Die Bildgestaltung von Lernmaterial
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis 2
Zusammenfassung. 4
1 Einleitung 5
2 Definition von Bildern 5
3 Die Bedeutung von Bildern 6
3.1 Vorteile 6
3.2 Nachteile 7
4 Die Bildarten und deren Funktionen 7
4.1 Logische/ analytische Bilder 7
4.1.1 Charts 8
4.1.2 Tabellen. 8
4.1.3 Diagramme 9
4.2 Abbilder/ repräsentationale Bilder 10
4.2.1 Realistische Abbilder 10
4.2.2 Texturierte/ schattierte Abbilder 10
4.2.3 Linienabbilder/ Strichzeichnungen 11
4.2.4 Schematische Abbilder 11
5 Die kognitive Bildverarbeitung 11
5.1 Die voraufmerksame Verarbeitung 12
5.2 Die aufmerksame Verarbeitung 12
5.3 Die elaborative Verarbeitung 13
5.4 Die rekonstruktive Verarbeitung 13
6 Funktionen von Bildern 14
6.1 Aktivierungsfunktion 15
6.2 Konstruktionsfunktion 15
6.3 Fokusfunktion 15
6.4 Ersatzfunktionen 16
7 Ebenen und Sicherung des Bildverstehens 16
7.1 Natürliches Bildverstehen 16
7.1.1 Figur- Grund- Unterscheidung 17
7.1.2 Schattierungs- und Farbinformationen 18
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Die Bildgestaltung von Lernmaterial
7.1.3 Blickwinkel 18
7.1.4 Kontextualisierung 19
7.2 Indikatorisches Bildverstehen 19
7.2.1 Bildliche Eingriffe zur Hervorhebung der zentralen Information 19
7.2.2 Bildliche Eingriffe für die erfolgreiche Informationsverarbeitung 20
8 Fazit 20
9 Literaturverzeichnis 22
10 Anhang 23
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Die Bildgestaltung von Lernmaterial
Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit Bildern im Lernmaterial. Zunächst werden grundlegende Informationen zu Bildarten, deren Funktionen und dessen kognitiven Verarbeitung gegeben. Im weiteren Verlauf werden Schlussfolgerungen im Hinblick auf die Gestaltung von Lernmaterial präsentiert.
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Die Bildgestaltung von Lernmaterial
1 Einleitung
Neben der Darstellung von Text ist ebenso die Verwendung von Bildern in Lehr- Lernmaterial Selbstverständlichkeit geworden. Besonders die Kognitionswissenschaften haben sich in den letzten Jahren verstärkt mit dem Gebrauch von visuellem Material beschäftigt und vielfältige Untersuchungen durchgeführt.
Aus diesem Grund befasst sich die vorliegende Arbeit mit der effektiven Vermittlung von Wissen mit Hilfe von Bildern. Ziel ist es zu klären, welches didaktische Design eine Vorlage aufweisen sollte, damit sie lernförderlich ist. Bevor darauf eingegangen werden kann, müssen grundlegende Themen behandelt werden.
Dementsprechend wird ein Überblick über die verschiedensten Strukturen und Funktionen von Bildern gegeben sowie Erklärungen zur kognitiven Verarbeitung und zu den Ebenen des Bildverstehens gemacht. Die Frage ist, wie eine Vorlage abgetastet, verstanden, verarbeitet und rekonstruiert wird. Anhand dieser Prozessbeschreibungen wird aufgezeigt, inwiefern die Fähigkeiten des Bildproduzenten und -benutzers für eine effektive Wissensvermittlung von Bedeutung sind. Es wird erläutert, welches Vorwissen der Lernende mitbringen und welche Richtlinien der Bildhersteller bei der Gestaltung einhalten sollte.
2 Definition von Bildern
In der gegenwärtigen Arbeit wird der Begriff „Bild“ als eine „zusammenfassende Kategorie von Darstellungsformen gegenüber dem reinen Text“ (Ballstaedt, 1997, S.8) verwendet. So zählen Tabellen und Diagramme genauso zu dieser Gruppe wie Abbilder. In Form von Bildern können unsere Gedanken externalisiert, gesteuert und über Zeit- und Raumgrenzen hinweg gespeichert werden. Außerdem besitzen Bilder die Fähigkeit komplexe Sachverhalte reduziert und dementsprechend vereinfacht zu visualisieren.
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Die Bildgestaltung von Lernmaterial
3 Die Bedeutung von Bildern
Ein chinesisches Sprichwort besagt „Ein Bild ist mehr wert als tausend Worte.“ Demnach wird das Bild auf eine höhere Stufe als der Text gestellt. Doch im Laufe der Zeit haben sich gegensätzliche Meinungen in Hinblick auf die Bedeutung von Bildern herausgebildet. Die eine Partei hält weiterhin an das besagte Zitat fest. Nach Ballstaedt vertreten sie Argumente, dass Abbilder selbstverständlich sind und Informationen schneller und eindeutiger vermittelt werden als sprachliche Formulierungen. (1997, S. 199) Für die andere Seite sind Bilder für die Wissensvermittlung eher wertlos, weil sie meist in verschiedener Hinsicht interpretiert werden können und nur die Oberfläche von Sachverhalten darstellen. Außerdem ruft ein reines Bild ohne Begleittext Missverständnisse beim Betrachter hervor.
