„Verdurstet China trotz Geldregen?“
„Verdurstet
Abgabedatum :
26.05.208
„Verdurstet China trotz Geldregen?
Von Florian Niedermann und Marco Floridia
Inhalt
1.Heutige Situation Chinas (Floridia Marco) 3
1.1.Einleitung 3
1.2.Eine Nation im Wandel 5
1.2.1.überalterung und Landflucht 5
1.2.2.Kriegsgeräte der neusten Generation 6
1.2.3.China - eine aufstrebende Wirtschaftsmacht. 6
1.2.4.Ökologische Probleme. 7
1.3.Ressourcenverbrauch 7
2.Auswirkungen der Umweltprobleme. 8
2.1.Auswirkungen auf die Natur und die Menschen in China (Floridia Marco) 8
2.1.1.Ausbreitung der Wüste 8
2.1.2.Entwaldung 9
2.1.3.Wassermangel und Wasserverschmutzung 9
2.1.4.Luftverschmutzung (Niedermann Florian) 10
2.1.5.Abfall...................................................................................................................................11
2.2.Globale Auswirkungen 11
3.Umweltpolitik (Niedermann Florian) 12
3.1.Inländische Umweltpolitik 12
3.1.1.Volkskongress China 12
3.1.2.Umweltpolitik in der Landwirtschaft. 13
3.1.3.Umweltprojekte 13
3.1.4. Institutionen für Umweltschutz in China 16
3.2.Außenpolitische Kooperation und Engagement 18
3.2.1.Deutschland und China: Eine Zusammenarbeit mit Zukunft? 19
Kapitel : 1.Heutige Situation Chinas
Fazit (Niedermann, Floridia) 21
Quellen 22
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1.Heutige Situation Chinas
1.1.Einleitung
Der Himmel ist grau an diesem Morgen in Peking, und die Luft schwer von Abgasen, Ruß und Staub. Ich ziehe die Atemmaske über Mund und Nase und bahne mir mit meinem Fahrrad den Weg durch den dichten Verkehr. Eine halbe Stunde später erreiche ich hustend und spuckend das WWF Büro am Rande der verbotenen Stadt.
In wenigen Jahren hat sich die Zahl der motorisierten Fahrzeuge auf Pekings Straßen verdoppelt, zweieinhalb Millionen Autos verpesten die Luft der 15-Millionen-Riesenstadt. Laut chinesischer Statistik verursacht die städtische Luftverschmutzung jährlich mehr als 400.000 vorzeitige Todesfälle.
Die dicke Luft ist nur eine von vielen Hiobsbotschaften von Chinas Umweltfront: Sinkende Grundwasserspiegel, verseuchte Flüsse, schwindender Lebensraum für Chinas reiche Tier und Pflanzenwelt sind weitere. Unterdessen wächst Chinas Wirtschaft konstant, 2005 erneut um 9,9 Prozent. China, fast 27mal größer als Deutschland, verbraucht mehr Stahl, Kohle, Zement, Getreide oder Düngemittel als
26.05.208 Die Volksrepublik China
Hauptstadt: Beijing
Staatsflagge: rote Flagge mit 5 Sterne
Nationalfeiertag: 1st Oktober
Staatspräsident: Hu Jingtao
Vizestaatspräsident: Zeng Qinghong
Ministerpräsident des Staatsrates: Wen Jiabao
Das Höchste gesetzgebende Organ: Der Nationale Volkskongress
Geographische Lage: Ostasien
Fläche: 960 0000 Quadratkilometer
Die größte Stadt: Schanghai
Geld: RMB / Yuan
Topographie: 33,3% von Gebirgsgegenden, 26% von Tafelland, 18,8% von Becken, 12% von Flachland, 9,9% von Hügelland.
Inseln: Insgesamt hat China 5400 Inseln. Die größte Insel ist Taiwan-Insel, 36000 Quadratkilometer.
Gebirge: Es gibt in China 7 Berggipfel, die über 7000 Meter hoch. Der größte Berg heißt Himalaja, dessen Hauptgipfel 8844,43 hoch ist. Das ist der höchste Berggipfel der Welt.
