Inhaltsverzeichnis
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1. Einleitung
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2. Zur Technik des Kugelstoßens
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2.1 Organisatorische und physikalische Rahmenbedingungen sowie ihre 4
Konsequenzen für das Kugelstoßen
2.2 Die Rückenstoßtechnik 5
2.3 Varianten im Schulsport 7
3. Methodisches Vorgehen
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3.1 Vorbereitende Übungen ohne Kugel 9
3.2 Kugelgewöhnungsübungen 10
3.3 Standstöße 10
3.4 Angleiten und Gesamtbewegung 11
4. Resümee
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5. Literatur
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1. Einleitung
Das Kugelstoßen in seiner heutigen Form als leichtathletische Disziplin hat seine Vorläufer im Stein- und Baumstammstoßen, das unter anderem in der Antike und später von den Kelten und Schotten betrieben wurde und zum Teil noch immer wird. Wie bei zahlreichen anderen Sportarten und Disziplinen war auch die Ausübung in der Armee - Soldaten stießen zum Zeitvertreib mit Kanonenkugeln - seiner Popularität zuträglich. Normiert ist das
leichtathletische Kugelstoßen bereits seit 1857 1 . Die Aufnahme in das olympische Programm erfolgte 1896 (Männer) bzw. 1948 (Frauen) (Jonath/Haag/Krempel, 1989, 43; Lenz/Losch, 1991, 24).
Ein fester Bestandteil, wenn auch nicht unumstritten, ist das Kugelstoßen ebenfalls im leichtathletischen Kanon des Sportunterrichts. Einwände beziehen sich nach Zeuner/Hofmann/Lehmann (1997) vor allem auf die technische Überforderung, die Benachteiligung schwächerer und kleiner Schüler, den mangelnden Bewegungsreichtum sowie die Unfallgefahr. Es gelte zu hinterfragen, ob der Einsatz der Disziplinen des Dreh-oder Schlagballwerfens im leichtathletischen Dreikampf nicht sinnvoller wäre (S. 97). Das Anliegen dieser Arbeit ist es, die für den Schulsport relevanten Techniken des Kugelstoßens zu beschreiben, sowie ihre methodische Erarbeitung im Rahmen des Sportunterrichtes zu erörtern. Diesbezüglich werden neben der Leittechnik - der Rückenstoßtechnik - auch die Varianten des Standstoßes und des Stoßens mit Nachstellschritten thematisiert. Das Vorgehen für die Erarbeitung der Techniken orientiert sich im Wesentlichen an der von Garbrecht/Rode (1996) und Lenz/Losch (1991) vorgeschlagenen Methodik. Um einen bewegungswissenschaftlich ambitionierten, aber auch speziell für den Schulsport differenzierten Überblick bieten zu können, wird sowohl Literatur für den Leistungssport als auch für den Schulsport konsultiert.
1 Lenz/Losch (1991) führen diesbezüglich das Jahr 1868 an (S. 24).
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2. Zur Technik des Kugelstoßens
Für die Verwendung im Schulsport halten Zeuner/Hofmann/Lehmann (1997) die Drehstoß-und auch weitgehend die Rückenstoßtechnik für ungeeignet, da beide die Schüler sowohl konditionell als auch koordinativ-technisch überforderten (S. 97). In der Sekundarstufe II sei allerdings das Erproben und Erlernen der Rückenstoßtechnik mit Angleiten für leistungsstärkere Schüler vertretbar. Da sich meiner Meinung nach der Sportunterricht, auch und trotz angemessener Binnendifferenzierung, zumindest in technischer Hinsicht am Leistungssport orientieren sollte, halte ich es für sinnvoll, die Rückenstoßtechnik mit Angleiten als Ziel der schulischen Kugelstoßausbildung zu verfolgen. Gleichzeitig sollten jedoch in Leistungsüberprüfungen auch vereinfachte Stoßformen, etwa aus dem Stand oder mit Nachstellschritten akzeptiert werden, da diese bei vielen Schülern bessere Ergebnisse bewirken und sie gleichzeitig, durch ihre Bewegungsverwandtschaft zur Angleitvariante, sinnvolle Vorarbeit für deren spätere Beherrschung leisten können. Im Anschluss an eine für alle Techniken grundlegende Betrachtung organisatorischer und physikalischer Rahmenbedingungen sollen im Folgenden die hier erwähnten, für die Schule relevanten beschrieben werden.
2.1 Organisatorische und physikalische Rahmenbedingungen sowie ihre Konsequenzen für das Kugelstoßen
Beim Kugelstoßen wird aus einem Ring von 2,13 Metern Durchmesser eine 7,26 kg (Männer) oder 4 kg (Frauen) schwere Kugel so weit wie möglich einarmig gestoßen. Die dabei verwendeten grundlegenden Techniken wurden bereits 1953 (O’ Brien- bzw. Rückenstoßtechnik) und 1972 (Baryschnikow- bzw. Drehstoßtechnik) entwickelt. An ihnen orientieren sich maßgeblich alle aktuell ausgeübten Stoßvarianten (Jonath/Haag/Krempel, 1989, 43, 48-49).
Die Weite eines Stoßes wird bestimmt durch den Abflugwinkel, die Abflughöhe und die Abfluggeschwindigkeit der Kugel, welche nach den Gesetzmäßigkeiten des schiefen Wurfes zueinander in Relation stehen. Die Abflughöhe sollte dabei möglichst groß sein - jeder Zentimeter an geringerer Höhe bewirkt eine Verringerung der Kugelflugweite um einen Zentimeter; der Abflugwinkel ist bei 41-43 Grad optimal (Ballreich/Kuhlow, 1986, 91; Bauersfeld/Schröter, 1986, 302, Tab. 76).
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Arbeit zitieren:
Mathias Wick, 2008, Zum methodischen Vorgehen bei der Erarbeitung des Kugelstoßens im Schulsport , München, GRIN Verlag GmbH
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