II
Inhaltsverzeichnis
Seite
Inhaltsverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis III
1 Einleitung 1
2 Begriffsabgrenzungen 2
2.1 Geleistete Anzahlungen 2
2.2 Controlling 3
3 Die Unterstützungsfunktion des Controlling bei Anlageinvestitionen
mit Anzahlungsverpflichtung 5
4 Controlling der geleisteten Anzahlungen anhand einer beispielhaft
dargestellten Anlageinvestition 7
4.1 Darstellung der Ausgangssituation 7
4.2 Wirtschaftlichkeitsberechnung der Zahlungsalternativen 8
4.3 Vertragsabschluss und Absicherung der Forderung 10
5 Schluss Fazit 11
Literaturverzeichnis 13
III
Abbildungsverzeichnis
Seite
Abbildung 1: Zusammenwirken von Planung Steuerung und Kontrolle 3
Abbildung 2: Zahlbetragermittlung bei Vorauszahlung 8
Abbildung 3: Zahlbetragermittlung bei Ratenzahlung 9
1
1 Einleitung
Eine solide Finanzplanung ist eine notwendige Voraussetzung für eine langfris- tige und erfolgreiche Unternehmensführung. Der Finanzplan wird als Instrument zur Sicherung der Liquidität und Abwehr von kurzfristigen Finanzierungslücken verwendet, wobei man unter Liquidität die Fähigkeit versteht, jede zwingend fällige Verbindlichkeit jederzeit uneingeschränkt erfüllen zu können. 1 Ist diese Fähigkeit längerfristig nicht gegeben, hat dies direkten Einfluss auf die Bonität des Unternehmens und bildet die Vorstufe zur Insolvenz. 2 In der Praxis tritt das Problem der Illiquidität sehr häufig auf. Das liegt meist an einer fehlenden oder fehlerhaften Finanzplanung oder aber an der zeitlichen Diskrepanz zwischen Ein- und Auszahlungen. Die zum Wertschöpfungsprozess benötigten Kapitalressourcen wie Maschinen oder Fertigungsmitarbeiter und benötigte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe müssen zeitgerecht zum Produktions- beginn angeschafft werden. Da gerade bei Verbrauchsmaterialien die Zah- lungsfristen sehr kurz sind, stellt dieser Beschaffungsvorgang einen meist nicht unerheblichen zahlungswirksamen Aufwand dar. Konkret bedeutet das, dass alle Unternehmen von der Bezahlung der beschafften Produktionsfaktoren und - güter bis hin zum Zahlungseingang der Umsatzerlöse einem finanziellen Un- gleichgewicht ausgesetzt sind. Verstärkt wird dieser Effekt noch, wenn der Lie- ferant eine Anzahlung der Ware fordert. Hiermit wird die zeitliche Spanne zwi- schen Mittelabfluss und Mittelzufluss nochmals erweitert.
Während die Anzahlung beim Kauf von Umlaufvermögen aufgrund niedrigerer Werte relativ wenige Auswirkungen auf die Liquiditätssituation hat, gewinnt die Vorauszahlung im Bereich der Anlageinvestitionen immer mehr an Bedeutung. Geleistete Anzahlungen aufgrund von Anlageerweiterungen beeinflussen auf negative Weise die Liquiditätssituation des Kunden und stellen ein hohes Leis- tungsausfallrisiko dar.
1 Vgl. Perridon, L./Steiner, M.: Finanzwirtschaft der Unternehmung, 14. Aufl., Augsburg, 2006,
S. 6.
2 ebenda/vgl. ebenda
2
Anhand dieser Behauptung wird in den nachfolgenden Kapiteln auf den Um- gang, die Bedeutung und das Risiko von Anzahlungen aufmerksam gemacht.
2 Begriffsabgrenzungen
2.1 Geleistete Anzahlungen
Unter einer geleisteten Anzahlung oder auch Kundenanzahlung (Kundenkredit) versteht man einen Kredit des Abnehmers an seinen Lieferanten, der dadurch zustande kommt, dass der Besteller den Kaufpreis ganz oder teilweise vor Er- halt der Kaufsache bezahlt. 3 Von Kundenanzahlungen wird primär beim Erwerb von Umlauf- und Anlagevermögen gebrauch gemacht.
Die häufigste Anwendung findet man bei längerfristigen Auftragsfertigungen, bei denen zwischen Planung, Fertigung und Auslieferung meist mehrere Jahre ver- gehen und die Produkte auf die speziellen Wünsche des Kunden ausgerichtet sind. 4 Gerade im Schiffs- und Spezialmaschinenbau sowie im Baugewerbe er- folgt die kurzfristige Finanzierung des Produktionsprozesses meist über Anzah- lungen. 5 Neben der Funktion, dass Anzahlungen die Höhe der Vorfinanzierungsleistung des Lieferanten mindern, sichern sie den Hersteller zusätzlich noch vor einer Nichtabnahme des Produktes durch den Kunden ab. Allerdings hat ein Produ- zent nicht nur Vorteile von erhaltenen Anzahlungen. Kaum ein Kunde wäre be- reit, dem Hersteller einen kostenlosen Kredit einzuräumen. Somit wird der regu- läre Kaufpreis bereits bei Vertragsabschluss für den Zeitraum von der geleiste- ten Anzahlung bis zum tatsächlichen Liefertermin des Produktes abgezinst. Was auf den ersten Blick wie ein Vorteil für den Kunden aussieht, ist es in Wirk- lichkeit nicht. Durch die frühe Anzahlung wird die Liquiditätssituation im Kun- denunternehmen beeinflusst ohne dass sich dadurch ein direkter Nutzen im
3 Vgl. Däumler, K.: Betriebliche Finanzwirtschaft, 8. Aufl., Herne/Berlin, 2002, S. 190 zit. nach Büschgen, H.E.: Grundlagen betrieblicher Finanzwirtschaft, S. 74. – Vormbaum, H.: Finanzie- rung der Betriebe, S. 329 f. – Wöhe G./Bilstein J.: Grundzüge der Unternehmensfinanzierung, S. 301 f.
4 ebenda/vgl. ebenda 5 ebenda/vgl. ebenda
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Christian Krämer, 2007, Controlling der geleisteten Anzahlungen, Munich, GRIN Publishing GmbH
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