Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis i
Abkürzungsverzeichnis iii
Abbildungsverzeichnis vi
1 Einleitung 1
1.1 Zielsetzung 1
1.2 Aufbau der Diplomarbeit 2
2 Grundlagen 4
2.1 Die IT-Infrastructure Library - ITIL 4
2.1.1 Service-Support 4
2.1.2 Service-Delivery 6
2.1.3 ITIL und Softwareverteilung 6
2.2 Client- und Softwaremanagement 7
2.3 Der Software-Lebenszyklus 8
2.4 Arten der Softwareverteilung 11
2.5 Softwareverteilung als fortlaufender Prozess 12
3 Installationsverfahren und Paketierung 13
3.1 Allgemeine Überlegungen 13
3.2 Anforderungen an eine Paketierungsumgebung 14
3.3 Manuelle Installation 14
3.4 Unattended Setup 16
3.4.1 Ermittlung des Installertyps 18
3.4.2 Windows Installer 19
3.4.2.1 Features 20
3.4.2.2 Transforms erstellen 22
i NA
Inhaltsverzeichnis
3.4.2.3 Bedeutung von MSI Paketen für Softwareverteilung 24
3.4.2.4 Fazit Windows Installer 25
3.4.3 INNO Installer 26
3.4.4 Nullsoft Scriptable Install System 27
3.4.5 InstallShield 27
3.4.6 WISE Installer 28
3.4.7 Fazit Unattended Setup 29
3.5 Skriptgesteuerte Installation 29
3.5.1 Skriptsprachen für Windows 30
3.5.2 Beispiel: Skriptgesteuerte Installation mit AutoIt 32
3.5.3 Fazit Skriptgesteuerte Installation 37
3.6 Snapshot Verfahren 37
3.6.1 Repacketierung mit WinInstall LE 38
3.6.2 Fazit Snapshotverfahren 42
4 Systeminstallation am Beispiel von Windows XP 43
4.1 Installationsquelle vorbereiten 43
4.1.1 Integration eines Service Pack 44
4.1.2 Sicherheitsupdates integrieren 44
4.1.3 Treiber und weitere Anwendungen integrieren 47
4.1.3.1 Treiber integrieren 47
4.1.3.2 Anwendungen integrieren 47
4.1.4 Antwordatei erstellen 48
4.1.5 Tool-Tip nLite 49
4.2 Remote Installation Services 50
4.3 Systeminstallation im Netzwerk mit PXE 51
4.4 Imaging zur Betriebssysteminstallation 53
4.4.1 Die Windows SID Problematik 54
4.4.2 Fazit Imaging 55
5 Verteilung 56
5.1 Grundsätzliche Varianten der Softwareverteilung 56
5.1.1 Pull Prinzip 56
5.1.2 Push Prinzip 56
5.1.3 Thin Client Betrieb 57
5.2 Softwareverteilung mittels Netzwerkfreigabe 58
ii NA
Inhaltsverzeichnis
5.3 Softwareverteilung mittels Windows Gruppenrichtlinien 59
5.4 Softwareverteilung mit Hilfe spezieller Software 62
6 Integrierte Softwaremanagementlösungen 63
6.1 Open PC Server Integration (Opsi) 64
6.2 Microsoft Systems Management Server 65
6.3 Baramundi 65
6.4 enteo NetInstall 65
6.5 Fazit 66
7 Weitere Aspekte des Softwaremanagements 67
7.1 Inventarisierung 67
7.2 Lizenzmanagement 67
7.3 Patch und Update Management 68
7.3.1 Windows Server Update Services 68
7.4 Fernwartung 69
8 Softwareverteilung unter Windows Vista 70
8.1 Windows Vista Systeminstallation 70
8.2 Änderungen an Windows Vista 71
9 Schlussbetrachtung und Fazit 74
9.1 Schlussbetrachtung 74
9.2 Fazit 75
Literatur 76
Anhang 80 NA
A-1 Autoit 7-Zip Installationskript 80
A-2 Beispiel Windows XP Antwortdatei 82
iii NA
Abkürzungsverzeichnis
Abkürzung Definition
BIOS Basic Input Output System
CD Compact Disc
CMDB Configuration Management Database
DHCP Dynamic Host Configuration Protocol
DVD Digital Video Disc, auch Digital Versatile Disc
ERP Enterprise Resource Planning
GUI Graphical User Interface
IBS Image-based Setup
ITIL IT-Infrastructure Library
MSI Microsoft Software Installation
MSI Microsoft Software Transform
NBP Network Bootstrap Program
NSIS Nullsoft Scriptable Install System
OEM Original Equipment Manufacturer
Opsi Open PC Server Integration
PXE Preboot Execution Environment
RIS Remote Installation Services
S. Seite(n)
SID Security Identifier
iv
Abkürzungsverzeichnis
SLA Service Level Agreements
SMS Systems Management Server