Flüsse: Der längste Fluss in China ist Changjiang-Fluss. Der ist 6300 Kilometer lang. Der nächste ist Huanghe-Fluss. Der ist 5464 Kilometer lang.
Bevölkerung: ca. über 1,3 Milliarden.
Bevölkerungsstruktur: 51,63% Chinesen sind männlich und 48,37% weiblich. 36,09 Chinesen wohnen in Städten und 63,91 auf dem Land.
Nationalitäten: Es gibt 56 Nationalitäten in China. 91,59% Chinesen sind Han-Chinesen. 8,41% sind Chinesen der nationalen Minderheiten.
Sprachen: Es gibt insgesamt 55 nationale Minderheiten in China. Abgesehen von der Hui-Nationalität und der Man-Nationalität, die die chinesische Sprache benutzen, haben die Menschen von anderen 53 nationalen Minderheiten eigene Sprachen. In China gibt es 27 Sprachen und Schriften. Die Staatsprache ist dennoch Chinesisch.
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1.2.Eine Nation im Wandel
Wer in den letzten Jahren die Zeitung aufgeschlagen hat, liest des Öfteren über den Aufschwung Chinas, über Hochhäuser und Wirtschaftswachstum. Immer wieder ist die Rede vom Duell mit den USA und einem Wettlauf gegen Indien. Doch was verbirgt sich hinter der glänzenden Fassade der aufstrebenden Wirtschafts- und Militärmacht China?
1.2.1. überalterung und Landflucht
1979 führte China die Ein-Kind-Politik ein, um dem aus den Ufern geratenen Bevölkerungswachstum entgegen zu wirken. Heute schätzt man, dass in 20 bis 30 Jahren eine Stagnation dieses Wachstums zu erwarten ist. Damit hätte China das Problem, wenn auch mit unkonventionellen und, zumindest erscheint es vielen Menschen in der westlichen Welt so, unmoralischen Mitteln gelöst. Doch wo alte Probleme verschwinden, tauchen an anderer Stelle neue auf. Die Alterspyramide
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1.2.2.Kriegsgeräte der neusten Generation
Längst zählt China zu den militärischen Großmächten. Täglich finden Militärparaden, mal größer mal kleiner, zur Demonstration der eigenen Stärke statt, jedesmal mit einem Wink mit dem Zaunpfahl in Richtung USA. Unterstützung erfährt China dabei vom eigentlich misstrauisch
gestimmten Russland. Zusammen stellen sie eine militärische Macht der Superlative dar, welche auf die USA und Europa einen bisher nie da gewesenen Druck ausübt und zur eigenen Aufrüstung zwingt, denn China steckt Milliarden in die eigene. Uniformen, höhere Löhne für die Soldaten, neue
Langstreckenraketen, Atomsprengköpfe, moderne Panzer sowie sonstige High-Tech Waffen werden jährlich mit neunstelligen Summen erkauft, mittlerweile aber auch in modernen Laboratorien erforscht.
1.2.3.China - eine aufstrebende Wirtschaftsmacht
Früher von den westlichen Wirtschaftsmächten wie den USA, Deutschland,
26.05.208 1.2.4.Ökologische Probleme
All dies hat jedoch seinen Preis. Die hellerleuchteten Städte im Osten, der ungebremste Bauboom, der Produktionswahn und nicht zuletzt der verbesserte Lebensstandard vieler Chinesen strapazieren die Umwelt bis auf das äußerste. Dichte Dunstwolken gehören ebenso zum Stadtbild wie Menschen mit Atemschutz. Auf dem Land weitet sich die Wüste ungebremst aus, Wälder werden gerodet und mit dem Bau von Staudämmen ganze Ökokreisläufe geschädigt. 30% des Landes werden heute schon mit „sauren Regen“ belastet, 70% der fließenden Gewässer sind verseucht bzw. ungenießbar, 600 Millionen Chinesen sind von diesem Wasser abhängig und 80% der 170 Millionen Tonnen Abfall werden nicht behandelt.
