ii
INHALTSVERZEICHNIS
Kapitel 1: Einleitung 1
1.1. Hinführung 1
1.2. Abgrenzung der Arbeit 2
Kapitel 2: Theoretische Grundlagen 3
2.1. Demografischer Wandel und organisierter Sport 3
2.2. Der Sport im Gesundheitssystem 5
2.3. Bewegungsstatus von Kindern und Jugendlichen und Gesundheitserziehung 6
2.4. Qualitätsmanagement in Sportorganisationen 7
2.5. Zusammenfassung 8
Kapitel 3: Der Sportverein als Setting im Gesundheitssport 9
3.1. Gesundheitssport im organisierten Sport 9
3.2. Qualitätssiegel „Pluspunkt Gesundheit. DTB“ 11
3.3. DOSB-Qualitätssiegel „Sport pro Gesundheit“ 12
3.4. ISB-Konzept „Bewegte Ganztagsschule“ 12
3.5. Zusammenfassung 13
Kapitel 4: Personales Qualitätskriterium 14
4.1. Befragung der DTB-Pluspunkt-Gesundheit-Übungsleiter 14
4.2. Vergleich mit Ergebnissen der Freiwilligensurvey 1999 15
4.3. Konklusion 17
Anhang: Quellenangaben 18
Literaturverzeichnis 18
Internetquellen 20
Tabellenverzeichnis 20
Abbildungsverzeichnis 21
Abk ürzungsverzeichnis 21
Weitere Quellen 22
1.1. Hinführung
Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts beschäftigen sich Lyriker mit dem Phänomen des Vereinssports und formulieren hierzu Gedanken, die heute zunehmend von Bedeutung sind.
Sport stärkt Arme, Rumpf und Beine,
Kürzt die öde Zeit, Und er schützt uns durch Vereine
Vor der Einsamkeit. 1 JOACHIM RINGELNATZ (1883-1934)
Zu einer Zeit, zu der sich der organisierte Sport in Deutschland erst in einer frühen
Phase der Ausdifferenzierung befindet, liefert BÖTTICHER 2 mit diesem Vierzeiler bereits konkrete Hinweise darauf, dass dem organisierten Sport nicht nur die bloße Zielsetzung einer Verbesserung physischer Kompetenzen beizumessen ist. Speziell auf diese Arbeit bezogen findet sich bereits in diesem Zitat die Kernaussage des Abschnitts (4.3.) „Konklusion“ wieder, die sich - wie später deutlich wirdheutzutage als Stärkung psychosozialer Gesundheitsressourcen als besondere Chance für Sportvereine bezeichnen lässt. Doch welche Bedeutung fällt dem Gesundheitssport im Verein tatsächlich zu und welche Rolle spielt hierbei Qualitätsmanagement?
Die Abbildung auf der Titelseite zeigt drei ältere Herren, welche sich sportlich betätigen und einen durchaus selbstzufriedenen Eindruck dabei vermitteln. Im Alltag begegnet man oftmals diversen kleineren Sportgruppen, welche ihre Form der Bewegungskultur in erster Linie nicht als Wettkampfsport verstehen. Dieses Phänomen soll insbesondere in Abschnitt (2.1.) „Demografischer Wandel und organisierter Sport“ aufgegriffen und vertieft werden.
1 http://www.zitate.de: „Sport“ / Zitat-Nr. 9171
2 Joachim Ringelnatz, eigentlich Hans Bötticher ist deutscher Humorist, Lyriker und Erzähler
2
1.2. Abgrenzung der Arbeit
Grundsätzlich soll diese Arbeit zuerst die drei großen Begrifflichkeiten des Titels, also „Qualitätsmanagement“ als Prozess einer kontinuierlichen Verbesserung 3 , „Gesundheitssport“ als ausdifferenzierte Dimension des Sports, sowie den „Sportverein“ als besonderes soziales Konstrukt näherbringen und dann mitsamt aller Wechselwirkungen in Verbindung bringen. Dies wird in Kapitel (2) als theoretische Grundlage verstanden.
