Zusammenfassung/Abstract
Diese Arbeit beschäftigt sich mit Möglichkeiten zur Informationsbeschaffung betreffend Schutzrechte und Patente, wobei die interne Situation und Kapazität eines modellhaften Unternehmens besonders berücksichtigt werden. Ein wesentliches Anliegen dabei ist es, Möglichkeiten darzustellen, die gewonnenen Informationen zu verwalten und aktuell zu halten, damit nicht unnötig Zeit aufgewendet wird. Zwecks Zeitersparnis wird ein Anforderungsprofil für eine Software erarbeitet, welche zur Unterstützung dieser Tätigkeiten gewinnbringend einsetzbar ist. Um die Zusammenhänge verständlicher darzustellen sowie mögliche Konfliktpunkte ersichtlich zu machen, wird bewusst von einem Modellunternehmen ausgegangen.
Ziel war es, anhand unterschiedlicher Informationsflüsse und Abschätzung des Bearbeitungsaufwandes letztlich zu einer Empfehlung für das Modellunternehmen zu kommen.
It is the purpose of this paper, on the one hand, to show possibilities on how to find information about intellectual property rights and patents in order to consider the FRPSDQ\¶VLQWHUQDOVLWXDWLRQDQGFDSDFLWLHV2QWKHother hand, the paSHU¶VDLPLV to show how to manage and organise this information, so as to keep it up to date with the aim of necessitating as little time as possible.
In addition to this, it contains a software specification to provide assistance for the duties mentioned above.
The paper as a whole considers a described model company which helps to show the contexts, as well as difficulties during the process of information supply, management and organisation.
It was the ultimate aim of this paper to make recommendations for the model company by means of varying rates of information flow and assessment of the project outlay.
II
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
Zusammenfassung /Abstract II
Inhaltsverzeichnis III
Abbildungsverzeichnis V
Abk ürzungsverzeichnis VI
Tabellenverzeichnis VI
1. Einleitung 1
1.1. Ausgangssituation 1
1.2. Zielsetzung 2
2. Informationsbeschaffung 3
2.1. Ziel der Informationsbeschaffung 3
2.1.1. Einmalige Informationsbeschaffung 3
2.1.2. Kontinuierliche Informationsbeschaffung 4
2.2. Quellen zur Informationsbeschaffung 4
2.2.1. Öffentlich zugängliche, kostenlose Quellen 5
2.2.2. Kostenpflichtige Quellen 5
2.3. Strategien zur Informationsbeschaffung 6
2.3.1. Einfache Suchfunktionen 6
2.3.2. Klassifikationssuche 7
2.4. Aufbereitung der Information 9
2.4.1. Informationen vom Deckblatt 9
2.4.2. Informationen aus der Schrift 10
3. Aktualität und Nachhaltigkeit der Informationen 11
3.1. Kommunikation und Berichtswesen 11
3.1.1. Modell 1: Direkter Informationsfluss 11
3.1.2. Modell 2: Selektiver Informationsfluss 12
3.1.3. Modell 3: Zirkulärer Informationsfluss 14
3.1.4. Abschätzung des Arbeitsaufwandes 14
3.2. Ablage und Zugänglichkeit 17
3.2.1. Benennung der elektronischen Daten 17
3.2.2. Ablage der elektronischen Daten 18
III
Inhaltsverzeichnis
4. Software-Unterstützung 19
4.1. Grundbedürfnisse. 19
4.2. Hauptkriterien 20
4.2.1. Aufnahme von neuen Daten 20
4.2.2. Filtermöglichkeit der Daten 22
4.2.3. Verwaltung der Daten 22
4.3. Individuelle Kriterien 23
4.3.1. Verfügbarkeit der Daten 23
4.3.2. Zusätzliche Vorevaluierung der neuen Datensätze 23
4.4. Übrige Kriterien 24
5. Empfehlung 25
Literaturverzeichnis 26
Anhang - Inhaltsverzeichnis 28
Anhang I
IV
Abbildungsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Ergebnis einer Patentsuche
Abbildung 2: Aufbau der Internationalen Patentklassifikation anhand eines
Beispiels
Abbildung 3: Klassifikationsgruppe suchen
