Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Communications - Movies and Television

Die Bedeutung und Entwicklung des Genres Erotik bei privatrechtlich organisierten Fernsehsendern in Deutschland

Title: Die Bedeutung und Entwicklung des Genres Erotik bei privatrechtlich organisierten Fernsehsendern in Deutschland

Term Paper , 2002 , 19 Pages , Grade: 2

Autor:in: Michael Sturmberg (Author)

Communications - Movies and Television
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

1984 wurde in Deutschland das duale Rundfunksystem gegründet, welches die Koexistenz von öffentlich-rechtlichen und privaten Sendeanstalten seither zulässt und regelt. Bis zu diesem Zeitpunkt existierten in Deutschland nur öffentlich-rechtliche Programme - die Programme der Landesrundfunkanstalten und das Gemeinschaftsprogramm von ARD und ZDF. Sie haben auch heute noch die Aufgabe der "Grundversorgung" mit einem breitem Programmangebot, wobei unter dem Begriff Grundstandard oder Grundversorgung allerdings nicht die Bedeutung von "Mindestversorgung" zu verstehen ist. Dies bedeutet, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk ein Programmangebot zur Verfügung stellen muss, welches die gesamte Bevölkerung umfassend informiert und die Meinungsvielfalt sichert (Straßer, 2000, S. 11f.).

Das duale Rundfunksystem ist vor allem durch das Wettbewerbsverhältnis zwischen den kommerziellen und öffentlich-rechtlichen Sendern geprägt. Auch wenn beide Parteien mit ihrem Programm u.a. das Ziel der Zuschauergewinnung mit einer sich aneinanderreihenden Kette von weiteren wirtschaftlichen Zielen verfolgen, so findet dieser Wettbewerb jedoch nicht zu den gleichen Rahmenbedingungen statt . Durch das Bundesverfassungsgericht und durch die einzelnen Bundesländer wurden viele gesetzliche Regelungen getroffen, die das Verhältnis zwischen privaten und öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten regeln.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Privatrechtlich organisierte Fernsehsender in Deutschland

1.1 Das duale Rundfunksystem und die privaten Sendeanstalten

1.2 Das wirtschaftliche Gefüge

1.3 Die Programmpolitik

2. Das Genre Erotik

2.1 Anfänge der „medialen Erotik“

2.2 Erotik in Spielfilmen und Shows bei RTL und SAT.1

2.3 Sparten- und Spin-Off-Kanäle

2.4 Erotik im heutigen Programm

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung und die strategische Bedeutung des Genres Erotik im Programm von privatrechtlich organisierten Fernsehsendern in Deutschland. Dabei steht insbesondere die Analyse des Wandels programmpolitischer Entscheidungen bei Sendern wie RTL und SAT.1 im Kontext von Wettbewerb, wirtschaftlichem Erfolg und gesellschaftlicher Verantwortung im Mittelpunkt.

  • Historische Einordnung des dualen Rundfunksystems in Deutschland
  • Analyse der wirtschaftlichen Mechanismen und Finanzierungsmodelle privater Fernsehsender
  • Untersuchung der programmpolitischen Strategien im Umgang mit dem Genre Erotik
  • Vergleich der Rollen von Hauptsendern, Spin-Off-Kanälen und Pay-TV-Angeboten
  • Diskussion über Jugendschutz, gesellschaftliche Akzeptanz und den Wandel von Sehgewohnheiten

Auszug aus dem Buch

2.2 Erotik in Spielfilmen und Shows bei RTL und SAT.1

Nicht immer lag der Sender RTL so erfolgreich vor dem Konkurrenzsender SAT.1 wie heute. 1988 erreichte SAT.1. 25,6 % der Sehanteile (entsprach einer Einschaltdauer von 61 Minuten), während RTL bei nur knapp 11,8 % (28 Minuten Einschaltdauer) lag (Bleicher, 1966, S. 184). Einem noch fehlenden Programmkonzept und der personellen Struktur des Senders wurde dieser Umstand hauptsächlich zur Last gelegt. Ein neues Programmkonzept wurde entwickelt, auch unter Einbezug der Themen Kultur, Sex und Nonsens ab 23 Uhr. Man befand sich bei RTL schließlich noch in den Gründerjahren und mit dem Genre Sex wagte man sich so gesehen auf ein Neuland des Programmangebots im Fernsehen, welches bisher von den öffentlich-rechtlichen Sendern gar nicht oder recht zurückhaltend betreten worden war.

