Inhaltsverzeichnis
Abk ürzungsverzeichnis I
1 Einleitung 1
2 Hintergründe der Bankenregulierung. 2
2.1 Asymmetrische Information 2
2.2 Transaktionskosten. 4
2.3 Prinzipal-Agent-Theorie 4
3 Der Entstehungsweg von Basel II. 5
4 Die drei Säulen von Basel II. 8
5 Rating als Instrument der Bonitätseinschätzung 10
5.1 Ratingdefinition 10
5.2 Externes Rating 10
6 Auswirkungen auf die mittelständische Wirtschaft 12
7 Fazit 16
Literaturverzeichnis 17
Monographien. 17
Zeitschriftenartikel 18
Internetquellen................................................................................................ 18
Abkürzungsverzeichnis
Abb. Abbildung bzgl. bezüglich bzw. beziehungsweise Hrsg. Herausgeber KMU Kleine und mittlere Unternehmen o.g. oben genannte(n) S. Seite(n) sog. sogenannte(n) NIÖ Neue Institutionsökonomik z.B. zum Beispiel Vgl. Vergleiche
Einleitung 1
1 Einleitung
Ungenügende Bonitätsprüfungen und Kreditüberwachungen und ein daraus resultierendes Wagnis bei Kreditengagements bedingten ein Einschreiten der Behörde für Bankenaufsichtsrecht zur Regulierung dieser Umstände. Das Ergebnis zahlreicher und umfassender Überlegungen war Basel II. Kein anderer Begriff des Bankensektors hat in den letzten Jahren ein dermaßen großes Aufsehen auch außerhalb dieser Branche erfahren und solch immenses Interesse geweckt. Diese neuen
Eigenkapitalanforderungen waren Anstoß unzähliger Diskussionen in Wirtschaft, Politik, Informationsmedien und auch in der breiten Öffentlichkeit. 1
Das neue Regelwerk in seiner entsprechenden Komplexität und einer detaillierten Regelungstiefe wurde in seiner endgültigen Fassung im Juni 2004 verabschiedet. Damit soll ein solides Finanzsystem geschaffen werden, welches von kompetenten und insbesondere auch von solventen Banken getragen wird. Zahlreiche Banken mussten mit einer riskanten Geschäftspolitik schmerzhafte Erfahrungen machen, da sie sich nur unzureichend mit den Konsequenzen zu hoher Kreditrisiken befasst haben. Dieses neue Regelwerk soll aber nicht zu einer drastischen Reduzierung der Kreditvergabe führen, denn es ist weiterhin die Aufgabe des Bankensystems die Wirtschaft mit ausreichend Kreditmitteln zu versorgen, um in Zeiten der Globalisierung eine Wettbewerbsfähigkeit der inländischen Märkte zu gewährleisten. 2
Die vorliegende Arbeit gibt einen überblicksweisen Einblick zur Thematik Basel II und zeigt neben dem Institutionsökonischen Ansatz im weiteren Verlauf die Auswirkungen der Kreditfinanzierung der mittelständischen Wirtschaft auf.
1 Vgl. Ehlers, H., Basel II /Rating, Berlin 2003, S.1
2 Vgl. Wolf, J., Basel II Kreditrating als Chance, Berlin/Regensburg 2003, S.12
Hintergründe der Bankenregulierung 2
2 Hintergründe der Bankenregulierung
Anders als in der weltweiten Diskussion geschehen, wird zu Beginn in der Arbeit zunächst die Frage nach den Ursprüngen der Bankenregulierung gestellt, was durch die Institutionsökonomik aufgezeigt werden soll. Aus welchen Gründen sind Finanzintermediäre entstanden? Welche besonderen Leistungen erbringen sie und warum werden ihre Tätigkeiten als regulierungsbedürftig erachtet? 3
Die Motive hinter regulierenden Maßnahmen im Bankensektor gehen auf die normative Theorie der Regulierung zurück. 4 In deren Zentrum steht der Vergleich realer Marktlösungen mit einem theoretischen Ideal, woraus Handlungsnotwendigkeiten der Wirtschaftspolitik abgeleitet werden. Dieses theoretische Ideal ist ein vollkommenes Konkurrenzgleichgewicht, in welche eine pareto-optimale Allokation erreicht wird. Die Befürworter normativer Ansätze gehen davon aus, dass auf Bankenmärkten kein solches Gleichgewicht zustande kommt.
2.1 Asymmetrische Information
Banken als Finanzintermediäre agieren auf Finanzmärkten. Beide - Finanzmärkte und Finanzintermediäre - sehen sich somit Kreditgebern und Kreditnehmern gegenüber, die Zahlungsüberschüsse anlegen bzw. Zahlungsmittel nachfragen wollen. 5 Würden die Märkte in der Realität den vollkommenen Märkten der Neoklassiker entsprechen, wären Finanzintermediäre überflüssig. 6 Auf den vollkommenen Märkten sorgt die unsichtbare Hand des Marktes für die pareto-optimale Koordination der Wirtschaftspläne. Doch die diesen Märkten zugrundeliegenden Annahmen sind der Realität nie vollständig gegeben. Märkte in der Realität sind von Informationsasymmetrien geprägt, so dass Finanzintermediäre die Koordinationsfunktion des Finanzmarktes ergänzen, indem sie
3 Vgl. Langer, T./ Weber, M., Banken als Finanzintermediäre, Stuttgart 2000, S. 202
4 Vgl. Behrends, S., Neue politische Oekonomie, München 2001, S.16
5 Vgl. Langer, T./Weber, M., Banken als Finanzintermediäre, Stuttgart 2000 S. 202
6 Vgl. Allen, F./ Santomero, A., The theory of financial intermediation, 1998, S.1462
Hintergründe der Bankenregulierung 3
Transformationsfunktionen ausüben. 7 Da die Neue Institutionsökonomik (NIÖ) einen Großteil dieser Annahmen verwirft, ist sie ein geeignetes Instrument, um das Funktionieren von Märkten zu analysieren und die Existenz von Finanzintermediären zu erklären.
Die Schulen der NIÖ unterscheiden sich hinsichtlich Untersuchungsgegenstand, Verhaltensannahmen, Einflussgrößen, Gestaltungsvariablen und Effizienzkriterium, wie Abb. 1 zeigt. 8
7 Vgl. Berger, A./Herring, R./ Szegö, G.P, The role of capital in financial institutions, 1995, S. 397-399
8 Vgl. Matten, D., Management ökologischer Unternehmensrisiken, Stuttgart 1998, S. 178
Arbeit zitieren:
Bastian Schwarzer, 2008, Auswirkung von Basel II für die Kreditfinanzierung der mittelständischen Wirtschaft, München, GRIN Verlag GmbH
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