SPSS Statistical Package for the Social Sciences
TFTP Trivial File Transfer Protocol
UAC User Account Control, deutsch Benutzerkontensteuerung
USSF Universal Silent Switch Finder
VBS Visual Basic Script
VNC Virtual Network Computing
WIM Windows Image Format
WinInstall LE WinInstall Limited Edition
WSH Windows Scripting Host
WSUS Windows Server Update Services
XML eXtensible Markup Language
v
Abbildungsverzeichnis
2.1 ITIL im Überblick 5
2.2 Management von Hard- und Software im Kontext von ITIL Service Support 7
2.3 Softwarelebenszyklus 8
2.4 Der Kreislauf der Softwareverteilung 12
3.1 WinInstall LE in VirtualPC eine saubere und zeitsparende Paketierungsum-
gebung 15
3.2 Parameter des Setups Service Pack 1 SQL Server 2005 16
3.3 USSF erkennt viele Installationsprogramme und liefert die Parameter für die
automatisierte Installation 19
3.4 Funktionalitäten der Windows Installer Technologie 20
3.5 Microsoft Office Custom Installation Wizard 23
3.6 Mit Hilfe des Adobe Installshield Tuner lässt sich die Installation des Adobe
Reader sehr genau konfigurieren 24
3.7 Inno Installer im Einsatz 26
3.8 Der für NSIS typische Schriftzug verrät diesen Installer 27
3.9 Der typische erste Bildschirm des InstallShield Installers 28
3.10 Der Wise Installer ist einfach durch dieses Fenster zu erkennen 29
3.11 Einfaches AutoIt Skript - öffnet Notepad gibt Hello World ein schließt das
Fenster und speichert nicht 30
3.12 AutoScriptWriter nimmt Tastatur- und Mauseingaben auf und erstellt daraus
ein AutoHotKey Skript 31
3.13 Das Installationsprogramm von 7-Zip 33
3.14 7-Zip fertig installiert 34
3.15 7-Zip File Manager 35
3.16 7-Zip lässt sich mittels des Filemanger mit unterstützten Dateitypen verknüpfen 36
3.17 Window Info liefert viele Informationen zu Programmfenstern 37
3.18 WinInstall Discover 39
3.19 Dateien können von der Erstellung des Snapshots ausgenommen werden 40
3.20 WinInstall erstellt den vorher Snapshot 40
vi NA
Abbildungsverzeichnis
3.21 WinInstall erstellt aus den Unterschieden der Snaptshots ein MSI Paket 41
3.22 WinInstall Paketübersicht 42
4.1 Integration Windows XP Service Pack 3 44
4.2 Die beiden Arten von Sicherheitsupdates benötigen unterschiedliche Parametr 46
4.3 Setupmanager erlaubt die Erstellung einer Antwortdatei 49
4.4 nLite im Einsatz 50
4.5 Typischer PXE Bootbildschirm 51
4.6 PXE Kommunikation 52
5.1 Beispiel für das Pull Prinzip: Zenworks Application Launcher 57
5.2 Einfache Netzwerkfreigabe zur Softwareverteilung 58
5.3 Konfiguration der Softwareverteilung 60
5.4 Kategorien für die Softwarepakete 61
5.5 Die Software ist fertig eingerichtet und wird bei der nächsten Anmeldung verteilt 61
8.1 Typische autoamtisierte Systeminstalltion von Windows Vista 72
8.2 Benutzerkontensteuerung von Windows Vista 73
vii NA
1 Einleitung
Stationäre Computer und Laptops sind aus dem heutigen Alltag nicht mehr wegzudenken. Beinahe alle Prozesse in einem Unternehmen werden heute von Computern unterstützt. Es obliegt dabei einer speziellen Gruppe von Mitarbeitern diese Computer und die Infrastruktur am Laufen zu halten. Diese Administratoren sind dabei auch für die Versorgung der Rechner mit der nötigen Software verantwortlich. Sobald ein zu verwaltendes Netzwerk von Com- putern eine gewisse Größe erreicht hat, wird die Installation der Rechner schnell zur Qual. Während es bei ein paar PCs noch kein großes Problem darstellt ’mal eben’ diese und jene Anwendung zu installieren, wird dies bei größeren Netzwerken zu einer Mammutaufgabe. Allzu schnell sind die Adminstratioren nur noch dabei von PC zu PC laufen und per Hand die nötige Software zu installieren.