Durch die geringen finanziellen Mittel musste man sich zunächst auf andere Weise auf dem Markt bemerkbar machen. Dabei nahm der damalige Senderchef Dr. Helmut Thoma auch bewusst in Kauf, dass man sich hiermit einer Reihe von kritischen und negativen Schlagzeilen ausliefern würde. Der neue, unverblümte Umgang mit dem Thema Sexualität sollte sich nach damaligen Angaben von RTL aber immer „innerhalb der Grenzen des guten Geschmacks“ befinden. Dass dies sicherlich nicht immer der Fall war, äußerte sich in zahlreichen öffentlichen Diskussionen sowie in den RTL-Programmausschusssitzungen. Aber auch negative Kritik zog schon damals etwas Positives mit sich: Die Aufmerksamkeit der Zuschauer.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Privatrechtlich organisierte Fernsehsender in Deutschland: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen des dualen Rundfunksystems sowie die ökonomischen Rahmenbedingungen und die daraus resultierende Programmpolitik privater Sendeanstalten.

2. Das Genre Erotik: Dieses Kapitel analysiert detailliert die historische Entwicklung, die strategische Nutzung und die inhaltliche Veränderung von Erotikangeboten bei großen privaten Fernsehsendern, deren Ablegern und im Pay-TV-Bereich.

Schlüsselwörter

Privatfernsehen, duales Rundfunksystem, Erotik, Programmpolitik, RTL, SAT.1, Medienökonomie, Werbemarkt, Zuschauerbindung, Jugendschutz, Spin-Off-Kanäle, Pay-TV, Fernsehgeschichte, Marktsegmentierung, Senderimage.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie private Fernsehsender in Deutschland das Genre Erotik als strategisches Instrument zur Profilierung und Zuschauergewinnung in ihrer Gründungsphase und darüber hinaus eingesetzt haben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen umfassen die ökonomischen Rahmenbedingungen privater Sender, die Rolle der Programmpolitik bei der Imagebildung sowie die ethischen und rechtlichen Auseinandersetzungen rund um Erotikformate.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie sich der Umgang mit Erotik in der Fernsehlandschaft unter dem Druck von Marktsegmentierung, Wettbewerb und gesellschaftlicher Verantwortung gewandelt hat.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse und die Untersuchung von publizistischen sowie wirtschaftlichen Strategien privater Fernsehveranstalter unter Einbeziehung relevanter Quellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die historische Entwicklung des dualen Rundfunks, die Bedeutung wirtschaftlicher Faktoren für das Programm sowie die konkrete Nutzung von Erotikformaten durch RTL und SAT.1.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Privatfernsehen, Erotik, Programmpolitik, Werbemarkt, Zuschauerbindung und Jugendschutz sind die zentralen Begriffe der Untersuchung.

Warum war das Genre Erotik für RTL in den Gründerjahren so wichtig?

Erotikfilme und -shows dienten dazu, Aufmerksamkeit zu erzeugen und sich von den öffentlich-rechtlichen Sendern sowie der Konkurrenz abzuheben, um in einer schwierigen Startphase Marktanteile zu gewinnen.

Wie hat sich die Rolle von Erotik im RTL-Programm verändert?

RTL vollzog einen Wandel hin zu einem gesellschaftlich verantwortungsvolleren Familienprogramm und verlagerte die Erotikthematik teilweise in Spin-Off-Kanäle wie RTL II oder ersetzte sie durch thematisch veränderte Talk- und Magazin-Formate.

Excerpt out of 19 pages  - scroll top

Details

Title
Die Bedeutung und Entwicklung des Genres Erotik bei privatrechtlich organisierten Fernsehsendern in Deutschland
College
University of Siegen  (Medien-Planung, -Entwicklung und -Beratung)
Course
Grundkurs: Einführung in den Medienstudiengang
Grade
2
Author
Michael Sturmberg (Author)
Publication Year
2002
Pages
19
Catalog Number
V11593
ISBN (eBook)
9783638177108
ISBN (Book)
9783638757515
Language
German
Tags
Bedeutung Entwicklung Genres Erotik Fernsehsendern Deutschland Grundkurs Einführung Medienstudiengang
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Sturmberg (Author), 2002, Die Bedeutung und Entwicklung des Genres Erotik bei privatrechtlich organisierten Fernsehsendern in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/11593
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  19  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint