Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung Seite 3
2. Der Kaufmann und das Geld Seite 3
3. Der Kaufmann und sein Handeln Seite 4
4. Schlusswort Seite 7
5. Quellenverzeichnis Seite 7
2
1. Einleitung
„Noch nicht einmal die Liebe hat aus so vielen Männern Narren gemacht wie das Geld.“ 1 , sagte einst Gladstone, und doch könnte sich kaum Einer von uns ein Leben ohne Geld vorstellen. Doch wann und warum ist das Geld überhaupt entstanden? Einen genauen Zeitpunkt des Entstehens des Geldes kann man nicht nennen, denn es gibt viele Theorien. Einige denken hier an die Sumerer, die schon 3000 v. Chr. aus dem Tausch der jeweiligen Güter wiederkehrende Wertverhältnisse ableiteten 2 , andere wiederum sind der Meinung, dass die ältesten Quellen von Geldnutzung aus Mesopotamien stammen. 3 Eins steht jedoch fest die ersten Münzen aus Edelmetallen gab es um 600 v. Chr. in Kleinasien und ab hier entwickelte sich die Form des Geldes weiter.
Warum das Geld erfunden wurde vermag keiner zu sagen, sicher ist jedoch, dass die Bedeutung des Geldes sich erst mit der Zeit entwickelt hat. Zuerst herrschte noch die Naturalwirtschaft, d. h. man tauschte untereinander, das was man besaß, z. B. Rinder gegen Ziegen usw. Mit der Zeit entwickelte sich schließlich das Geld als Tauschmittel und aufgrund dieser speziellen Entwicklung nimmt der Handel ab dem 13. Jahrhundert enorm zu und geht über die Landesgrenzen hinaus.
In dem nachfolgendem Protokoll möchte ich nun auf die Kaufleute im Mittelalter eingehen, und wie sie vom Geld beeinflusst wurden. Im Mittelpunkt sollen hier jedoch ganz speziell die religiösen und moralischen Aspekte stehen und so werde ich mich in diesem Zusammenhang mit der Wucherei und dem Handeln des Kaufmanns gegen seine Mitmenschen und die Kirche beschäftigen.
2. Der Kaufmann und das Geld
Bis zum 11. Jahrhundert spielte das Geld im internationalem Handel keine Rolle. Hatte es vielleicht in eigenem Land einen entsprechenden Wert, so war es
1 Vgl. Janet Gleeson: Der Mann, der das Geld erfand, München 2003, S. 11
2 Vgl.Christof Schössler: Das grosse Buch vom Geld, Stuttgart München 2002, S. 12
3 Vgl. Frank Goyke: Das Lexikon rund ums Geld, Berlin 2001, S. 152
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womöglich hinter der Landesgrenze wertlos.
Erst der Wandel zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert, der zur Wiedergeburt der Städte führte, ermöglichte den Fortschritt im Handel. 4 In Europa haben sich zwei Zentren des Handels hervorgehoben, Italien und Norddeutschland, damit verbunden bildeten sich auch zwei Kaufmannstypen heraus, die Italiener und die Hansen. Im Nordwesten Europas trafen sich diese beiden Handelsgruppen und kauften dort ihre Ware ein. Zu dieser Zeit war der Kaufmann noch ein wandernder Kaufmann. Da aber durch das Geld die Arbeitsteilung möglich war, konnte der Kaufmann ein Netzwerk von Mitarbeitern aufstellen und somit sesshaft werden. Dies waren jedoch nicht die einzigen Veränderungen dieser Zeit. Mit der kommerziellen Revolution im 13. Jahrhundert wurde wieder die Goldprägung im Abendland aufgenommen und andere Gebiete zogen nach. So entstand das Problem des Geldwechsels, den die Entscheidung über den Wert des Geldes wurde immer von der Regierung getroffen, d.h. dass die Regierung die Macht über die Aufwertung und die Entwertung des Geldes hatte und so waren die schwankenden Geldkurse für die Kaufleute unvorhersehbar, so mussten sich die Kaufmänner aufgrund dieser Vorkommnisse schützen. Der Geldverleiher bekam nun ein vom Geldleiher fristbedingtes Zahlungsversprechen, aber an einem anderen Ort und in dieser anderen Währung. Für die Kaufleute bedeutete es, dass sie ihr Geld in der Währung zurückbekamen, die zu diesem Zeitpunkt am stärksten war. Die Währungsstärke bildete sich meistens nach Jahreszeit und den Vorkommnissen im jeweiligen Land heraus, so konnten sich die Kaufleute dieses Wissen zu ihrem Vorteil auslegen. Schon damals hatte dieses System den Charakter des Kreditwesens und der Kaufmann wurde geldgierig und mit seinem Handeln strebte er nur nach Gewinn.
3. Der Kaufmann und sein Handeln
Die Kaufleute liebten das Geld und taten alles um dieses Geld zu verdienen. Mit aller Leidenschaft wollten sie ihre Geldgier befriedigen, und so geschah es dass die
4 Vgl. Jacques Le Goff: Kaufleute und Bankiers im Mittelalter, Frankfurt am Main 1989, S. 12 - 13
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Arbeit zitieren:
Bachelor of Arts Anna Sliwa, 2006, Geld und seine Auswirkung auf die Kaufleute in Bezug auf die religiöse und moralische Einstellung, München, GRIN Verlag GmbH
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