Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 4
2. Umfeld des E-Commerce 5
2.1 Allgemeine Daten zum Electronic-Commerce 5
2.1.1. Internetnutzung und Zielgruppen des E-Commerce in Deutschland 5
2.1.2. Electronic-Commerce Erfahrungen 7
2.1.3. Gefragte Waren und Dienstleistungen 8
2.1.4. Umsätze über Electronic-Commerce 9
2.1.5. Anteil von Electronic-Commerce am Gesamtumsatz 10
2.1.6. Kosten von Electronic-Commerce Projekten 11
2.2. Sicherheit im Datentransfer 12
2.3. Rechtliche Grundlagen 13
2.3.1. Fernabsatzgesetz (FernAbsG) 13
2.3.2 AGB 17
2.3.3. E-Commerce Richtlinie der EU 18
2.4. Zahlungsabwicklung 18
2.4.1 Bezahlung per Nachnahme 19
2.4.2. Bezahlung per Kreditkarte 19
2.4.3 Smart Cards - elektronische Geldbörsen 19
2.4.4 Geldkarte 20
2.4.5. Electronic Cash - virtuelle Münzen 20
2.4.6 Paybox 21
2.4.7. Verrechnung mit elektronischen Schecks 21
2.4.8. Wallets - digitale Brieftaschen 22
3. Pro und Contra Electronic-Commerce 23
3.1 Vorteile für den Kunden 23
3.1.1. Verfügbarkeit rund um die Uhr 23
3.1.2. Größere Auswahl und Kosteneinsparungen 23
3.1.3. Direct Purchasing 24
3.1.4. Neue Geschäftsmodelle 25
3.2 Vorteile für den Anbieter 25
3.2.1 Neue Kundengruppen und Internationalität 25
3.2.2 Kosteneinsparungen 25
2
3.2.3 Effektives Marketing 26
3.2.4 Erkenntnisse über den Kunden 26
3.3 Nachteile für den Kunden 27
3.3.1 Vertrauensbasis zum Anbieter 27
3.3.2 Datensicherheit 28
3.3.3 Produktpräsenz 28
3.4 Nachteile für den Anbieter 29
3.4.1 Usability 29
3.4.2 Achillesferse Logistik 29
3.4.3. Preisdruck 31
3.4.4. Schnellere Reaktion 32
3.4.5. Reichweite des Angebots 32
4 Erfolgsstories/Mißerfolgsstories 33
4.1. Erfolgsstories 33
4.1.1. Amazon 33
4.1.2. Commerce One und Ariba 34
4.2 Mißerfolgsstories 35
4.2.1 . eToys 35
4.2.2. Mercata 36
5. Fazit 37
6. Quellenverzeichnis 38
3
1. Einleitung
Die im Internet agierenden E-Commerce-Unternehmen können im Moment sehr hohe Wachstumsraten aufweisen, sind allerdings auch häufig mit Liquiditätsproblemen belastet, wie am Beispiel Letsbuyit.com deutlich geworden ist. Der Inhalt des World Wide Web (WWW) hat sich seit den Anfängen stark verändert. Die Anfänge des WWW sind 1969 zu sehen, allerdings als Projekt mit einer völlig anderen Zielsetzung wie wir sie heute kennen: Damals sprach man noch vom ARPANET, das von der ARPA (Advanced Research Projects Agency) des US-Verteidigungsministeriums in Auftrag gegeben wurde, mit dem Ziel der Aufrechterhaltung der Kommunikation im Falle eines Nuklearangriffes. Anfang der 80’ er Jahre kam die Nutzung das WWW durch die Hochschulen hinzu und war meist wissenschaftlicher Natur.
Das WWW heute bietet die Plattform für die Angebote ambitionierter Privatleute oder kommerzieller Unternehmen im Internet. Jedoch dienen die Unternehmensauftritte häufig ausschließlich dem Imagegewinn.
Viele kleine und mittlere Unternehmen verfügen jedoch nicht über den Etat für eine erfolgreiche Imagekampagne im Internet, sie müssen vor allem wirtschaftlich denken. Die vielversprechenden Vorhersagen der Marktforschungsinstitute und die Erfolgs-stories einiger US-Unternehmen sind Wegbereiter für eine neue Art des Business: des Electronic-Commerce.
Der Ausdruck Electronic-Commerce (E-Commerce) ist ein noch junger Begriff, der erst in den vergangenen Jahren entstanden ist und ständig an Bedeutung gewinnt. Er wurde durch die rasante Verbreitung des Internet und die damit verbundene Kommerzwelle geprägt.
Dabei ist es nicht von Bedeutung, ob die Waren und Dienstleistungen direkt vom Hersteller, oder über einen Absatzmittler bezogen werden. Electronic-Commerce wird grundsätzlich in den B2B-Bereich (Business-to-Business = Geschäftsverkehr zwischen Unternehmen) und dem B2C-Bereich (Business-to-Consumer = Geschäftsverkehr zwischen Anbieter und Endverbraucher) eingeteilt.
4
2. Umfeld des E-Commerce
Dieses Kapitel soll dazu genutzt werden, die Umweltbedingungen in denen sich der E-Commerce und die daran Beteiligten heute befindet, darzustellen. So werden die wichtigsten, allgemeinen Daten des E-Commerce, die Sicherheit im Datentransfer, die rechtlichen Grundlagen und die Möglichkeiten der Zahlungsabwicklung vorgestellt.
