Inhaltsverzeichnis Seite
1 Einleitung 2
2 Fertigkeitenhierarchie 2
3 Ausarbeitung 4CID 5
3.1 Tabelle der vereinfachenden Annahmen 5
3.2 Aufgabenklassen 6
3.2.1 Aufgabenklasse 1 6
3.2.2 Aufgabenklasse 2 7
3.2.3 Aufgabenklasse 3 7
3.3 Lernaufgaben für die erste Aufgabenklasse 7
3.3.1 Lernaufgabe 1 8
3.3.2 Lernaufgabe 2 8
3.3.3 Lernaufgabe 3 9
3.4 Entwurf von Information 10
3.4.1 Unterstützende Information 10
3.4.2 Just-in-Time Information 11
4 Theorie 12
4.1 Lerntheoretische Überlegungen und situiertes Lernen 12
4.2 Didaktische Szenarien 13
4.3 Medien 14
5 Fazit 15
Literaturverzeichnis 16
Erkl ärung
1
1 Einleitung
Die Personal- und Organisationsentwicklung ist ein interdisziplinärer Tätigkeitsbereich, der erst in jüngster Zeit die Tendenz zu eigener Professionalisierung zeigt, die jedoch vorerst auf das Angebot von Weiterbildungsstudiengängen beschränkt bleibt (Becker 2005).
Die Personalentwickler (PE) kommen aus vielen verschiedenen Fachgebieten. Im Rahmen dieser Arbeit stellen wir uns einen Absolventen des Studiengangs Bildungswissenschaft vor, der in einem Unternehmen die Rolle des Personalentwicklers übernehmen soll.
Ziel der Arbeit ist es mittels des von Merriënboer entwickelten Vier Komponenten Instruktionsdesign Modells (4CID) einen Lehrplan für diesen zukünftigen Personalentwickler zu erstellen, mit dem ihm die für seine Tätigkeit nötigen Kompetenzen vermittelt werden können. Das 4CID setzt sich aus den Komponenten Lernaufgaben, unterstützende Information, Just-in-Time Information (JIT) und Parttask practice (Teilaufgabenübung) zusammen. (Merriënboer & Kirschner, 2007, S.10) Da die vorgegebene Gliederung eine Ausarbeitung der Komponente „Parttask practice“ nicht vorsieht, wird dieser Punkt außer Acht gelassen. Nach Becker (2005) setzt sich die Personalentwicklung aus den Bereichen Bildung, Förderung und Organisationsentwicklung zusammen, die ihrerseits wiederum aus vielen Aufgaben bestehen.
Aufgrund dieser Bandbreite habe ich mich für die Förderung, genauer gesagt für die Auswahl neuer Mitarbeiter entschieden.
Im zweiten Teil der Arbeit werden die dem 4CID zugrunde liegenden lerntheoretischen Annahmen und die des situierten Lernens erläutert. Ferner wird auf mediendidaktische Szenarien und Medien eingegangen, die sich zur Unterstützung des entworfenen Lehrplans eignen.
2 Fertigkeitenhierarchie
Zu Anfang steht die Frage, was ein Proband nach Durchlauf der Schulung können soll. Dazu wird die komplexe Fertigkeit in ihre grundlegenden Fertigkeiten zerlegt
2
und grafisch in einer Fertigkeitenhierarchie dargestellt (Bastiaens, Deimann, Schrader & Orth, 2006).
Nach Merriënboer & Kirschner (2007, S.81) ist eine Hierarchie ein System von geordneten Fertigkeiten, dergestalt dass Fertigkeiten „niederer Ordnung“ in Fertigkeiten „höherer Ordnung“ enthalten sind.
Er führt weiterhin an, dass es zwischen den Fertigkeiten eine horizontale und eine vertikale Beziehung gibt: Die horizontale Beziehung beschreibt den temporären Ablauf, während die vertikale Beziehung angibt, wie sich die Fertigkeiten bedingen.
Bevor der Personalentwickler (PE) neue Mitarbeiter auswählen kann, muss er erst eine offene Stelle ausschreiben. Bevor er wiederum eine Stelle ausschreibt muss er die Zielposition analysieren. Und erst nachdem er mögliche neue Mitarbeiter ausgewählt hat, kann er sie dem betreffenden Vorgesetzten zur Besetzungsentscheidung präsentieren. Deswegen sind diese Fertigkeiten, die zeitlich voneinander abhängen, in einer horizontalen Ebene dargestellt. Um Bewerbungen auszusortieren, die aufgrund von Form oder Rechtschreibung fehlerhaft sind, muss der PE unter Anderem einen Duden benutzen. Also stehen diese Fertigkeiten untereinander.
Ferner werden die Fertigkeiten in wiederkehrende und nicht-wiederkehrende unterschieden. Dies spielt später eine Rolle, da sie mit unterschiedlichen Arten von Informationen geübt werden (Merriënboer & Kirschner, 2007, S.20). Wiederkehrende Fertigkeiten weisen sich dadurch aus, dass sie auch in verschiedenen Situationen sehr ähnlich sind. Zu ihnen gehören also die Arbeitsroutinen (Merriënboer & Kirschner, 2007, S.288).
Im Gegensatz dazu erfordern Nicht-wiederkehrende Fertigkeiten in verschiedenen Situationen unterschiedliches Verhalten. Hierzu gehört Urteilsfindung und Problemlösung (Merriënboer & Kirschner, 2007, S.286).
In Abb.1 sind die wiederkehrenden Fertigkeiten in roter Schrift dargestellt.
3
Abb. Abb.1.: Hierarchie zu „Neue
Mitarbeiter auswählen“
4
Arbeit zitieren:
Björn Büch, 2008, BildungswissenschaftlerIn in der Personal- und Organisationsentwicklung, München, GRIN Verlag GmbH
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