Inhaltsverzeichnis
1 Motivation und Fragestellung 3
2 Verbreitung und äußere Abgrenzung 4
3 Klima 5
4 Böden 7
5 Relief und Gewässer 8
6 Vegetation und Tierwelt 10
6.1 Lebensformen der Pflanzen 11
6.2 Feuer 13
6.3 Tierwelt 14
7 Landnutzung 15
7.1 Bewertung des Naturpotentials für die wirtschaftliche Nutzung 15
7.2 Landwirtschaftliche Anbauformen 16
8 Fazit 17
9 Literaturverzeichnis 19
10 Abbildungsverzeichnis 20
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1 Motivation und Fragestellung
Der Mittelmeerraum (vgl. Abb. 1), zu dem das Mittelmeer selbst mit den darin liegenden In- seln sowie die küstennahen Regionen Südeuropas, Vorderasiens und Nordafrikas gehört, zählt mit 100 Mio. Touristen pro Jahr zu den meistbesuchten Reisezielen der Welt (THEIßEN 1987: 7).
Doch was macht den Mittelmeerraum zu einem so beliebten Urlaubsziel? Anhand dieser Fragestellung werde ich die Ökozone der winterfeuchten Subtropen auf Be- sonderheiten ihres Klimas, der Böden und auch bezüglich Relief und Gewässer untersuchen. Weiterhin gebe ich einen Überblick über die typischen Vegetationsformen, die Tierwelt und gehe auf das Naturpotential und mögliche Landnutzungsformen ein. Damit werde ich genug touristisch attraktive Besonderheiten aufgedeckt haben, um abschließend im Fazit meine Ausgangsfrage beantworten zu können.
Der aufgeweckte Leser fragt sich jetzt vielleicht, was die Fragestellung, die sich doch sehr speziell auf den Mittelmeerraum bezieht, eigentlich mit dem übergeordneten Thema „Die winterfeuchten Subtropen“ zu tun hat. Die Antwort ist einfach. Der Mittelmeerraum nimmt mit einem Anteil von 50% an der Gesamtfläche der winterfeuchten Subtropen eine besondere Stellung ein und gilt damit als der wichtigste Vertreter der Ökozone überhaupt. Aus diesem Grund werde ich mich im Besonderen mit diesem, uns räumlich am nächsten liegenden, Teil- raum befassen.
(verändert nach Urlaubswerk 2007, Pinea Reisen, Uni Münster 2006)
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2 Verbreitung und äußere Abgrenzung
Die winterfeuchten Subtropen (auch bekannt als subtropische Winterregengebiete, sommer- trockene Subtropen, Gebiete mit Mittelmeerklima oder mediterrane Subtropen) bilden mit nur 2,5 Mio. km², einem Anteil von nur 1,7% der Festlandsfläche der Erde, die kleinste Ökozone überhaupt. Außerdem sind sie von allen Ökozonen die am stärksten fragmentierte, die sich aus fünf relativ kleinen, voneinander isolierten Vorkommen zusammensetzt: Dem Mittel- meerraum, Kalifornien, Mittelchile, Kapland an der Südwestspitze Afrikas und Südwest- /Südaustralien (vgl. Abb. 2). Alle Teilgebiete befinden sich auf beiden Halbkugeln überein- stimmend an den Westseiten der Kontinente in etwa 30° und 45° geographischer Breite zwi- schen den tropisch/subtropischen Trockengebieten und den feuchten Mittelbreiten. Sie neh- men meist nur schmale, wenige 100 km landeinwärts reichende Küstenstreifen ein. Lediglich im Mittelmeerraum dringen sie weit ostwärts in die eurasische Landmasse hinein, bleiben aber auch dort grundsätzlich küstennah (SCHULTZ 2000: 314).