Abbildung 4: Aussehen der Information des Recherchedienstes
Abbildung 5: Direkter Informationsfluss
Abbildung 6: Selektiver Informationsfluss
Abbildung 7: Entwurf Formblatt
Abbildung 8: Zirkulärer Informationsfluss
Abbildung 9: Schutzrechtserteilungen der einzelnen Klassifikationen
Abbildung 10: Ablage als Baumstruktur
Abbildung 11: Aktivitätsdiagram zur Informationsselektion
V
Abkürzungsverzeichnis
ECLA European Classification System (Europäische Patentklassifikation) EPA Europäisches Patentamt IPC International Patent Classification (Internationale Patentklassifikation) KMU Klein- und Mittelständische Unternehmen UML Unified Modeling Language USPTO United States Patent and Trademark Office (US-amerikanisches Patent- und Markenamt) WIPO World Intellectual Property Organization
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Dokumentenumfang der einzelnen Klassifikationen ............................ 16 Tabelle 2: Arbeitsaufwand pro Monat ................................................................... 25
VI
1. Einleitung
Ä:HQQGX(UIROJKDEHQZLOOVWEHJUHQ]HGLFK³
Charles Augustin Saint-Beuve
Dass der Schutz geistigen Eigentums und Information über Schutzrechte immer wichtiger werden, um als Unternehmen erfolgreich am Markt zu bestehen und Wettbewerbsvorteile aufrecht zu erhalten, ist wohl keine Neuheit. Die sich stellende Frage im Bezug auf Information ist jedoch: Wie lässt sich dies bewerkstelligen? Genau diese Fragestellung nach einem idealen Weg, der wenig Zeit in Anspruch nimmt, mit dem trotzdem alle notwendigen Details überprüfbar und auswertbar sind, bedarf einer Antwort.
Im Rahmen dieser Arbeit werden Grundkenntnisse mit Bezug auf Schutzrechte (Patente, Gebrauchsmuster) vorausgesetzt. Diesbezüglich wird auf die jeweiligen Gesetzestexte (Patentgesetz, Gebrauchsmustergesetz, etc. 1 ) in der gültigen Fassung, entsprechende Fachliteratur 2 oder elektronische Informationsquellen 3 verwiesen.
1.1. Ausgangssituation
Um sich die gesamte Problemstellung leichter vorstellen und erklären zu können ± aber auch abzugrenzen ± wird diese anhand eines KMU modellhaft betrachtet:
Bei dem Modellunternehmen handelt es sich um ein KMU mit 80 bis 100 Mitarbeitern, welches Dienstleistungen im Bereich Engineering für die chemische Industrie anbietet.
Das Unternehmen ist in einem Einliniensystem organisiert. Einliniensystem bedeutet, es gibt eindeutige Kommunikationswege und Verantwortungsbereiche durch
1 Gesetzliche Grundlagen, Österreichisches Patentamt; Online im Internet; URL:
http://www.patentamt.at/Home/daspatentamt/gesetzlichegrundlagen/12035.html [Stand 2007-04-
16]
2 Zu empfehlende Literatur:
Ensthaler 2002, Götting 2004 und Sonn 2005, siehe Literaturverzeichnis
3 Präsentation zum nationalen Verfahren der Schutzrechtserteilung in Österreich; Online im Inter-
net; URL: http://wko.at/wknoe/uns/tip/pmm/v0605/Koegl.pdf, [Stand 2007-04-16]
Informationen über Schutzrechte, Patentanmeldung, Vermarktung; Online im Internet; URL:
http://www.tu-ilmenau.de/site/paton/fileadmin/template/paton/div/patentfibel.pdf, [Stand 2007-04-
27]
1
direkte Vorgesetzte, die Anweisungen vergeben dürfen. Durch die Verantwortung der Vorgesetzten für eine große Anzahl von Mitarbeitern kommt es jedoch zu Überlastungen und langen Wegen bis es zu Entscheidungen kommt oder Informationen weitergelangen. 4
Aufgrund der guten Wirtschaftslage ist das Unternehmen einem starken Wachstum an Aufträgen und damit auch an Mitarbeitern ausgesetzt. Daher wächst die gesamte Organisationsstruktur und Aufgaben für die früher eine Person verant-wortlich war werden nun aufgeteilt.
