Inhalt
Inhaltsverzeichnis 2
Einleitung: Was ist Mobilität 3
1. Definition von Sozialer Mobilität 4
2. Ursachen sozialer Mobilität 5
3. Folgen sozialer Mobilität 8
Schlussbemerkung 11
Bibliographie 12
3 Einleitung – Was ist Mobilität?
So kurz und bündig vermag ein deutsches Wörterbuch den Begriff der Mobilität zu definieren. Doch ist es wirklich ganz so einfach? Betrachtet man den Begriff genauer, so ist er natürlich bei Weitem vielschichtiger. Ohne Zweifel entstammt der Begriff dem lateinischen Nomen mōbilitās, was Beweglichkeit bedeutet, doch ist sein Gebrauch im Deutschen eher abstrakt und es fehlt eine zufrieden stellend einheitliche Definition. Zumeist wird der Begriff mit einem ihn näher bezeichnenden Attribut versehen, da er sonst leicht synonym zum Begriff der Flexibilität verstanden werden kann. Doch das soll nicht Gegenstand dieser Arbeit sein. Hier steht unter speziellem Blickpunkt allein seine Konnotation mit den Begriffen Bewegung und Beweglichkeit im soziologischen Sinne im Fokus. Betrachtungsgegenstand in dieser Hausarbeit ist die Bewegung von Individuen in sozialen Strukturen 3 generell, ob nun intendiert oder ungewollt.
Die vorliegende Arbeit wird versuchen, den spezifizierten Begriff der sozialen Mobilität eingehend darzustellen, ihn in seinen Erscheinungs- formen zu untersuchen, sowie seine Ursachen und Folgen aufzuzeigen.
2 BÜNTING, S. 776.
3 „Soziale Strukturen bestehen aus den Relationen zwischen Menschen, darüber hinaus haben sie nichts spezifisch ‚Soziales’ Sie können sich aus jeder Form des Handelns zwischen Menschen aufbauen, sie sind daher aus wechselnden Stoffen gewebt, vielschichtig und insgesamt unendlich.“ (MEULEMANN, S. 331)
4
1. Definition von „Sozialer Mobilität“
Geprägt wurde der Begriff im Jahre 1927 von dem PITIRIM
ALEXANDROWITSCH SOROKIN 4 . Generell ist soziale Mobilität die Bewegung
bzw. der Wechsel von Personen zwischen verschiedenen Positionen im sozialen Gefüge, d.h. innerhalb der Gesellschaft. Man spricht daher auch von Schichtmobilität, da Mobilität hier nun einmal nicht die rein räumliche Mobilität meint, sondern die Bewegung im übertragenen, metaphorischen Sinne. Natürlich hat auch diese Vorstellung einer Bewegung einen Startpunkt und ein Ziel. Dies sind bei dieser Betrachtungsweise verschiedene soziale Status. Hierbei sind verschiedene Arten von Mobilität zu unterscheiden. Es gibt:
(intergenerationale Mobilität): Dies
Generationenmobilität bezeichnet Schichtwechsel innerhalb der Generationenabfolge (von der Eltern- zu Kindgeneration).
Diese Art von sozialer Mobilität vermittelt soziale Ungleichheit, denn hier sind Anfangs und Endpunkt der Betrachtung nicht die einer einzelnen Person, sonder die Status von Generationen stehen im Vergleich. So vergleicht man beispielsweise den Status der Eltern mit dem ihrer Kinder. Auch diese Art von Mobilität kann Verhalten und Einstellungen beeinflussen und prägen.
Karrieremobilität (intragenerationale Mobilität): Hiermit ist der Schichtwechsel im Verlauf eines Lebens gemeint (z.B.: der Beruf). Karriere bezeichnet die Abfolge von zwei Status. Innerhalb einer Lebensgeschichte folgen auf die (Aus-)Bildung ein Beruf und zuweilen noch spätere Berufe und/oder (Aus-)Bildungen. Eine Person hat gemäß ihren Vorstellungen, ihrer Herkunft und ihrer Erziehung eine gewisse Vorstellung von einem „normalen“ Ablauf einer Karriere. Hierbei wird in der Regel Kontinuität erwartet, d.h. man erwartet, dass der frühere und der spätere Status miteinander korrelieren. Dies gibt es in dieser Form heute kaum mehr. Mobilität verletzt die Annahme einer Person von Normalität, der so genannten Statuskonsistenz in seinem Lebenslauf. Status-konsistenz bedeutet die Annahme von konstanten Karrieren, d.h. die Erwartung, mit einem hohen Bildungsniveau auch einen ebenso
Arbeit zitieren:
Hendrik Keilhauer, 2008, Soziale Mobilität, München, GRIN Verlag GmbH
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