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Interaktives Fernsehen - Der deutsche Digitalfernsehmarkt im europäischen Vergleich

Title: Interaktives Fernsehen - Der deutsche Digitalfernsehmarkt im europäischen Vergleich

Term Paper , 2002 , 56 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Judith Hoffmann (Author)

Communications - Movies and Television
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Das Fernsehen ist ein wichtiges Medium in unserer Gesellschaft. Nicht nur, dass es in besonderem Maße zur Meinungsbildung beiträgt, es stellt auch einen großen Werbebereich dar. Der größte Teil der Bevölkerung der westlichen Welt wird täglich von Fernsehausstrahlungen verschiedenster Sender erreicht. In Deutschland wird dem Einfluss dieses Mediums soviel Bedeutung beigemessen, dass das Duale System etabliert wurde, um eine Grundversorgung der Bevölkerung mit Information, Bildung und Unterhaltung sicherzustellen. Private Sender bedürfen einer Sendeerlaubnis und müssen Auflagen erfüllen und in erster Linie ist das Fernsehen staatsfern. Der Bund hat nicht das Recht, in die Programmautonomie oder Senderstruktur der öffentlich-rechtlichen Anbieter einzugreifen. Doch eine solch festes Regelwerk behindert auch die Einführung von neuen Techniken. Auf einmal besteht Regelungsbedarf in Bereichen, die vorher nicht beachtet worden waren. Nachdem man Mediendienste, Telekommunikation und Rundfunk in den letzten Jahren differenziert getrennt und in eigene Gesetzesbereiche unterteilt hat, steht man nun vor dem Phänomen der Konvergenz, dass die unterschiedlichen Wege der Kommunikation näher zusammenrückt als jemals zuvor. Dies geschieht zu einem Zeitpunkt, zu dem die Technik längst länderübergreifend funktioniert und das Recht der Europäischen Union verhindert, autonome Entscheidungen auf Bundesebene zu treffen. Die Technik des digitalen Fernsehens hat einen großen Regelungsbedarf aufgeworfen.

Jedoch sind die Länder willig, diesem zu begegnen. Längst wurden die Vorteile des digitalen Fernsehens erkannt und man hat beschlossen, in der Zukunft nur noch auf diese Technik zu setzen. Neben den objektiven wirtschaftlichen Vorteilen, erscheint besonders das Konzept der Interaktivität verlockend. Endlich scheint eine Möglichkeit gefunden zu sein, dass zu realisieren, was schon Bertolt Brecht bei der Etablierung des Radios forderte: Aus einem Distributionsapparat sollte ein Kommunikationsapparat gemacht werden. Ein Medium, dass einen Rückkanal besitzt. Ein Medium, das nicht einseitig sendet, sondern mit dem Menschen kommunizieren und interagieren kann.

[...]

Welche spezifischen Faktoren des deutschen Fernsehmarktes zu dieser Situation geführt haben, wie der Stand der Entwicklung aussieht und welche Perspektiven eine Durchsetzung digitalen Fernsehens mit all seinen Interaktionsmöglichkeiten bieten kann, soll in dieser Arbeit untersucht werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsklärung interaktives Fernsehen

2. 1 Fernsehen

2. 2 Interaktion

2. 3 Interaktives Fernsehen

2. 3. 1 Die Rückkanal-Idee

2. 3. 2 Inhalte interaktiven Fernsehens

3. Digitale Übertragungstechnologie – Voraussetzung für interaktives Fernsehen

3. 1 Technische Voraussetzungen des digitalen Fernsehens

3. 1. 1 Datenreduktion – der Schlüssel zur digitalen Verbreitung von Fernsehprogrammen

3. 1. 2 Übertragungswege : Breitbandkabel, Satellit und Antenne

3. 1. 3 Die Set-Top-Box

3. 1. 4 Der Rückkanal-Voraussetzung für Interaktives Fernsehen

3. 1. 5 Das Multimediaterminal

4. Wachstumschancen für Unternehmen durch digitales Fernsehen

5. Anwendungsszenarien in Europa

5. 1 Großbritannien

5. 2 Frankreich

5. 3 Italien

5. 4 Zusammenfassung

6. Das digitale Fernsehen in Deutschland

6. 1 Die Bedeutung des Pay-TVs für die Durchsetzung digitalen Fernsehens

6. 2 Die Entwicklung des digitalen Pay-TV-Marktes in Deutschland

6. 3 Gründe für den mangelnden Erfolg digitalen Pay-TVs

6. 4 Zuschauerinteresse und digitales Pay-TV

6. 5 Chancen digitalen Pay-TVs

7. Der Weg in die digitale Zukunft

7. 1 Wo stehen die Öffentlich-Rechtlichen?