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vor allem aus Kohle, Staudämmen und Erdöl. Um den enormen Energieverbrauch auch in Zukunft bewältigen zu können, müssen weitere Energiequellen wie Atom-und Wasserkraft oder anderer erneuerbarer Energien erschlossen werden. So herrscht schon heute ein beunruhigender Energie- und Ressourcenmangel, welcher sich in regelmäßigen Stromausfällen und einem enormen Wassermangel bemerkbar macht. Für das Jahr 2008 wird Chinas Stromverbrauch auf insgesamt 2.425 Milliarden KW/h geschätzt. Im Sommer wird das Energiedefizit über 20 Millionen Kilowatt betragen. Laut Liu, plant die Behörde die Entwicklung eines
Hochspannungsübertragungsnetzes, das zu wesentlich günstigeren Transport- und Umweltkosten Strom vom Westen in den energieknappen Osten befördert. 5 Das extreme Wirtschaftswachstum hat bereits die nationalen Grenzen überschritten und hat nun auch auf den Globalen Markt weitreichende Auswirkungen.
Durch die hohe Stahlproduktion verbraucht China Unmengen an Öl, Buntmetallen, Kohle und Eisenerz. Laut dem Hamburgischen-Welt-Wirtschafts-Archiv (HWAA) stiegen die Preise global gesehen seit Anfang 2004 um rund 70%. Der Preis von Kupfer verdoppelte sich und der Preis für Nickel stieg um 70%. Zumindest ein Großteil geht auf den Ressourcen hunger Chinas zurück. Hinzu kommt eine
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Klimawandels werden immer häufiger Sandstürme registriert, wessen Ausläufer häufig die Nachbarn Korea und Japan erreichen.
2.1.2.Entwaldung Durch das Abholzen der Wälder und dem daraus resultierenden Vegetationsschwund, wird die Erosion der Böden gefördert. Folgeerscheinungen sind Überschwemmungen, Erdrutsche und absinken des Grundwasserspiegels, welche eine große Gefahr für die ansässigen Menschen darstellen.
2.1.3.Wassermangel und Wasserverschmutzung China ist zwar kein wasserarmes Land, jedoch sind die Wasservorkommen klimatisch bedingt ungleich verteilt. 80% der Wasservorräte sind im Süd-Osten vorzufinden, wo 550 Millionen Menschen wohnen und fast die gesamte Industrie angesiedelt ist. Doch gerade in jenen Regionen, in welchen Agrarwirtschaft betrieben wird und somit eine große Menge an Wasser benötigt wird, herrscht chronischer Wassermangel. Abhilfe wird durch das Anzapfen des Grundwasserspiegels und Verwenden von Agrarchemikalien
geschaffen. Dies hat jedoch zur Folge, dass in der nordchinesischen Tiefebene der Grundwasserspiegel jährlich um 1.5 Meter sinkt.
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Grafik: Marco Floridia
2.1.4.Luftverschmutzung Durch die massive Verbrennung von Kohle, veralteter Industrieanlagen und den weiterhin steigenden Autoabgasen( 2004 wurden in Peking täglich 1400 neue Autos zugelassen), vor allem in den Städten, wird die Luftqualität immer schlechter. 16 der 20 Städte mit der schlechtesten Luftqualität liegen laut der Weltbank in der Volksrepublik in China. Zwei Drittel der Menschen in China leben in einer Umgebung mit sehr schlechter Luftqualität. Zudem sorgt die hohe Zahl an
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2.1.5.Abfall Aufgrund des rapide ansteigenden Abfalls, welcher vor allem aus Siedlungsabfall und Verpackungsmüll besteht, schaffen es die wenigen Müllverarbeitungsanlagen kaum noch den Müll umweltgerecht zu recyceln bzw. zu entsorgen. Zudem sind viele dieser Verarbeitungsanlagen nicht umweltgerecht, sprich es kann verseuchtes Wasser in das Grundwasser gelangen und somit zu weiteren Problemen führen. In vielen stadtnahen ländlichen Gebieten wird Ackerland zu Müllhalden umfunktioniert. Zusätzlich zum eigenen Abfall, importiert China Müll aus dem Ausland. Das gewinnbringende Recycling wird oft von unprofessionellen Familienbetrieben in kleinen Dörfern übernommen, was mit Gesundheitsbelastung für Personal und Umweltschäden verbunden ist.
