Ernst-Moriz-Arndt-Universität Greifswald
Rechts - und Staatswissenschaftliche Fakultät
Thema:
Emissionshandel
Seminararbeit
im
Seminar zur AVWL
über
Umweltpolitik: Klimaschutz
vorgelegt am
Lehrstuhl für Allgemeine Volkswirtschaftslehre und Landschaftsökonomie
zum
Sommersemester 2008
Von Daniel Siebert
Inhalt
1. Problemstellung 1
2. Gang der Untersuchung 1
3. Naturwissenschaftlicher Hintergrund 1
3.1 Der Treibauseffekt 1
3.2 Anthropogene Treibhausgase 2
3.3 Komponenten des Strahlungsantriebes 3
3.4 Kohlendioxid ( CO 2) 3
4. Rechtlicher und ökonomisc her Rahmen des Emissionshandels 4
4.1 Klimarahmenkonvention 4
4.2 Kyoto-Protokoll 4
4.3 Instrumente zur Umsetzung des Kyoto-Protokolls 5
4.3.1 Joint Implementation 5
4.3.2 Clean Development Mechanism 5
5. Umsetzung in die nationale Gesetzgebung 7
6. Systematischer Stärken -Schwächen Vergleich 8
6.1 Mobilität der Emissionsrechte 8
6.2 Ökologische Treffsicherheit 8
6.3 Effizienz 9
6.4 Dynamische Anreizwirkung 10
7. Funktionsweise des Emissionshande l 11
7.1 Zuteilungsmechanismen 12
7.2 Versteigerung ( Auktion) 13
7.3 Freie Vergabe 14
7.3.1 Grandfathering Verfahren 14
7.3.2 Benchmark -Verfahren 15
7.3.3 Updating 15
8. Handel der Emissionszertifikate am Markt 16
8.1 EUETS ± Das Emissionshandelssystem der EU 16
8.1.1 Preisentwicklung 16
8.1.2 Entwicklung der EUA -Preise an der EEX 17
8.1.3 Determinanten des
Preises 17
8.1.4 Umsatzentwicklung 18
9. Fazit 19
A. Abkürzungsverzeichnis 21
B. Abbildungsverzeichnis 22
C. Literaturverzeichnis: 23
D. Internetliteraturverzeichnis: 25
1. Problemstellung
Mit Beginn des Jahres 2005 haben Deutschland und die EU ein neues Instrument für den Klimaschutz eingeführt: den Emissionsrechtehandel für Treibhausgase. Nachdem dieser bislang in Deutsch land von eher theoretischen modellhaften Überlegungen ± vor allem seitens der Umweltökonomie ± bestimmt wurde, verpflichtet die EG -Richtlinie über ein System für den Handel mit Treibhausgasemissionszertifikaten nun zum praktischen Einsatz.
Die Seminararbeit will sich den daraus resultierenden Fragen aus ökonomischer und rechtlicher Sicht nähern. Die interdisziplinäre Behandlung des Themas verspricht dabei, die Funktionsbedingungen des Emissionsrechtehandels umfassend deutlich zu machen.
2. Gang der Untersuchung
Die Seminararbeit beginnt mit einem kurzen Überblick über naturwissenschaftliche Grundlagen. Sodann soll ein umfassender, jedoch nicht erschöpfender Einblick in den rechtlichen und Ökonomischen Hintergrund des Emissionshandels erfolgen. Insbesondere wird auf die KRK und das Kyoto Protokoll, den daraus folgenden Instrumenten und als Schwerpunkt auf den Emissionshandel eingegangen. Sodann wird die Frage nach der Sinnhaftigkeit von verschiedenen Verteilungsmechanismen gestellt und beantwortet, wobei auch Aspekte nach der allgemeinen Existenzberechtigung des Emissionshandels nicht unbeachtet bleiben. Anschließend werden die Instrumente des Emissionshandels und die Preisentwicklung beleuchtet. Das Fazit rundet die Seminararbeit schließlich ab.
3. Naturwissenschaftlicher Hintergrund
3.1 Der Treibauseffekt
Materie sendet elektromagnetische Strahlung aller Wellenlängen in Form von Photonen aus, und zwar um so mehr, desto wärmer der emittierende Körper ist.1 Die Sonne gibt an der heißen Oberfläche elektromagnetische Strahlung in Form des sichtbaren Lichts an die Erde ab. 2 Die einfallende kurzwellige elektromagnetische Strahlung wird dabei von Materie absorbiert und trägt zur Energieerhöhung der Umgebung bei, die sich meist in einer Erwärmung au sdrückt.3
In der Erdatmosphäre werden lang wellige Infrarotstrahlen nicht direkt in den Weltraum abgestrahlt, sondern von den natürlichen Treibhausgasen der
1 Vgl. Baumbach, 1990, S.123.
2 Vgl. Kerth, Y., 2004, S.40 f.
3 Vgl. Lucht, M., 2005, S.1.
1
Arbeit zitieren:
Daniel Siebert, 2008, Emissionshandel, München, GRIN Verlag GmbH
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