Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 4
2. Basisdaten zur Bevölkerungsgeografie unter besonderer Berücksichtigung der
peripheren nördlichen Regionen 5
2.1 Schweden insgesamt 5
2.1.1 Norrbottens Län 6
2.1.2. Västerbottens Län 7
2.2 Norwegen insgesamt 7
2.2.1 Norrland 8
2.2.2 Troms 9
2.2.3 Finnmark 10
2.3 Finnland insgesamt 11
2.3.1 Lappi 11
2.3.2 Oulu 12
3. Die Bevölkerungsverteilung im Raum 13
3.1. Die Bevölkerungsverteilung am Beispiel der Städte Mikkeli Östersund und Tromø 15
3.1.1. Gemeinsamkeiten dieser Städte 15
3.1.2 Unterschiede zwischen den Städten 16
4. Die Einflussfaktoren der Bevölkerungsverteilung 18
4.1 Naturräumliche Einflussfaktoren 19
4.1.1 Schweden 19
4.1.2 Norwegen 19
4.1.3 Finnland 20
4.2 Die historischen Einflussfaktoren 20
4.3 Die wirtschaftlichen Einflussfaktoren 22
4.4 Die Einflussfaktoren der Infrastruktur 23
4.4.1 Die Verkehrsinfrastruktur 24
4.4.2 Die Bildungsinfrastruktur 26
4.5 Die Regionalpolitik 26
5. Der Ausblick 29
6. Anhang 30
7. Literaturverzeichnis 34
Abbildungsverzeichnis
Abb 1 Regionale Einteilung Schwedens 5
Abb 2 Bevölkerungsentwicklung der Region Norrbottens Län zwischen 2002 2005 6
Abb 3 Bevölkerungsentwicklung der Region Västerbottens Län zwischen 2002 2005 7
Abb 4 Regionale Einteilung Norwegens 8
Abb 5 Anteil der Bevölkerung Norrlands an der norwegischen Gesamtbevölkerung 9
Abb 6 Anteil der Bevölkerung Troms an der norwegischen Gesamtbevölkerung 9
Abb 7 Anteil der Bevölkerung der Finnmark an der norwegischen Gesamtbevölkerung 10
Abb 8 Regionale Einteilung Finnlands 11
Abb 9 Bevölkerungsrückgang in Lappi 12
Abb 10 Bevölkerungsentwicklung in Oulu 2000 2005 13
Abb 11 Bevölkerung der Regionen Norrland Troms Finnmark im Vergleich 14
Abb 12 Siedlungsstruktur Mikkelis 16
Abb 13 Siedlungsstruktur Östersunds 17
Abb 14 Siedlungsstruktur Tromsøs 18
Abb 15 Ausbau der Infrastruktur in Norrland Troms und Finnmark 2005 24
Abb 16 Bahnnetz Finnlands 25
Abb 17 INTERREG Fördergebiete in Schwedens 27
Abb 18 INTERREG Fördergebiete in Finnland 28
Abb 19 Bevölkerungsentwicklung Stockholms anhand der Einwohner km 30
Abb 20 Bevölkerungsentwicklung in Lappi 30
Abb 21 Bevölkerungsentwicklung in Oulu 31
Abb 22 Bevölkerungsdichte in Skandinavien 31
Abb 23 Durchschnittalter in Norrbottens Län 2000 2005 32
Abb 24 Durchschnittalter in Stockholm 2000 2005 32
Abb 25 Einwohner-Zahnarztverhältnis in den nördlichen Regionen und in Norwegen
insgesamt 33
1. Einleitung
3807 Einwohner pro km² in Berlin (Statistisches Bundesamt) stehen 0,34 Einwohner/km² in der schwedischen Gemeinde Jokkmokk (Lindemann, 2004, S.11) gegenüber. Eine solch geringe Einwohnerdichte scheint unvorstellbar und ich versuche diese Tatsache mit dem gegebenen Hausarbeitsthema „Bevölkerungsgeografie Schwedens, Norwegens, Finnlands unter besonderer Berücksichtigung der nördlichen Regionen“ zu vereinbaren.
Eine Flut von Fragen beginnt sich mir zu stellen: „Ist eine solche geringe Bevölkerungsdichte typisch für die Länder Schweden, Norwegen und Finnland? Oder ist es doch eine eher ungewöhnlich niedrige Zahl? Was veranlasst die Menschen überhaupt in einer so dünn besiedelten Region zu bleiben? Wie lebt man in einer solchen Einsamkeit?“ So führte eine Frage zur Nächsten und ein Teil dieser Fragen soll im Laufe dieser Arbeit beantwortet werden. Beginnend mit Basisdaten zur Bevölkerungsgeografie unter besonderer Berücksichtigung der peripheren nördlichen Regionen, soll anschließend die Bevölkerungsverteilung im Raum erörtert werden, um die Bevölkerungs- und Siedlungsstruktur näher zu erklären. Neben allgemeinen Aspekten der Bevölkerungsverteilung soll das Beispiel der Städte Mikkeli (Finnland), Östersund (Schweden) und Tromsø (Norwegen) die Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern veranschaulichen. Im darauf folgenden Punkt sollen die Faktoren für die bestehende Bevölkerungsverteilung und die Entwicklungen in den ausgewählten Bereichen der naturräumlichen, der historischen, der wirtschaftlichen Faktoren und dem Einfluss der Verkehrs- und Bildungsinfrastruktur darstellt werden. Abschließend soll eine Zusammenfassung der wichtigsten Entwicklungen gegeben werden, um eine Prognose für die zukünftigen Entwicklungen zu wagen.
