INHALTSVERZEICHNIS
I. Praktikumsbericht. 1
A. Einleitung 1
1. Allgemeiner Hinweis zu geschlechtsneutralen Bezeichnungen. 1
2. Die Praktikumsschule. 1
a. Schultyp, Schulorganisation und Informationen aus dem Schulprofil. 1
b. Anzahl der Schüler und der Lehrkräfte. 2
c. Informationen zur Schulleitung. 2
d. Schulgründung. 2
e. Einzugsgebiet der Schule. 2
f. Englisch als erste Fremdsprache. 2
g. Meine Mentorin. 3
B. Tabellarische Übersichten über die Praktikumsaktivitäten 3
1. Semesterbegleitende Hospitationen (vor Praktikumsbeginn) 3
2. Hospitationen und eigener Unterricht während des Praktikums. 4
C. Zu den Hospitationen. 4
1. Beobachtungsschwerpunkt: „Wie gestaltet der Lehrer Unterrichtseinstiege?“ 4
2. Ein Kurzer Blick auf die Theorie: (Allgemein)didaktische Funktionen von
Unterrichtseinstiegen (nach Meyer) 5
3. Meine Beobachtungen - tabellarischer Überblick. 6
4. Auswertung. 7
D. Bedingungsfeldanalyse für meinen eigenen Unterricht. 8
1. Die Klasse 3b. 8
a. Klassenzusammensetzung und Klassenatmosphäre. 8
b. „Besondere“ Kinder. 8
c. Lernvoraussetzungen. 9
d. Übliche Rituale. 11
2. Technische Voraussetzungen. 11
3. Der Klassenraum. 11
4. Das Lehrwerk. 11
Anne -Kathrin Busè
WS 07/2008, Fachdidaktik Englisch, Modul: Schulpraktische Studien
E. Zur Arbeit an der Unit „Family“ 12
1. Begründung der Themenwahl: Bedeutung für die Schüler. 12
2. Bezug zum Berliner Rahmenlehrplan. 12
a. Das Thema. 12
b. Die zu vermittelnden Kompetenzen. 13
3. Ergebnisse der Sachanalyse. 14
a. „Family“: Mögliche Themenbereiche. 14
b. Redemittel zum Thema „Family“ 14
c. Mögliche Schwierigkeiten, die das Thema inhaltlich mit sich bringt. 14
d. Zum wichtigen neuen Wortschatz. 15
e. Picture Cards und Word Cards. 15
f. Mögliche sprachliche Schwierigkeiten. 16
g. Zur Grammatik. 16
h. Lieder als motivierende Textsorte. 17
i. Der Einsatz von Handpuppen. 17
4. Einige didaktische Grundsätze für den Englischunterricht der Grundschule. 17
a. Einsprachigkeit der Unterrichtssprache. 17
b. Mimik, Gestik, Körpersprache als Semantisierungshilfe. 18
c. Zu den „four Skills“ 18
d. Rollenspiele im Fremdsprachenunterricht als „soziales Sprach-Probehandeln“ 19
e. Zur Wichtigkeit der häufigen Wiederholungen. 19
f. Positives Feedback und Fehlerkorrektur. 19
g. „Narratives Prinzip“ 20
5. Ergebnisse der didaktischen Analyse - tabellarische Übersicht über die Unit. 20
6. Grobziel der Unit. 21
F. Darstellung der 1. Unterrichtsstunde. 22
1. Tabelle zum geplanten Unterrichtsverlauf. 22
2. Lernziele der Stunde. 24
3. Organisatorische Angaben. 24
4. Auswertung. 25
Anne -Kathrin Busè
WS 07/2008, Fachdidaktik Englisch, Modul: Schulpraktische Studien
G. Darstellung der 2. Unterrichtsstunde. 27
1. Tabelle zum geplanten Unterrichtsverlauf. 27
5. Lernziele der Stunde. 28
6. Organisatorische Angaben. 28
7. Auswertung. 29
H. Schlussgedanken zum Praktikum. 30
II. Zu einem fachdidaktischen Thema: Einsatz der Muttersprache im Fremdsprachen-
unterricht 32
A. Einleitung: Schwerpunktsetzung und Begründung der Themenwahl 32
B. Theoretische Positionen zum Einsatz von Fremdsprache und Muttersprache im
Fremdsprachenunterricht. 33
1. Gemäßigtes Prinzip der Einsprachigkeit. 34
2. Bilinguale Methode („aufgeklärte Einsprachigkeit“) 35
C. Zur Praxis: Eigene Wahrnehmungen im Englischunterricht. 37
D. Reflexion und Schlussfolgerungen für meine eigene zukünftige
Lehrt ätigkeit. 40
III. Anhang. 43
A. Literatur- und Medienangaben
B. Auflistung des bisherigen und des neu zu erarbeitenden Unterrichtswortschatzes
C. Tafelbilder, Arbeitsblätter und sonstige Arbeitsmittel zu den zwei dargestellten
Unterrichtsstunden
Anne -Kathrin Busè
WS 07/2008, Fachdidaktik Englisch, Modul: Schulpraktische Studien
A. Einleitung
1. Allgemeiner Hinweis zu geschlechtsneutralen Bezeichnungen
Wenn im folgenden Text die weibliche Form nicht der männlichen Form beigestellt ist, so ist der Grund dafür allein die bessere Lesbarkeit. Wo sinnvoll, ist selbstverständlich immer auch die weibliche Form gemeint.
