Die Organisationsentwicklung und Moderation
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung. 4
2 Die Moderation 4
3 Der Veränderungsprozess 5
3.1 Die Organisationsentwicklung und Moderation 6
3.2 Der Problemlösungsprozess 7
3.2.1 Phasen des Problemlöseprozesses 8
3.2.2 Problemgruppen 8
4 Problemlösungs- und Kreativitätstechniken 9
4.1 Das Ursachen-Wirkungsdiagramm 9
4.2 Die Kartenabfrage 12
4.2.1 Vorteile der Kartenabfrage. 13
4.2.2 Nachteile der Kartenabfrage. 14
5 Praxisbeispiel des Verfassers 14
5.1 Brainwriting. 16
Literaturverzeichnis 19
Seite 2
Thomas Berndt Kreative Problemlösungstechniken in der Moderation
Die Organisationsentwicklung und Moderation
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1 - Der Veränderungsprozess (Doppler, K. u.a. 2005, Seite 79)
Abbildung 2 - Der Problemlösungsprozess
Abbildung 3 - Phasen der Problemlösung (nach Malorny, C. u. a. 2002)
Abbildung 4 - Ishikawa-Diagramm
Abbildung 5 - Pinwand mit Kartenabfrage
Abbildung 6 - Ablaufplan einer moderierten Arbeitsgruppensitzung
Abbildung 7 - Erläuterung der Methoden Ausriss
Abbildung 8 - Ausriss Vorlage für das Brainwriting
Seite
Thomas Berndt Kreative Problemlösungstechniken in der Moderation
Einleitung
1 Einleitung
Die vorliegende Studienarbeit beschäftigt sich mit der Frage, mit welchen kreativen und systematischen Techniken in der Moderation von Arbeitsgruppen Problemstellungen in Unternehmen oder Institutionen gelöst werden können. Es handelt sich bei dieser Arbeit um eine Literaturarbeit, ergänzt durch meine eigenen Erfahrungen aus der Moderation von Gruppen im Arbeitsumfeld, auf welche ich an geeigneter Stelle eingehen werde. Zunächst wird in einem Überblick die Moderation in ihren wesentlichen Aufgaben und Funktionen sowie im Ablauf dargestellt, im Anschluss erläutere ich in einer kurzen Darstellung den Veränderungsprozess, um danach den Prozess der Problemlösung anzureißen, um zum Schluss auf die verschiedenen Kreativitätstechniken einzugehen.
2 Die Moderation
Das Wort „Moderation“ wird in der deutschen Sprache für viele verschiedene Begriffe verwendet. Die erste Assoziation bei Nennung des Begriffs wird bei vielen Menschen sicherlich die Moderation als solche in enger Verknüpfung zu Fernsehen oder im Radio sein. Wird der Begriff beispielsweise im digitalen SPIEGEL ONLINE Archiv als Suchwort eingegeben, ermitteln sich 106 Treffer aus Artikeln, die sich überwiegend mit TV- oder Radiosendungen befassen. 1 Im Gegensatz zu der Moderation aus der Medienwelt verfolgt die Arbeitsmoderation bzw. die Moderation von Gruppen eine andere Zielrichtung. Hier wird das Individuum als ein Wesen angesehen, das über viele verschiedene Ressourcen verfügt. Daneben nimmt der Moderator eine grundsätzlich neutrale Position ein und ist durch seine methodische Kompetenz in der Lage, emotional geführte Diskussionen zu versachlichen sowie möglicherweise auftretende Konflikte einer einvernehmlichen Lösung zuzuführen (Drescher, P. 2003, Seite 12). Hierzu werden die Elemente der Visualisierung und der Gruppensteuerung sinnvoll zur nondirektiven Problemlösung und zum Planungsprozess eingesetzt. Insbesondere die Möglichkeit den Prozess der Lösungsfindung schriftlich und
rekonstruierbar festzuhalten, kann den Veränderungsprozess in Organisationen vorantreiben und unterstützen, da der Transfer des Vereinbarten auf der gemeinsam erarbeiteten und damit verbindlichen Lösung basiert (Donnert, R. 1990, Seite 75). Zur Moderation gehört auch, dass die moderierende Person über eine einheitliche (in der Regel
Datenbankabfrage mit dem Wort „Moderation“ am 14.07.2007; SPIEGEL ONLINE und
1
DER SPIEGEL ab 1950, Volltext, bei gleicher Abfrage nur im Titel oder Vorspann ergaben sich 22 Treffer mit Bezug zu den Themen Sportfernsehen und Fernseh-Show´s.
