Inhaltsverzeichnis
Abk ürzungsverzeichnis. 3
1 Einleitung 5
2 Theoretische Grundlagen zum Abschlussprüferwechsel 6
2.1 Definition Abschlussprüferwechsel 6
2.2 Ökonomische Theorien des Abschlussprüferwechsels 6
2.2.1 Agency-Theorie und Abschlussprüfung 6
2.2.2 Signalling-Theorie und Abschlussprüfung 7
2.3 Anreize zum Abschlussprüferwechsel 8
3 Empirische Erkenntnisse zum Abschlussprüferwechsel 10
3.1 Die „Richtung“ des Abschlussprüferwechsels. 10
3.2 Gründe für einen Abschlussprüferwechsel 11
4 Evaluation des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG)
hinsichtlich des Abschlussprüferwechsels 12
4.1 Aktuelle rechtliche Normen des HGB 12
4.2 Geplante Erweiterungen im Rahmen des BilMoG 13
4.3 Kritische Würdigung. 14
5 Schlussbetrachtung 16
Literaturverzeichnis. 17
2
Abkürzungsverzeichnis Abs. Absatz AG Aktiengesellschaft AP Abschlussprüfer APAG Abschlussprüferaufsichtsgesetz BARefG Berufsaufsichtsgesetz BDO Binder, Dijker, Otte BilKoG Bilanzkontrollgesetz BilMoG Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz BilReG Bilanzrechtsreformgesetz Bspw. Beispielsweise Bzgl. Bezüglich Bzw. Beziehungsweise D. h. Das heißt Diss. Dissertation E Entwurf EU Europäische Union F. Und die folgende Ff. Und die folgenden Gem. Gemäß Ggf. Gegebenenfalls Ggü. Gegenüber GmbH Gesellschaft mit beschränkter Haftung Habil.-Schr. Habilitationsschrift HGB Handelsgesetzbuch Hrsg. Herausgeber I. d. R. In der Regel
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I. S. v. Im Sinne von IDW Institut der Wirtschaftsprüfer IKB Industriekreditbank IKS Internes Kontrollsystem KG Kommanditgesellschaft KonTraG Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich KPMG Klynveld, Peat, Marwick, Goerdeler LB Landesbank No. Number Nr. Nummer OHG Offene Handelsgesellschaft PWC Price Waterhouse Coopers S. Seite Sog. Sogenannte U. a. Unter anderem Univ. Universität vBP Vereidigter Buchprüfer Vgl. Vergleich Vol. Volume WP Wirtschaftsprüfer WPG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft WpHG Wertpapierhandelsgesetz WPK Wirtschaftsprüferkammer Z. B. Zum Beispiel Zugl. Zugelassen Zzgl. Zuzüglich
4
1 Einleitung
Verschiedene Bilanzskandale in den letzten Jahren 1 sowie ‚schwarze Kassen’ 2 und Liquiditätsengpässe einzelner Banken 3 im Zuge der ‚Subprime’-Krise in der jüngeren Vergangenheit sorgten in den Medien für starkes Aufsehen. Kritik wurde dabei an Management und Aufsichtsgremien wie auch an AP 4 geübt. Als Reaktion auf die Bilanz-skandale verabschiedete das EU-Parlament 2006 die 8. EU-Richtlinie (die sog. Abschlussprüferrichtlinie). Die Umsetzung der EU-Vorgaben in nationales Recht erfolgt u.a. über das BilMoG. 5 Ziel dieser Regulierung ist u.a. die Wiedergewinnung des öffentlichen Vertrauens in die Abschlussprüfung, wozu „die Sicherstellung einer hohen Qualität der gesetzlichen Abschlussprüfung“ 6 ebenso gehört wie die Betonung der Unabhängigkeit des AP. 7 Ein diesbezüglich diskutierter Punkt ist der Abschlussprüferwechsel. Die Gründe und Ursachen eines Wechsels sind jedoch vielfältig und können ebenso zu einer Stärkung wie zu einer Beeinträchtigung der Unabhängigkeit des AP beitragen. 8 Im Rahmen dieser Seminararbeit sollen diesbezüglich folgende zentrale Fragestellungen näher betrachtet werden:
− Welche Anreize existieren für einen Wechsel des AP?
− Inwiefern tragen die Änderungen des BilMoG zu einer Stärkung des Vertrauens in die Abschlussprüfung bei?