2.2.Globale Auswirkungen
Doch die Auswirkungen der Umweltverschmutzung betreffen nicht nur China, sondern reichen über den gesamten Globus. Vor allem die Nachbarstaaten wie Taiwan und Japan spüren schon heute die Folgen der ökologischen Misere. Durch die rapide Ausbreitung der Wüste, besonders im trockenen Westen Chinas, werden
immer öfter Sandstürme registriert, welche oft bis Japan und noch weiter reichen. Ein weiteres Problem ist der durch die hohen Mengen an „Smog“ verursachte „saure Regen“. Dieser reicht ebenfalls noch oft über die Grenzen Chinas hinweg. Doch nicht nur die Nachbarstaaten sind stark betroffen.
Durch die hohe Emissionsrate von Treibhausgasen, wie CO 2 (Kohlenstoffdioxid) oder SO 4 (Schwefeldioxid), werden der Treibhauseffekt und die daraus resultierende Erderwärmung stark beschleunigt. Extreme Wetterbedingungen auf der ganzen Welt und das Abschmelzen der Pole sind die Folgen. Bereits heute steigt der Meeresspiegel kontinuierlich an, zudem erwärmt sich das Meer durch die bereits begonnene Erderwärmung schnell. Ganze Tier- und Pflanzenarten werden aufgrund der Zerstörung ihres Lebensraumes ausgerottet. So sterben ganze Korallenriffe aufgrund des wärmeren Meereswassers ab, diese bieten wiederrum Lebensraum für über ein Drittel der in den Ozeanen lebenden Tierarten. Es zeichnet sich ein Teufelskreis ab. Sollten sich zudem die Meere so weit erwärmen, dass sich das noch eingefrorene Methan in der Tiefsee erwärmt, seinen Aggregatszustand von fest in gasförmig ändert und so an die Oberfläche und in die Atmosphäre gelangt, wäre eine klimatische Katastrophe nicht mehr abzuwenden.
Doch sollte man China nicht den schwarzen Peter für dieses Problem zuschieben, um von den eigenen Problemen abzulenken. Dass China aber einen entscheidenden Anteil an den globalen Umweltproblemen mit verschuldet kann nicht abgestritten werden.
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3.Umweltpolitik
3.1.Inländische Umweltpolitik
3.1.1.Volkskongress China
Erst seit Ende 1970 spielt die Umweltverschmutzung und die daraus resultierende Zerstörung der Natur eine Rolle in der Politik der KPCH. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde es stets versucht die Umweltproblematik zu vertuschen. Ab 1980 wuchs das Engagement der Politiker, bemerkbare Anstrengungen wurden jedoch erst in den letzten fünf Jahren unternommen. Der Zuschlag der Olympischen Spiele, welche dieses Jahr in Peking stattfinden, beschleunigte diesen Prozess zusätzlich.
„Kein Wachstum um jeden Preis“ 10 . Dieser Slogan titelt den Fünfjahres-Plan, welcher in der Sitzung des Nationalen Volkskongresses im März 2007 verabschiedet wurde.
