,,Wirtschaftliche Betätigung des Idealvereins"
- zugleich Besprechung des Urteils des OLG Dresden vom 09.08.2005 2 U 897/04 -
von
F. SEBASTIAN HACK
UNIVERSITÄT ZU KÖLN
INHALTSVERZEICHNIS
Abkürzungsverzeichnis V
Literaturverzeichnis IX
Kapitel 1 - Einleitung 1
A. Aufgabenstellung 1
B. Problemaufriss 1
C. Gang der Untersuchung 2
Kapitel 2 - Das Urteil vom 09.08.2005 2
A. Leitsatz 2
B. Tatbestand 3
I. Kernsachverhalt 3
II. KBS e.V. - Organisation und wirtschaftliche Tätigkeit 3
III. Das Leasinggeschäft 4
IV. Die vorinstanzlichen Entscheidungsgründe 4
C. Entscheidungsgründe 4
I. Haftung wegen Rechtsformmissbrauch 4
1. Wirtschaftliche Betätigung 4
2. Dogmatische Grundlage für die Mitgliederhaftung 5
II. Keine Haftung wegen existenzvernichtenden Eingriffs 6
Kapitel 3 - Zurechenbarkeit wirtschaftlicher Betätigung von abhängigen Gesellschaften 6
A. Zulässigkeit der wirtschaftlichen Betätigung im Idealverein 6
I. Grundlagen und Vereinsklassenabgrenzung 6
1. Abgrenzung nach der gemischt subjektiv-objektiven Theorie 7
2. Die teleologisch-typologische Vereinsklassenabgrenzung 8
II. Wirtschaftliche Betätigung im Rahmen des Nebentätigkeitsprivilegs 9
1. Nebentätigkeitsprivileg in Literatur und Rechtsprechung 9
2. Nebentätigkeitsprivileg im Gesetzesänderungsentwurf 10
3. Nebentätigkeitsprivileg nach dem OLG Dresden 11
III. Zurechnungsfähigkeit wirtschaftlicher Betätigungen von Beteiligungsgesellschaften eines
Idealvereins 12
1. Überblick über den Meinungsstand 12
a) Keine Zurechnung im ADAC-Urteil 13
b) Keine Zurechnung nach dem Gesetzesänderungsentwurf 15
I
c) Zurechenbarkeit nach der Literatur 16
aa) Keine Zurechnung wegen Organhaftung 16
bb) Zurechnung bei bloßer Abhängigkeit 16
cc) Zurechnung wegen Mediatisierung der Mitgliederkontrolle 17
dd) Zurechnung im faktischen Konzern 18
ee) Zurechnung im qualifiziert faktischen Konzern 19
d) Zusammenfassung 19
2. Geänderte Zurechnungsvoraussetzung nach ,,Bremer Vulkan"? 20
a) Grundsatz des existenzvernichtenden Eingriffs 21
b) Übertragbarkeit der Zurechnungsgrundsätze 23
B. Stellungnahme 25
C. Zurechung nach dem OLG Dresden - Rechtliche Würdigung 26
D. Zwischenergebnis 28
Kapitel 4 - Haftungsrechtliche Folgen der wirtschaftlichen Betätigung eines Idealvereins 28
A. Gesetzlich angeordnete Rechtsfolgen 28
I. Entziehung gem. § 43 Abs. 2 BGB 29
II. Entziehung gem. §§ 159, 142 FGG 30
III. Entziehung der Rechtsfähigkeit des KBS e.V. 31
B. Persönliche Haftung der Vereinmitglieder 31
I. Grundlagen der Durchgriffshaftung 31
1. Durchgriffstheorien im Schrifttum 33
a) Missbrauchslehre 33
b) Normzwecklehre 33
c) Bürgerlich-rechtlicher Ansatz 34
d) Absage an den Durchgriff 34
2. Der Durchgriff in der Rechtsprechung 35
a) Reichsgericht 35
b) Bundesgerichtshof 35
II. Fallgruppen der Durchgriffshaftung 36
1. Sphären- und Vermögensvermischung 37
2. Unterkapitalisierung 37
3. Existenzvernichtender Eingriff 39
4. Institutsmissbrauch 40
II
III. Die Durchgriffshaftung im Vereinsrecht 40
C. Durchgriffshaftung nach dem OLG Dresden - Rechtliche Würdigung 41
I. Durchgriffshaftung wegen Rechtsformmissbrauchs 41
1. Tatbestandsvoraussetzungen nach dem OLG Dresden 41
2. Einordnung in bekannte Durchgriffsfallgruppen 42
3. Treupflichtverletzung als Außenhaftungstatbestand 44
II. Stellungnahme 46
Kapitel 5 - Ergebnisse und Ausblick 47
A. Zusammenfassung der Ergebnisse 47
B. Ausblick 48
III
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
a.A. -
anderer
Ansicht
a.a.O. -
am angegebenen Ort
Abs. -
Absatz
AcP -
Archiv für die civilistische Praxis
ADAC -
Allgemeiner Deutscher Automobil Club e.V.