2. Die Praktikumsschule
a. Schultyp, Schulorganisation und Informationen aus dem Schulprofil
Die Praktikumsschule, die sich im Berliner Bezirk Mitte befindet, ist eine musikbetonte Grundschule mit einem breiten, über den regulären Musikunterricht hinausgehenden musikalischen Angebot für die Schüler, dies unter anderem um dem eigenen zentralen Anspruch der Förderung des sozialen Miteinanders gerecht zu werden. Im Sinne dieses Anspruchs spielt auch die Zusammenarbeit von den pädagogischen Mitarbeitern, den Kindern und den Eltern für die Schule eine große Rolle.
Über den regulären Unterricht hinaus gibt es in Form eines offenen Ganztagsbetriebes mit Hortanschluss noch weitere Angebote und Projekte als ergänzendes Betreuungsangebot (z.B. Theater-, Näh- und Bastelkurse, Programme zur Förderung der Kreativität, Entspannungsmöglichkeiten, Koch- und Backkurse, sportliche und ökologische Projekte und unterschiedliche Spielangebote).
Die Schule bezeichnet sich selbst als eine „Kiezschule“, die offen und transparent sein möchte. Neben der Förderung des sozialen Miteinanders und der Wissensvermittlung sind Integration, Chancengleichheit für alle Kinder, Individualisierung, Angebotsdifferenzierung und die Entwicklung von Methodenkompetenz, Ich-Kompetenz sowie sozialer Kompetenz bei ihren Schülern weitere wichtige Anliegen der Schule.
2
b. Anzahl der Schüler und der Lehrkräfte
Im aktuellen Schuljahr 2007/08 befinden sich lt. Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Sport (www.berlin.de/sen/bildung/index.html) insgesamt 419 Schüler an der Schule. Diese Zahl setzt sich ungefähr zur Hälfte aus weiblichen Schülern und zur anderen Hälfte aus männlichen Schülern zusammen. Zum altersmäßig gut gemischten Lehrpersonal gehören 28 Lehrer, 15 Erzieher und eine Referendarin.
c. Informationen zur Schulleitung
Die Schulleitung besteht aus einer Schulleiterin und einer stellvertretenden Schulleiterin.
d. Schulgründung
Im Schulgebäude befanden sich seit der Erbauung gegen Ende des 19. Jahrhunderts und auch nach Zerstörung und Wiederaufbau Mitte des 20. Jahrhunderts unterschiedliche Schultypen, bis 1990 die betreffende Praktikumsschule als Grundschule in das Gebäude einzog. Ihren heutigen Namen gab sie sich allerdings erst 1993 mit ihrer Umstellung auf eine musikbetonte Grundschule.
e. Einzugsgebiet der Schule
Die Schüler kommen hauptsächlich aus der direkt um die Schule herum liegenden Wohngegend - ein von der Schule selbst als „sozial schwach“ bezeichnetes Gebiet. 4 Schüler kommen aus dem Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, 15 kommen aus Pankow, 3 kommen aus Steglitz-Zehlendorf und ein Kind kommt aus dem „übrigen Brandenburg“ (Bezeichnung der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Sport).
