Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 1
2. Hauptteil 1
Definition und Abgrenzung der Zuwanderungsgruppe Spätaussiedler. 2
2.1
Warum beheimatet die BRD Spätaussiedler? 3
2.2
2.3 Warum leistet sich der deutsche Staat Maßnahmen zur Integration von
Sp ätaussiedlern? 4
2.3.1 Ausgangslage in den Herkunftsländern und Gründe für die Ausreise 4
2.3.2 Die Diskrepanz zwischen Hoffnung und Realität. 5
2.3.3 Nach der Einreise 6
2.3.4 Gründe für Integrationsmaßnahmen. 7
2.3.4.1 Gesetzliche Verpflichtung. 7
2.3.4.2 Vorhandene Potentiale 9
2.3.4.3 Soziale Folgelasten und gesellschaftliche Konflikt 10
2.3.4.4 Zusammenfassung 11
i
2.4
Wie kann die Soziale Arbeit die Integration von Spätaussiedlern
unterst ützen? 11
2.4.1 Maßnahmen zur Unterstützung der Existenzgründung 12
2.4.2 Maßnahmen zur psychosozialen Integration 14
2.4.3 Öffentlichkeitsarbeit 15
2.4.4 Zusammenfassung 16
3. Zusammenfassende Beantwortung der Frage: Wie ist der
Zusammenhang zwischen Sozialer Arbeit und der Migration
von Spätaussiedlern? 16
4. Literaturverzeichnis I
ii
1. Einleitung
In der vorliegenden Arbeit soll der Zusammenhang zwischen Sozialer Arbeit und der Migration von Spätaussiedlern erläutert werden. Dazu ist es notwendig, diese Zuwanderungsgruppe von den beiden anderen großen Zuwanderungsgruppen der BRD, den Arbeitsmigranten und den Flüchtlingen abzugrenzen und sie zu definieren. Daraufhin soll die Frage erörtert werden, warum die BRD als Einwanderungsland Zuwanderer beheimatet und ihre Einreise nicht abweist. Anschließend soll ausgehend von der Situation, in der sich die Spätaussiedler befinden, wenn sie in die BRD einreisen, erläutert werden, warum sich der deutsche Staat und die deutsche Gesellschaft umfangreiche Maßnahmen leisten, um die Spätaussiedler zu integrieren. Nachdem die Gründe für die Maßnahmen zur Integration dargestellt wurden, soll auf den Beitrag der sozialen Arbeit eingegangen werden und an konkreten, praxisbezogenen Beispielen verdeutlicht werden, wie die Soziale Arbeit in den Integrationsprozess eingreifen und diesen unterstützen kann. Abschließend soll die Ausgangsfrage „Wie ist der Zusammenhang zwischen Sozialer Arbeit und der Migration von Spätaussiedlern?“ mit Hilfe einer Zusammenfassung beantwortet werden.
2. Hauptteil
Die folgenden Abschnitte beschäftigten sich mit den Fragen, welche Einwanderer als Spätaussiedler bezeichnet werden und woher diese Menschen kommen, warum der deutsche Staat diesen Menschen eine Heimat bietet, sie integriert und ihnen die Einreise nicht verwehrt, welchen Beitrag die Soziale Arbeit zur Integration beitragen kann und wie sich der Zusammenhang zwischen Sozialer Arbeit und der Migration von Spätaussiedlern abschließend darstellt.
1
2.1 Definition und Abgrenzung der Zuwanderungsgruppe Spätaussiedler
Heute stehen bei der Betrachtung der Einwanderung in die BRD drei Einwanderungsgruppen im Mittelpunkt, die Arbeitsmigranten, die Flüchtlinge und die Spätaussiedler. Da die drei Migrantengruppen einen unterschiedlichen Rechtsstatus in der BRD besitzen und sehr unterschiedliche Voraussetzungen für die Integration mit sich bringen, ist es notwendig die Gruppe der Spätaussiedler, um die es in dieser Arbeit gehen soll, von den anderen Gruppen abzugrenzen. Nach § 4 der am 1.1.1993 in Kraft getretenen Neuregelung des Bundesvertriebenen- und Flüchtlingsgesetzes (BVFG) werden Aussiedlerinnen und Aussiedler als „Spätaussiedler“ bezeichnet (vgl. GEMENDE, 2003, S. 95). „Spätaussiedler ist in der Regel ein deutscher Volkszugehöriger, der die Republiken der ehemaligen Sowjetunion, Estland, Lettland oder Litauen nach dem 31. Dezember 1992 im Wege des Aufnahmeverfahrens verlassen und innerhalb von sechs Monaten im Geltungsbereich des Gesetzes seinen ständigen Aufenthalt genommen hat, wenn er zuvor seit […] dem 8. Mai 1945 [...] seinen Wohnsitz in den Aussiedlungsgebieten hatte“ (BVFG § 4 Abs.1 Nr.1). „Der Spätaussiedler ist Deutscher im Sinne des Artikels 116 Abs.1 des Grundgesetzes […]“ (BVFG § 4 Abs.3). Um den rechtlichen Status des Deutschen zu erhalten müssen Spätaussiedler ein Aufnahmeverfahren durchlaufen, in dessen Verlauf sie den Nachweis der deutschen Staatsangehörigkeit oder Volkszugehörigkeit und den Nachweis der Vertriebeneneigenschaft nach Artikel 116 des Grundgesetzes erbringen müssen (vgl. BLAHUSCH 1992, S. 53, 169). 1996 ist nach einer Entscheidung der damaligen Regierung ein Sprachtest hinzugekommen, in dem die Spätaussiedler ein einfaches Gespräch in der deutschen Sprache führen müssen um in Deutschland Aufenthalt zu bekommen (vgl. BPB 2006, S. 2). Diese Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um die besonderen Leistungen, die Spätaussiedlern als Statusdeutschen zu stehen, in Anspruch nehmen zu können (vgl. BLAHUSCH 1992, S. 169, 173). Für Arbeitsmigranten und Flüchtlinge, die weder die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen noch die deutsche Volkszugehörigkeit, gilt die am 1.01.2005 in Kraft getretene Neuregelung des Zuwanderungsgesetzes, die das bisher gültige Ausländergesetz
2
ersetzt und Bestimmungen u.a. zu Einreise, Aufenthalt und Aufenthaltszwecken der Ausländer enthält (vgl. AA 2006, S. 1).