Zur Beantwortung dieser Fragenstellung gibt Kapital 2 zunächst einen Überblick über die Thematik des Abschlussprüferwechsels. Hierzu gehören die formale Definition wie auch ökonomische Theorien, die sich mit der Abschlussprüfung befassen. Darüber hinaus werden potenzielle Anreize des Management, der Eigentümer sowie des AP bzgl. des Abschlussprüferwechsels herausgearbeitet. Weiterführend werden in Kapitel 3 empirische Erkenntnisse zu dem Phänomen des Abschlussprüferwechsels vorgestellt. Im vierten Kapitel erfolgen Darstellungen des Status quo sowie der geplanten Erweiterun- 1 Z. B. Flowtex (2000), Enron (2001), Parmalat (2003).
2 Siemens (2006).
3 Z. B. IKB, Sachsen LB (2007).
4 Unter dem Begriff AP werden WPG, WP und vBP verstanden, die Abschlussprüfungen durchführen.
5 Bereits erfolgt sind Umsetzungen im BilReG, BilKoG, APAG (2004), BARefG (2007).
6 Marten/ Quick/ Ruhnke (2007), S. 20; Aus Sicht der Adressaten der Rechnungslegung liegt die
Qualität „in der (zuverlässigen) Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung, derAufdeckung
doloser Handlungen sowie der Beurteilung der zukünftigen Unternehmensentwicklung“ [Doll (2000), S.
176].
7 Bzgl. der Unabhängigkeit wird unterschieden zwischen innerer (Unbefangenheit) und äußerer Unab-
hängigkeit (das Nichtbestehen der Besorgnis der Befangenheit), vgl. Naumann (2006), S. 68.
8 Vgl. zusammenfassende Darstellung in Marten/ Quick/ Ruhnke (2007), S. 156-159 und S. 171-175.
5
gen der gesetzlichen Regelungen, bevor abschließend eine diesbezüglich kritische Betrachtung vorgenommen wird.
2 Theoretische Grundlagen zum Abschlussprüferwechsel
2.1 Definition Abschlussprüferwechsel
Allgemein ist ein Prüferwechsel als „die unterlassene Wiederwahl des bisherigen (amtierenden) Abschlussprüfers nach Ablauf einer Prüfungsperiode durch das jeweils zuständige Gesellschaftsorgan zu verstehen.“ 9 Weiterführend wird in der Fachliteratur zwischen einem externen und einem internen Prüferwechsel differenziert. Der interne Prüferwechsel bezieht sich lediglich auf den verantwortlichen WP, nicht jedoch auf die prüfende WPG. Bei einem externen Wechsel hingegen werden sowohl der WP als auch die WPG ausgetauscht. 10 Darüber hinaus wird zwischen einem freiwilligen Wechsel, wie er aus der obigen Definition hervorgeht, und einem - ebenfalls in intern und extern getrennten - verpflichtenden bzw. obligatorischen Wechsel unterschieden. 11
2.2 Ökonomische Theorien des Abschlussprüferwechsels 2.2.1 Agency-Theorie 12 und Abschlussprüfung
Die Agency-Theorie erfasst „Beziehungen zwischen einem oder mehreren Auftraggebern, den Principals, und einem oder mehreren Auftragsnehmern, den Agents“ 13 . Diese Theorie unterliegt der Annahme, dass jedes Subjekt über unterschiedliche Präferenzstrukturen, Handlungsspielräume und Informationen verfügt. Somit ist die Leistung des Agenten für den Prinzipal nicht vollständig beobachtbar (‚hidden action’). Diesen Handlungsspielraum kann der Agent nutzen, um seinen persönlichen Nutzen zu maximieren und hierdurch den Auftraggeber zu schädigen (‚moral hazard’). 14 Bei der Betrachtung der Agency-Theorie im Rahmen der Abschlussprüfung bilden die Informati-
9 Grothe (2006), S. 585.
10 Vgl. Grothe (2006), S. 585-588.
11 Vgl. Quick (2006), S. 581-585. Der obligatorische Wechsel des AP wird auch als Turnuswechsel oder
Prüferrotation bezeichnet, vgl. Marten (1994), S. 46; Quick (2006), S. 581-585.
12 Auch agency-theoretischer Ansatz oder Prinzipal-Agent-Theorie, vgl. Marten/ Quick/Ruhnke (2007),
S. 32.
13 Küpper (2005), S. 133; Die Begrifflichkeiten und Elemente basieren auf Ross (1973) sowie Jensen/
Meckling (1976).
14 Vgl. Marten/ Quick/ Ruhnke (2007), S. 32-38.
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Arbeit zitieren:
Björn Peters, 2008, BilMoG und Abschlussprüferwechsel, München, GRIN Verlag GmbH
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