Unternehmensbewertung von kleinen und mittleren Unternehmen
Operations Audit of Small and Medium-Sized Enterprises
1 Inhaltsverzeichnis
1 INHALTSVERZEICHNIS 2
2 ABBILDUNGSVERZEICHNIS 3
3 ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS 4
4 VORWORT. 5
5 ABSTRACT 6
6 GRUNDLAGEN 7
6.1 KLEINE UND MITTLERE UNTERNEHMEN (KMU) 7
6.1.1 Definition KMU 7
6.1.1.1 Definition laut Handelsgesetzbuch 8
6.1.1.2 Definition der Europäischen Kommission 8
6.1.1.3 Definition des Instituts für Mittelstandsforschung, Bonn 9
6.1.2 Besonderheiten von kleinen und mittleren Unternehmen 10
6.1.2.1 Bedeutung von kleinen und mittleren Unternehmen. 10
6.1.2.2 Verbindung zwischen Eigentümer und Unternehmen 10
6.1.2.3 Operative Unternehmenszusammenhänge 11
6.1.2.4 Unternehmensressourcen 13
6.1.2.4.1 Kapital. 13
6.1.2.4.2 Personal 14
6.2 UNTERNEHMENSBEWERTUNG 14
6.2.1 Theoretische Grundlagen der Unternehmensbewertung 14
6.2.2 Bewertungsanlässe. 16
6.2.2.1 Bewertung im Rahmen des Zugewinnausgleichs. 18
7 BEWERTUNGSMETHODEN 19
7.1 DISCOUNTED-CASHFLOW-VERFAHREN. 20
7.1.1 Discounted-Cashflow - Entity-Methode 21
7.1.2 Discounted-Cashflow - Equity-Methode 23
7.2 ERTRAGSWERTVERFAHREN 24
7.3 SUBSTANZWERTVERFAHREN. 26
7.4 MULTIPLIKATORMETHODE. 27
8 BEWERTUNG VON KLEINEN UND MITTLEREN UNTERNEHMEN 28
8.1 PROBLEME BEI DER BEWERTUNG VON KMU 28
8.2 ANFORDERUNGEN AN EIN BEWERTUNGSVERFAHREN BEI KMU 29
9 SCHLUSSBETRACHTUNG 31
10 LITERATURVERZEICHNIS 32
2
Unternehmensbewertung von kleinen und mittleren Unternehmen
Operations Audit of Small and Medium-Sized Enterprises
2 Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Klassifizierung von KMU nach HGB. 8
Abbildung 2: Klassifizierung von KMU nach EU-Empfehlung 9
Abbildung 3: Klassifizierung von KMU nach dem IfM, Bonn 9
Abbildung 4: Bewertungsanlässe 17
Abbildung 5: Discounted Cashflow-Verfahren 21
Abbildung 6: DCF - Equity-Methode 23
Abbildung 7: Beispielrechnung zum Ertragswertverfahren. 26
3
Unternehmensbewertung von kleinen und mittleren Unternehmen Operations Audit of Small and Medium-Sized Enterprises
3 Abkürzungsverzeichnis
APV Adjusted Present Value
DCF Discounted-Cashflow
EBIT Earnings before interest and taxes (Gewinn vor Zinsen und Steuern)
EBITDA Earnings before interest, taxes, depreciation and amortization
GuV Gewinn- und Verlustrechnung
HGB Handelsgesetzbuch
i.d.F. in der Folge
IfM Institut für Mittelstandsforschung
IFRS International Financial Reporting Standards
IDW Institut der Wirtschaftsprüfer e.V.
i.V.m. in Verbindung mit
KMU Kleine und mittlere Unternehmen
Rst. Rückstellungen
TCF Total Cash Flow
US GAAP United States-Generally Accepted Accounting Principles
WACC Weighted average costs of capital
4
Unternehmensbewertung von kleinen und mittleren Unternehmen Operations Audit of Small and Medium-Sized Enterprises
4 Vorw ort
Die vorliegende Arbeit ist als Bachelorarbeit 1 an der Fachhochschule Vorarlberg im Studiengang Betriebswirtschaftslehre in Zusammenarbeit mit der h+p antares GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, erstellt worden.
Im Zusammenhang mit Unternehmenstransaktionen stellt sich insbesondere bei der Veräußerung oder dem Kauf von kleinen und mittleren Unternehmen die Frage „Zu welchem Preis?“. Die Anlässe zur Veräußerung von Unternehmen steigt nicht nur infolge der Globalisierung, welche Unternehmen zu immer mehr Dynamik zwingt, sondern auch die Öffnung sowie Verflechtung von Märkten beschleunigt die Merger & Acquisition-Aktivitäten. Insbesondere Gesellschaftertrennungen, Scheidungen von Anteilseignern und Generationswechsel stellen bei kleinen und mittleren Unternehmen einen Grund zur Unternehmensbewertung dar. Über 99% aller Unternehmen in der Bundesrepublik Deutschland fallen in die Kategorie der kleinen und mittleren Unternehmen. Dies unterstreicht die enorme volkswirtschaftliche Bedeutung dieses Unternehmenstyps. Oftmals sind die Gründer bzw. die Gründerfamilien noch operativ im Geschäftsbetrieb integriert und somit, aufgrund der Affinität zum Unternehmen und der direkten Bindung durch eigenes Kapital, von enormer Wichtigkeit für die Unternehmung. Diese besonderen, nicht quantifizierbaren, Merkmale verhindern eine Unternehmensbewertung nach den gängigen Theorien zur Bewertung von großen Unternehmen bei welchen bereits über Jahrzehnte hinweg, durch enormen Aufwand - eine hohe Transparenz geschaffen wurde.