1.1 Zielsetzung
Zielsetzung dieser Diplomarbeit ist es, Methoden Verfahren und Tools der Softwareverteilung vorzustellen. Wie der Titel vermuten lässt, soll dabei neben den theoretischen Grundlagen auch die Praxis nicht zu kurz kommen. Die theoretischen und praktischen Ausführungen erheben dabei nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Die Arbeit möchte dabei die folgende Frage beantworten:
Wie kriege ich die Installation von Anwendungen und Rechnern über das Netz- werk automatisiert und was muss ich dafür tun und beachten?
1
1. Einleitung
1.2 Aufbau der Diplomarbeit
Die vorliegende Arbeit ist grob in die drei Bereiche Grundlagen, Kernkomponeten der Soft- wareverteilung und Verschiedenes unterteilbar.
Im ersten Teil werden die Grundlagen der Softwareverteilung erklärt und ein erster Überblick über das Thema gegeben. Dabei wird versucht einen theoretischen Rahmen für das Thema Softwareverteilung zu schaffen. Hierzu werden einige der interessantesten Ansätze vorgestellt. Auch wird hier eine erste Untergliederung in die Teilbereiche Betriebssysteminstallation und Ergänzungsinsallationen vollzogen.
Der zweite Teil der Arbeit beschäftigt sich mit den Kernkomponenten der Softwareverteilung. Dies sind die Installation und Paketierung von Software, die automatisierte Installation und Konfiguration von Betriebsystemen und die Verteilung dieser Pakete und Betriebssysteme über das Netzwerk.
Kapitel zwei hat die Installation von Software zum Thema. Es werden Verfahren vorgestellt wie sich die Installation und Konfiguration von Software automatisieren lässt. Zusätzlich werden hier Praxisbeispiele zu den wichtigsten Verfahren gegeben und an Beispielen veran- schaulicht, wie sich die Installation und Konfiguration automatisieren lässt.
Das Kapitel Systeminstallation behandelt die Installation und Verteilung von Betriebssys- temen. Hier wird am Beispiel von Windows XP gezeigt wie sich ein Betriebssystem für die automatische und unbeaufsichtigte Installation vorbereiten lässt. Weiterhin werden übliche Methoden vorgestellt, wie sich ein entsprechend vorbereitetes Betriebssystem möglichst be- quem über das Netzwerk verteilen und installieren lässt.
Kapitel vier beschäftigt sich allgemein mit den Möglichkeiten der Verteilung von Softwa- re über das Netzwerk und stellt übliche Verfahren hierfür im Windows Umfeld vor.
Der dritte Teil der Arbeit beschäftigt sich mit verschieden Aspekten der Softwarevertei- lung und gibt einen Ausblick in die Zukunft der Softwareverteilung unter Windows Vista.
Zuerst werden hier Softwaremanagementlösungen vorgestellt. Diese Anwendungen integrie- ren viele der Methoden und Verfahren die in den vorherigen Kapiteln vorgestellt wurden. Auch unterstützen diese Softwaremanagementlösungen weitere Funktionen. Diese weiteren Aspekte des Softwaremanagements werden anschließend in einem eigenen Kapitel vorgestellt.
2
1. Einleitung
Das letzte Kapitel stellt die Änderungen und Neuerungen von Windows Vista im Bezug auf das Thema Softwareverteilung vor. Die Windows Vista wirken sich auf etablierte Metho- den der Softwareverteilung aus. Auch gibt es einige Änderungen bei den von Microsoft für Vista vorgesehenen Methoden der Softwareverteilung und Betriebssysteminstallation.
