I Hybride Wettbewerbsstrategien
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung und Aufbau der Arbeit 1
2 Wettbewerbsstrategien 3
2.1 Die generischen Basisstrategien nach Porter 4
2.1.1 Differenzierung 5
2.1.2 Kostenführerschaft 6
2.2 Unvereinbarkeitshypothese 7
2.3 Kritik an der Unvereinbarkeitshypothese nach Porter 9
3 Hybride Wettbewerbsstrategien 12
3.1 Multilokale hybride Strategien 13
3.2 Sequentielle hybride Strategien 14
3.2.1 Outpacing - Strategies 15
3.2.2 Mass Costumization 16
3.3 Simultane hybride Strategien 17
3.3.1 Simultanitätsstrategie 18
3.3.2 Dynamische Produktdifferenzierungsstrategie 18
3.4 Hybride Strategien in der deutschen Industrie 20
4 Zusammenfassung 22
Literaturverzeichnis 23
II Hybride Wettbewerbsstrategien
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Die Schwerpunktstrategien nach Porter
Abbildung 2: Rentabilität und Marktanteil
Abbildung 3: Typologie der hybriden Wettbewerbsstrategien
Abbildung 4: Multilokale hybride Strategie
Abbildung 5: Dynamische Produktdifferenzierung
Abbildung 6: Verfolgte Wettbewerbsstrategien
Abkürzungsverzeichnis
Abb. Abbildung Aufl. Auflage bspw. beispielweise bzw. beziehungsweise ca. circa CAD Computer Aided Design CAM Computer Aided Manufacturing CIM Computer Integrated Manufacturing DUV Deutscher Universitäts Verlag F&E Forschung und Entwicklung IuK Informations- und Kommunikationstechnologien f. folgende ff. fortfolgende Hrsg. Herausgeber Jg. Jahrgang ROI Return on Investment S. Seite u.a. unter anderem USA Vereinigte Staaten von Amerika usw. und so weiter z.B. zum Beispiel
Einleitung und Aufbau der Arbeit 1
Heutige Unternehmen stehen einer Vielzahl von Problemen und Veränderungen gegenüber. Der Wettbewerbsdruck vieler Branchen fordert eine schnelle und stetige Anpassung an Kundenwünsche. Technologische Errungenschaften und starke Preisveränderungen führen in einem hart umkämpften Markt schnell zu großen Marktanteilsverschiebungen. Die Bindung von Konsumenten an Unternehmen ist nicht sehr hoch, wie man z.B. an einem sehr bekannten Slogan einer großen Elektronikfirma der letzten Jahre erkennen konnte. „Geiz ist geil“ war das Motto, der Preis war ausschlaggebend. Mittlerweile setzen die Konsumenten wieder auf eine hohe Qualität. Wie man sieht, die Herausforderungen für die Unternehmen wachsen. Monopole gibt es nur noch selten, sodass Unternehmen mit vielen Wettbewerbern um Marktanteile kämpfen müssen. Um in diesem „Dschungel“ des Marktes nicht unterzugehen bedarf es an großen Anstrengungen und einer klaren und vorher definierten Wettbewerbsstrategie für die Geschäftsfelder. Die Erklärungen und Theorien der Wettbewerbsstrategien des Harvard Professors Michael Porter aus den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts sind die populärsten und wichtigsten Definitionen von Wettbewerbsstrategien, die auch noch heute ihre Bedeutung haben und von vielen Unternehmen angewandt werden. Doch vor dem Hintergrund des verschärften Wettbewerbs muss man sich fragen, ob die beiden Hauptansätze, nämlich entweder die Differenzierung oder die Kostenführerschaft anzustreben, von Porter in der heutigen Form noch so gültig sind und ob die sogenannten hybriden Wettbewerbsstrategien, die in der Literatur immer häufiger genannt werden und eine Vermischung von Porters Ansätzen vorsehen nicht immer wichtiger werden? Die hybriden Strategien sehen eine Verschmelzung der Kostenführerschaft mit niedrigen Kosten und einer Differenzierungsstrategie bei der man hohe Preise verlangen kann vor, um damit im Gesamten einen überdurchschnittlichen Erfolg zu erzielen. Wären diese Strategien nicht geradezu ideal um sich in dem immer härter werdenden Wettbewerb durchzusetzen und zu etablieren? Laut Porter sind diese hybriden Strategien aber gar nicht möglich, eine Kombination und zugleich eine erfolgreiche Umsetzung sind unmöglich. Doch was sagt die Literatur zu Porters