4
2. Basisdaten zur Bevölkerungsgeografie unter besonderer
Berücksichtigung der peripheren nördlichen Regionen
Einen ersten Überblick über die Bevölkerungsgeografie Schwedens, Norwegens und Finnlands liefern statistische Zahlen, wie die der Einwohnerzahl, die des Bevölkerungswachstums oder die der Bevölkerungsdichte.
Im Folgenden werden die statistischen Daten zur Bevölkerungsgeografie zunächst für jedes Land einzeln betrachtet, um daraufhin speziell auf Daten zu den einzelnen nördlichen, peripheren Regionen der jeweiligen Länder einzugehen, um zu verdeutlichen, dass man von dem gesamten Land nicht auf einzelne Regionen schließen sollte
2.1 Schweden insgesamt
Die folgende Abbildung (Abb. 1) zeigt zunächst einmal Schweden insgesamt und seine räumliche Einteilung in 21 Regionen.
Abb. 1 Regionale Einteilung Schwedens
Quelle: University of Texas Libraries
In Schweden lebten im Juli 2006 auf 449964km² 9016596 Einwohner bei einem Bevölkerungswachstum von 0,16% (CIA World Factbook, Sweden). Die Bevölkerungsdichte entspricht dabei 20 Einwohner/km², dabei liegt die Hauptstadt
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Stockholm mit 290 Einwohner/km² (Statistics Sweden) weit über dem Landesdurchschnitt. Eine gedachte Entfernung zwischen den Einwohnern Schwedens, wenn alle gleichmäßig über die Landesfläche verteilt wären würde 242m betragen (Gläßer, 2003, S. 18). 1 Im weitern Verlauf werden die zwei nördlichen Regionen Norrbottens Län und Västerbottens Län genauer betrachtet.
2.1.1 Norrbottens Län
In der nördlichsten Region Schwedens, Norrbottens Län, lebten im Jahr 2005 251740 Menschen (Statistics Sweden), was einer Einwohnerdichte von 3 Einwohner/ km² entspricht (National Atlas Schweden, Norrbotten) und diese Region damit zur dünn besiedelsten Schwedens macht. Zu Erwähnen bleibt, dass die Bevölkerung in Norrbottens Län seit Jahren konstant abnimmt, wie die Abb. 2 verdeutlicht.
Abb. 2 Bevölkerungsentwicklung der Region Norrbottens Län zwischen 2002-2005 Quelle: Statistics Sweden; Grafik: Katja Wüllner
1 Im Vergleich dazu würde die Abstandszahl in Deutschland 70m betragen (Gläßer, 2003, S. 18).
6
2.1.2. Västerbottens Län
Die südlich an Norrbottens Län angrenzende Region Västerbottens Län kann mit 257652 Einwohnern (Statistics Sweden) im Jahr 2005 bei einer Bevölkerungsdichte von 5 Einwohner/ km² (National Atlas Schweden, Vasterbotten) etwas höhere Einwohnerzahlen aufweisen. Jedoch ist in dieser Region, anders als in Norrbottens Län, ein minimaler Anstieg 2 der Bevölkerung zu verzeichnen, wie Abb. 3 illustriert.
Abb. 3 Bevölkerungsentwicklung der Region Västerbottens Län zwischen 2002-2005 Quelle: Quelle: Statistics Sweden; Grafik: Katja Wüllner
2.2 Norwegen insgesamt
Norwegen gliedert sich, wie Abb. 4 zeigt in 19 Regionen und auf einer Flächen von 338145 km² lebten im Jahr 2006 5231372 Einwohner. Das Bevölkerungswachstum betrug, im selben Jahr, 0,38% (CIA World Factbook, Norway). In Norwegen leben durchschnittlich 14 Einwohner/km². Bei einer Abstandszahl von 289m zwischen den einzelnen Einwohner bei einer angenommen Gleichverteilung der Bevölkerung im Raum (Gläßer, 2003, S. 18).
2 Vgl. dazu Abb. 19 Bevölkerungsentwicklung Stockholms anhand der Einwohner/km² im Anhang.
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Quote paper:
B.A. Katja Wüllner, 2007, Die Bevölkerungsgeografie Schwedens, Norwegens und Finnlands unter besonderer Berücksichtigung der nördlichen Regionen, Munich, GRIN Publishing GmbH
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