3
2 Grundlagen
2.1 Die IT-Infrastructure Library - ITIL
Im Laufe der 1990er Jahre wurde die Information Technology Infrastructure Library, kurz ITIL, als Rahmenwerk (Framework) für standardisierte IT Prozesse entwickelt. Es hat sich seitdem als Quasi-Standard etabliert. Jedoch ist ITIL keine verbindliche Norm wie etwa ISO 9000. Es ist viel mehr ein herstellerunabhängiger Leitfaden, der bewährte Vorgehensweisen und Methoden beschreibt [HS07, S. 106 ff]. Es werden erforderliche Prozesse, Aufgaben und Rollen definiert und auf Abhängigkeiten derer eingegangen. ITIL verzichtet auf konkrete Realisierungen, was oft kritisiert wird. ITIL ist mittlerweile in Version 3 angekommen. In dieser Arbeit soll jedoch noch auf Version 2 eingegangen werden. Gegliedert sind die Prozesse von ITIL v2 in die zwei Kategorien Service-Support und Service-Delivery.
2.1.1 Service-Support
Innerhalb des Service-Support werden die Prozesse behandelt, die den direkten Support von Nutzern und die Betriebsunterstützung betreffen. Diese äußerst komplexe Aufgabe wird auf fünf Kernbereiche verteilt.
Change Management
Das Change Management bildet die Schnittstelle zwischen den ITIL Prozessen. Änderungs- anträge werden geprüft, genehmigt und die ordnungsgemäße Durchführung oder Änderung überwacht und dokumentiert. Weiterhin wird die Einhaltung gültiger Standards und Ver- fahren überwacht und die Abhängigkeiten und Risiken im Gesamtsystem im Auge behalten.
Incident Management
Im Incident Management wird beschrieben, wie mit Störungen (englisch incident = Störung) und Hilfsanfragen umzugehen ist. Ziel dabei ist es, Fehler und Probleme möglichst schnell zu beseitigen, um den regulären Betrieb wieder herzustellen.
4
2. Grundlagen
Problem Management
Das Problem Management arbeitet oft mit dem Incident Management zusammen. Hier be-
fasst man sich aber mit der Suche nach der Ursache des Problems und dessen Beseitigung,
um den störungsfreien Betrieb nachhaltig sicherzustellen.
Configuration Management
Im Configuration Management wird die gesamte IT-Infrastruktur eines Unternehmens abge-
bildet. Dies erfolgt in Form eines Datenbankmodells der sogenannten Configuration Mana-
gement Database (CMDB). Alle Prozesse des Service-Support und Service-Delivery intera-
gieren mit dieser Datenbank.
Release Management
Durch das Release Management werden neue Versionen von IT Komponenten geplant und
implementiert. Auch werden hier Patch- und Versionsstände verwaltet. Zusätzlich werden
Trainingsmaßnahmen und die Dokumentation veränderter Funktionalitäten organisiert.
5
2. Grundlagen
2.1.2 Service-Delivery
Der Service-Support soll für die Nutzer und den Betrieb der IT eine abgestimmte Leistung zur Verfügung stellen. Diese Leistungen genauer zu spezifizieren ist Aufgabe des Service-Delivery. Service-Delivery kümmert sich eher um eine strategische Ausrichtung der IT Services und überlässt das „Tagesgeschäft“ den Prozessen des Service-Support. Beim Service-Delivery wer- den wiederum fünf wichtige Prozesse unterschieden.
Service Level Management
Im Service Level Management werden Vereinbarungen der IT mit ihren Kunden über die Lieferung bestimmter Leistungen getroffen. Gegenstand dieser Service Level Agreements (SLA) sind zum Beispiel Service- und Reaktionszeiten innerhalb derer auf Störungen reagiert wird.
Continuity Management
Im Continuity Management wird sichergestellt, dass bei Teil- oder Totalausfällen von Funk- tionalitäten der IT ein ordnungsgemäßer Betrieb durch Ersatzsysteme sichergestellt ist. Im Vorfeld werden solche Szenarien, Pläne und Vorgehensweisen erarbeitet, um Ausfälle zu ver- meiden oder mit ihnen umzugehen.
Availabity Management
Durch Risiko- und Schwachstellenanalysen soll im Availability Management die Verfügbarkeit von IT Diensten sichergestellt werden.
