II Inhaltsverzeichnis
I Deckblatt 1 II Inhaltsverzeichnis 2 III Abkürzungsverzeichnis 3 IV Abbildungs-und Tabellenverzeichnis 4 1 Einleitung 5 2 Target Costing als Instrument des Controllings 6 2.1 Historie und Grundkonzept des Target Costing 6 2.2 Ziele des Target Costing 10 2.3 Anwendungsgebiete des Target Costing 11 2.4 Phasen des Target Costing 12
2.4.1 Die vier Stufen im Target Costing Prozess 12
2.4.2 Ansätze zur Zielkostenfindung 12 2.4.3 Zielkostenspaltung 15 2.4.4 Zielkostenkontrolle 18 2.4.5 Zielkostenerreichung 19 2.5 Beurteilung des Target Costing 21 3 Der Einsatz des Target Costing in der GKV 23 3.1 Historie und Struktur der GKV 23 3.2 Der AOK Bonustarif 25 3.3 Die Selbstbehaltstarife 26 3.4 Beurteilung der Wahltarife unter Betrachtung des Target Costing 27 4 Fazit 31 VI Literaturverzeichnis 33 VII Ehrenwörtliche Erklärung 38
2
III Abkürzungsverzeichnis
AOK Allgemeine Ortskrankenkasse AOKN Allgemeine Ortskrankenkasse Niedersachsen ärztl. ärztlich Bsp. Beispiel bzw. beziehungsweise DAK Deutsche Angestellten Krankenkasse f folgende ff fort folgende GE Geldeinheiten GKV Gesetzliche Krankenversicherung GRdschr. Gemeinsame Rundschreiben GSG Gesundheitsstrukturgesetz JAEG Jahresarbeitsentgeltgrenze jährl. jährlich monatl. Monatlich mgl. möglicher PE Produkteinheiten RSA Risiko Struktur Ausgleich SGB Sozialgesetzbuch u.a. unter anderem usw. und so weiter v.a. vor allem vgl. vergleiche zahnärztl. zahnärztlich z.B. zum Beispiel ZE Zeiteinheiten
3
IV Abbildung- und Tabellenverzeichnis
Abb. 1: Festlegung, Entstehung und Beeinflussbarkeit
der Kosten im Produktlebenszyklus……………………………..10
Abb. 2: Unterschiedliches Vorgehen beim Kostenmanagement……...12 Abb. 3: Methoden zur Festlegung der Zielkosten……………………....14 Abb. 4.: Beispiel für die Festsetzung der Target Costs........................16 Abb. 5: Zielkostenkontrolldiagramm………………………………… ......20 Abb. 6: Methoden des Kostenmanagements…………………… ……...22 Abb. 7: Ausgaben der AOKN im Jahr 2006……………………… ……..31
4
1 Einleitung
Diese Studienarbeit beschäftigt sich mit folgendem Thema: „ Das Target Costing in der Gesetzlichen Krankenversicherung“.
Das Target Costing stammt ursprünglich aus Japan, jedoch wird das Interesse in Deutschland für dieses Thema immer größer, denn die Veröffentlichung deutscher Buchausgaben ist in den letzten Jahren gestiegen.
Der Wettbewerb innerhalb der Gesetzlichen Krankenversicherung (im Weiteren GKV genannt) ist in den letzten Jahren stärker geworden. Um diesen Wettbewerb erfolgreich stand zu halten, sind Krankenkassen sowohl verpflichtet als auch bemüht, ihre Kosten in verschiedenen Bereichen besser zu ermitteln, kontrollieren und zu senken. Es gilt, die vom Markt gestellten Anforderungen mit dem vom Markt gegebenen Preis zu kalkulieren und das Kostenniveau einzuhalten. Um also den Konkurrenzdruck in der GKV und den Marktveränderungen zu bestehen, ist eine preisorientierte Kostenpolitik zu betreiben. Eine kostenorientierte Preispolitik ist für die Wettbewerbsfähigkeit nicht förderlich. Die Aufgabe des Controllings besteht in der Unterstützung der Unternehmensführung bei der Planung, Steuerung und Kontrolle durch eine koordinierende Informationsversorgung. 1 Es verfolgt dabei folgende Ziele:
a) Gewinnsteuerung
b) Umsatzsteuerung
c) Rentabilitätssteuerung
d) Gewährleistung der dauerhaften Existenz des Unternehmens 2 Zur Erreichung dieser Ziele, sind verschiedene Instrumente vorhanden. Das Target Costing ist eine von diesen Instrumenten. Mit dieser Arbeit sollen folgende Fragen beantwortet werden:
- Was ist das Target Costing?
- Wie funktioniert das Target Costing?
1 Vgl. Peemöller (2002); Seite 36
2 Vgl. Jung (2003); Seite 9
5
- Welche Vorteile bzw. Nachteile hat das System?
- Inwieweit kann es nützlich für ein Unternehmen, v.a. im Bereich der GKV, sein?
Die Arbeit besteht aus vier Kapiteln.
Das erste Kapitel beinhaltet die Einleitung.