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Kraftwerken, welche China bis jetzt zu verzeichnen hat, sollen in den nächsten 15 Jahren 30 hochmoderne Kraftwerke werden, die vier Prozent des Energiebedarfes des ganzen Landes decken sollen. Weniger Energie aus modernisierten Kohlekraftwerken und einen Rückgang der Ölimporte sind ebenfalls wichtige Schritte in eine bessere und „grünere“ Zukunft Chinas. Katalysiert werden soll dies alles durch Steuer- und Subventionserhöhungen des Staates. Einspeisevergütungen und Abnahmegarantien sind ebenfalls vorgesehen. Um einen Wettbewerb anzureizen, gibt es Förderprogramme für innovative Projekte. Die Volksrepublik China will zeigen, dass sie in der Lage ist etwas gegen den Umweltschutz zu tun. Nicht zuletzt um die eigene Macht, Stärke und den Fortschritt des Landes zu demonstrieren. Heftige Kritik an der aktuellen Emissionsrate anderer Länder der Welt weist die Regierung aber vehement zurück. „China sei immer noch ein Entwicklungsland und daher könne man die Ziele von Industrie Statten nicht einhalten“, so ein Sprecher der Partei. „In der Entwicklungsphase in der sich das Land immer noch befände“, so der Sprecher weiter, “sei es praktisch unmöglich den CO2 Ausstoß stark zu vermindern.“
Die hohen Ziele die das Land hat stehen auf wackeligen Beinen. Sie sind fraglich, da Behörden oft korrupt und die Interessen- und Machtinstanzen im Land oft gegen
solche ehrgeizigen Maßnahmen sind.
3.1.2.Umweltpolitik in der Landwirtschaft
Um die Umwelt zu schonen, wird in China nun mehr Wert auf ökologische Landwirtschaft gelegt. Die neue Methode soll die wirtschaftliche Effizienz und die Verträglichkeit auf die Umwelt mehr in den Vordergrund heben. Durch Erfahrungen im traditionellen Ackerbau und verschiedene Methoden in der Landwirtschaft, wie zum Beispiel der Anbau von Pflanzen als Gründünger oder Fruchtwechsel, soll die Umwelt schonen. Neue Technologien unterstützen die Entwicklung der letzten Jahre zu einer Fortschrittlicheren Arbeitsweise. Als solche gelten die neuen biologischen Pflanzenschutz- und Düngemittel, Strohkompost und Wasser sparende Bewässerungen. Aber ein ganz wichtiges Grundelement der ökologischen Landwirtschaft ist in China die Förderung von Biogas. Derzeit nutzen ungefähr 18 Millionen Haushalte die alternative Energie. Diese umweltschonende Energiequelle soll bis ins Jahr 2020 von mehr als 70% der Haushalte auf dem Land genutzt werden.
3.1.3.Umweltprojekte
In den letzten Jahren wurden immer mehr Umweltprojekte und Initiativen ins Leben gerufen. Die oft Milliardenschweren Projekte, welche zur Verbesserung der Luft-, Wasser-, und Lebensqualität dienen sollen, werden oft aus staatlichen Geldern finanziert. Medienwirksamkeit spielt dabei keine mindere Rolle. China will durch große und aufwändige Projekte national, wie auch international, seine
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Fortschrittlichkeit und Weltoffenheit zur Schau stellen. Eines dieser Projekte heißt „Grünes China“, welches in den 1970er Jahren nach der Kulturrevolution ins Leben gerufen wurde und noch nach 2050 fortgesetzt werden wird, soll die Wüstenbildung bzw. die Versteppung der Böden entgegenwirken. Das Projekt, auch „Grüne Mauer“ genannt, ist das größte Aufforstungsprojekt der Menschheitsgeschichte. Bis 2050 soll eine Gesamtfläche der Größe Deutschlands (ca. 35 Mio. ha) bepflanzt werden. Durch die immer weiter fortschreitende Desertifikation der Böden werden auch immer häufiger Sandstürme registriert, dessen Ausläufer noch oft bis in den Osten reichen.
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2008 nichts mehr im Wege. Das dies jedoch geschieht, bleibt so kurz vor den Olympischen Spielen immer noch fraglich.
Förderung von Naturlandschaften
In China muss die Richtlinie „Verschmutzungsregulierung und Öko-Schutz“ beachtet und praktiziert werden. Dies führte dazu, dass der Öko-Schutz und Öko-Aufbau in den letzten Jahren maßgeblich beschleunigt wurde. In der gesamten Volksrepublik China wurden insgesamt über 1227 Naturschutzgebiete aller Art mit einer Fläche von ca. 97 Mio. ha errichtet. Dies entspricht ca. 10% der Gesamtbodenfläche Chinas. Waldgebiete in Gebirgen werden weiter aufgeforstet und die Rodung neuer Wälder wurde in vielen Provinzen eingestellt.