7. 2 Neue Möglichkeiten im dualen System

7. 3 Rechtliche Rahmenbedingungen und Regelungen digitalen Fernsehens

7. 4 Öffentlich-rechtliche Digitalangebote

8. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Seminararbeit analysiert die Entwicklungsstände und Perspektiven des digitalen Fernsehens in Deutschland im Vergleich zu anderen europäischen Märkten. Dabei wird untersucht, welche sozioökonomischen und technischen Faktoren die Durchsetzung digitaler Übertragungstechnologien sowie interaktiver TV-Konzepte beeinflussen und welche Rolle dabei insbesondere dem Pay-TV zukommt.

  • Technische Grundlagen und Voraussetzungen des digitalen Fernsehens (Datenreduktion, Set-Top-Boxen, Rückkanäle).
  • Vergleichende Analyse der Marktentwicklungen in Großbritannien, Frankreich und Italien als europäische Anwendungsbeispiele.
  • Die spezifische Situation des deutschen Fernsehmarktes, geprägt durch ein starkes Free-TV-Angebot und die Rolle des Dualen Systems.
  • Herausforderungen für Unternehmen und Rundfunkanbieter hinsichtlich Akzeptanz, Finanzierungsmodellen und Konvergenz.

Auszug aus dem Buch

3. 1. 3 Die Set-top-Box

Unabhängig davon, auf welchem Wege das Digitalfernsehen verbreitet wird, benötigt der Nutzer zum Empfang des Programms eine so genannte Set-top-Box. Diese Box ermöglicht es, die digital ankommenden Signale, die herkömmliche TV-Geräte heute noch nicht verwerten können, in analoge Signale zurück zu wandeln. Dies geschieht, wie bereits zuvor erwähnt, indem die Verschlüsselungsverfahren rückwärts ablaufen. Die Set-top-Box dient ebenfalls, zumindest solange die TV-Geräte diese Funktion nicht selbst erfüllen, als Bindeglied zwischen dem Fernsehapparat und weiteren Geräten wie Personal Computer, Telefon, Videorecorder oder Fax-Gerät. Damit wird sie zum Kernstück eines Multimediaterminals.

Die Set-top-Box ist wie ein Computer mit einem eigenen Betriebssystem ausgestattet. Dieses Betriebssystem kann über einen Download ständig aktualisiert werden. Da die Box von Nokia „downloadfähig“ ist, ergeben sich Nutzungsmöglichkeiten, die über die Aufbereitung der digitalen Daten für das Fernsehen hinausgehen. So kann man mit Hilfe eines eingebauten Modems zum Beispiel Faxe und Emails verschicken. Außerdem übernimmt die Set-top-Box beim Pay-TV die maßgeblichen Abrechnungs- und Verwaltungsaufgaben. Von großer Bedeutung ist in diesem Zusammenhang das System, welches den Zugang zu den Programmen regelt, und die Entschlüsselungs– und Zugangsberechtigungsfunktion enthält. Man unterscheidet hier zwei Modelle von Zugangssystemen. Zum einen das geschlossene Zugangssystem, bei dem die Zugangsberechtigung direkt in die Set-top-Box integriert ist. Bei diesem System legt sich der Nutzer mit dem Kauf der Set-top-Box auf die Nutzung bestimmter Programmangebote fest. Bei einem offenen System hingegen, ist die Benutzung von Decodern verschiedener Hersteller möglich. Der Zuschauer kann in diesem Fall die einzelnen Programme mit einer SmartCard empfangen und erwerben, die das Zugangsberechtigungssystem über den Berechtigungsstatus des Nutzers informiert. Somit ist es mit einem offenen System leichter möglich auf andere Programmangebote umzusteigen, da dafür nur eine neue SmartCard nötig ist und nicht eine komplette Box.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beleuchtung der gesellschaftlichen Bedeutung des Fernsehens und Einführung in das Phänomen der Konvergenz sowie die Notwendigkeit technischer Reformen.