2.1. Allgemeine Daten zum Electronic-Commerce
Es stellt sich die Frage, wer sind die Nutzer des Internet heute und welche Bedeutung hat der E -Commerce bereits und welche wird er vermutlich zukünftig haben. Die Antworten darauf sollen die folgenden Abschnitte des Kapitels 2.1 liefern.
2.1.1. Internetnutzung und Zielgruppen des E-Commerce in Deutschland
Die Internet-Nutzung in Deutschland verzeichnet immer noch sehr hohe Zuwachsraten. Die Zahl der Nutzer ist bis zum Ende des Jahres 2000 auf geschätzte 18 Millionen Personen angestiegen. Im Forecast hat die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) für das erste Quartal 2003 27 Millionen Nutzer ermittelt.
Abb. 1: Entwicklung der Internet-Penetration 1
1 GfK-Web*Scope, E-Commerce-Tracking in Germany (September/ Oktober 2000), S. 2
5
In den letzten Jahren hat sich der Anteil der Frauen bis auf ein Niveau von 39,7 % in 2000 gesteigert und scheint sich jetzt auf diesem Niveau zu stabilisieren. In den letzten Monaten konnten die höchsten Zuwachsraten in den höheren Altersgruppen festgestellt werden.
Das Internet wird immer mehr ein Medium, welches alle Altersgruppen erreicht. Trotzdem sind nach wie vor jüngere und formal höher Gebildete im Vergleich zur Durchschnittsbevölkerung überrepräsentiert. Der Anteil der im Internet einst am relativ stärksten vertretenen Altersgruppe - die 20 bis 30 Jährigen - nimmt kontinuierlich ab. Seit 1995 ist ihr relativer Anteil von über 60% auf heute 28,1% gesunken. Das durchschnittliche Alter der Internet-Nutzer, 1995 noch 29 Jahre, stieg 1998 schon auf 35 Jahre und es ist davon auszugehen, dass sich dieser Trend weiter fortsetzt. 2
35
30
25
20
15
10
5
0
Abbildung 2: Alterstruktur der Internetnutzer
Ein weiterer Trend, der sich schon seit einiger Zeit abzeichnet, ist die weitere Abnahme des relativen Anteils der Studenten an den Internet-Usern. Waren 1996 noch 40 % aller Internet-Nutzer Studenten, liegt deren Anteil heute nur noch bei 13 %. Die Zeiten, in denen das Internet ein vor allem studentisches Medium war, sind vorbei.
2 Quelle: www.ecin.de/marktbarometer/daten/demogra.html (16.02.01)
6
Die formale Bildung der Nutzer gibt folgendes Bild wieder (Stand Oktober 2000). 3
15%
Abb. 3: Der höchsterreichte Bildungsabschluss der Internetnutzer
2.1.2. Electronic-Commerce-Erfahrungen
In einer Umfrage vom Frühjahr 1996 wollten nur 63,3% der befragten Nutzer bestimmt oder vielleicht etwas im World Wide Web einkaufen. Diese Situation hat sich grundlegend geändert. Zumindest einmal online eingekauft hat der Großteil der Befragten.
Abb. 4: Haben Sie schon etwas online eingekauft ?
Auf die Frage, ob die Absicht besteht, im nächsten halben Jahr über das Netz einzukaufen, haben in einer Umfrage im Frühjahr 2000 55 % mit „ja, bestimmt" geantwortet.
3 Quelle: www.w3b.org/ergebnisse/w3b11/demographie2.html (13.02.01)
7
Nur 0,3 % waren sich sicher, dass diese Möglichkeit für sie nicht in Betracht kommt. Unentschlossen waren 44 % der Befragten. 4
Abb. 5: Haben sie die Absicht, das WWW im nächsten halben Jahr zum Shopping zu benutzen ?
2.1.3 Gefragte Waren und Dienstleistungen
Von den derzeit ca. 18 Mio. Internet-Nutzern haben bereits ca. neun Mio. in dem Zeitraum Juli 1999 bis Juli 2000 ein Produkt online bestellt oder gekauft. Welchen Stellenwert die Internetstrategien mittlerweile auch in deutschen Unternehmen haben, zeigt als großer deutscher Anbieter z.B. die Karstadt-Quelle AG, die ein umfassendes Warenhaussortiment im Internet präsentiert. So will die Karstadt-Quelle AG laut wallstreet-online „... bis Ende 2002 ihre Umsätze im Internet-Handel auf 2 Mrd. DM erhöhen. Dieses entspricht einer Verzehnfachung gegenüber dem derzeitigen Stand. Über die Vertriebsschiene Karstadt.de würden vertikale Vertriebskanäle aufgebaut. In diesem Jahr plant man noch Reisen, Wein, Bücher, Sport, Elektronik und Multimedia über das Internet anzubieten. Ein weiterer Baustein des Internetauftritts sei die europaweite Expansion der Musikkette WOM. Seit August ist WOM.de als eigenständiges Angebot im Internet vertreten.“ 5
Nach durchgreifenden Neugestaltungen in den letzten Jahren offerieren viele Versandhändler mittlerweile fast ihre gesamte Produktpalette einschließlich Sonderangebote online.
4 Quelle: w3b.org/ergebnisse/w3b10/shopping.html (13.02.01)
5 Quelle: www.wallstreet-online.de/ws/community/board/thread.php?fid0&tid.220771&what0&k=karstadt&offset =0&tpl=&frame= (16.02.01)
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Quote paper:
Björn Jensen, 2001, Status-Quo des E-Commerce, Munich, GRIN Publishing GmbH
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