Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis....................................................................................................................... 2
1. Der Begriff „Motorik“ 3
2. Der Begriff „Psychomotorik“ 3
3. Die Bedeutung des ganzheitlichen Ansatzes. 3
4. Die Rolle von Anlagen, Umwelt und Reifungsprozessen. 4
5. Neuronale Grundlagen und physische Gegebenheiten. 5
6. Folgerungen für den Sportunterricht 6
7. Fazit. 6
8. Literatur. 7
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1. Der Begriff „Motorik“
Der Begriff Motorik umfasst alle Verhaltensweisen, die ein aufeinander abgestimmtes Zusammenspiel bestimmter Muskeln fordern, wie z.B. Greifen, Kriechen, Gehen oder Stehen. Die motorische Entwicklung findet durch ein Zusammenspiel von Reifungs- und Lernprozessen statt.
Motorik umfasst alle Steuerungs- und Funktionsprozesse von Haltung und Bewegung. Damit ist Motorik mehr als ein objektiver Vorgang von Ortsveränderung menschliche Körpermassen in Raum und Zeit. Vielmehr beschreibt Motorik die Prozesse, die der Steuerung und Kontrolle von Haltung und Bewegung zu Grunde liegen. Dazu gehören neurophysiologische (Neuromotorik), sensomotorische (Sensomotorik) und psychisch, kognitive, motivationale (Psychomotorik) Vorgänge. Weiterhin spielen soziale und kulturelle Aspekte (Soziomotorik) eine bedeutende Rolle.
2. Der Begriff „Psychomotorik“
Der Begriff „Psychomotorik“ betont innerhalb der menschlichen Motorik den engen Zusammenhang von Wahrnehmen, Erfahren, Erleben und Handeln. Damit wird Bewegung nicht allein auf den Körper bezogen betrachtet. Bewegung ist Ausdruck der gesamten Persönlichkeit.
Psychische Vorgänge, wie z.B. Emotionalität oder Konzentration, aber auch die individuelle Persönlichkeitsanlage beeinflussen das spontane Bewegungsspiel. Diese kausale Verknüpfung wird Psychomotorik genannt.
3. Die Bedeutung des ganzheitlichen Ansatzes
Das Konzept der ''sensorischen Integration“ besagt, dass alle Bereiche des Zentralnervensystems, welches sämtliche Informationen, die der Körper über Bewegung und Wahrnehmung (Gleichgewicht, Tiefensensibilität, taktile Wahrnehmung, visuelle Wahrnehmung, auditive Wahrnehmung etc.) erhält, verarbeitet und dann integrierend zusammenwirken müssen, um dem Menschen ein verständliches Bild von sich selbst und seiner Umwelt abzubilden.
Dieses macht ihn erst handlungsfähig und ist Grundlage für alle Lern- und Verhaltensprozesse des Menschen und läuft unbewusst ab. Bewegung ist für das Kind auch ein bestimmender Faktor seiner Persönlichkeitsentwicklung. Es erfährt über Bewegung seine Umwelt, lernt sie als Objekt seiner Aktivitäten kennen und sich in ihrem
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Lebensraum zu verhalten. Alles, was für das Kind mit Fortbewegung, Erschließung seiner Umwelt und mit Unabhängigkeit zu tun hat, ist abhängig von den Bewegungsfunktionen des Körpers. Vielseitige Bewegungs- und Wahrnehmungserfahrungen bilden erst die Grundlage für eine harmonische Persönlichkeitsentwicklung des Kindes. Bewegungs- und Wahrnehmungserfahrungen können helfen, Kinder vor Einschränkungen in ihrer sozialen, emotionalen, kognitiven und gesundheitlichen Entwicklung zu bewahren. Bewegung und Wahrnehmen bilden einen engen Zusammenhang. Die motorischen Prozesse als die Gesamtheit der aktiven Bewegungsleistungen, die der Auseinandersetzung und der Kommunikation mit der Umwelt dienen, und die Gesamtheit, der auf der Hirntätigkeit beruhenden bewussten und unbewussten Funktionen intellektueller und geistiger, insbesondere emotioneller Tätigkeiten bilden einen wechselseitigen, komplexen Zusammenhang. Kinder lernen in ihrer zunächst erkundenden und experimentierenden Aktivität, dann in ihren spielerischen Aktivitäten die Beschaffenheit, die Lage und die Beziehungen der Dinge kennen. Sie begreifen die Beziehungen zu anderen Menschen, nehmen ihren Körper bewusster wahr und lernen dessen Gefühle, Sinnesfunktionen kennen und ihn aktiv zu nutzen.
4. Die Rolle von Anlagen, Umwelt und Reifungsprozessen
Entwicklung stellt einen natürlichen Wachstums- und Reifungsprozess dar, der durch genetische Programme gesteuert wird und in festgelegten Sequenzen, Stufen oder Phasen verläuft. Zumindest in der frühen Kindheit spielen Reifungsprozesse in der motorischen Entwicklung beim Erwerb fundamentaler Bewegungsfertigkeiten (Kriechen, Krabbeln, Greifen usw.) eine bedeutende Rolle. Darüber hinaus scheinen aber Einflüsse von Lernen, Übungen- und Training die motorische Entwicklung mit zunehmenden Alter zu bestimmen. Der Mensch wird dabei als ein sich selbst aktiv entwickelndes Subjekt gesehen. Entwicklung vollzieht sich dabei als Adaption und Strukturbildung, indem sich die Person durch aktives Verhalten an die Umwelt anpasst und immer komplexere personale Strukturen bildet. Dabei kann die Umwelt immer nur gemäß der jeweils erreichten Entwicklungsstufe der Person verarbeitet werden. Dies geschieht durch Akkomodation (das eigene Verhalten bzw. Struktur passt sich der den Anforderungen der Umwelt an) und Assimilation (die Umwelt wird so gestaltet, dass sie den eigenen Strukturen angepasst wird). Diese Adaptionsleistungen bauen auf den jeweils erreichten Entwicklungsstand des Individuums auf. Die Person entwickelt sich über das Handeln.
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Arbeit zitieren:
Claudia Günther, 2008, Kreative Bewegungsförderung: Bewegung macht schlau, München, GRIN Verlag GmbH
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