Inhalt
1 Einleitung 3
2 Definition "Benchmarking" 4
3 Gliederung des Benchmarking 6
3.1. Internes Benchmarking 6
3.2. Externes Benchmarking 7
3.2.1. Wettbewerbsbenchmarking 8
3.2.2. Funktionales Benchmarking 10
3.2.3. Generisches Benchmarking 10
4 Vorgehen beim Bechmarking 11
4.1. Vorbereitung 12
4.2. Analyse 13
4.3. Umsetzung 14
5 Fazit 16
Abk ürzungsverzeichnis 18
Literatur 19
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1 Einleitung
Das Controlling, wie wir es heute kennen, hat seine Wurzeln in der industriellen Entwicklung in den Vereinigten Staaten von Amerika. Dort begann sich dieses Themengebiet Mitte des 19. Jahrhunderts zu entwickeln. Ende der 60’er Jahre bzw. Anfang der 70’er Jahre des 20. Jahr-hunderts wurde das Aufgabengebiet des Controllers in Deutschland entdeckt. Die deutschen Unternehmen entwickelten erst dann ein Interesse an dem Thema und richteten in Folge solche so genannte Controllerstellen ein. Die Frage, die sich hier nun stellt ist, warum das Controlling erst nach 100 Jahren in Deutschland für sich entdeckt wurde. Der Grund ist wie folgt: erst mit Ende des 2. Weltkrieges übernahm die Bundesrepublik Deutschland die soziale Marktwirtschaft. Zu jener Zeit waren aber Controller nicht notwendig. Da es an allem mangelte, braucht man sich um den Absatz und den Verkauf keine Sorgen zu machen. Es bestand ein Verkäufermarkt. Man brauchte nur zu produzieren. Verkaufte wurde es auf jeden Fall. Ende der 60’er Jahre fand eine allmähliche Sättigung der Märkte statt. Der Bedarf der Bevölkerung ging zurück. Somit reichte es nicht mehr, nur zu produzieren. Es war auch notwendig geworden, sich um die Kunden zu kümmern und sie zu werben. Man musste sich von seinen Mitbewerbern absetzen können. Dieser Aspekt wurde im Laufe der Zeit mit der Öffnung der Grenzen innerhalb der EU, dem Zerfall des Kommunismus, der Ost-Erweiterung und der Globalisierung weiter verstärkt. Es entstanden nicht nur neue Märkte, die gut für deutsche Unternehmen sind, sondern es drangen auch neue, ausländische Anbieter auf den deutschen Markt. Um sich von den Mitbewerbern abzusetzen, mussten deutsche Unternehmen die Qualität verbessern und die Preise senken. Da erst wurde die Wichtigkeit des Controllers entdeckt.
Laut Horvath hat Controlling folgende Aufgabe: „Controlling ist eine Managementkonzeption, die durch Koordination von Planung, Kontrolle sowie Informationsversorgung die Führungsfähigkeit von Organisationen zu verbessern hilft.“
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Hieraus kann man erkennen, dass es zu den Hauptaufgaben des Controllers gehört, der Unternehmensleitung helfend zur Seite zu stehen. Der Controller berät das Management, füttert sie mit Informationen, trifft aber keine Entscheidungen. Er hat sozusagen eine unterstützende Funktion.
Um diese Funktion zu erfüllen gibt es verschiedene Konzepte. In meinem Referat möchte ich das Benchmarking vorstellen. Zunächst einmal werde ich den Begriff Benchmarking erläutern. Anschließend will ich näher an die verschiedenen Benchmarkingformen eingehen. Zudem will ich die verschiedenen Benchmarkingphasen beleuchten. Abschließend folgt dann noch ein Fazit, wo die wichtigsten Kenntnisse noch einmal zusammengefasst werden.
2 Der Begriff Benchmarking
Das Wort Benchmarking stammt aus der englischen Sprache. Übersetzt hat es die Bedeutung „Maßstäbe setzen“. Unternehmen haben sich bisher auch Ziele und Maßstäbe gesetzt. Das Neue an der Sache aber ist die Art und Weise, wie diese Ziele und Maßstäbe gesetzt und erreicht werden. 1 Benchmarking kann man mit folgenden Aussagen definieren: N es ist die Suche nach dem „Best Practice“ in der Industrie, wodurch, relativ zur Konkurrenz, eine überlegene Leitung erzielt werden soll N es ist ein Zielsetzungspunkt
N es ist nicht nur die Festsetzung von Zielgrößen (Benchmarks), sondern zeigt auch den richtigen Weg dorthin, basierend auf den Erfahrungen anderer, verknüpft mit eigener Kreativität und unternehmensspezifischer Adaption.
Benchmarking ist ein Referenzpunkt, um Leistungen zu messen oder beurteilen zu können. 2
1 vgl. Meyer, Jürgen; Benchmarking -Spitzenleistung durch Lernen von den Besten;
Seite 5 ff.
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Mit „Best Practice“ wird das Erheben und Verarbeiten von Kundenin-formationen gemeint. Diese sollen dazu dienen, dass die Unternehmen mit Hilfe von bestmöglichen Strategien die geeignetsten Methoden zur Lösung von Problemen finden.
Man kann also auch sagen, dass das Benchmarking ein systematischer Vergleich bzw. Gegenüberstellung von Daten mit Vergleichspartnern und gegebenen Sachverhalten zur Verbesserung des Unternehmererfolges ist. Dabei werden sowohl die quantitativen als auch die qualitativen Aspekte beachtet und bewertet. 3
Um sich mit Partnern messen zu können, muss man erstmal die Zustände im eigenen Betrieb wissen. Dabei müssen sämtliche Arbeitsschritte, von der obersten Leitung bis zur untersten, ausführenden Ebene, nachvollziehbar sein. Dann muss man bereit sein, von anderen zu lernen. Das wichtigste aber ist, dass jeder, basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen, sich verändert und dadurch auch verbessert. Ein starres und stures Festhalten am alten und gewohnten Arbeitsverhalten ist für das Benchmarking nicht förderlich. Um dies zu erreichen, müssen die Mitarbeiter ein gewisses Bewusstsein und Motivation mitbringen. Dabei spielt das Top-Management als Vorbildfunktion eine wichtige Rolle. 4
Das erste Beispiel aus der Wirtschaftswelt, wo das Benchmarking zum Erfolg führte, geht an die Anfänge der 80’er Jahre des 20. Jahrhunderts zurück. Dabei wird Firma Xerox betrachtet. Die Firma Xerox ist ein amerikanischer Kopiergeräthersteller. Ende der 70’er Jahre hatte die Firma eine Krise bedingt durch Qualitäts- und Absatzprobleme. Vor allem asiatische Hersteller brauchten günstigere Produkte auf den Markt. Die Marktanteile gingen daher rapide zurück. Aus diesem Grund führte die Firma Xerox das Benchmarking mit dem Sportartikelversandhaus
2 vgl. Meyer, Jürgen; Benchmarking -Spitzenleistung durch Lernen von den Besten;
Seite 7
3 vgl. Pieske R.; Benchmarking in der Praxis - Erfolgreiches Lernen von führenden
Unternehmen, Seite 11 ff.
4 vgl. Meyer, Jürgen; Benchmarking -Spitzenleistung durch Lernen von den Besten;
Seite 7
5
LL. Bean durch. Dadurch wurden v.a. die Probleme im Liefer- und Logistiksegment gelöst. 5
Nachdem ich die Geschichte und den Begriff des Benchmarking erläutert habe, werde ich in den folgenden Kapiteln näher an die verschiedenen Formen des Benchmarking eingehen.
3 Gliederung des Benchmarking
Das Benchmarking wird unterteilt in internen und externen Benchmarking. Bei dem externen Benchmarking findet eine weitere Unterteilung in 3 Kategorien statt, und zwar in Wettbewerbsbenchmarking, funktionales Benchmarking und generisches Benchmarking.
3.1. Internes Benchmarking
Internes Benchmarking kann man wie folgt definieren:
„Der Vergleich ähnlicher Tätigkeiten oder Funktionen innerhalb eines Unternehmens oder mit assoziierten Unternehmen, um das Leistungsniveau zu ermitteln, das innerhalb dieses gemeinsamen Rahmens die beste Praxis darstellt.“ 6
Somit ist das interne Benchmarking ein Mittel, um die gemeinsamen Elemente bei ähnlichen Tätigkeiten zu ermitteln. Es dient auch dazu, die Punkte aufzuklären, warum etwas zu verbessern ist. Es findet hier sozusagen ein vergleich zwischen Standorten, Gruppen, Abteilungen usw. statt. Diese sollen dazu dienen, einen so genannten „Best Practice“ zu identifizieren und diese auf andere Teile des Unternehmens zu verbreiten. Diese Art von Benchmarking verursacht den geringsten Aufwand, aber auch die geringsten Aussichten auf bahnbrechenden Erfolg. 7
5 vgl. Meyer, Jürgen; Benchmarking -Spitzenleistung durch Lernen von den Besten;
Seite 4
6 siehe Leibfried/ Mc Nair; Benchmarking - Von der Konkurrenz lernen, die Konkur-
renz überholen; Seite 74
7 vgl. Weber J.; Einführung in das Controlling; Seite 478
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Arbeit zitieren:
Sadik Altindal, 2007, Die kritische Darstellung der Benchmarkingkonzepte, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
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DOI
Benchmarking - Erfolg durch Lernen von den Besten
BWL - Personal und Organisation
Hausarbeit, 21 Seiten
Benchmarking - Ein Instrument der Unternehmensführung
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Hausarbeit (Hauptseminar), 35 Seiten
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