Inhalt
1. Einleitung 3
2. Allgemeines zur Arbeitslosigkeit 5
Ein Vergleich: 5
2.1. Ursachen. 5
2.2. Folgen. 6
3. Entwicklung der Arbeitslosigkeit in Deutschland. 6
4. Reformansätze. 7
4.1. Arbeitsamt 2000 7
4.2. Job-AQTIV-Gesetz 2001 7
4.3. Agenda 2010 8
4.4. Hartz-Konzept 10
4.4.1. Einige Auswirkungen. 14
5. Mobilisierung/Vorschläge zur Umsetzung. 15
6. Fazit. 20
7. Literatur. 22
2
1. Einleitung
Thema der Arbeit ist es, ein Konzept zu erstellen, welches die Arbeitsmarktpolitik in Deutschland effizienter gestaltet und reformiert. Ziel meines Konzeptes ist es, die Arbeitslosenzahlen zu senken, Arbeitslose zu motivieren und vor allem der Politik neue Wege dazu aufzuzeigen.
Als Arbeitslosigkeit bezeichnet man das Fehlen von bezahlten
Beschäftigungsmöglichkeiten für Teile der arbeitsfähigen und Arbeit suchenden Bevölkerung. 1 Arbeitslosigkeit ist nicht nur für die direkt Betroffenen ein Problem, sondern in vielen Ländern das größte makroökonomische Problem unserer Zeit, das hohe ökonomische und soziale Kosten verursacht. Der Begriff der Arbeitslosigkeit ist nur sinnvoll auf Gesellschaften oder Teile davon anzuwenden, in denen der Lebensunterhalt durch Lohnarbeit erworben wird. Im Deutschen kam der Begriff 'Arbeitslosigkeit' mit dem Beginn der Wirtschaftskrise in den 1890er Jahren auf.
Nicht nur der Einzelne ist zur Deckung seiner Lebensverhältnisse auf Arbeit angewiesen, auch die Gesellschaft, die durch die feingliedrige Arbeitsteilung ihren kulturellen Stand erhalten und verbessern kann, braucht den Beitrag der Arbeit aller seiner arbeitsfähigen Mitglieder. Wegen der zunehmenden Produktivität wird aber die dazu benutzte Zeit immer geringer. Um das Jahr 1900 betrug die Arbeitszeit etwa 3000 Stunden pro Jahr, heute beträgt die jährliche Arbeitszeit etwa 1300 Stunden - bei einem etwa dreimal so hohen Lebensstandard.
1 Beier, Angelika (2002): S. 35
3
http://www.arbeitsagentur.de/zentraler-Content/A01-Allgemein-Info/A011-Presse/Publikation/pdf/Landkarten-
2. Allgemeines zur Arbeitslosigkeit
Ein Vergleich:
Deutschland 82 Millionen Einwohnern
3, 8 Millionen Arbeitslose 4,6% der deutschen Bevölkerung sind arbeitslos Österreich 8 Millionen Einwohner
270.000 Arbeitslose 3,4% der österreichischen Bevölkerung sind arbeitslos Schweiz 7,5 Millionen Einwohner
106.200 Arbeitslose 1,4% der Schweizer Bevölkerung sind arbeitslos
2.1. Ursachen
Sockelarbeitslosigkeit: Konkret umfasst diese Gruppe solche, die aufgrund von Qualifikation, Alter, Gesundheitszustand, Wohnort oder mangelndem Arbeitswille nicht oder zumindest nicht sofort einen Arbeitsplatz finden und annehmen. Konjunkturelle Arbeitslosigkeit: Sie entsteht durch Konjunkturschwankungen. Saisonale Arbeitslosigkeit: Sie ergibt sich aus natürlichen Schwankungen der Klimabedingungen im Jahresverlauf oder aus Nachfrageschwankungen. (z. B. Arbeitslosigkeit in der Landwirtschaft im Winter oder in der Gastronomie in der Nebensaison).
Friktionelle Arbeitslosigkeit (Sucharbeitslosigkeit): Sie entsteht beim Übergang von einer Arbeitsstelle zu einer anderen.
Strukturelle Arbeitslosigkeit: Wandlungen in der Wirtschaftsstruktur oder durch technologische Entwicklungen, wenn gleichzeitig der Arbeitsmarkt oder das Ausbildungssystem zu unflexibel sind, um Arbeitslose in anderen Branchen, Regionen oder Berufen unterzubringen.
Technologische Arbeitslosigkeit: Sie entsteht durch die Ersetzung der Arbeitskräfte durch Automatisierung.
Unfreiwillige Arbeitslosigkeit: Ökonomen sprechen von unfreiwilliger Arbeitslosigkeit, wenn ein Arbeitssuchender keine Arbeit findet, obwohl er bereit ist, zum geringstmöglichen Lohn zu arbeiten. 2
2 WissenTransfer (Hrsg.) (2003): S. 23
5
Speziell die, für den deutschen Arbeitsmarkt charakteristische Verfestigung der Arbeitslosigkeit hat viele Ursachen. Eine zentrale Rolle kommt jedoch dem institutionellen Regelwerk zu: Fehlanreize im System der Lohnersatzleistungen, ein System der Lohnfindung, das die Belange der Arbeitslosen nicht ausreichend beachtet, die hohe Belastung mit Steuern und Abgaben, ein zu rigides Arbeitsrecht 3 − diese Faktoren trugen dazu bei, dass sich die Arbeitslosigkeit in der Vergangenheit verfestigte anstatt sich in wirtschaftlich guten Zeiten markant zurückzubilden.
2.2. Folgen
Am Stärksten betroffen sind ältere Arbeitslose, die jahrelang an feste Arbeitsstruktur gewöhnt waren, Jugendliche und alleinstehende Männer, die zu vermehrter Isolation neigen. Neben psychologischer und gesundheitlicher Probleme, Entwertung der bisher erlangten Qualifizierung, gesellschaftlich-kulturelle Isolation und Verarmung sind auch die gesamtwirtschaftlichen Kosten der Arbeitslosigkeit eine schwerwiegende Folge: Über 45 % des Bundeshaushaltes 2006 von rund 262 Mrd. € sind für Arbeit und Soziales eingeplant. 4 Jeder Erwerbslose ist eine doppelte Belastung, einerseits trägt dieser nicht mehr zur Finanzierung der Sozialbeiträge (Pflegeversicherung, Pension, etc.) bei, andererseits bezieht er diese Leistungen ab dem Zeitpunkt der Erwerbslosigkeit.
3. Entwicklung der Arbeitslosigkeit in
Deutschland
Nicht einmal der durch die Wiedervereinigung ausgelöste Nachfrageschub nach Gütern und Dienstleistungen in Westdeutschland vermochte dort die Arbeitslosigkeit auf das Niveau zu Beginn der achtziger Jahre zurückzuführen. Ähnliches galt nach Angebotsschocks, wie etwa der exorbitanten Erhöhung des Erdölpreises in den siebziger Jahren: In den achtziger Jahren war der Ölpreis zwar in realer Betrachtung wieder deutlich rückläufig, aber dies ließ die westdeutsche Arbeitslosigkeit nicht annähernd wieder auf das Niveau vor der Rohölpreiserhöhung sinken. Den Grundgedanken der aktiven
3 Christen, Christian/Michel, Tobias/Rätz, Werner (2003): S. 223
4 WissenTransfer (Hrsg.) (2003): S. 129
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Arbeit zitieren:
Edith Reinisch, 2007, Politische Sensibilisierung und Mobilisierung von Arbeitslosen in Deutschland, München, GRIN Verlag GmbH
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