Der Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund ist mit 5,5 % im Vergleich zu anderen Berliner Schulen recht gering.
f.. Englisch als erste Fremdsprache
Englisch steht bei den Schülern dieser Schule ab Klasse 3 auf dem Stundenplan (mit zwei Stunden pro Woche, wovon eine in Form von Teilungsunterricht stattfindet). In den Klassenstufen 3 und 4 handelt es sich zunächst um eine Art „vorfachlichen“ Englischunterricht, bei dem es speziell darum geht, auf den Fachunterricht ab Klasse 5 vorzubereiten, d.h. angstfreies Interesse für die Sprache zu wecken und die Kinder langsam an den Unterricht in englischer Sprache zu gewöhnen. Der Unterricht beinhaltet keine
3
gezieltes Vokabel- oder Grammatiklernen. Im Vordergrund steht der imitative Umgang mit der Sprache sowie Lernen mit allen Sinnen. Das Mündliche spielt die wesentliche Rolle, jedoch finden auch schon in Klasse 3 erste Kontakte mit der Schriftsprache statt. Das Schriftbild wird dabei erst eingeführt, wenn das Wort durch Verstehen und Sprechen gefestigt ist. Ziffernnoten gibt es für Englisch erst im zweiten Halbjahr von Klasse 4. Für die 5. und 6. Klassen wird neben dem Regelunterricht zusätzlich „Creative English“ als verbindlicher Wahlunterricht angeboten.
g. Meine Mentorin
Bei meiner Mentorin handelt es sich um eine von zwei angestellten Englischlehrerinnen der Praktikumsschule. Sie arbeitet seit ca. zwei Jahren an dieser Schule und unterrichtet in den Klassenstufen 3, 4 und 5.
B. Tabellarische Übersichten über die Praktikumsaktivitäten
1. Semesterbegleitende Hospitationen (vor Praktikumsbeginn)
1 In den dritten und vierten Klassen findet eine Stunde Englisch pro Woche in Form von Teilungsunterricht statt, so dass „TEIL I“ oder
4
2. Hospitationen und eigener Unterricht während des Praktikums (18.02. bis 16.03.2008)
C. Zu den Hospitationen
1. Beobachtungsschwerpunkt: „Wie gestaltet der Lehrer Unterrichtseinstiege?“ Wenn man als Lehrer seine Unterrichtsstunde genau plant, dann kommt man nicht drum herum, sich zu überlegen, wie man diese Stunde überhaupt beginnen will. Denn ein guter Stundenbeginn kann den Ton der ganzen Stunde bestimmen, d.h. er kann die Schüler (und auch den Lehrer) positiv oder negativ auf die Stunde einstimmen. Im Englischunterricht bezeichnet man Unterrichtseinstige als Warmer, die die Schüler dazu bringen sollen, von ihrer Muttersprache gedanklich in die Fremdsprache zu wechseln, und die dabei gleichzeitig eine Lernatmosphäre aufbauen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, in eine Unterrichtsstunde einzusteigen. Wie Unterrichtseinstiege in der Praxis aussehen, hängt meist von der didaktischen Funktion ab, die sie erfüllen sollen, auch diese kann in
2 Die Stunden in grüner Schrift stellen meine eigenen Unterrichtsversuche dar.
3
Die
grau hinterlegten
Unterrichtsversuche werden unter den Punkten F. und G. dieses Berichtes näher beschrieben.
5
verschiedenen Stunden unterschiedlich sein (vgl. www.guterunterricht.de und www.onestepenglish.com). Da ich mich gerade mit der Wahl von Unterrichtseinstiegen, die in der Regel nicht länger als fünf bis zehn Minuten sein sollten, schwer tue, interessierte ich mich bei meinen Hospitationen unter anderem sehr stark für die Unterrichtseinstiege meiner Mentorin. Ich versuchte, der Frage nachzugehen, wie genau sie in ihre Unterrichtstunden einsteigt und welche Funktion der Einstieg dabei jeweils erfüllen könnte.
2. Ein Kurzer Blick auf die Theorie: (Allgemein)didaktische Funktionen von Unterrichtseinstiegen (nach Meyer)
„Der Unterrichtseinstieg soll das neue Thema für die Schüler auf- und erschließen“ (Meyer: 122). Er dient dabei dazu (vgl. Meyer: 122-150),... ... bei den Schülern Erstaunen, Interesse und Aufmerksamkeit zu wecken (z.B. durch stummen Impuls, Lehrererzählung, Spiel, Experiment, Film, Zeitzeugen etc.). ... die Schüler neugierig zu machen. ... in zentrale Aspekte des neuen Themas einzuführen.
