1. Vorbemerkungen Seite 3
2. Allgemeines zu Plinius Seite 3
3. Textauszug (Plinius ep V 8 1-4) Seite 4
4. Übersetzung Seite 4
5. Kurze inhaltliche Zusammenfassung des gesamten Briefes V 8 Seite 5
6. Erläuterung und Analyse des Textauszuges Seite 5
6. 1 Überschrift Seite 5
6. 2 Abschnitt 1 Seite 6
6. 3 Abschnitt 2 Seite 7
6. 4 Abschnitt 3 Seite 9
6. 5 Abschnitt 4 Seite 10
7. Schlusswort Seite 11
8. Literaturverzeichnis Seite 13
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1. Vormerkungen Diese Hausarbeit befasst sich mit der Übersetzung, Analyse und Erläuterung des Textauszu- ges Plinius Epistulae V, 8, 1 – 4. Abschließend gehe ich kurz auf Plinius’ Absichten ein, die er mit diesem Brief verfolgt.
In meinen Erläuterungen habe ich die Bezugnahme auf die maßgeblichen Kommentatoren
Döring und Sherwin-White immer gekennzeichnet, bei letzterem jedoch nicht unterschieden,
ob ich die Informationen seinem ausführlichen Kommentar oder seiner Kurzfassung entnom-
men habe.
Auf Quellen und Parallelstellen anderer Autoren wird teilweise der Kürze halber nur verwie-
sen, wenn sie mir jedoch besonders wichtig erschienen, habe ich den lateinischen Text in mei-
nen Kommentar aufgenommen.
Zu Beginn eines neuen Abschnittes habe ich kurz den jeweiligen Inhalt zusammengefasst.
Lateinische Wörter sind kursiv gesetzt, wenn sie kommentiert werden, sind sie zusätzlich fett
gedruckt.
Die Bezeichnungen der Handschriften habe ich in Analogie zu den Siglen des Oxford-Textes
von Mynors verwendet.
2. Allgemeines zu Plinius
Gaius Plinius Caecilius Secundus (im Folgenden stets ‚Plinius’) lebte in der frühen Kaiserzeit
(ca. 61 – 113). Da sein Vater früh verstorben war, wurde er von seinem Onkel mütterlicher- seits (Plinius maior) adoptiert und aufgezogen 1 . Plinius verehrte seinen Onkel auf Grund sei- nes unermüdlichen Eifers sehr, da er neben seinen umfangreichen beruflichen Pflichten noch Zeit fand, sich Studien zu widmen und Bücher zu schreiben. 2 Plinius’ literarisches Hauptwerk umfasst eine Sammlung von 247 „wohlstilisierten und glän- zend durchkomponierten“ 3 Briefen, die an verschiedene Adressaten gerichtet sind und eine Vielzahl von Themen aufweisen. Nach heutiger Ansicht handelt es sich bei diesen Briefen
nicht um fiktive, sondern um wirklich abgeschickte Briefe, die aber von vornherein zur Veröf-
fentlichung gedacht waren. Daher liegt es nahe, dass Plinius mehrere Ziele mit seiner schrift- stellerischen Tätigkeit verband 4 : Zum einen nutzte er die Briefe für den Informationsaus- tausch mit dem jeweiligen Adressaten, zum anderen wollte er damit der Nachwelt wichtige Ereignisse überliefern 5 und vermittelt damit gleichzeitig auch einen Einblick in den Lebensstil
1 Vgl.: Plinius ep.V,8,5: avunculus meus idemque per adoptionem pater […]
2 Vgl.: Plinius ep. III, 5
3 Vgl.: Metzlers Lexikon Antiker Autoren, S.556
4 Vgl.: ebd., S. 556 - 558
5 z.B. der Vesuvausbruch in Ep. VI, 16 und 20 oder die Christenverfolgung in Ep. X, 96
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und die Denkweise der damaligen Zeit 6 . Darüber hinaus boten ihm diese Briefe eine günstige
Gelegenheit zur Selbstdarstellung 7 .
3. Textauszug: Plinius Epistula V, 8, 1-4
C. Plinius Titinio Capitoni Suo S.
1 Suades ut historiam scribam, et suades non solus: multi hoc me saepe monuerunt et ego
volo, non quia commode facturum esse confidam (id enim temere credas nisi expertus), sed
quia mihi pulchrum in primis videtur non pati occidere, quibus aeternitas debeatur,
aliorumque famam cum sua extendere.
2 Me autem nihil aeque ac diuturnitatis amor et cupido sollicitat, res homine dignissima, eo
praesertim qui nullius sibi conscius culpae posteritatis memoriam non reformidet.
3 Itaque diebus ac noctibus cogito, si ‘qua me quoque possim tollere humo’; id enim voto
meo sufficit, illud supra votum ‘victorque virum volitare per ora’; ‘quamquam o--’: sed hoc
satis est, quod prope sola historia polliceri videtur.
4 Orationi enim et carmini parva gratia, nisi eloquentia est summa: historia quoquo modo
scripta delectat. Sunt enim homines natura curiosi, et quamlibet nuda rerum cognitione
capiuntur, ut qui sermunculis etiam fabellisque ducantur. Me vero ad hoc studium impellit
domesticum quoque exemplum. [...]
4. Übersetzung
Gaius Plinius grüßt seinen Titinius Capito
1 Du rätst mir, Geschichte zu schreiben und nicht du allein gibst mir den Rat: Viele haben
mich oft dazu aufgefordert und ich will es auch, nicht weil ich glaube, dass ich es zufrie-
denstellend machen werde (denn dies könnte man blindlings glauben, wenn man es nicht
versucht hätte), sondern, weil es mir besonders schön erscheint, diejenigen, denen Unsterb-
lichkeit gebührt, nicht untergehen zu lassen und den Ruhm anderer mit seinem zu verbrei-
ten.
2 Mich aber reizt nichts so sehr wie die Begierde und das Verlangen nach einem andauern-
den Fortleben, eine für einen Menschen äußerst würdige Sache, besonders für den, der sich
keiner Schuld bewusst [ist und] das Andenken der Nachwelt nicht zu fürchten braucht.
3 Daher denke ich Tage und Nächte darüber nach, ob „ich mich irgendwie vom Boden erhe-
ben könnte“; denn das genügt meinem Wunsch, das Folgende ginge über meinen Wunsch
hinaus: „siegreich auch durch den Mund der Menschen umherzufliegen [siegreich auch in
6 z.B. Plinius Villen in Ep. IX, 7 oder sein Verhältnis zu Sklaven in Ep. VIII, 16
7 z.B. Schilderung seines Tagesablaufs in Ep. IX, 36
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Arbeit zitieren:
Karolin Büttner, 2005, Plinius: ep. V, 8, 1-4, München, GRIN Verlag GmbH
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