Neue Gesetzesentwürfe zum Schutze der Natur
Inzwischen hat China das "Gesetz über Vorbeugung und Regulierung der Luftverschmutzungen", das "Gesetz über Vorbeugung und Regulierung der
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umweltschonendes Produkt bzw. eine neue Technologie auf den Markt zu bringen. Dies wirkt sich auch auf die Platzierung im Klimaschutz-Index 2008 aus, bei dem Deutschland den zweiten Platz belegt (siehe Grafik).
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und mit einer „Wenn nicht ihr, dann nicht wir“ Einstellung durch das Leben geht. Ob China dabei geholfen ist fraglich. Eins ist jedoch sicher: China unterstreicht mit solchen politischen Maßnahmen nicht die allseits gepredigte Unabhängigkeit gegenüber dem großen Konkurrenten aus dem Westen.
Fazit
Zurück zur Ausgangsfrage „Verdurstet China trotz Geldregen?“. Chinas Umweltprobleme sind nicht zu leugnen. Und dass an diesen das rücksichtslose Handeln gegenüber der Natur schuld ist ebenfalls nicht. Sind diese Probleme Folgen des Wirtschaftsbooms oder ist dieser Wirtschaftsboom eine Folge der Rücksichtslosigkeit gegenüber der Umwelt? Einerseits ruht Chinas Wirtschaftskraft auf der billigen, leider auch nicht umweltschonenden Produktionsweise und einer unzureichenden Energieeffizienz. Andererseits ist die Umweltverschmutzung ein nicht aufzuhaltender Prozess, wenn Industrie die Naturlandschaften verdrängt. China ist sich seiner Lage jedoch sehr wohl bewusst und wird in Zukunft versuchen dieser Entwicklung entgegen zu wirken. Dies soll jedoch nicht auf Kosten des Wirtschaftswachstums geschehen, sondern soll schrittweise vorangetrieben werden.
Dieses etwas scheinheilige anmutende Handeln der Volksrepublik China lässt in westlichen Gefilden oft den Eindruck entstehen, China sei nicht bereit gegen die enorme Umweltbelastung vorzugehen. Dies ist jedoch nicht korrekt, wie die erst kürzlich umbenannten Fünfjahrespläne, Programme, Umweltprojekte, Telefonhotlines und Institutionen wie die „SEPA“ deutlich zeigen. In Schulen wird nun schon ab Kindesalter an das Umweltbewusstsein durch einen erneuerten Lehrplan geweckt. So halten laut einer Umfrage den Punkt „Umwelt“ für einen der wichtigsten oder sogar den wichtigsten Punkt in Chinas aktueller Politik. Dennoch wirkt Chinas internationales
verbesserungswürdig. Ein Beispiel hierfür ist zum Beispiel die Verweigerung zur Unterzeichnung des international als sehr wichtig geltenden Kyoto-Protokolls und die hierfür genannten Gründe. So scheint die Begründung, man wolle nur nicht Unterzeichnen, weil die USA und Australien es ebenfalls nicht tun, als Inkonsequenz der eigenen Politik.
