Inhaltsverzeichnis
ABBILDUNGSVERZEICHNIS. I
ABK ÜRZUNGSVERZEICHNIS I
1 EINLEITUNG. 1
2 SUSTAINABLE DEVELOPMENT AUF UNTERNEHMENSEBENE 2
2.1 DAS LEITBILD DER NACHHALTIGEN ENTWICKLUNG 2
2.2 UNTERNEHMERISCHE NACHHALTIGKEIT. 3
2.3 WETTBEWERBSVORTEILE DURCH UNTERNEHMERISCHE NACHHALTIGKEIT 3
3 BALANCED SCORECARD ALS MANAGEMENTSYSTEM 4
4 NACHHALTIGE BALANCED SCORECARD ALS INSTRUMENT DES
NACHHALTIGKEITSMANAGEMENTS 6
4.1 BSC ALS GRUNDLAGE FÜR DIE INTEGRATION VON NACHHALTIGKEITSASPEKTEN
6
4.2 INTEGRATIONSFORMEN 6
4.3 KONZEPTE IM ÜBERBLICK. 8
4.3.1 "Sustainability Balanced Scorecard (SBS)C" 8
4.3.2 "SBS: Sustainable Balanced Scorecard" 11
4.3.3 Projekt "NaWiGaTOr" 13
4.4 GEMEINSAMKEITEN UND UNTERSCHIEDE DER KONZEPTIONEN. 14
5 NACHHALTIGE BALANCED SCORECARD IN DER PRAXIS. 15
5.1 DIE UMWELT-SBSC IN DER UNAXIS BALZERS AG 15
5.2 SBSC BEIM AXEL SPRINGER VERLAG - DRUCKHAUS SPANDAU 16
6 FAZIT 18
ERKL ÄRUNG. 19
LITERATURVERZEICHNIS 20
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Vorgehen zur Ausgestaltung einer SBSC für ein wertorientiertes Nachhaltigkeitsmanagement S. 9 Abb. 2: Vier Varianten der Integration einer SBSC S. 11 Abb. 3: SBS-Nachhaltigkeitsmatrix mit ausgewählten Indikatoren S. 12 Abb. 4: Umweltziele, -kennzahlen, und -maßnahmen S. 15 Abb. 5: Strategy Map der Umwelt-SBSC S. 16 Abb. 6: Top Level Scorecard des Druckhauses Spandau als Strategy Map S. 17
Abkürzungsverzeichnis
BSC Balanced Scorecard KMU Kleine und Mittlere Unternehmen NBSC Nachhaltige Balanced Scorecard SBS Sustainable Balanced Scorecard SBSC Sustainability Balanced Scorecard
- 1 - 1Einleitung
Klimawandel, Bevölkerungswachstum, Ressourcenknappheit und abnehmende Biodiversität - dies sind nur einige der vielen Themen in den aktuellen wirtschafts- und umweltpolitischen Diskussionen. Es ist mittlerweile allseits bekannt, dass sich das Verhalten der Menschen auf dieser Welt ändern muss, soll die Zukunft für die jetzige aber vor allem für die kommenden Generationen gewahrt werden. Das verantwortungsvolle und vorausschauende Wirtschaften mit unseren begrenzten Ressourcen ist somit fester Bestandteil unserer Gegenwart.
Neben der gesellschaftspolitischen Ebene zeichnet sich vor allem auf der Unterneh-
mensebene eine wachsende Tendenz zur Nachhaltigkeitsorientierung ab. 1 Auch in der klassischen Betriebswirtschaftslehre hat nachhaltige Entwicklung (engl.: Sustainable Development) das Nischendasein abgelegt und sich zu einem eigenständigen
Forschungsgebiet entwickelt. 2
Unternehmen nachhaltig zu managen bedeutet den Unternehmenserfolg durch ein langfristiges und qualitatives Wachstum zu realisieren. Im Bereich dieser Managementsysteme gibt es jedoch ein Defizit bei den strategisch ausgerichteten Instrumen-ten. 3 Hier setzt das Konzept einer um den Nachhaltigkeitsgedanken erweiterten Balanced Scorecard (BSC) an.
Zu Beginn dieser Hausarbeit wird die Idee der nachhaltigen Entwicklung sowie der BSC in Ihren Grundzügen erläutert. Im Kern werden verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt, wie der Balanced Scorecard-Ansatz als strategisches Managementsystem modifiziert werden kann, um dem Ziel einer nachhaltigen Unternehmensführung zu entsprechen. Für ein besseres Verständnis werden nach diesem Überblick zwei Beispiele aus der betrieblichen Praxis kurz dargestellt. Auf typische Kenngrößen wird sowohl bei der Darstellung der Konzeptionen als auch im Rahmen der exemplarischen Beispiele eingegangen.