Im Rahmen dieser Arbeit soll zudem deutlich gemacht werden, welche Chancen der Gesundheitssport dem Sportverein eröffnet, aber auch welche Möglichkeiten der Sportverein als sogenanntes „Setting“ der Entwicklung des Gesundheitssports in Deutschland bietet. Eine gewisse Dialektik lässt sich insbesondere in Kapitel (3) erkennen. Hier werden bereits bestehende Konzepte für Gesundheitssport-Angebote im Sportverein vorgestellt und zusammenfassend gegeneinander aufgewogen. Die vorliegende Arbeit lässt in ihrem Verlauf die Notwendigkeit klar erkennen, die Rolle des personalen Qualitätskriteriums in Kapitel (4) zu vertiefen. Im Rahmen der Konklusion wird in Abschnitt (4.3.) abrundend ein Ausblick auf offene Fragen gegeben, welche im Rahmen dieser Arbeit nicht abschließend geklärt werden können.
Als repräsentative Umfragen liegen dieser Arbeit unter anderem die Mitgliederstatistik des DSB 1999, die Repräsentativerhebung 1999 zu Ehrenamt, Freiwilligenarbeit und bürgerschaftlichem Engagement in Deutschland
(Freiwilligensurvey 1999) des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit deren Auswertungen, die WIAD-AOK-DSB-Studie II aus dem Jahr 2003 zum Bewegungsstatus von Kindern und Jugendlichen in Deutschland, sowie die Ergebnisse der Übungsleiter-Befragung im Rahmen der Pluspunkt-Gesundheit.-DTB-Angebote aus dem Jahr 2005 zu Grunde.
3 vgl. SUDERMANN 2006, S. 196
2.1. Demografischer Wandel und organisierter Sport
Mit der Begrifflichkeit des „demografischen Wandels“ verbindet man Aussagen über langfristige Trends, welche sich aktuell mit den Stichworten „niedrige Geburtenraten“, „Alterung“ durch zunehmende Lebenserwartung, „Bevölkerungsrückgang“ und „Zuwanderung“ zusammenfassen lassen. 4 STEINBACH und HARTMANN errechnen aus diesen statistischen Trends der Bevölkerungsstruktur Folgerungen für die Altersstruktur der Vereinsmitglieder im organisierten Sport und stellen hier insbesondere den zu erwartenden Zuwachs in der Gruppe der über 60-jährigen den zu erwartenden Verlusten in den übrigen Altersklassen entgegen. Auf Basis dieser grundlegenden Folgerungen, welche jedoch regionalen Schwankungen unterliegen können, werden Empfehlungen für Maßnahmen zur Anpassung gegeben. Einerseits kann im Sportverein die Organisationsdichte erhöht werden, um den Mitgliederstand zu halten, andererseits können Maßnahmen des „organisierten Schrumpfens“ (beispielsweise durch das Bilden von Spielgemeinschaften) zur Anwendung kommen. 5 Der „Bedeutungszuwachs des Seniorensports“ 6 stellt eine Chance für den organisierten Sport dar, seine Angebote zu spezifizieren und möglicherweise neue Mitgliedergruppen zu erschließen.
Dies lässt sich aus der Frage ableiten, wie hoch der Organisationsgrad in Sportvereinen in der Bevölkerungsgruppe ist, welche im Zeitraum bis 2030, für den STEINBACH und HARTMANN Aussagen treffen möchten, zur Gruppe der über 60jährigen gerechnet werden kann. Nach Auswertung der Umfrage im Rahmen der Freiwilligensurvey 1999 sind 37% der befragten Bundesbürgerinnen und Bundesbürger ab 14 Jahren irgendwo aktiv im Bereich Sport und Bewegung, zum Beispiel in einem Sportverein oder in einer Bewegungsgruppe. Dieser Wert entspricht ca. 23 Mio. Menschen. „In dieser Untersuchung ist Sportaktivität erfasst, soweit sie eine Form des „Mitmachens“ in einem Verein, einer Gruppierung, einem Projekt oder einer Einrichtung ist.“ 7
4 vgl. GEISSLER 2002, S. 79
5 vgl. STEINBACH 2007, S. 237
6 STEINBACH 2007, S. 224
7 vgl. PICOT 2001, S. 311
4
Aus der Mitgliederstatistik des DSB 1999 ermittelt VON ROSENBLADT eine Vergleichszahl von 26% der Bevölkerung desselben Alters. Der deutlich höhere Umfragewert der Freiwilligensurvey könne als Hinweis darauf interpretiert werden, dass Sportaktivität in Bewegungsgruppen verschiedener Art auch in einem anderen organisatorischen Rahmen als dem Sportverein betrieben werden kann. Ob es Aktivität in Sport- und Bewegungsgruppen außerhalb der Vereine tatsächlich in einem Umfang gebe, der der Differenz zwischen den Umfragezahlen (37%) und der DSB-Mitgliederstatistik (26%) entspricht, müsse daher offen bleiben. Tabelle 1: Aktiv Sporttreibende in Sportvereinen und Bewegungsgruppen
Auffällig stellt sich die Tatsache dar, dass sowohl in der DSB-Mitgliederstatistik 1999 als auch in der Freiwilligensurvey 1999 die Männer mit 36% bzw. 38% eine nahezu gleich hohe Beteiligungsquote aufweisen, während hingegen lediglich bei Frauen eine deutliche Differenz zu bemerken ist mit 21% bzw. 35%. Dies bedeutet nach VON ROSENBLADT, dass sportliche Aktivität der Männer - soweit sie gruppenbezogen ausgeübt wird - fast vollständig über Sportvereine organisiert sei, während die Sport- und Bewegungsaktivität der Frauen zum erheblichen Teil außerhalb von Sportvereinen stattfinde.
