Gliederung
1 Vorwort 3
2 Allgemeines 4
2.1 Geografie und Landesnatur 4
2.2 Klima und Vegetation 4
2.3 Religionen 6
2.4 Wirtschaft 8
3 Tourismus 10
3.1 Rahmenbedingungen 10
3.2 Allgemeines Touristenprofil 16
3.3 Tourismusorganisation 18
4 Schlussbetrachtung 19
5 Literaturverzeichnis 20
6 Anhang 22
1 Vorwort
Mark Twain beschrieb Indien 1897 als „das Land der Träume und Romanzen, des ungeheuren Reichtums und der unglaublichen Armut, des Prunks und der Lumpen, der Paläste und Baracken, (…) der Tiger und Elefanten, der Kobras und des Dschungels, der hundert Völker mit hunderten Sprachen, tausend Religionen und zwei Millionen Göttern…“ 1
Eben diese und heute noch immer bestehenden Gegensätze bewogen den Autor über dieses faszinierende Land zu schreiben. Aufgrund der Vielfältigkeit des Themas und des begrenzten Umfangs der Arbeit konnte nicht jeder Aspekt ausführlich behandelt werden. Somit legte man Augenmerk auf bestimmte Aspekte, wie Tourismus und wirtschaftliche Entwicklung.
Probleme beim Schreiben der Arbeit traten vor allem im Bereich des Tourismusmarketing Indiens auf. Es gestaltete sich als äußerst schwierig hierzu Informationsmaterial ausfindig zu machen.
1 Polyglott, APA GUIDE Indien, Langenscheidt KG, München 2005. S. 15.
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2 Allgemeines
2.1 Geografie und Landesnatur
Indien ist ein Staat in Südostasien und umfasst den größten Teil des indischen Subkontinents. Seine Fläche beträgt 3.287.590 km 2 und gilt somit als der 7. größte Staat der Erde. Indien erstreckt sich vom Himalaja, dem höchsten Gebirge der Welt, über die Ganges Ebene mit breiten, fruchtbaren Stromebenen, bis hin zum Indischen Ozean. Das Land grenzt an Pakistan, die chinesische autonome Region Tibet, Nepal, Bhutan, Myanmar sowie an Bangladesch. 2 Insgesamt beträgt die Grenzlänge 14.103 Kilometer. Da der nördliche Teil des umstrittenen Kaschmirs seit 1949 unter pakistanischer Kontrolle steht, hat Indien keine gemeinsame Grenze mit Afghanistan mehr.
Kaum ein Land umfasst so viele Landschaftsformen wie Indien. Nördlich des Äquators findet man ausgedehnte Trockengebiete, darunter die größten Wüsten der Welt. Im Kontrast dazu erstrecken sich an der Südküste großflächige Regenwälder. Weiterhin bietet das Land im Norden felsige Küstenstreifen, Hochflächen mit alpinem Charakter sowie steinig, ödes Land und breite Sumpfgebiete an der Ostküste. Den höchsten Punkt bildet der Berg Kanchenjunga, nahe der Grenze zu Nepal, mit 8.598 Metern. Die Nordostregion wird durch das bis zu 3.800 Meter hohe Paktai- oder Purvachalgebirge von Myanmar sowie das knapp 2.000 Meter hohe Khasigebirge von Bangladesch abgeschirmt. Eine regelrechte Trennung zwischen Nord- und Südindien erfolgt durch natürliche Weise durch die Hochebene von Dekkan. 3
2.2 Klima und Vegetation
Das Klima in Indien ist außer in den Bergregionen überwiegend tropisch. Nord-und Zentralindien sind dabei kontinentaler geprägt. Der indische Sommer erstreckt sich von März bis Mai. In dieser Zeit ist es sehr heiß und trocken. Vor allem im Norden kommt es zu Sandstürmen und Temperaturen über 40˚C. Im Süden herrscht bei 27-29˚C aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit ein schwüles Klima.
2 Siehe Anhang S. 23.
3 Vgl. Polyglott, APA GUIDE Indien, Langenscheidt KG, München 2005, S. 19ff.
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Weiterhin ist das Niederschlagsverhalten während dieser Periode durch den Indischen Monsun geprägt. Im Juni setzt dann der Südwestmonsun ein und bringt kühle Temperaturen sowie heftige Regenfälle mit sich. Von Oktober bis Dezember beherrscht der Südostmonsun das Klima. Der Winter in Nordindien beginnt im November. Die Temperaturen im Gebiet des Himalajas belaufen sich dabei bis Februar auf circa 5˚C. Im gleichen Zeitraum liegen diese in Südindien bei über 20˚C. Für den größten Teil Indiens befindet sich die beste Reisezeit während der Wintermonate zwischen Oktober und März. Südindien sollte man jedoch zwischen Januar und April bereisen, da es dort in diesen Monaten am trockensten ist. 4