1 Vgl. Mahammadzadeh 2003, 4.
2 Vgl. Bergius, Susanne 2006, 6.
3 Vgl. Mahammadzadeh 2003, 4.
- 2 - 2Sustainable Development auf Unternehmensebene
2.1 Das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung
Der Begriff der nachhaltigen Entwicklung wird in der Literatur vielfältig definiert und interpretiert. Ausschlaggebend für das heutige allgemeingültige Verständnis nachhaltiger Entwicklung war der Abschlussbericht "Unsere gemeinsame Zukunft" der "Weltkommission für Umwelt und Entwicklung". Darin wird nachhaltige Entwicklung definiert, als "eine Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass zukünftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen
können." 4
Nachhaltige Entwicklung als normative Idee bezieht sich dabei hauptsächlich auf
Fragen zur Gerechtigkeit und Integration. 5 Inter- und Intragenerative Verteilungsgerechtigkeit postuliert, dass auf der einen Seite eine Erhöhung des heutigen Wohlstandes nicht zu Lasten zukünftiger Generationen gehen darf (intergenerativ); es auf der anderen Seite aber ebenso innerhalb einer Generation gleiche Lebenschancen geben muss (intragenerativ). Weiterhin drückt sich Nachhaltigkeit in verschiedenen Dimensionen aus: die ökonomischen, ökologischen und sozialen Aspekte einer nachhaltigen Entwicklung dürfen, entsprechend der integrativen Sichtweise, nicht isoliert betrachtet werden. Die Modelle, die diesen integrativen Ansatz verfolgen und die Aspekte in einer dreidimensionalen Perspektive sehen, werden als "Drei-
Säulen-Modelle" der Nachhaltigkeit bezeichnet. 6
Es geht also "um die Verbindung von wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Weiterentwicklung einerseits mit Umweltschutz und Ressourcenschonung andererseitsim globalen Maßstab, aber zugleich lokal und in jeder einzelnen Wirtschaftseinheit
(z. B. Kommunen, Unternehmen)." 7
4 Weltkommission für Umwelt und Entwicklung 1987, S. 46; vgl. auch zu diesem Absatz Burschel et al. 2004, 15f.
5 Vgl. Mahammadzadeh 2003, 5.; Arnold et al. 2001, 4; Burschel et al. 2004, 23.
6 Vgl. dazu z. B. Burschel et al. 2004, 21; Arnold et al. 2003, 393; Schaltegger, Dyllick 2002, 31.
7 Arnold et al. 2003, 392.
- 3 - 2.2Unternehmerische Nachhaltigkeit
Aus gesellschaftlichen Nachhaltigkeitszielen lassen sich nicht ohne weiteres entsprechende Ziele für Unternehmen ableiten. Die Offenheit des Konzeptes der nachhaltigen Entwicklung bietet jedem Unternehmen die Möglichkeit, seine eigenen Nachhaltigkeitsziele individuell zu formulieren. Wesentlich beeinflusst werden die Ziele durch den Einfluss und die Gewichtung unternehmensinterner und -externer Anforderungen. Glaubwürdig wird eine nachhaltige Unternehmensführung erst dann, wenn auch die spezifischen Anforderungen einzelner Stakeholder-Gruppen (z. B.
Aktionäre, Staat, Öffentlichkeit) berücksichtigt werden. 8 Dieser Umstand birgt Chancen und Risiken für das Unternehmen.
Die Übertragung des Nachhaltigkeitsleitbildes auf das Unternehmen geht mit folgen-den Herausforderungen für das Unternehmen einher: 9
1) Ökonomische Nachhaltigkeit zielt auf die Erhaltung bzw. Erhöhung des Kapitals, des Wissens und der Lernfähigkeit des Unternehmens, sowie des immateriellen Kapitals ab.
2) Soziale Nachhaltigkeit verlangt die Erhöhung bzw. Erhaltung des innerbetrieblichen Human- und Sozialkapitals, sowie Beiträge zum gesellschaftlichen Sozialkapital.
3) Ökologische Nachhaltigkeit zielt auf die Erhaltung der natürlichen Ressourcen ab, d. h. auf eine effiziente Verwendung der Rohstoffe, Senkung der Unweltbelastung, usw.
2.3 Wettbewerbsvorteile durch unternehmerische Nachhaltigkeit
Damit Unternehmen den Nachhaltigkeitsgedanken in ihr eigenes Leitbild, also in ihre eigenen Unternehmensziele und -strategien aufnehmen, muss ihnen der unternehmenspolitische Sinn diesbezüglich verdeutlicht werden. Dieser ergibt sich vor allem daraus, dass eine nachhaltige Unternehmensführung Wettbewerbsvorteile generiert.
Diese lassen sich wie folgt zusammenfassen: 10
8 Vgl. Arnold, et al. 2003, 392 f.
9 Ausführliche Darstellung unter Ebenda, 393.
10 Vgl. Ebenda, 394.
Arbeit zitieren:
Dirk Fehse, 2008, Ergänzung des Balanced Scorecard-Ansatzes um eine Sustainable Development-Komponente, München, GRIN Verlag GmbH
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