiteln geklärt sowie weiter aufgeworfen. Im zweiten Kapitel werden zunächst die verschiedenen Arten der Arbeitslosigkeit dargestellt sowie Beispiele aufgeführt. Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit den Ursachen der Arbeitslosigkeit, insbesondere mit der Entstehung der Jugendarbeitslosigkeit. Das Ausmaß der
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Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland sowie in der Europäischen Union wird im vierten Kapitel dargestellt und mit Zahlen belegt. Hier werden die Betroffenen nach Alter, Herkunft und Geschlecht unterschieden. Im darauf folgenden Kapitel werden gesellschaftliche und individuelle Folgen der Jugendarbeitslosigkeit vorgestellt. Das sechste Kapitel erklärt die Rolle der aktiven Arbeitsmarktpolitik. Abschließend wird das Fazit zu dieser facettenreichen Thematik gezogen.
2. Definitionen von Arbeitslosigkeit
Bevor man sich mit dem Thema „Jugendarbeitslosigkeit“ beschäftigt, sollte der Begriff der „Arbeitslosigkeit“ genau geklärt werden. Im folgenden Kapitel werden die verschiedenen Arten der Arbeitslosigkeit aufgeführt sowie der Begriff der „Jugendarbeitslosigkeit“ näher beleuchtet.
2.1 Arbeitslosigkeit - ein feststehender Begriff?
Der Begriff „Arbeitslosigkeit“ begegnet uns heute überall in den Medien und nicht nur die Vertreter der Politik, sondern auch der Wirtschaft betrachten deren Entwicklung besorgt. Viele Lexika versuchen den Begriff zu definieren, unter anderem auch das Wirtschaftslexikon, welches schreibt, dass Arbeitslosigkeit prinzipiell aus Störungen im
Wirtschaftsablauf entsteht. Die Ursachen dafür beruhen auf dem Mangel an Arbeitsgelegenheiten im Verhältnis zu Menge und Art der verfügbaren Arbeitsleistung zu den jeweils herrschenden Löhnen (vgl. Das Lexikon der Wirtschaft). Das bedeutet, dass in der Bundesrepublik ein Mangel an Arbeitsplätzen herrscht bzw., dass es zu viele Arbeitnehmer und zu wenige Arbeitgeber gibt. Die Experten gehen ein Schritt weiter und legen verschieden Arten der Arbeitslosigkeit fest. Sie unterscheiden zwischen friktionellen, saisonalen, konjunkturellen, strukturellen und Langzeitarbeitslosigkeit.
Die friktionelle Arbeitslosigkeit ist auch als Fluktuationsarbeitslosigkeit bekannt und bezeichnet den Zeitraum der Arbeitssuche zwischen der alten Aufgabe und den Beginn einer neuen Tätigkeit (vgl. Lexikon der
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Wirtschaft). Ursachen dafür sind unter anderem Kündigung, Konkurs, Verzögerung bei der Stellenbesetzung usw.. Friktionelle Arbeitslosigkeit ist oft von kurzer Dauer und stellt kein beschäftigungspolitisches Problem dar.
Die saisonale Arbeitslosigkeit ist auf jahreszeitlich schwankende Nachfrag-und Arbeitsbedingungen zurückzuführen. Davon sind bestimmte Sektoren der Volkswirtschaft, wie z. B. Tourismusbranche, Landwirtschaft, Baubranche usw. betroffen. Die saisonale Arbeitslosigkeit kann man gezielt vermeiden, z. B. mit Auszahlung des Schlechtwettergeldes in der Baubranche usw..
Die konjunkturelle Arbeitslosigkeit wir durch zyklische Schwankungen der wirtschaftlichen Entwicklung und den dabei auftretenden
Nachfrageschwankungen sowie Produktionsrückgängen verursacht (vgl. Das Lexikon der Wirtschaft). Mit dem konjunkturellen Aufschwung nimmt die konjunkturelle Arbeitslosigkeit ab. Ihre Dauer ist vom Verlauf des Konjunkturzyklus abhängig.
Die strukturelle Arbeitslosigkeit ist eine Form der Arbeitslosigkeit, die durch unterschiedliche Faktoren verursacht wird, so z. B. werden durch den Einsatz neuer Techniken und Maschinen, durch die Veränderung des Weltmarktes usw. Arbeitsplätze abgebaut oder ganze Unternehmen still gelegt. Diese Form der Arbeitslosigkeit ist oft von langer Dauer. Als Langzeitarbeitslose werden diejenigen Personen bezeichnet, die zum Erhebungszeitpunkt mindestens ein Jahr lang durchgängig arbeitslos gemeldet waren (vgl. Grobe/Schwartz, S.5). Die Ursachen dafür sind unterschiedlichen Charakters. Die Dauer kann man nicht genau festlegen. 2001 waren 31% der Männer und 36% der Frauen von der Langzeitarbeitslosigkeit betroffen (vgl. Grobe/Schwartz, S. 7). Weitere Formen der Arbeitslosigkeit werden in Gruppen gefasst. So existiert die so genannte Frauen- und Männerarbeitslosigkeit sowie Jugendarbeitslosigkeit usw..
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Die verschiedenen Formen der Arbeitslosigkeit können gemeinsam auftreten. Daher gestaltet sich die Suche nach den Ursachen und deren Lösungen schwierig.
2.2 Jugendarbeitslosigkeit Jugendarbeitslosigkeit bezeichnet keine bestimmte Form der
Arbeitslosigkeit wie im Kapitel 2.1., sondern den Anteil der registrierten arbeitslosen Jugendlichen unter 25 Jahren an den zivilen Erwerbspersonen (vgl. Plünnecke/Werner, S. 11). Hier unterscheidet man in Gruppen „Heranwachsende“, Jugendliche zwischen dem 15. und 19. Lebensjahr, sowie „junge Erwachsene“ zwischen 19. und 24. Lebensjahr (vgl. Das Lexikon der Wirtschaft; IAB, S. 7). Dadurch kann man besser zwischen den Problemen an der ersten Arbeitsmarktschwelle bzw. der zweiten unterscheiden.
Das „Zwei-Schwellen-Modell“ wurde in 70er Jahren formuliert und findet noch heute Beachtung. Die erste Schwelle bezeichnet den Übergang von der schulischen in die berufliche Ausbildung. Diese ist häufig mit einer Orientierungsphase verbunden, denn nicht alle Jugendlichen mit einem Schulabschluss können mit Sicherheit sagen, wie ihre berufliche Zukunft aussieht. Dazu kommen das mangelnde Lehrstellenangebot sowie zu hohe Anforderungen seitens der Arbeitgeber und die dabei auftretende Zukunftsängste. So bereitet bereits die erste Arbeitsmarktschwelle vielen Jugendlichen erhebliche Schwierigkeiten. Die zweite Schwelle, der Übergang von der beruflichen Ausbildung in das reguläre Arbeitsleben, gestaltet sich ebenfalls schwierig. Häufig finden viele Jugendliche in Anschluss an die Ausbildung kein Arbeitsplatz und müssen an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilnehmen (vgl. IAB Forschungsbericht, S. 5).
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Arbeit zitieren:
Valerie Wittenbeck, 2007, Jugendarbeitslosigkeit - Ursachen und Folgen, München, GRIN Verlag GmbH
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