Gliederung
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1 Einleitung 03
2 Taktik als leistungsbestimmender Faktor 04
3 Die taktische Handlung 05
4 Lernstufen der Vermittlung
taktischer Fähigkeiten 07
4.1 1. Stufe: Voraussetzungen schaffen 07
2. Stufe: Entwicklung der
taktischen Entscheidungsfähigkeit 07
3. Stufe: Ausbildung der komplexen Spielfähigkeit 08
4. Stufe: Anwendung im Wettkampf 09
5 Taktik des Einzelspiels 09
6 Taktik des Doppelspiels 10
7 Das gemischte Doppel 11
8 Lehrprobe 14
8.1 Auswertung der Lehrprobe 16
9 Zusammenfassung 16
10 Literatur 17
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1 Einleitung
Das Sportspiel Badminton hat sich in den letzten Jahren zu einem äußert attraktiven Freizeitsport entwickelt. Es gehört zu der Gruppe der Rückschlagspiele und hat seinen Ursprung in England. Dieses Spiel, bei dem das Geschlecht irrelevant ist, kann zu zweit oder zu viert gespielt werden, deshalb findet es im Einzel, Doppel (für Männer und Frauen) oder Mixed- Doppel statt. Die Grundtechniken sind relativ schnell zu erlernen, da viele Spieler bereits mit dem Federballspiel vertraut sind. Im Mittelpunkt steht hier jedoch nicht das Miteinander, sondern das Gegeneinander, sodass der Ball regelgerecht so gespielt wird, bis er auf dem Boden der gegnerischen Spielhälfte landet.
Um ein Badmintonspiel zu gewinnen, muss man seine eigenen taktischen Absichten verwirklichen und seinen Gegenspieler an der Ausführung seiner Absichten hindern. Die Spielidee ist also relativ einfach: den Gegner ausspielen. Doch das faszinierende in diesem Sportspiel ist, dass, mithilfe vielfältiger Ausführungen von Schlägen, viele Punkte gewonnen werden können. Ein technisch sauberer gespielter Angriffsclear kann genauso gut zu einem Punktgewinn werden, wie ein millimetergenauer gespielter Netzdrop. Im Leistungssport reicht diese einfache Taktik meist nicht mehr aus, um ein Spiel für sich zu entscheiden. Hier muss mit sehr raffinierten Taktiken, Tricks und Finten gearbeitet werden, um den Gegner zu überlisten.
Mein Hauptaugenmerk und Ziel dieser Arbeit, mit dem Thema: „Die Vermittlung taktischer Varianten im Einzelspiel, Doppelspiel und gemischten Doppel“ ist, die verschiedenen Lernstufen aufzuzeigen und wie es einem Trainer oder Lehrer gelingt, diese taktischen Elemente zu lehren. Des weiteren wird die Taktik als leistungsbestimmender Faktor und die taktische Handlung näher erläutert. In dieser Arbeit werde ich kurz auf die taktischen Aspekte des Einzel- und Doppelspiels und des Mixed Doppels eingehen und ihre wesentlichen Merkmale erläutern.
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2 Taktik als leistungsbestimmender Faktor
Um eine gute Spielleistung zu erreichen, benötigt ein guter Spieler bestimmte Leistungsfaktoren und Leistungskomponenten als Voraussetzung. Einer dieser Leistungsfaktoren ist die individuelle technisch-taktische Leistung, da gewisse individuelle spieltechnische Handlungsqualitäten benötigt werden, um geplante oder wettkampfsituative, spieltechnische Aufgaben zu lösen. Weitere Leistungsvoraussetzungen sind koordinative, konditionelle, taktische Fertigkeiten, aber auch der ideologisch-moralische und psychische Faktor spielt eine wesentliche Rolle. Diese aufgezählten Faktoren werden auch als die individuelle Leistungsfähigkeit betrachtet.
