Gliederung
1. Einleitung 3
1.1. Motivation zum Thema 3
1.2. Aufbau der Arbeit 4
2. Selbstmord allgemein 4
2.1. Definition 4
2.2. Epidemiologie im Überblick 5
2.3. Motivation 5
3. Selbstmord im Seniorenalter 6
3.1. Epidemiologie im Alter 6
3.2. Motive 6
3.2.1. Soziale Desintegration - Partnerverlust 6
3.2.2. Kränkungen und Krisen 7
3.2.3. Psychische Krankheiten im Alter 8
3.2.4. Verlust von Selbstständigkeit 9
3.3. Suizidprävention 9
3.3.1. Signale der Suizidgefährdung 9
3.3.2. Präventionsmaßnahmen für Betroffene 10
3.3.2.1. Vorbereitung auf das Alter 10
3.3.2.2. Annahme von Hilfen bei Krankheit und Behinderung 11
3.3.2.3. Gespräche mit suizidalen alten Menschen 12
3.3.3. Präventionsstrategien der Einrichtungen 12
3.3.3.1. Primäre Prävention 12
3.3.3.2. Sekundäre Prävention - Krisenintervention 13
3.3.3.3. Tertiäre Prävention - Psychotherapie 14
4. Zusammenfassung wichtiger Punkte 16
Literaturverzeichnis 18
2 NA
1. Einleitung
1.1. Motivation zum Thema
Wenn ein junger Mensch sich sein Leben nahm, fragt man sich, welche Motive ihn zu dieser letzten Handlung bewegt haben. Er stand vor Zukunft in seinem Leben und beendete dieses. Angehörige und Personen, die damit konfrontiert werden, reagieren auf jugendlichen Selbstmord besonders schockiert. Es kommen Gedanken und Vorwürfe auf, was man als Vorzeichen übersehen hat und woran die eigene Schuld wahrscheinlich lag. Anders schaut die Reaktion der Menschen auf den Suizid von Senioren aus, die auf Grund eines Leidens im hohen Lebensalter ihr Leben aus eigenem Wunsch selber abschlossen. Es scheint in der gegenwärtigen Gesellschaft eine gewisse Toleranz zu geben, dass Senioren ihr Leben selbstbestimmt beenden wollen. Schließlich haben Medien mit den Begriffen Seniorenschwemme und Defizitmodellen der Senioren ein negatives Bild von den betagten Menschen vermittelt. Es ist auch in der Leistungsgesellschaft nicht verwunderlich, dass man nur durch eigene Arbeit und dementsprechend autonomen Ehrgeiz seine Existenz in der Gesellschaft als nützlich rechtfertigt. Bei Senioren ist Selbstmordgedanke eher ein schleichendes Phänomen. In der Öffentlichkeit wird es nicht in den Schlagzeilen der Zeitungen berichtet. Es herrscht vielleicht der Gedanke vor, dass der alte Mensch seines langen Lebens überdrüssig werden darf. In Verbindung mit dem bevorstehenden Tod des betagten Menschen herrschen die Schlagwörter Hospiz, Sterbebegleitung oder Euthanasie vor. Der Hintergrund dieser Begriffe liegt im Leidensverständnis durch unheilbare Krankheiten. Aber die steigende Selbstmordrate ab dem sechsten Lebensjahrzehnt kann pauschal nicht immer mit todbringenden Erkrankungen in Verbindung gebracht werden. Es gibt kritische Lebensphasen, die im Zusammenhang von Selbstmordabsichten berücksichtigt werden müssen. Krisen können die Entscheidung, das Leben frühzeitig zu beenden, wesentlich beeinflussen. So steht bei dieser Arbeit der Punkt im Vordergrund, wie die Epidemiologie des Suizids im Alter durch Psychologen bereits beschrieben ist. Es ist bei analysierendem Gedankengang auch wichtig festzuhalten, welche Motive hinter Suiziden stecken. Zusätzlich wird in diesem Kontext versucht, die Vorzeichen sowie die Präventionsmaßnahmen festzustellen. In Bezug auf die Präventionsmaßnahmen muss geklärt werden, was der einzelne Betroffene selber
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in seiner kritischen Situation unternehmen kann, und welchen Beitrag die Gesellschaft zur Vorbeugung etwaiger Selbstmordhandlung bieten soll.