Die Volksrepublik wird nicht an ihrem Wirtschaftsboom ersticken, dennoch ist die Lage ernster denn je, so sind Wasser- und Luftqualität weiterhin am Sinken. Fehlende Müllbeseitigung sorgt für Krankheitsepidemien, die Abrodung von Wäldern sorgt für eine Desertifikation der Böden und für immer häufiger auftretende Sandstürmen und der enorme Anstieg der Zulassungen von Kraftfahrtzeugen in den letzten Jahren sorgt für einen verstärkten Treibhauseffekt weltweit. Sollte China jedoch nicht bald ernsthaft aus seiner Traumblase erwachen, wird ein Ende des Wirtschaftsboom schneller wahrscheinlich als von vielen angenommen. Die angesprochenen Maßnahmen sind ein guter Anfang und zeigen Chinas guter Wille in der Sache, sind jedoch nicht ausreichend um wirklich effektiv gegen die ökologischen Probleme vorzugehen. Auch wenn es die Regierung nicht wahrhaben will, so ist der außenpolitische Druck, welche von Staaten wie Deutschland auf China ausgeübt
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wird, etwas Positives für China. Will China eine moderne, soziale und ökonomische Weltmacht werden, so müssen jetzt schon die Rahmenbedingungen geschafft werden, bevor es zu spät ist und China aus seinem kurzzeitigen Handeln auf Augenhöhe mit den jetzigen Industriestaaten in alte Zeiten zurückfällt.
Quellen
E-Mail:
„SEPA“
advice@sepa.gov.cn (Hinweis auf Weblinks)
M.Arri
M.arri@gmx.net (keine Rückmeldung)
ARD
info@DasErste.de
pressedienst@ DasErste.de (Hinweis auf eigene Homepage)
DEUTSCHLANDFUNK
presse@dradio.de (ohne Registrierung als Presseangestellter keine Infos)
Internet:
http://www.kraftstoffalternativen.de/ELENYAControl/uploads/PolitikUndUmwelt/benz1.JPG
http://www.bfai.de/DE/Content/bfai-online-news/015/medien/lm1-grafik,property=default.jpg
http://zelos.zeit.de/bilder/2006/13/wirtschaft/asien_boom_410.gif
http://zeus.zeit.de/bilder/2004/43/wirtschaft/oelverbrauch_530.gif
http://www.fr-online.de/_img/_cnt/_online/060405_wir_energie_ig600.gif
http://www.internationalepolitik.de/archiv/jahrgang2005/dezember2005/
http://www.welt.de/politik/article1072807/China_steckt_Milliarden_in_die_Aufruestung.html
http://www.payer.de/
http://www.cleanairsys.com/airzone-blog/labels/pollution%20in%20China.html
http://www.bpb.de/veranstaltungen/9GAVHD,5,0,Wirtschaftsgeographische_Grundlagen_un d_aktuelle_r%E4umliche_Ver%E4nderungen.html
http://www.fmprc.gov.cn/ce/cede/det/jj/t200137.htm
http://www.mercur.org/?p=6435&l=0
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http://www.wired.com/science/planetearth/magazine/15-08/ff_pollution
http://www.china-embassy.ch/ger/4/t181381.htm
http://www.epochtimes.de/articles/2007/07/19/144393.html
http://www.bmu.de/abfallwirtschaft/doc/37555.php
http://german.cri.cn/chinaabc/chapter9/chapter90301.htm
http://www.bmu.de/pressemitteilungen/aktuelle_pressemitteilungen/pm/38333.php
http://www.bpb.de/themen/W1VLJ5,0,0,Nationaler_Volkskongress_in_China.html
http://english.sepa.gov.cn/international_cooperation/
http://www.china2day.de/china/allgemeines-uber-china/
Literatur:
Länderbericht China, D.Fischer/M. Lackner (Hrsg.) Band 631, bpb
APuZ, 49/2006, 4.12.2006, China
Telefonate:
DEUTSCHLANDFUNK
Telefon: 0221 345-2160 (Hinweis auf Homepage und Hören des Radiosenders)
Fernseher:
14:00
China Der gelbe Fluss
Chinas Geschichte und Gegenwart am Huang He Zehnteilige Reihe von Junzo Tagawa
14:50
China Der gelbe Fluss
Chinas Geschichte und Gegenwart am Huang He Zehnteilige Reihe von Junzo Tagawa
15:40
China Der gelbe Fluss
Chinas Geschichte und Gegenwart am Huang He Zehnteilige Reihe von Junzo Tagawa
Arbeit zitieren:
Marco Floridia, Florian Niedermann, 2008, Verdurstet China trotz Geldregens?, München, GRIN Verlag GmbH
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