Quelle: http://www.iten-online.ch/klima/asien/indien/bangalore.htm; 24.10.2006
4 Vgl. Polyglott, APA GUIDE Indien, Langenscheidt KG, München 2005, S. 19.
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Aufgrund dieser unterschiedlichen klimatischen Bedingungen konnte sich eine immens vielfältige Pflanzenwelt entwickeln. Diese ist jedoch bereits heute teilweise durch unzählige Naturlandschaften zerstört. Nur noch circa ein Drittel des Landes ist bewaldet. 5
2.3 Religionen
Vier der größten Religionen unserer Zeit fanden ihren Ursprung in Indien: Hinduismus, Buddhismus, Jainismus und Sikhismus. Durch Eroberungen, Kolonialismus und Einwanderungen ins Land trafen diese später auf den Islam und das Christentum. Somit entwickelte sich bis heute eine reichhaltige Religionslandschaft. Obwohl der Buddhismus über die Jahrhunderte die bevorzugte Religion war, starb der Hinduismus nie aus und konnte seine Stellung als dominierende Religion langfristig behaupten. Gleichzeitig besitzt Indien jedoch nach Indonesien und Pakistan weltweit die drittgrößte muslimische Bevölkerung mit circa 140.000 Menschen.
Die Religionen sind insgesamt wie folgt verteilt:
Der Hinduismus, die einzige bedeutende Religion, von der kein Gründer bekannt ist, findet seinen Ursprung mit der Einwanderung der Indo - Europäer nach Indien.
5 Vgl. Polyglott, APA GUIDE Indien, Langenscheidt KG, München 2005, S. 19.
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Glaubensgrundlage bilden gleich mehrere heilige Bücher, wobei keines absolut verbindlich ist. Ebenso steht es jedem Hindu frei, welche Gottheit er verehrt. Somit erscheint diese Religion äußerst tolerant, denn sie erkennt viele Wege zum gleichen Ziel an. Aber genau wie die Naturlandschaft wird auch der Hinduismus durch Gegensätze geprägt. Denn andererseits hält er starr am Kastensystem fest. Dieses schiebt die Menschen mit ihren Lebensweisen und ihrem Stand in der Gesellschaft in einzelne Kasten, welche man während eines Lebens nicht überwinden kann. Nur wenn man Gutes tut, hat man die Möglichkeit im nächsten Leben aufzusteigen. Befindet man sich in einem niederen Stand, so wird Eigenverschulden durch schlechtes Verhalten im vergangenen Leben vorausgesetzt. Definiert sind vier Hauptkasten, die unabhängig vom elterlichen Wohlstand von vorneherein den Beruf und den Status festlegen. An der Spitze der „Pyramide“ stehen die Brahmanen - Intellektuelle und Priester als Bindeglied zwischen Sterblichen und den Millionen Hindugöttern. Als Herrscher und Krieger gelten die Kshatriya. Ihnen obliegen die Justiz und die Verwaltung. Geschäftsleute und Händler dagegen befinden sich in der Kaste namens Vaishya. Schlussendlich bilden Bauern die Basis der Pyramide. Diese müssen als Diener, Tagelöhner, Wäscher oder Handwerker arbeiten. Alle diejenigen, welche außerhalb des Systems geboren werden, die so genannten Kastenlosen, haben die niedrigsten Arbeiten zu verrichten. Darunter fällt zum Beispiel Straßen kehren, Kadaver einsammeln etc. 6
Ein ständiger Begleiter am Bild Indiens sind die Tempel, als religiöser Bestandteil des Lebens. Ihre Architektur ist sehr symbolreich, denn sie sollen eine bestimmte Gottheit anlocken. Da es in Indien über 300 Millionen Gottheiten gibt, findet man zahlreiche unterschiedlich gestaltete Tempel vor. Das wichtigste Element dabei ist das Wasser. Es markiert die Stelle, an denen die Geister zu den Ufern der Weisheit übersetzen. Hier finden regelmäßig rituelle Waschungen statt. Der Platz auf dem die Kultstätten erbaut werden, muss immer viereckig und auf eine Himmelsrichtung orientiert sein. Diese variiert je nach Jahreszeit in dem der Bau erfolgte. Der Osten steht dabei für Glück, der Norden für Beständigkeit und der Süden für Verfall und Zerstörung. Der Westen bezeichnet Varun, die Domäne des
6 Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Indien, 02.08.2006.
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Quote paper:
Jennifer Kahnt, 2006, Indien - Ein Überblick über Land und Tourismus, Munich, GRIN Publishing GmbH
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