Inhaltsverzeichnis
1 Grundlagen Vulkanologie 3
1.1 Förderart und Eruptionstypen 3
1.1.1 Förderart 3
1.1.2 Eruptionstypen 3
Hawaiianischer Eruptionstyp 3
Strombolianischer Eruptionstyp 4
Vulkanianischer Eruptionstyp 4
Péléanisch Eruptionstyp 4
Zusammenfassung 5
1.2 Pyroklastika 5
1.3 Die pyroklastischen Gesteine 5
2 Der Vesuv 5
2.1 Allgemeine Informationen zum Vesuv 5
2.2 Plattentektonische Situation 6
2.3 Der Ausbruch vom 24 August 79 n Chr 6
2.4 Historische Daten und Quellen 6
2.5 Das Observatorium 7
2.6 Die Gefahren des Vesuvs 7
2.6.1 Auf primären Prozessen beruhende Gefahren 8
Gefahren aus Lavaströmen 8
Gefahren aus Ascheregen 9
Gefahren aus pyroklastischem Material 9
Gefahren aus Glutwolken (pyroclastic surges) und Glutlawinen 10
3 Gefahrenmanagement 11
4 Zusammenfassung 12
5 Literatur 13
5.1 Fachliteratur 13
5.2 Internet 13
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1 Grundlagen Vulkanologie
1.1 Förderart und Eruptionstypen
Besonders wichtig für das Verständnis verschiedener Vulkane und für das darauf aufbauende Gefahrenmanagement sind (historische) Informationen über ihre Eruptionsmechanismen. Mit Hilfe der Unterscheidung der Art der Lavaförderung, effusiv oder ejektiv (explosiv), und der Unterscheidung in verschiedene Eruptionstypen, hawaiianisch, strombolianisch, vulkanianisch und péléanisch, versucht man die Vulkane zu differenzieren.
1.1.1 Förderart
Über die Förderart (ejektiv, effusiv) von Laven entscheiden im wesentlichen die Faktoren: Wasser-, Gas-, Kieselsäuregehalt und Temperatur (des Magmas). (+)= viel; (-)= wenig
Abb. 1.1 Förderarten (aus Christof Hug-Fleck: "Die ruhelose Erde", Hannover, 1998)
1.1.2 Eruptionstypen
Hawaiianischer Eruptionstyp
Vulkane des hawaiianischen Eruptionstyps sind durch den Austritt sehr flüssiger, ca. 1 100°C heißer und basaltischer Lava gekennzeichnet. Diese schießt in Form von enormen Säulen in die Luft, die oft mehrere hundert Meter Höhe erreichen können und die sich anschließend als weitflächige Lavaströme ergießen. Aus diesen flüssigen Lavamassen bilden sich später stark abgeflachte Kegel der Schildvulkane.
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Strombolianischer Eruptionstyp
Bei dieser Variante alternieren explosive und effusive Phasen. Typisch für sie ist der rhythmische Auswurf von Schmelzprodukten in Form von Lavafetzen, die durch den Gasdruck vorangetrieben werden. Manchmal tritt auch flüssige Lava über den Kraterrand, das zur Bildung von Lavaströmen führt. Der Ausbruch kann einige Tage bzw. mehrere Jahre andauern, bis es schließlich zum Stillstand der Vulkantätigkeit kommt. Jedoch ist der namensgebende Stromboli ein völlig atypischer Fall, da er seit mindestens 2 500 Jahren anhaltend tätig ist.
Vulkanianischer Eruptionstyp
Hier liegt ein wesentlich viskoseres Magma vor, welches nur schwer an die Oberfläche dringt. Es sammelt sich über dem Vulkanschlot in Form einer Lavascholle oder eines Doms an. Sobald dieser Pfropfen erkaltet ist, blockiert er die Entgasung und der Gasdruck innerhalb des Vulkans erhöht sich. Wenn dieser Druck den Widerstand des Pfropfens übersteigt, werden Asche, Schlacken und Bomben durch eine heftige Explosion bis zu einer Höhe von mehreren Kilometern geschleudert. Die Entgasung geht danach weiter, bis sich ein neuer Pfropfen im Krater gebildet hat. Der Kreislauf kann sich solange wiederholen, bis die Magmaquelle versiegt ist. Der auf diese Weise entstandene flache Kegel besteht hauptsächlich aus einer Ansammlung von Asche und Gesteinsblöcken und wesentlich weniger aus Lavaströmen.
Zu dieser Variante der Vulkantätigkeit zählt man auch die Explosionsformen, die eine riesige pinienförmige Rauchfahne erzeugen, wofür der Vesuv und seine Zerstörung von Pompeï bzw. Herculanum im Jahre 79 v. Chr. als typisches Beispiel gilt. Dieser Eruptionstyp wird häufig auch als "plinianische" Eruption bezeichnet, da Plinius der Jüngere dieses Ereignis sehr detailliert beschrieben hat.
Péléanisch Eruptionstyp
Es handelt sich hier um einen Spezialfall der ejektiven Eruption. Da die Lava dickflüssig, weil sie reich an Siliziumdioxid ist, kann sie nach Austritt aus dem Krater nicht abfließen und staut sich vor Ort und Stelle an. Es kommt so zur Bildung eines Doms, der häufig mit Lavaspitzen gespickt ist. Wenn der Gasdruck unter dem den Krater ausfüllenden Pfropfen dessen Widerstandskraft übersteigt, schießt eine Glutwolke aus einem Riss an der Basis des Doms hervor. Diese Explosion hat eine gewaltige Zerstörungskraft, weil sie aus Lava, brennenden Gasen und Gesteinsbrocken aller Größen besteht, die sich mit Geschwindigkeiten von mehreren hundert Stundenkilometern fortbewegen.
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Dr. phil. Kristina Bonn, 2002, Vulkanologie und Gefahrenmanagement am Beispiel Vesuv, Munich, GRIN Publishing GmbH
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