Dies betrifft auch die Forschung und Entwicklung, welche sich mit den Patenten und Schutzrechten des Unternehmens beschäftigen und auch den Mitbewerb im Auge haben sollen.
Das Problem besteht darin, wie mehrere Personen je nach deren individuellen Bedarf auf Schutzrechtsinformationen zugreifen, diese ablegen oder bearbeiten können und gleichzeitig sicherzustellen, dass auch veränderte oder neue Informationen für alle anderen Beteiligten zugänglich sind.
1.2. Zielsetzung
Ziel ist einerseits die Darstellung einer Vorgehensweise zur Informationsbeschaffung über fremde Schutzrechte und Schutzrechtsanmeldungen; des Weiteren die Evaluierung dieser Informationen sowie deren Weiterverfolgung hinsichtlich möglichen Störens. Ebenso ist die Betrachtung der Informationsablage in Abstimmung mit dem unternehmensinternen Informationsfluss anzustreben. Ziel ist andererseits jene Anforderungen zu definieren, die an eine Softwarelösung gestellt werden, um für das beispielhafte Unternehmen eine bedienerfreundliche und übersichtliche Nutzung bieten zu können.
Kurz zusammengefasst ist das zu erreichende Ziel: Durch Software-Unterstützung sowohl die Informationsbeschaffung als auch -verwaltung bezüglich Schutzrechten zu vereinfachen und damit Zeit und Ressourcen zu sparen.
4 vgl. Mangler 2006, S. 133f
2
2. Informationsbeschaffung
Ä:HUUHFKHUFKLHUWYHUVFKDIIWVLFKHLQH%DVLVXQGYHUPHLGHW.RVWHQZHUHUILndet, VlWQHXH)UFKWHZHUSDWHQWLHUWVLFKHUWVHLQH(UQWH³ 5
Wissen, das in fremden Schutzrechten oder -anmeldungen verankert ist, kann dem Unternehmen in vielerlei Hinsicht nützlich sein. Sei es um daraus feststellen zu können, dass eine sich in der Entwicklung befindliche Erfindung auch später noch geschützt werden kann, dass nicht bereits Entwickeltes nochmals entwickelt wird oder Kooperationspartner gefunden werden können. 6 Entscheidende Orientierungsgrößen für ein Unternehmen, um am Markt bestehen zu können, sind Geschwindigkeit und Information. Geschwindigkeit im Bezug auf die Flexibilität sich den Kundenanforderungen anzupassen; Information, um so schnell wie möglich die benötigte Technologie zu beschaffen, damit die Kunden-anforderungen erfüllt werden können. Hierbei können die technischen Informationen, die in Schutzrechtsschriften beschrieben sind, überaus hilfreich sein, da diese detailliert und nachvollziehbar den jeweiligen Prozess darstellen. 7 Die Informationsbeschaffung bzw. Recherche kann einerseits von einem Unternehmen selbst durchgeführt oder als Dienstleistung extern zugekauft werden. Be-vor man allerdings damit beginnt, sollte man grundsätzlich unterscheiden, wozu die Information dienen soll, denn hier kann es unterschiedliche Strategien geben.
2.1. Ziel der Informationsbeschaffung
Es muss klar unterschieden werden, zu welchem Zweck man sich für gewerbliche Schutzrechte interessiert. Demzufolge sind unterschiedliche Vorgehensweisen zu berücksichtigen.
2.1.1. Einmalige Informationsbeschaffung
Man benötigt zu einem bestimmten Zeitpunkt Informationen über ein spezielles Schutzrecht oder eine spezielle Patentklasse.
5 Barske 2001, S.105
6 vgl. Barske 2001, S.104
7 vgl. Wurzer 2003, S.19
3
Arbeit zitieren:
BSc Gudrun Straschek, 2007, Patent- und Schutzrechtsinformationsmanagement, München, GRIN Verlag GmbH
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