Inhaltsverzeichnis
Prolog 3
Fragmente einer Biographie 4
Musenkult und lesbische Liebe 4
Aphrodite 6
Sapphischer Eros- Wirkungskreis und Eigenart 7
Das lyrische Ich- Vers Musik und Poesie 9
Sappho von Lesbos und die Nachwelt 10
Epilog 12
Literaturverzeichnis 13
2
Prolog
Mit Homosexualität bezeichnet man eine sexuelle Orientierung, welche ausschließ- lich oder vorwiegend auf das eigene Geschlecht ausgerichtet ist. Dieser Begriff für gleichgeschlechtliche Liebe wurde erst im neunzehnten Jahrhundert geprägt. Jedoch hat es diese Form der Liebe und Sexualität schon seit Menschengedenken gegeben. Zu allen Zeiten und in allen Kulturkreisen gab es homoerotische Neigungen und praktizierte Homosexualität, auch wenn mit dieser Art der Sexualität auf verschiede- ne Arten umgegangen wurde. Gleichgeschlechtliche Liebe wurde zumeist als eine Spielart eigentlicher Sexualität gehandhabt, und war entweder toleriert, sogar manchmal, wie bei den griechischen Päderasten gefördert, oder verpönt und geahn- det. Homosexualität in der Antike- ein ebenso interessantes, wie sensibles Thema, von großen Geistern in Literatur und Kunst betrachtet. Die überwältigende und diffizi- le Stofffülle erschwerte meine Spezialisierung, obwohl mich der Topos „Sappho von Lesbos“ von Anfang an gefangen nahm. Ein Frauencharakter, vielschichtig, einfühl- sam, dramatisch, ebenso geliebt, wie vom eigenen Gefühl vereinnahmt und schließ- lich verraten, scheint wie gemacht für eine Thematik von Liebe und Liebesverrat. Weshalb ich mich für die genauere Betrachtung dieser Nebel umrankten Frauenper- sönlichkeit entschieden habe. Wenn wir heute den Namen Sappho von Lesbos ver- nehmen, so verbinden wir diese große griechische Dichterin nicht ausschließlich mit dem Inbegriff lyrischer Poesie, sondern ebenso mit dem sapphischen Eros, welcher die gleichgeschlechtliche Liebe zwischen Frauen bis heute prägt. Das rege Interesse an der Künstlerin verlagert sich zunehmend von der sapphischen Eigenart ihrer Ge- dichte, ihrer beinahe unheimlichen Tiefe, auf das Lesbische, dem die Insel Lesbos ihren Namen verlieh. Legendär und undurchsichtig erscheint uns die sensible Sappho heute, fragmentarisch in Gestalt, ebenso wie die gedichteten Fragmente, welche uns von dieser großen Frau erhalten geblieben sind. Spärliche Lebensdaten entrücken sie in eine Unfassbarkeit, als viel bestauntes Einzelphänomen, als die Frau, die ihr Leben Dichtung, Leid und Liebe widmete, als Inbegriff und Verkörperung von Poesie. Aufgelöst, gestalt- und wesenlos verbleibt die leidenschaftlich, lyrische Stimme einer Poetin.
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Fragmente einer Biographie
Sappho wurde als Tochter wohlhabender Eltern, um das Jahr 635 vor Christus, in Eresos auf Lesbos geboren. Schon als kleines Mädchen verlor sie ihren Vater. Den- noch ist von ihrer Familie und Jugend nur Bruchstückhaftes bekannt, wie beispiels- weise ihre drei Brüder, von denen der jüngste; Larichos ein Mundschenk gewesen sein soll. Ein anderer; Charaxos, soll sein gesamtes Vermögen mit der berüchtigten Doricha durch gebracht haben. Als junge Frau heiratete die Dichterin und gebar ih- rem Ehemann eine Tochter, die sie nach ihrer Mutter Kleis nannte. Sapphos Lebzeit war eine Zeit der Umschwünge und des Aufbruchs, so war die Dichterin, wie so viele ihrer Zunft, für einige Zeit gezwungen das Land zu verlassen, und ihr Dasein in Ver- bannung auf Sizilien zu fristen. Durch ausgedehnte Seefahrten und die lydische Er- findung der geprägten Münze gab es Aufschwung für den Handel, sowie regen kultu- rellen Austausch, an der Spitze fand sich eine neue Macht; das Geld. Reich gewor- dene Handelsmänner erhoben sich gegen die alten Grund besitzenden Geschlechter und forderten Herrschaftsbeteiligung, sowie ein allgemein gültiges geschriebenes Recht. Diesen Forderungen folgten; Krieg, Verbrechen, Mord und Verbannung. Ty- rannen erhoben sich, und fielen wieder, vom Volk gestützt, vom Volk verhasst. Erst Pittakos brachte den Frieden und ein geschriebenes Gesetz. Das Bühnenbild vor dem sich das sapphische Schauspiel, das entrückte Liebes- und Lebensspektakel der Dichterin ereignete. Es ist wahrscheinlich, dass es Sappho unter der Herrschaft Pittakos´ gestattet war nach Lesbos zurückzukehren, der genaue Zeitraum ihrer Ver- bannung ist nicht bekannt. Lesbos- die Insel auf der Sappho nach vorangeschrittener Zeit verstarb, ihr hielt sie ein Leben lang die Treue. Doch bis heute halten sich Ge- rüchte um einen Selbstmord, wegen verschmähter Liebe. Ihre Kämpfe und Leiden waren von anderer Art, so blieb sie unberührt von der wirren wandelbaren Gesell- schaft, derer sie wohl nie wirklich teilhaftig wurde.
Musenkult und lesbische Liebe
Bereits Homer rühmte die Lesbierinnen, die an Schönheit und Geist jene normal sterblichen Frauen zu übertreffen schienen. Eine solche Lesbierin war auch Sappho,
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Julia Kulewatz, 2008, Exkurs: Knabenliebe und Phänomen Sappho, Munich, GRIN Publishing GmbH
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Sexualität in der Antike am Beispiel der Homosexualität
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Sappho in Early Modern England Sappho in Early Modern England Sappho i...
Harriette Andreadis
Adel Hammoud
Hallo ich fand deiner Hausarbeit sehr interessant, es fehlte allerdings meiner meinung nach an Belegungen..
Ich wusste manchmal nicht woher manche Vertretungen stammen..
Können wir das diskutieren??
Danke
on Saturday, February 05, 2011-