Beide Parteien sind mit ihren Meinungen und entsprechenden Argumenten im Recht. Es gibt Fälle, in denen für einen Lernerfolg besser ein Bild angeboten werden sollte. Doch für andere Lerninhalte ist der Text einem Bild überlegen. Welche Darstellungsform die bessere Wahl ist, hängt von den jeweiligen zu vermittelnden Wissensinhalten ab. Jedoch gilt die Regel: Je mehr Worte gebraucht werden um einen Sachverhalt zu beschreiben, desto günstiger ist es die Inhalte in Form eines Bildes zu verpacken.
Wie sich aufgrund der widersprüchlichen Ansichten vermuten lässt, sind Bilder beim Lernprozess vor-und nachteilig. Nachfolgend wird erläutert, welche Bildeigenschaften den Wissenserwerb in welcher Weise beeinflussen.
3.1 Vorteile
Positiv an Bildern ist deren „sinnliche, anschauliche Aussagekraft von Formen, Farben und Texturen“. (Niegemann, Hessel, Hochscheid- Mauel u.a., 2004, S. 176) Durch diesen Charakter erregen sie Aufmerksamkeit und der Lernende ist motiviert sich mit den Bildinhalten auseinanderzusetzen. Sie lockern den Prozess des Wissenserwerbs auf, insbesondere beim Lernen am Computer, denn das Lesen am Bildschirm strengt schnell an. Ebenso vermitteln Bilder meist eine räumliche Orientierung, die mit Sprache schwer auszudrücken wäre. Auch haben Forschungen ergeben, dass sich das Auseinandersetzen mit anschaulichem Material positiv auf den Lernerfolg auswirkt.
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Die Bildgestaltung von Lernmaterial
3.2 Nachteile
Negativ an Bildern ist, dass Lernende die Vorlagen teilweise nur oberflächlich wahrnehmen und verarbeiten. Sie glauben nach kurzer Betrachtungszeit alle Inhalte und Zusammenhänge erfasst zu haben und wenden sich dem Bild reinen Gewissens ab. Hier bleibt der Lernerfolg meist auf der Strecke. Weiterhin kann anschauliches Material in verschiedenster Weise interpretiert werden, sodass Mehrdeutigkeiten entstehen und Lernende sich im schlimmsten Falle falsche Informationen einprägen. Ebenso „zeigen Bilder oft nur die Oberfläche von Gegenständen“. (Niegemann, Hessel, Hochscheid-Mauel u.a., 2004, S. 176) Sie besitzen nicht die Fähigkeit den Sachverhalt vollkommen aufzuzeigen. Wenn ich z.B. dem Betrachter ein Foto einer Packung Milch präsentiere, wird er kaum in der Lage sein Informationen zum Packungsinhalt (z.B. Füllhöhe) aus der Vorlage zu filtern.
4 Die Bildarten und deren Funktionen
Es gibt vielfältige Bildtypen, die starke Unterschiede in der Struktur, der Gestaltung und in den Funktionen aufweisen. Jedoch kann man die unterschiedlichen Arten von Bildern auf der Grundlage ihres Aufbaus in zwei große Familien einteilen: die logischen oder analytischen Bilder und die Abbilder oder repräsentationalen Bilder. Diese beiden Obergruppen lassen sich wie folgt nochmals untergliedern. Zu den konkreten logischen Vorlagen zählen Charts, Tabellen und Diagramme. Die Abbilder lassen sich weiter unterteilen in realistische, texturierte und schematische Abbilder, Linienabbilder sowie Piktogramme. Im Nachstehenden werden die einzelnen Bildtypen definiert und deren Funktion erklärt.
4.1 Logische/ analytische Bilder
Analytische Vorlagen stellen Strukturen dar, mit dessen Hilfe abstrakte Sachverhalte anschaulich gemacht werden. Die Darstellungen sind oft flächig. Diese Bildfamilie lässt sich als Zeichensysteme charakterisieren. Einzelnen Zeichen bzw. Gruppen von Zeichen wurden im Laufe der Zeit per Konvention Bedeutungen übertragen (z.B. deuten Pfeile immer auf relevante Bildelemente hin), die man kennen muss um diese Art von Bildern erfolgreich interpretieren zu können. Somit muss man ihre eigensinnige und schwere Sprache erlernen und sich bewusst machen, dass logische Bilder „anders
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Arbeit zitieren:
Kathleen Kunert, 2007, Die Bildgestaltung von Lernmaterial, München, GRIN Verlag GmbH
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