Im zweiten Kapitel wird dann das Target Costing charakterisiert. Außerdem findet eine kurze Bewertung des Target Costing statt. Im dritten Kapitel wird die Situation der GKV dargestellt. Dabei werden die Veränderungen zum 01.04.2007 (Gesundheitsreform tritt in Kraft) genauer betrachtet. Anhand dieser Neuerungen soll auch dargestellt werden, wie das Target Costing in der GKV angewandt bzw. integriert werden kann.
Im vierten Kapitel folgt dann das Fazit, wo die Ergebnisse zusammengefasst sind.
2 Target Costing als ein Instrument des Controllings
2.1 Historie und Grundkonzept des Target Costing
Target Costing wurde 1965 von Toyota (Automobilhersteller) entwickelt und wird erst seit den 70’er Jahren erfolgreich in japanischen Unternehmen eingesetzt. Es ist ein japanisches Konzept. 3 Als Grund für die Entwicklung des Target Costing als Konzept des Kostenmanagements kann man die erste Ölkrise 1973 aufführen. Dieses Konzept diente zur Kontrolle der Einkaufsaktivitäten aufgrund des ent-standenen Kostendrucks. 4
In dem Herkunftsland des Target Costing, Japan, spricht man in Zusammenhang von Target Costing von „Genka Kikaku“. Im deutschsprachigen Raum wird der Begriff „Zielkostenrechnung“ angewandt 5 bzw. „Zielkostenmanagement“. 6
3 Vgl. Habib (2000); Seite 221
4 Vgl. Buggert/ Wielpütz (1995); Seite 41
5 Vgl. Betz (1998); Seite 253
6 Vgl. Horváth (2003); Seite 540
6
Für das Target Costing gibt es verschiedene Definitionsansätze. Sakurai definiert es „[…] as tool for reducing the overall cost of a product over its entire life cycle with the help of the production, engineering, R&D, marketing and accounting departments.” 7 Dagegen wird das Target Costing von Tanaka definiert als „[…] an effort to reduce cost at the design stage by setting goals for cost reduction, then seeking to achieve those goals through design changes.” 8
Im deutschsprachigen Raum kann man die Definitionen von Horváth und Seidenschwarz aufführen: „ An Kundenanforderungen und Wettbewerbsbedingungen ausgerichtete Plankosten in Abhängigkeit marktnotwendiger Technologie und Verfahrensanpassungen im Unternehmen (unternehmensbezogene Dynamikkomponente) und der erwähnten Marktentwicklung (marktbezogene Dynamikkomponente) bezogen auf die Lebensdauer für ein Produkt vorgegebener Qualität.“ 9 Beim Target Costing handelt es sich nicht um ein Kostenrechnungssystem im traditionellen Sinne, „sondern um einen umfassenden Kostenplanungs-,steuerungs- und -kontrollprozess, eingebettet in den Gesamtprozess der Produktentstehung. 10
Anhand der oben genannten Definitionen kann man folgende Behauptung aufstellen:
Mit dem Target Costing sollen nicht nur Kostenziele gesetzt werden, sondern es sollen dabei auch die Beziehungen des Unternehmens zur Umwelt, die aus Kunden und Lieferanten bestehen, beachtet werden. Folgende Absichten werden damit verfolgt: 1. kostenorientierte Koordination der Unternehmensbereiche (Marketing, Entwicklung, Fertigung und Einkauf) 11 2. Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens 12 Das Target Costing ist stark marktorientiert. Es beschäftigt sich mit der Frage: „Was darf ein Produkt kosten?“ und nicht: „Was wird ein Produkt
7 siehe Sakurai (1989), S. 41.
8 siehe Tanaka (1993), S. 4.
9 Siehe Horváth/ Seidenschwarz (1992); Seite 150
10 Siehe Horváth/ Seidenschwarz (1992); Seite 143
11 Vgl. Joos-Sachse (2002), Seite 234 f.
12 Vgl. Rudolph (1997); Seite 405
7
kosten?“. 13 Die retrograde Vorgehensweise des Target Costing ist vor allem auf wettbewerbsintensiven Märkten mit kurzen Produktlebenszyklen und hohem Preisdruck relevant.
Dies steht im Gegensatz zur traditionellen Vollkostenrechnung, die von einem Anbietermarkt ausgeht. Dort setzt sich der Preis aus den Selbstkosten des Produktes zuzüglich des gewünschten Gewinnzuschlages zusammen. Das Target Costing kommt vor allem beim Nachfragermarkt vor. 14
Das Target Costing setzt in den frühen Phasen der Produktentwicklung an. Es zielt somit auf alle Phasen des Produktlebenszyklusses. Dies ist ein Unterschied zu den traditionellen Kostenrechnungssystemen, die erst an der Produktion ansetzen. 15
Der Grund für das frühe Ansetzen ist anhand folgender Grafik sichtbar:
Abb. 1: Festlegung, Entstehung und Beeinflussbarkeit der Kosten im Produktle-
16 benszyklus
13 Vgl. Seidenschwarz (1991); Seite 198 f.
14 Vgl. Barth/Barth (2004), Seite 361
15 Vgl. Barth/Barth (2004), Seite 361
16 Vgl. Quelle: Nitschke (1999), S. 32; Coenenberg, Fischer, Schmitz (1997), S. 197
8
Arbeit zitieren:
Sadik Altindal, 2007, Das Target Costing in der gesetzlichen Krankenversicherung, München, GRIN Verlag GmbH
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