8 Quelle: DSB-Bestandserhebung 1999
9 Quelle: Freiwilligensurvey 1999
Arbeit zitieren:
Sebastian Bauer, 2008, Qualitätsmanagement von Gesundheitssport im Sportverein, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Strategisches Management professioneller Fußballclubs und Erstellung e...
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Diplomarbeit, 90 Seiten
'Vom ideellen Verein zum gewinnorientierten Unternehmen - Die prof...
Seminararbeit, 30 Seiten
Ehrenamtlichkeit und Hauptamtlichkeit im organisierten Sport
Sport - Sportökonomie, Sportmanagement
Studienarbeit, 40 Seiten
Die Anforderungen des Berufsfeldes „Sportmarketing" an die Absolv...
Sport - Sportökonomie, Sportmanagement
Diplomarbeit, 195 Seiten
Sportmanager in schwedischen Vereinen
Tätigkeiten, Qualifikationen u...
Sport - Sportökonomie, Sportmanagement
Diplomarbeit, 117 Seiten
Managing Change in Vereins-/Sportorganisationen
Konzepte und Instrumente einer...
Sport - Sportökonomie, Sportmanagement
Studienarbeit, 32 Seiten
Das Magische Dreieck - Medien, Wirtschaft, Sport
Sport - Sportökonomie, Sportmanagement
Hausarbeit, 29 Seiten
Der postmoderne Sport als Wechselspiel zwischen traditionellem und Tre...
Eine Untersuchung ausgewählter...
Examensarbeit, 103 Seiten
Ökonomische Prozesse im Sport - Untersucht am Beispiel des Marketing i...
Sport - Sportökonomie, Sportmanagement
Magisterarbeit, 165 Seiten
Der Stellenwert der Sportvereine in einer individualisierten Gesellsch...
Bachelorarbeit, 64 Seiten
Der vereinsorganisierte Sport in Deutschland und Spanien - ein Länderv...
Examensarbeit, 113 Seiten
Ernährung, Bewegung und Stressbewältigung als Präventionsfelder im Akt...
Ernährungswissenschaft / Ökotrophologie
Masterarbeit, 108 Seiten
Das Verhältnis zwischen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitern...
BWL - Personal und Organisation
Bachelorarbeit, 60 Seiten
Der Fußballverein als Wirtschaftsunternehmen - Das Management der Stak...
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Diplomarbeit, 80 Seiten
Sebastian Bauer's Text Qualitätsmanagement von Gesundheitssport im Sportverein ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Sebastian Bauer hat den Text Qualitätsmanagement von Gesundheitssport im Sportverein veröffentlicht
Sebastian Bauer hat einen neuen Text hochgeladen
Qualitätsmanagement von Gesundheitssport im Verein
Theoretische und konzeptionell...
Herbert Hartmann, Elke Opper, Artur Sudermann
Qualitätsmanagement jenseits von Checklisten
Wie Qualitätsmanagement in der...
Julia Bellabarba, Christine Kuch
Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen und präventive Vorsorge in Unt...
Karin Wagner, Wilhelm Schmeisser
Reading Seminar XI: Lacan's Four Fundamental Concepts of Psychoanalysi...
Richard Feldstein, Maire Jaanus, Bruce Fink
Sportmanagement in Sportvereinen und -verbänden
Annäherung an ein unbekanntes ...
Christoph Niessen
0 Kommentare