1.2. Aufbau der Arbeit
Diese Arbeit behandelt das Thema Selbstmord im Alter. Sie ist nun folgendermaßen aufgebaut: Der Selbstmord wird anfangs ohne genauen Altersbezug beschrieben. Die Definition, Epidemiologie sowie die Motive werden in diesem Kapitel zum allgemeinen Selbstmord geschildert. Im darauf folgenden Kapitel bezieht sich der Selbstmord speziell auf die ältere Generation. Zunächst beschreibe ich den Suizid im Alter in Bezug der Epidemiologie. Die Motive werden im nächsten Abschnitt genauer beschrieben. Um Präventionsmaßnahmen einleiten zu können, ist natürlich erst notwendig, die Signale der Suizidgefährdung zu erkennen. So werden zunächst in einem Abschnitt die Merkmale für den Selbstmord erläutert. Als nächsten Schritt werden die Präventionsmaßnahmen beschrieben. Zunächst wird der Handlungsspielraum der Angehörigen sowie der Betroffenen erläutert. Anschließend werden die Angebote der Gesellschaft erörtert, die in einem Phasenmodell untergliedert sind. Im Schlussgedanken will ich die wichtigen Punkte zusammenfassen.
2. Selbstmord allgemein
Grundlegend soll erst der Suizid ohne Altersbezug beschrieben werden. So wird in diesem Abschnitt der Begriff Selbstmord definiert und die Epidemiologie beschrieben. Abschließend werden auch die Motive aufgelistet.
2.1. Definition
Als Selbstmord wird das gegen sich selber gewaltsame und überlegte Vernichten des eigenen Lebens betrachtet. Die Ursachen werden im Konflikt des Menschen mit Normen und Orientierung gesehen. In Deutschland wird der Suizidversuch nicht bestraft. Auch der Versuch, die Beihilfe und die Anstiftung werden strafrechtlich nicht verfolgt. Hingegen wird in Österreich die Mitwirkung an der Selbsttötung generell bestraft. Auch in der Schweiz wird die Anstiftung sowie
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Beihilfe aus selbstsüchtigen Motiven strafrechtlich verfolgt. (Vgl. Brockhaus, 1998)
2.2. Epidemiologie im Überblick
Jährlich bringen sich 10 von 100.000 Frauen in den alten Bundesländer selber um. Die Selbstmordzahl von Männern ist doppelt so hoch zu beziffern. Auch in den neuen Bundesländern stieg die Selbstmordrate um 50 %. Die WHO legt weltweit eine Selbstmordziffer von 500.000 Menschen jährlich fest. Das bedeutet, dass sich täglich über 1000 Selbstmordfälle ereignen. Die Zahl der Suizidversuche wird von 10 bis 100 noch mal höher eingestuft. (Vgl. Tölle, 1999)
2.3. Motivation
Allgemein kann man festhalten, dass als Motiv für eine Suizidhandlung eine unerträglich sowie unlösbar erscheinende Lebenssituation für eine Entscheidung zum Selbstmord beiträgt. Der potentielle Selbstmörder sieht nur in der Flucht aus dem Leben einen Ausweg aus seiner auswegslosen Gesamtsituation. Natürlich spielen Enttäuschungen in zwischenmenschlichen Beziehungen auch eine wichtige Rolle. Ängste vor einer Gefahr sowie vor Verlust und dem langsamen Tod, und auch die Furcht, dass irgendeine Schuld aufgedeckt oder dass eine Geisteskrankheit ausbricht, kann den Menschen dazu bewegen, den Selbstmord als Fluchtmöglichkeit aus dem Leben zu wählen. Die Gemeinsamkeit aller Motive eines Selbstmords liegt in der empfundenen Hoffnungslosigkeit. (Vgl. Tölle, 1999) Hinter Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit verbergen sich Selbstzweifel und Schulderleben. So wird der Suizid ausgeübt, um aus dieser unerträglichen Realität zu fliehen. In diesem Zusammenhang versucht der werdende Selbstmörder ihm ausweglos erscheinenden Situationen ohne eigene Zukunftsperspektive auszuweichen. (Vgl. Tölle, 1999)
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Arbeit zitieren:
M. A. ; Dipl. (postgrad.) Isolde A. Kretzschmar, 2006, Selbstmord im Alter, München, GRIN Verlag GmbH
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