2. Begriffsklärung interaktives Fernsehen: Definition der Grundbegriffe Fernsehen, Interaktion und interaktives Fernsehen sowie Vorstellung der Rückkanal-Idee und verschiedener Interaktivitätslevel.

3. Digitale Übertragungstechnologie – Voraussetzung für interaktives Fernsehen: Erläuterung der technischen Voraussetzungen wie Datenreduktion, Übertragungswege, Set-Top-Boxen und der Rolle des Multimediaterminals.

4. Wachstumschancen für Unternehmen durch digitales Fernsehen: Untersuchung neuer Vertriebswege und Perspektiven in der Kunden- und Produktkommunikation durch digitale Technik.

5. Anwendungsszenarien in Europa: Analyse und Vergleich der Entwicklungen des digitalen Fernsehens in den Ländern Großbritannien, Frankreich und Italien.

6. Das digitale Fernsehen in Deutschland: Detaillierte Betrachtung des komplexen deutschen Marktes, der Bedeutung von Pay-TV sowie der Gründe für den bisher zögerlichen Erfolg.

7. Der Weg in die digitale Zukunft: Analyse der Rolle öffentlich-rechtlicher Sender, neuer regulatorischer Rahmenbedingungen und der Strategien zur Digitalisierung bis 2010.

8. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Potenziale und Hindernisse für die Durchsetzung des digitalen Fernsehens im deutschen Kontext.

Schlüsselwörter

Digitales Fernsehen, Interaktives Fernsehen, Pay-TV, Datenreduktion, Set-Top-Box, Rückkanal, Duales System, Breitbandkabel, Programmbouquet, Mediendienste, Konvergenz, Rundfunkstaatsvertrag, Grundversorgung, Digitalisierung, Multimediaterminal.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den technologischen, ökonomischen und regulatorischen Rahmenbedingungen des digitalen Fernsehens in Deutschland im Vergleich zu europäischen Nachbarstaaten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die technischen Grundlagen der digitalen Übertragung, das Konzept des interaktiven Fernsehens, die Marktentwicklung des Pay-TVs sowie regulatorische Herausforderungen im dualen Rundfunksystem.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die spezifischen Faktoren des deutschen Fernsehmarktes zu identifizieren, die zu einer im europäischen Vergleich langsamen Einführung der digitalen Technik geführt haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, dem Vergleich europäischer Marktszenarien sowie der Auswertung von Studien zur Nutzung und Akzeptanz von Pay-TV in Deutschland.

Was wird im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil analysiert die technischen Voraussetzungen, die Rolle von Pay-TV-Anbietern (wie Premiere), das Zuschauerinteresse und die rechtlichen Rahmenbedingungen für digitale Angebote.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Digitalisierung, interaktives Fernsehen, Pay-TV, Set-Top-Box, Rückkanal, regulatorische Rahmenbedingungen und das duale System.

Warum ist das deutsche Kabelnetz für die Digitalisierung problematisch?

Das veraltete Kabelnetz ist bisher weitgehend nicht rückkanalfähig, was eine Grundvoraussetzung für echte interaktive Dienste darstellt, jedoch hohe Investitionen für eine Modernisierung erfordert.

Welche Rolle spielen die öffentlich-rechtlichen Sender?

Die öffentlich-rechtlichen Sender stehen vor der Herausforderung, ihren Grundversorgungsauftrag in die digitale Welt zu übertragen, ohne die Akzeptanz durch den Zuschauer zu verlieren, und müssen sich als Digitalanbieter etablieren.

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Details

Title
Interaktives Fernsehen - Der deutsche Digitalfernsehmarkt im europäischen Vergleich
College
University of Potsdam  (Institut für Künste und Medien)
Course
Marktorientiertes Medienmanagement
Grade
1,0
Author
Judith Hoffmann (Author)
Publication Year
2002
Pages
56
Catalog Number
V11491
ISBN (eBook)
9783638176385
Language
German
Tags
digitales Fernsehen interaktives Fernsehen Pay-TV
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Judith Hoffmann (Author), 2002, Interaktives Fernsehen - Der deutsche Digitalfernsehmarkt im europäischen Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/11491
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