Capacity Management
Im Capacity Management soll eine rechtzeitige Bereitstellung von IT Komponenten gewähr- leistet werden. Zentraler Punkt ist die Vermeidung von Engpässen im Betrieb.
Financial Management
Im Financial Management werden die effektiven Kosten den Verursachern zugeordnet um diese später genauer abrechnen zu können. Weiterhin werden hier finanzielle Optimierungs- potentiale gefunden.
2.1.3 ITIL und Softwareverteilung
Es ist nicht verwunderlich, dass ein Thema wie Softwareverteilung sich auch in ITIL wieder- findet. Auch hier wird nur ein optimaler Zustand beschrieben und keine konkrete Realisierung
6
2. Grundlagen
vorgegeben. Jedoch orientieren sich viele Prozesse des Client Management an den ITIL Pro- zessen des Service Supports. Die folgende Abbildung setzt den ITIL Service Support mit den Teilgebieten des Managements von Hard- und Software in Beziehung.
Management von Hard- und Software im Kontext von ITIL Service Support
[HS07, S. 205]
Softwareverteilung in seiner reinsten Form findet sich im Release Management wieder. Jedoch werden auch andere Prozesse des ITIL hiervon berührt. Jede Einführung oder Änderung von Softwareinstallationen wird über das Change Management abgewickelt und mit dem Configuration Management abgestimmt.
2.2 Client- und Softwaremanagement
Leider ist der Begriff Client Management als solcher nicht klar definiert. In der Literatur finden sich andere Bezeichnungen wie Desktop Management, Desktop Management Services, Asset Lifecycle Managment oder PC-Lifecycle Management - um nur einige zu nennen. Zwar mögen sich je nach Bezeichnung und Auslegung der Begriffe Unterschiede im Detail ergeben, jedoch ist letztendlich oft dasselbe gemeint. Bei Client Management handelt es sich um die Verwaltung von Hard- und Software während ihres gesamten Lebenszyklus. Hierbei geht es jedoch weniger um strategische Infrastrukturentscheidungen als vielmehr um die operative Sicht.
7
2. Grundlagen
Softwareverteilung an sich ist nur ein Teilbereich des Softwaremanagement, welches wie- derum nur ein Teil des Client Management ist. Leider werden auch für Softwareverteilung unterschiedliche Begriffe verwendet. So ist Softwareverteilung auch als Deployment, Asset Management, oder Softwaremanagement bekannt. Der von ITIL vorgegebene Begriff Release Management hat sich bisher scheinbar noch nicht durchgesetzt.
2.3 Der Software-Lebenszyklus
Ein anderer Ansatz für die Einordnung der Softwareverteilung ist der Software-Lebenszyklus [Dor02]. Dieses Modell kommt dem in der Literatur üblichen Verständnis von Softwarever- teilung am nächsten und wird hier kurz beschrieben.
Softwarelebenszyklus
[Dor02, Kapitel 3]
Anforderung
Der Beginn des Lebenszyklus liegt meist außerhalb der EDV Abteilung. Ein Anwender oder eine Gruppe von Anwendern stellt fest, dass eine bestimmte Software benötigt wird. In Un- ternehmen gibt es verschiedene Prozesse zur Anforderung neuer Software. Im einfachsten Fall schreibt ein Anwender eine E-Mail an die IT Abteilung, dass er eine bestimmte Software be- nötigt. Diese Anforderung startet weitere Prozesse. So kann eine Kosten/Nutzenbetrachtung erforderlich sein oder ein Pflichtenheft für eine Neuentwicklung erstellt werden.
8
2. Grundlagen
Beschaffung/Entwicklung
Nachdem die Anforderung einer Software erfolgt ist, gibt es grundsätzlich zwei Alternativen: Neuentwicklung oder Beschaffung einer Standardsoftware. Eine Software muss in ausrei- chender Stückzahl (Lizenzen) beschafft werden und entsprechend angepasst werden (Custo- mizing). Findet sich keine passende Software muss die Software neu entwickelt werden. Auch kann eine Entwicklung angestrebt werden, obwohl eine passende Software existiert. Beispiels- weise kann die Eigenentwicklung günstiger sein. Zudem ist man durch eine Eigenentwicklung vom Softwarehersteller unabhängiger.