Der Veränderungsprozess
neutrale) Grundhaltung verfügt, weiterhin Methodenkompetenzen besitzt und schließlich die verschiedensten Hilfsmittel und Materialen (z. B. Moderationskoffer) zweckmäßig einzusetzen weiß. So wie es der lateinische Wortstamm „moderare“ andeutet, ist der Moderator Mittler, Vermittler oder sogar Diener der Arbeitsgruppe (Seifert, J. W. 1996, Seite 78 & Drescher, P. 2003, Seite 14). Insoweit hilft er der Arbeitsgruppe, eigenständig eine Lösung von Problemen zu finden.
3 Der Veränderungsprozess
Die ökonomischen und
Veränderung im Umfeld angepasst ist. Andernfalls besteht durchaus die Gefahr, dass die Überlebensfähigkeit des Unternehmens oder Institution nicht (mehr) gesichert ist (ebenda). Bei allgemeiner Betrachtung von Veränderungsprozessen in den o. g. Organisationen lassen sich die Kernprozesse Entwicklung, Kundenbeziehungen und Kompetenzen differenzieren. Diese Kernprozesse lassen sich jeweils in weitere Unterprozesse unterscheiden, wobei zwischen den jeweiligen
Unterprozessen einerseits Schnittstellen, andererseits gemeinsame Teilprozesse existieren. Um die genannten Prozesse in Unternehmen oder Institutionen bewältigen zu können, werden in den Organisationen 2 Mittel und Vorgehensweisen angewandt, damit eine Anpassung an die sich verändernden Bedingungen möglich ist. In der Regel handelt es sich hierbei um das Qualitätsmanagement und die Organisationsentwicklung.
Im Folgenden verwende ich den Begriff „Organisationen“ für Unternehmen und
2
Institutionen (Schulen, öffentliche Einrichtungen, Verwaltungen, Parteien).
Der Veränderungsprozess
3.1 Die Organisationsentwicklung und Moderation
Bei der Organisationsentwicklung geht es im Wesentlichen darum, die Veränderung so zu anlegen, dass diese nicht als unvorhergesehen oder spontan von den Mitarbeitern der Organisation empfunden, sondern dass sie mit klaren Zielen und Prinzipien vorbereitet und durchgeführt wird. Organisationsentwicklung bedeutet in diesem Zusammenhang der Veränderungsprozess einer Organisation und der zu ihr gehörigen Mitarbeiter (Baumgärtner, I. u. a., 2000, Seite 19). Eine Methode zur Unterstützung der Organisationsentwicklung kann die Moderation von Arbeitsgruppen sein, da hier als wesentliches Element der Organisationsentwicklung eine direkte Beteiligung der Beschäftigten in allen der Phasen der Organisationsentwicklung möglich ist. Diese Phasen sind die Situationsanalyse, die Erarbeitung von
Veränderungszielen, die Erarbeitung von Lösungen und deren Umsetzung.
Meines Erachtens ist gerade der Aspekt der Mitarbeiterbeteiligung von entscheidender Bedeutung, da sich die Prozesse der
Organisationsentwicklung auch an den Interessen und Möglichkeiten der Mitglieder orientieren muss. Denn der Veränderungsprozess wird sich umso erfolgreicher gestalten, je intensiver die betroffenen Mitarbeiter und Führungskräfte am Prozess aktiv beteiligt und eingebunden sind sowie in ihrer konkreten Situation „abgeholt“ werden (ebenda, Seite 20). Die Aufgabe des Abholens kommt dem Moderator zu, der mit seiner methodischen Kompetenz in der Lage ist, die Arbeitsgruppe so zu fördern, dass das (übertragene oder erarbeitete) Ziel
eigenverantwortlich und mit dem Eindruck der Zufriedenheit mit dem Ergebnis erreicht wird (Drescher, P. 2003, Seite 14). Denn jede Veränderung in einer Organisation ist ausschließlich über die ihr zugehörigen Menschen umsetzbar. Würde dies außer acht gelassen, ist ein zunächst erarbeitetes Ergebnis auf Dauer nicht gesichert (Baumgartner, I. u. a. 2000, Seite 50).
Arbeit zitieren:
Diplom Verwaltungswirt (FH) Thomas Berndt, 2007, Kreative Problemlösungstechniken in der Moderation, München, GRIN Verlag GmbH
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