a.E. -
am
Ende
AG -
Aktiengesellschaft; Amtsgericht; Die Aktiengesellschaft
AktG -
Aktiengesetz
Anh. -
Anhang
Anm. -
Anmerkung
BAG -
Bundesarbeitsgericht
BayOblG - Bayerisches
Oberstes
Landgericht
BB -
Der
Betriebs-Berater
Bd. -
Band
BDA -
Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände
BDI -
Bundesverband der Deutschen Industrie
begr. -
begründet
BGB -
Bürgerliches
Gesetzbuch
BGB-E -
Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Vereinsrechts
(Stand: 25.8.2004)
BGHZ -
Entscheidungen des Bundesgerichtshof in Zivilsachen
BMJ -
Bundesministerium der Justiz
BSG -
Bundessozialgericht
bspw. -
beispielsweise
BVerwG - Bundesverwaltungsgericht
BVerwGE - Entscheidungen
des
Bundesverwaltungsgerichts
bzgl. -
bezüglich
bzw. -
beziehungsweise
DB -
Der
Betrieb
IV
DEKRA - Deutscher Kraftfahrzeug-Überwachungsverein
ders. - derselbe
d.h. - das heißt
dies. - dieselbe/dieselben
DIHK - Deutscher Industrie- und Handelskammertag
DJZ - Deutsche Juristenzeitung
DM - Deutsche Mark
DRK - Deutsches Rotes Kreuz
DStR - Deutsches Steuerrecht
DStV - Deutscher Steuerberaterverband
e.V. - eingetragener Verein
f. oder ff. - folgende oder mehrere folgende Seite(n) oder Artikel bzw. Paragraphen
FG - Festgabe
FGG - Gesetz über die Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit
FGPrax - Praxis der Freiwilligen Gerichtsbarkeit
Fn. - Fußnote
FS - Festschrift
gem. - gemäß
GenG - Gesetz betreffend die Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften
gGmbH - gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung
GmbH - Gesellschaft mit beschränkter Haftung
GmbHG - Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung
GmBHR - Rundschau für GmbH
Hdb. - Handbuch
HGB - Handelsgesetzbuch
hrsg. - herausgegeben
V
i.S.d. - im Sinne des
i.S.v. - im Sinne von
i.V.m. - in Verbindung mit
i.w.S. - im weiteren Sinne
JuS - Juristische Schulung
JZ - Juristenzeitung
KBS e.V. - Kolping Bildungswerk Sachsen
KG - Kammergericht
krit. - kritisch
LG - Landgericht
m. - mit
MDR - Monatsschrift für Deutsches Recht
Mio. - Millionen
m.w.N. - mit weiteren Nachweisen
NJW - Neue Juristische Wochenschrift
NJW-RR NJW-Rechtsprechungs-Report
NVwZ-RR - Neue Zeitschrift für Verwaltungsrecht, Rechtsprechungs-Report
NZG - Neue Zeitschrift für das Gesellschaftsrecht
NZI - Neue Zeitschrift für das Recht der Insolvenz und Sanierung
VI
OLG - Oberlandesgericht
OLGZ - Entscheidungen der Oberlandesgerichte in Zivilsachen, einschließlich der freiwilligen Gerichtsbarkeit
RGZ - Entscheidungen des Reichsgerichts in Zivilsachen
Rn. - Randnummer
Rpfleger - Der Deutsche Rechtspfleger
Rspr. - Rechtsprechung
S. - Seite
s. - siehe
sog. - sogenannte(r)
SpuRt - Zeitschrift für Sport und Recht
stRspr. - ständige Rechtsprechung
TÜV - Technischer Überwachungsverein
u. - und
v. - vom
VG - Verwaltungsgericht; Verwertungsgesellschaft
VGH - Verwaltungsgerichtshof; Verfassungsgerichtshof
vgl. - vergleiche
Vor - Vorbemerkung
Vorbem. - Vorbemerkung