(verändert nach KLOHN & WINDHORST 2006: 142)
Eine allgemeine Abgrenzung der winterfeuchten Subtropen über die Vegetation, die für alle Teilgebiete gleichermaßen zutrifft, ist schwer zu definieren. Denn besonders im Mittelmeer- gebiet wurde die natürliche Vegetation durch frühe anthropogene Eingriffe sehr stark verän- dert. Zur Abgrenzung können daher nur Kulturpflanzen herangezogen werden. Im Mittel- meerraum wird hierzu gerne die Verbreitung des Ölbaums (vgl. Abb. 3) untersucht. RIKLI (1943: 41) bezeichnet ihn „nicht nur als den wertvollsten Frucht- und Nutzbaum der Mittel- meerregion, sondern auch als ihre wichtigste Leit- und Charakterpflanze“. In den anderen
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Teilgebieten der Ökozone versagt diese „Olivengrenze“ (vgl. Abb. 4) allerdings, da der Öl- baum z.B. in Mittelchile und Kalifornien erst durch die Europäer eingeführt wurde und seine Verbreitungsgrenze dort noch nicht erreicht hat (Rother 1991: 18). Eine einheitlichere und weltweit anwendbare Abgrenzung liefert das Klima.
Abb. 3: Der Ölbaum und seine Früchte (GURK & HEPP)
3 Klima
Die genetische Klimagliederung nach Flohn bezeichnet das Klima der winterfeuchten Subtro- pen als alternierend bzw. heterogen.
Im Sommer der Nordhalbkugel liegen alle Teilgebiete der winterfeuchten Subtropen im Ein- flussbereich der subtropisch-randtropischen Hochdruckgebiete. Die absteigenden Luftmassen bedingen die Auflösung der Wolkendecke. Es herrscht Strahlungswetter mit hohen Tempera- turen und großer Trockenheit.
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Mit der äquatorwärtigen Verschiebung der Luftdruckgürtel im Nordwinter setzt sich das zyklonale Wettergeschehen der Mittelbreiten durch. Die winterfeuchten Subtropen liegen nun im Einflussbereich der außertropischen Westwindzone. Regenwetter mit frontengebundenen Niederschlägen wechseln dann mit strahlungsreichem Hochdruckwetter ab.
Die ostwärtige Erstreckung der winterfeuchten Subtropen hängt im Wesentlichen davon ab, inwieweit Gebirge die regenbringende Westwinddrift aufhalten. In Chile steigen bereits 200 km von der Küste entfernt die Kordillere um mehrere 1000 m auf, dementsprechend schmal ist das chilenische Winterregengebiet. Demgegenüber ist die Ost-West Erstreckung im Mit- telmeerraum besonders groß, da die Westwinde wegen des weit ins Kontintinnere eindringenden Meeres bis in den vorderasischen Bereich vordringen können. Durch die unmittelbare Nachbarschaft des Meeres bleibt der feuchte Win- ter mild. Nur gelegentlich treten Fröste auf, in den Höhenlagen kann sogar Schnee fallen (SCHULTZ 2000: 316f).
Die in Abb. 5 aus allen fünf verschiedenen Teilräumen der winterfeuchten Subtropen zusam- mengestellten Klimadiagramme veranschaulichen, wie sich die jahreszeitlichen Luftmassen- unterschiede effektiv in Daten ausdrücken.
Anhand von Messina (Sizilien) wollen wir das Klima der winterfeuchten Subtropen etwas genauer untersuchen: Das Klimadiagramm zeigt die typischen Verhältnisse einer küstenna- hen, mediterranen Flachlandstation mit einem relativ hohem Jahresmittel von über 18°C und erstaunlich hohen Jahresniederschlagssummen von 862 mm (vgl. Mainz: 10,1°C und 516 mm). Die sommerliche Erwärmung ist aufgrund der Meeresnähe und relativ niedriger Tempe- raturen der Küstengewässer geringer als sonst in gleicher Breite. Auch die winterliche Abküh- lung hält sich in Grenzen. Die Monatsmitteltemperaturen liegen auch im kältesten Monat nicht unter +5°C, es gibt also im Flachland keine längere thermisch bedingte Vegetationsruhe. In den Höhenlagen allerdings kann die winterliche Kälte sehr wohl über längere Zeit limitie-
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Arbeit zitieren:
Kristin Fischer, 2008, Die winterfeuchten Subtropen, München, GRIN Verlag GmbH
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