Zu den kollektiven Leistungsfähigkeiten gehören die kollektive Taktik, die Mannschaftsformation und die Kampfkraft des Kollektivs. Die kollektive Taktik im Doppelspiel ist ein zielorientiertes Zusammenwirken der zwei Spieler, ausgehend von der Spielkonzeption und von den individuellen Leistungsfähigkeiten und von der Persönlichkeit. Auch die Mannschaftsformation spielt eine wichtige Rolle im Spielgeschehen, da diese auf die spiel- und positionsspezifischen Anforderungen und ebenfalls auf die individuelle Leistungsfähigkeit der Spieler abgestimmt sein muss. Um ein Spiel gemeinsam gewinnen zu können, brauchen beide Spieler die richtige kollektive Einstellung und gut überlegte Verhaltensweisen.
Der Leistungsfaktor Technik hat laut Döbler (1989) im Sportspiel folgende Aufgabe: „Die Technik ist in der Sportspieltätigkeit erprobtes, den wechselnden Spielsituationen und Spielbedingungen sowie Konstitution [...] der Spieler angepasstes Verfahren zur rationellen und ökonomischen Lösung von Bewegungsaufgaben“ (S.191). Das Ziel der Technik besteht darin durch Übungs-und Wettbewerbsformen mit standardisierten und variablen Bedingungen ohne aktiven Gegner sich Einzelhandlungen und Handlungsfolgen motorisch anzueignen. Ein weiteres Ziel erfolgt durch die taktische Ausbildung, sowie durch die Anwendung im Spiel, das heißt die variable Anwendung der Technik ist der jeweiligen Spielsituation angepasst. Sie wird verstanden als die Vervollkommnung
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und Stabilisierung der technischen Fertigkeiten (vgl. Stiehler, G., Konzag, I, Döbler, H., 1988, S.81).
„Die Taktik ist die Gesamtheit der individuellen und kollektiven Verhaltensweisen, Handlungen und Maßnahmen von Spielern im Wettkampf, die bei voller Nutzung eigener Leistungsvoraussetzungen und unter Beachtung des Gegners- und Partnerverhaltens, der Spielregeln und äußeren Bedingungen auf das bestmöglichste Wettkampfergebnis gerichtet sind“ (Döbler/ Schnabel/ Thieß, 1989, S.190). Das Ziel der Ausbildung der individuellen Taktik ist das Ausprägen von Fähigkeiten und Fertigkeiten um individuell Angriffs- und Abwehrsituationen lösen zu können. Dies geschieht durch situationsbedingte Handlungsziel-und
Handlungsprogrammentscheidungen sowie ihre situationsbedingte motorische Lösung. Zu den taktischen Fähigkeiten gehören die Situationswahrnehmung, die Situationsantizipation und die Fähigkeit zur schnellen, situationsgerechten Entscheidung (Oppermann/ Schubert, Ehret, 1997, S.21). Eine individuelle Taktik kann man mit Hilfe Übungs-, Wettbewerbs- und Spielformen erreichen, welche entweder mit eingeschränkter Gegenwehr oder mit aktiver Gegenwehr zur Lösung insbesondere von 1:1 Situationen dienen.
Die individuelle technisch-taktische Leistung kann man am Erfolg des Spielverlaufs, am Ergebnis der Abschlusshandlung, der Abwehrarbeit und anhand der Laufbereitschaft erkennen.
3 Die taktische Handlung
Wenn der Spieler eine Handlunge ausführen will, durchläuft er 3 Phasen. In der ersten Phase begibt er sich in die Orientierungsregulation, dass heißt es kommt zur äußeren Aneignung der jeweiligen Spielsituation und zu der Reproduktion innerer gedächtnisgespeicherter Informationen, die für die Erarbeitung der jeweiligen Handlung nötig sind. Der Spieler orientiert sich also in der ersten Phase und erkennt, erfasst, nimmt das Spiel wahr und analysiert es. Als nächstes muss der Spieler operativ denken, so dass er schnelle zweckmäßige taktische Entscheidungen fällen kann. Er muss in der Antriebs- und Entscheidungsregulationsphase sich motivieren, eine Entscheidung fällen über Handlungsziel und Handlungsprogramm und
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Arbeit zitieren:
Ina Göllnitz, 2007, Vermittlung taktischer Varianten im Badminton, München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
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Badminton - Taktische Elemente des Einzelspiels
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