VW - Volkswagen
VII
WM - Wertpapier-Mitteilungen
ZDH - Zentralverband des Deutschen Handwerks
ZGR - Zeitschrift für Unternehmens- und Gesellschaftsrecht
ZHR - Zeitschrift für das gesamte Handels- und Wirtschaftsrecht
ZIP - Zeitschrift für Wirtschaftsrecht und Insolvenzpraxis
ZRP - Zeitschrift für Rechtspolitik
VIII
Kapitel 1 - Einleitung
A. Aufgabenstellung
Die nachstehende Arbeit wurde im Rahmen des Schwerpunktexamensseminars im Frühjahr 2006 im Schwerpunktsbereich Unternehmensrecht als Teil der Schwerpunktsbereichsprüfung i.S.d. §§ 8 Abs. 1 S. 1, 11 Abs. 3 S. 2, Abs. 4 und 6 a) der Studien- und Prüfungsordnung der Rechtswissenschaftlichen Fakultät für den Studiengang Rechtswissenschaft der Universität zu Köln (Stand 29.9.2005) i.V.m. § 28 Abs. 3 S. 3 Juristenausbildungsgesetz NRW (Stand: 11.3.2003) verfasst und beschäftigt sich mit Fragestellungen im Zusammenhang mit der wirtschaftlichen Betätigung des Idealvereins aus dem Urteil des OLG Dresden vom 09.08.20051. Für weiter gehende Anmerkungen bezüglich der insolvenzrechtlichen Fragestellungen aus dem Urteil wird aufgrund der thematischen Beschränkung auf die Ausführungen von Tobias Böckmann2 verwiesen.
B. Problemaufriss
Die vorliegende Entscheidung des OLG Dresden beschäftigt sich im Rahmen der Begründung einer persönlichen Haftung eines Vereinsmitglieds für Vereinsschulden im Kern mit zwei Fragestellungen. Zum einen behandelt das Urteil die Zurechnungsfähigkeit von wirtschaftlichen Aktivitäten einer oder mehrerer abhängiger Gesellschaften zu einem nichtwirtschaftlichen eingetragenen Verein mit der Folge, dass der Verein faktisch zu einem wirtschaftlichen Verein wird, der zum Erlangen der Rechtsfähigkeit der staatlichen Konzession bedarf. Zum anderen werden die haftungsrechtlichen Konsequenzen auf der Grundlage einer Durchgriffshaftung für die Mitglieder eines satzungsmäßig nicht wirtschaftlichen Vereins, der die zulässigen Grenzen der wirtschaftlichen Betätigung verlassen hat, besprochen. Die Zurechnung wirtschaftlicher Betätigkeiten von abhängigen Gesellschaften ist Teil der Fragestellung des zulässigen Umfangs eines wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs, den ein nicht wirtschaftlicher Verein haben darf.
Die vom OLG Dresden aus einem Verstoß gegen die begrenzte Zulässigkeit der wirtschaftlichen Betätigung eines Idealvereins abgeleitete Haftung der Vereinsmitglieder ist in den Problemkreis der Durchgriffshaftung einzuordnen. Das Rechtsinstitut der Durchgriffshaftung, welches insbesondere bei der GmbH Geltung erlangt hat, gilt es vor dem Hintergrund der neueren BGH Rechtsprechung
1
OLG Dresden, Urteil v. 9.8.2005 2 U 857/04, ZIP 2005, S. 1680 ff.
2
Böckmann, ZIP 2005, S. 2186 ff.
1
Quote paper:
F. Sebastian Hack, 2006, „Wirtschaftliche Betätigung des Idealvereins“ - Zugleich Besprechung des Urteils des OLG Dresden vom 09.08.2005 – 2 U 897/04, Munich, GRIN Publishing GmbH
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