Bisher existieren zur Bewertung von kleinen und mittleren Unternehmen keine speziellen Verfahren bzw. Methoden welche die für die kleinen und mittleren Unternehmen spezifischen Merkmale berücksichtigen. Eine Bewertung fand bisher mit stark vereinfachten Systemen wie der Preisfindung mittels ergebnis-, umsatz- oder produktmengenorientierter Kenngrößen statt. Diese vereinfachte Preisfindung über Multiplikatoren stellt aber keinen Ersatz für die Ermittlung des Zukunftserfolgswerts dar.
München, 29. August 2008 Moritz Ertl
5
Unternehmensbewertung von kleinen und mittleren Unternehmen Operations Audit of Small and Medium-Sized Enterprises
5 Abstract
Eine Unternehmensbewertung muss nicht den Preis bilden, den der Käufer dem Verkäufer für die Übertragung von Unternehmensanteilen bezahlt. Jedoch bildet diese einen Preis ab der am ehesten dem Unternehmenswert entspricht. Zudem liefert die Bewertung wichtige Anhaltspunkte welche für die Preisbildung - in Übereinkunft von Angebot und Nachfrage - zwischen Käufer und Verkäufer von Bedeutung sind. Außerdem kann aufgrund eines objektiven Schemas ein Preis gebildet werden, der in den Verhandlungen als wichtiges Argument für Käufer bzw. Verkäufer dient.
Ziel dieser Arbeit ist es, neben der Definition von kleinen und mittleren Unternehmen, die theoretischen Grundlagen der Unternehmensbewertung im Allgemeinen darzustellen und gängige Unternehmensbewertungsmethoden theoretisch als auch praktisch zu interpretieren. Hierbei werden insbesondere das DCF-Verfahren, das
Ertragswertverfahren, das Substanzwertverfahren und die Multiplikatormethode betrachtet. Ebenso sollen die Besonderheiten von kleinen und mittleren Unternehmen als auch die Bewertung dieser aufgezeigt werden. Mit den Erkenntnissen dieser Arbeit soll in einer weiteren Arbeit ein speziell für kleine und mittlere Unternehmen entwickeltes Bewertungssystem erstellt werden. Es ist daher nicht das Ziel dieser Arbeit ein neues Konzept zur Bewertung von kleinen und mittleren Unternehmen zu erstellen. Abschließend sollen die Probleme der Bewertung von kleinen und mittleren Unternehmen aufgezeigt werden.
Soweit in der vorliegenden Arbeit personenbezogene Begriffe verwendet werden, kommt ihnen keine geschlechtsspezifische Bedeutung zu.
6
Unternehmensbewertung von kleinen und mittleren Unternehmen Operations Audit of Small and Medium-Sized Enterprises
6 Grundlagen
6.1 Kleine und mittlere Unternehmen (KMU)
6.1.1 Definition KMU
Die Definition von kleinen und mittleren Unternehmen ist nicht einheitlich festgelegt. 1 So ist beispielsweise die Definition der Deutschen Gesetzgebung, unter § 267 HGB, nicht identisch mit der Empfehlung der Europäischen-Kommission. Eine Abgrenzung zu großen Unternehmen kann so unter diversen theoretischen Ansätzen stattfinden. Einheit unter den Theorien herrscht jedoch unter dem Gesichtspunkt der quantitativen Merkmale zur Eingruppierung. 2 Umsatz, Bilanzsumme und Mitarbeiterzahl bilden die theoretische Fundierung zur Bewertung. Eine allgemein anerkannte als auch einheitliche Methode zur Einstufung ist allerdings nicht bekannt. Die Bemessung rein quantitativer Charakteristika ist mit dem benötigten Zahlenwerk sehr einfach möglich. In der Praxis hat sich gezeigt, dass Banken zur Klassifizierung von kleinen- und mittleren Unternehmen wiederum andere Größen verwenden. 3 Zur Begrifflichkeit der kleinen- und mittleren Unternehmen zählen ebenso die Kleinstunternehmen. Zu beachten ist, dass unabhängig vom Branchentyp des Unternehmens eine Klassifizierung erfolgt. So kann beispielsweise eine Dienstleistungsgesellschaft mit wenigen Mitarbeitern aufgrund des hohen Umsatzes mit einem Unternehmen des produzierenden Gewerbes, welches sehr viele Mitarbeiter beschäftigt, in die gleiche Kategorie fallen, obwohl beispielsweise deutliche Unterschiede in der Bilanzsumme herrschen.
Kleine und mittlere Unternehmen fallen umgangssprachlich meist unter den Begriff „Mittelstand“. Besonders im internationalen Sprachgebrauch bürgert sich, zumindest wenn von der Bundesrepublik Deutschland die Rede ist, die unübersetzte Übernahme des Begriffs „Mittelstand“ ein. 4
Der nachfolgende Abschnitt gibt einen Überblick über die drei wichtigsten Klassifizierungstabellen für kleine und mittlere Unternehmen.
1 Vgl. Wollny (2008), S. 8
2 Vgl. Ruehling, (2003), S. 2
3 Vgl. Wollny (2008), S. 8
4 Vgl. The Economist, Mittelstand oder Mittelfeld, 1998, S. 97ff.
7
Arbeit zitieren:
Moritz Ertl, 2008, Unternehmensbewertung von kleinen und mittleren Unternehmen, München, GRIN Verlag GmbH
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