In dieser Arbeit soll es um diejenigen Spätaussiedler gehen, die in ihren Herkunftsländern gelebt haben und dort aufgewachsen sind und sich aus verschiedenen Gründen, auf die im weiteren Verlauf näher eingegangen werden soll, entschlossen haben alleine oder mit ihren Familien nach Deutschland zu kommen und hier in den meisten Fällen mit nicht mehr als einem Koffer in der Hand einreisen. 2.2 Warum beheimatet die BRD Spätaussiedler?
Die Einwanderung von Spätaussiedlern war die erste gewollte und gesteuerte Migration in die BRD. Ihre Einwanderung als Deutsche wurde ebenso wie die der Gastarbeiter, die als Arbeitskräfte angeworben wurden, befürwortet (vgl. GEMENDE 2003, S. 106). Auch heute ist die Tatsache unbestritten, dass die BRD aus ökonomischen und demographischen Gründen auf Zuwanderung angewiesen ist (vgl. BLAHUSCH 1992, S. 198). In demographischer Hinsicht wird die Entwicklung in Deutschland, der Alterungsprozess der Gesellschaft, der eine erhebliche Belastung für die sozialen Sicherungssysteme darstellt, nicht aufgehalten aber gemildert (vgl. BIRG 2003, S. 1, 2). In ökonomischer Hinsicht stellten die Spätaussiedler in den 80er Jahren durch ihre Qualifikationen im handwerklichen- und technischen Bereich eine Bereicherung dar und wurden selbst in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit nicht vom deutschen Arbeitsmarkt fern gehalten wie dies bei ausländischen Arbeitskräften der Fall war (vgl. BLAHUSCH 1992, S. 179, 180). 1 Zudem erzielt die BRD trotz kostspieliger Eingliederungsmaßnahmen einen finanziellen Gewinn in Millionenhöhe aus der Zuwanderung, z. B. durch
1 Zu prüfen wäre, in wieweit heute die handwerklichen und technischen Qualifikationen von Aussiedlern auf dem deutschen Arbeitsmarkt gefragt sind und ob in dieser Hinsicht auch heute noch ein
Fachkräftemangel herrscht, den die Aussiedler beheben und damit der Wirtschaft nützen könnten. Zu
bedenken ist in dieser Hinsicht auch, dass die Zahl der schlechter qualifizierten Zuwanderer in den
letzten Jahren seit der Einwanderung der ersten Zuwanderer zugenommen hat (vgl. GEMENDE 2003, S.
95 zit. n. TREIBEL 1990, S. 34).
3
Arbeit zitieren:
Pia Kosak, 2006, Wie ist der Zusammenhang zwischen Sozialer Arbeit und der Migration von Spätaussiedlern?, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Deutsche Aussiedler und Spätaussiedler in der Bundesrepublik unter bes...
Referat (Ausarbeitung), 21 Seiten
Migration: Formen und Erklärungsmodelle
Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung
Seminararbeit, 14 Seiten
Russlanddeutsche Spätaussiedler und Aspekte ihrer Integration in Deuts...
Geowissenschaften / Geographie - Sonstiges
Hausarbeit, 32 Seiten
Spätaussiedler - Die "fremden" Deutschen
Pädagogik - Pädagogische Soziologie
Hausarbeit (Hauptseminar), 20 Seiten
Entwicklung, Ursachen und Auswirkungen der Zuwanderung nach Deutschlan...
Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung
Hausarbeit (Hauptseminar), 28 Seiten
Pia Kosak's Text Wie ist der Zusammenhang zwischen Sozialer Arbeit und der Migration von Spätaussiedlern? ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Pia Kosak hat den Text Wie ist der Zusammenhang zwischen Sozialer Arbeit und der Migration von Spätaussiedlern? veröffentlicht
Pia Kosak hat einen neuen Text hochgeladen
Evidenzbasierte Soziale Arbeit
Nutzung von Forschung in der P...
Peter Sommerfeld, Matthias Hüttemann
Gesetzestexte für Soziale Arbeit
Studienausgabe Band I. Kinder-...
Sigmund Gastiger, Jürgen Winkler
Professionelles Handeln in der Sozialen Arbeit
Materialanalysen und kritische...
Roland Becker-Lenz, Stefan Busse, Gudrun Ehlert, Silke Müller-Hermann
0 Kommentare