Inhaltsverzeichnis
1 Biographie Paula Ludwigs bis 1932 3
2 Panther und Gazelle 5
2.1 Aufbau und Inhalt. 5
2.2 Biographischer Interpretationsansatz 7
2.3 Bezug zum Nationalsozialismus. 8
3 Biographie Paula Ludwigs nach 1932 9
4 Literaturverzeichnis 11
5 Wahrheitsgemäße Erklärung 12
2
1 Biographie Paula Ludwigs von 1900 bis 1932
Die leider mittlerweile in Vergessenheit geratene Dichterin und Malerin Paula Ludwig wurde am 5. Januar 1900 in Feldkirch-Altenstadt in Österreich geboren, besaß jedoch durch ihren Vater die deutsche Staatsbürgerschaft. Sie wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Als sich 1907 ihre Eltern trennten, zog ihr Vater, Paul Ludwig, nach Breslau, Paula und ihre zwei Geschwister Alfred und Martha blieben bei der Mutter, Maria Ludwig. Als Paula 14 Jahre alt war, verstarb ihre Mutter, die sich und ihre drei Kinder gerade so mit Näharbeiten über Wasser halten konnte 1 . Daraufhin mussten die Kinder zum Vater ziehen. Schon früh „muß Paula Ludwig sich ihren Lebensunterhalt selbst verdienen. Sie arbeitet als Dienstmädchen in Breslau, später wird sie Ateliergehilfin in der Malschule Wasner.“ 2 Zwei Jahre später trat sie der Breslauer Dichterschule bei und veröffentlichte dort ihre ersten Gedichte. Mit 17 Jahren brachte sie ihren Sohn Siegfried zur Welt und zog nach München in ein „erst 1916 eröffnetes Mütterheim des ‚Vereins für Mütterschutz’ des Bayerischen Roten Kreuzes“ 3 , wo sie „[…] ihren Lebensunterhalt als Hausangestellte, Malermodell bei Franz Stuck und als Souffleuse in den Kammerspielen bei Otto Falckenberg“ 4 verdiente. Falckenberg schrieb in seinem Nachlass: „Mit der Zeit waren es nicht nur Schauspieler, auch Musiker […] Dichter und Kabarettisten […] und endlich schöne und kluge, zuweilen auch unscheinbare, aber niemals dumme Frauen, die unseren Kreis bildeten.“ 5 Ludwig war somit in den Kammerspielen eine gern gesehene Person. Mit 20 Jahren veröffentlichte sie ihren ersten Gedichtband Die selige Spur im Münchner Roland-Verlag und publizierte in wichtigen expressionistischen Zeitschriften wie Der Ararat, Die Sichel oder Die Kolonne. Dort begann sie auch mit expressionistischen Malereien. Nach ihrem Umzug nach Berlin, „1925 lernt sie bei einem Prozeß […] den Richter und expressionistischen Schriftsteller Friedrich Koffka (1888-1954) kennen, der bis 1930 ihr Gefährte wird“ 6 . Er galt „als enthusiastischer Verfechter des expressionistischen Theaters“ 7 und ermöglicht Ludwig eine neue schöpferische und
1 Vgl. Swozilek (2004): S. 265.
2 Swozilek (2004): S. 265.
3 Bonsels (1994): S. 7.
4 Swozilek (2004): S. 269.
5 Bonsels (1994): S. 15.
6 Swozilek (2004): S. 274.
7 Bonsels (1994): S. 40.
3
produktive Phase in ihrem Schreiben. 8 Zu dieser Zeit lebte Ludwig alleinig vom Verkauf ihrer Bilder, dichtete jedoch nebenbei weiter, so dass sie 1927 ihren zweiten Gedichtband Der himmlische Spiegel im Fischer-Verlag Berlin veröffentlichen konnte. „Paula Ludwigs literarischer Ruf festigt sich. Ihre Gedichte werden in angesehenen Zeitschriften und Anthologien gedruckt und im Rundfunk gesendet“ 9 , jedoch kann sie damit ihre Geldnot nicht beheben. 10 1931 begegnete sie dem Schriftsteller Iwan Goll, mit dem sich, obwohl er verheiratet war, eine jahrelange und intensive Liebes- und Arbeitsbeziehung entwickelte, welche eine „fatale Dreiecksgeschichte“ 11 nach sich zog. Im darauf folgenden Jahr erschien ihr Gedichtzyklus Dem dunklen Gott. Ein Jahresgedicht der Liebe. im Jess-Verlag, in dem auch „Panther und Gazelle“ das erste Mal veröffentlicht wurde. 12
8 Vgl. Bonsels (1994): S. 43.
9 Swozilek (2004): S. 274.
10 Vgl. Bonsels (1994): S. 43.
11 Bonsels (1994): S. 49.
12 Vgl. Swozilek (2004): S. 157.
4
Arbeit zitieren:
Anke Speringer, 2007, Zu: Paula Ludwig - "Panther und Gazelle", München, GRIN Verlag GmbH
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