Unvereinbarkeitsthese und was machen die Unternehmen, trennen sie wirklich diese beiden Ansätze explizit? Ziel dieser Hausarbeit ist die Beleuchtung der Porterschen Strategien und der theoretische Beweis der hybriden Wettbewerbsstrategien. Des Weiteren soll geklärt werden, ob Unternehmen heutzutage nicht doch zum gegensätzlichen Rat Porters hybride Wettbewerbsstrategien anwenden und inwiefern sie damit erfolgreich sind. Der strukturelle Aufbau dieser Arbeit sieht zunächst am Anfang des zweiten Kapitels eine Erläuterung von Porters Wettbewerbsstrategien vor. Hiernach folgt eine Erklärung von seiner Unvereinbarkeitsthese, die Porter für seine beiden Ansätze der Differenzierung und der Kostenführerschaft aufgestellt hat. Daraufhin schließt das zweite Kapitel mit Kritikpunkten an Porters These. Abschnitt 3 beginnt mit einer allgemeinen Erläuterung von hybriden Wettbewerbsstrategien. Daraufhin werden mehrere Varianten dieser Strategien veranschaulicht mit Beispielen aus der Wirtschaft. Am Ende des dritten Kapitels wird untersucht inwiefern die hybriden Strategien in der deutschen Industrie vertreten sind. Der Abschluss der Hausarbeit bildet dann in Kapitel 4 eine Zusammenfassung der Ergebnisse.
2 Wettbewerbsstrategien
Im Zuge der Hausarbeit unternehmen wir eine kleine Zeitreise. Wir befinden uns in Deutschland in den 50er Jahren des vorherigen Jahrhunderts. Die Wirren des 2. Weltkrieges sind langsam vorbei und es herrscht eine freudige Aufbruchsstimmung. Es ist genügend Kapital vorhanden und die Märkte sind kräftig am wachsen. Um Mitbewerber braucht man sich nicht groß kümmern, jedes Unternehmen bekommt seinen Teil des Kuchens. Doch wieder zurück zum hier und jetzt. Die 50er Jahre des 20. Jahrhunderts sind lange vorbei und die Wettbewerbssituation hat sich auch durch die Globalisierung deutlich verändert. Unternehmen stehen unter einem gewaltigen Konkurrenzdruck und wegen verkürzter Produktlebenszyklen kann man innerhalb kürzester Zeit große Marktanteile verlieren. Eine erfolgreiche Wettbewerbsstrategie und die daraus resultierenden Wettbewerbsvorteile gegenüber Mitbewerbern sind daher wichtiger denn je, denn der Konkurrenzdruck nimmt in fast jeder Branche zu. Das Ziel jedes Unternehmens ist die eigene Profilierung und Stärkung. Dies erhofft man sich mit der Formulierung einer Strategie und deren erfolgreichen Umsetzung. Man versucht also sich Wettbewerbsvorteile zu schaffen um die Position in der Branche zu festigen oder auszubauen.
Es verschiedene Ansätze für die Formulierung und Implementierung von Wettbewerbsstrategien. Ein bekannter Ansatz geht von Robert Grant aus, der davon ausgeht, dass man Wettbewerbsvorteile erreicht in dem man sich auf die Kernkompetenzen eines Unternehmens konzentriert. In dieser Hausarbeit wird aber nicht weiter auf diesen Ansatz eingegangen, sondern der Fokus richtet sich auf die Wettbewerbsstrategien von Michael Porter. Seine erstmals im Jahre 1980 erwähnten Basisstrategien finden heutzutage immer noch sehr große Beachtung.
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Philipp Nyssen, 2008, Hybride Wettbewerbsstrategien, Munich, GRIN Publishing GmbH
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