Konfiguration
Systemen, welches ohne externe Berater so gut wie unmöglich scheint. Auch die Migration auf eine neue Windows Version ist oft mit einem erheblichen Konfigurationsaufwand verbunden.
Test und Pilotierung
Diese Phase des Softwarelebenszyklus sollte sich eigentlich mehrmals im Modell finden. Be- sonders bei größere Softwarepaketen sollten im Rahmen des Softwarelebenszyklus folgende Fragen geklärt werden. Verträgt sich die Anwendung mit anderen Anwendungen, die bereits im Einsatz sind? Welche Abhängigkeiten sind zu erfüllen? Läuft die Anwendung überhaupt auf den Rechnern? Oft ist es auch ratsam, größere Softwarepakete im Rahmen eines Pilot- Einsatzes ausführlich zu testen. Je ausführlicher neue Software getestet wird, desto weniger Probleme sind beim Einsatz der Software zu erwarten. In der Praxis wird diese Phase leider häufig vernachlässigt - vor allem in kleineren Unternehmen.
Paketierung und Repaketierung
2. Grundlagen
Die beschaffte Software wird installiert, Abhängig- keiten aufgelöst und so angepasst, dass weitere Installationsvorgänge automatisiert erfolgen können. Aus dieser Anpassung entsteht ein neues Paket, welches in den weiteren Phasen des Softwarelebenszyklus verwendet wird.
Verteilung
Die zuvor erstellten Pakete müssen auf die Rechner der Anwender, die sie benötigen, verteilt werden. In der Praxis kann man heutzutage von vernetzten Arbeitsplätzen ausgehen und die Verteilung der Software über das Netzwerk ist somit der Regelfall. Die Möglichkeiten reichen hierfür von der Verteilung per Nerzwerkfreigabe bis zum Einsatz von aufwendigen Software- verteilungswerkzeugen. Alle Verfahren streben dabei eine effektive Nutzung der verfügbaren Netzwerkressourcen an. Weiterhin ist eine zeitgenaue Installation und ein zuverlässiger In- formationsfluss über den Installationsstatus wünschenswert.
Installation
2. Grundlagen
Aktualisierung
Eine Aktualisierung installierter Software kann viele Gründe haben. So kann eine neue Ver- sion der Software benötigte Funktionen mitbringen. Auch können Fehler in Software mittels eines Patches oder Service Packs korrigiert werden. Ob nun die ganze Software neu verteilt wird, oder lediglich ein Patch installiert wird, ist von der Software abhängig.
Deinstallation
Nachdem die Software ihren Dienst erfüllt hat, wird sie in dieser Phase quasi „zu Grabe getragen“. Vor der Deinstallation sollten eigene Fragen beantwortet werden. Handelt es sich bei der Deinstallation um einen Einzelfall oder wird die Software im ganzen Unternehmen abgeschafft? Existieren Abhängigkeiten die aufgelöst werden müssen? In der Praxis wird Software oft nicht deinstalliert weil es Anwender geben könnte, die genau diese Software noch benötigen. Ein überhastetes deinstallieren von Software sollte allgemein vermieden werden, jedoch können für nicht mehr benötigte Software weiterhin Lizenzgebühren fällig werden. Eine Software „stirbt“ nicht, sie kann sehr wohl noch einen Wert für das Unternehmen darstellen. Hier kann das Lizenzmanagement ansetzen um deinstallierte Software noch weiter zu verwerten. So können nicht benötigte Lizenzen weiterverkauft werden.
2.4 Arten der Softwareverteilung
und Service Packs versorgt. Dieser Zyklus kann sich mehrmals wiederholen.
Quote paper:
Christian Wimmer, 2008, Softwareverteilung und Systeminstallation - Methoden, Verfahren und Tools, Munich, GRIN Publishing GmbH
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DOI
Systeminstallation und Softwareverteilung
Seminar Desktop Management
Computer Science - Technical Computer Science
Scholary Paper (Seminar), 40 Pages
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Elaboration, 25 Pages
Leitfaden zur Einführung einer automatisierten Softwareverteilung
Computer Science - Commercial Information Technology
Diploma Thesis, 74 Pages
Christian Wimmer has published the text Softwareverteilung und Systeminstallation - Methoden, Verfahren und Tools
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