... Vorkenntnisse der Schüler zu aktivieren sowie ihre Vorerfahrungen in Erinnerung zu rufen (z.B. Brainstorming, Wiederholung, Kartenabfrage, Mindmap etc.). ... Selbstverständliches und Vertrautes in Frage zustellen und Denkanstöße zu geben (z.B. durch Provokation, Verrätseln, Widerspruch, Kontroverse Materialien etc.) ... über den geplanten Unterrichtsablauf zu informieren und damit einen Orientierungsrahmen zu geben.
... die Lerngruppe zu disziplinieren (z.B. durch Eröffnungsrituale wie Fantasiereise, Singen, Musik, Entspannungsübung, Erzählkreis etc.).
Laut Hilbert Meyer (122) hat der Unterrichtseinstieg oftmals auch die Funktion, das Bekannte mit dem Neuen, was man erarbeiten möchte, zu verknüpfen - als Vernetzung von Ergebnissicherung und Neuanfang (z.B. durch die übende Wiederholung oder die Hausaufgabenkontrolle zu Stundenbeginn).
6
3. Meine Beobachtungen - tabellarischer Überblick
Ich hatte während des Praktikums die Möglichkeit, in den Klassenstufen 3, 4 und 5 zu hospitieren, jeweils im Unterricht meiner Mentorin. Im Folgenden stelle ich meine Beobachtungen bezüglich des gewählten Beobachtungsschwerpunktes dar:
7
4. Auswertung
Ich konnte insgesamt kaum Unterrichtseinstiege beobachten, die über die Funktion der Disziplinierung und Vorwissensaktivierung hinausgehen. Am häufigsten begann die Lehrerin ihre Unterrichtsstunden mit einem Lied oder einem Spiel, um die Schüler zu disziplinieren und gleichzeitig auf die englische Sprache einzustimmen. Gleich im Anschluss folgte meistens eine Wiederholung des in der vorangegangen Stunde Gelernten, um an dieses Wissen in der besagten Stunde anknüpfen zu können. Interessant ist für mich in diesem Zusammenhang, dass ich immer das einstimmende Lied sowie die Wiederholung gemeinsam als Unterrichtseinstieg wahrnahm, bei genauer Überlegung jedoch nicht sagen kann, ob die Wiederholung, die dem Lied meist folgte, überhaupt noch mit zum Unterrichtseinstieg gehört, oder ob sie bereits eine neue Phase der Unterrichtsstunde darstellt. Einmal erlebte ich, wie die Lehrerin ihren Unterrichtseinstieg direkt nach den Ferien dazu nutzte, die Kinder über ihre Ferien erzählen zu lassen. Kinder erzählen im Allgemeinen gerne über ihre Ferien, so dass sich dies anbot, sie zum Sprechen zu motivieren und damit wieder an das Englischsprechen und -hören zu gewöhnen, nachdem sie aufgrund der Ferien längere Zeit keinen Englischunterricht mehr hatten. Einmal gab es gar keinen Unterrichtseinstieg während meiner Hospitationen, hier sollten die Kinder gleich an einer Sache weiterarbeiten, mit der sie in der vorigen Stunde angefangen haben.
Sicher hätte man die Unterrichtseinstiege noch variieren können, aber ansonsten fand ich die gewählten Unterrichtseinstiege jeweils durchaus passend für die Stunde. Lieder und Spiele machen den Kindern meistens Spaß, so dass sie im Grunde als Selbstläufer für positive Lernstimmung gesehen werden können, und Wiederholungen sind gerade beim Frühbeginn des Englischunterrichts besonders wichtig. Ich habe festgestellt, dass es neben der gewählten Einstiegsform sehr förderlich ist für den Unterrichtseinstieg allgemein, wenn der Lehrer vor Stundenbeginn schon im Klassenzimmer ist, mit den bereits anwesenden Schülern ein paar freundliche Sätze spricht und allgemein Ruhe ausstrahlt. Kritisch anmerken möchte ich, dass mir in den beobachteten Unterrichtsstunden insgesamt die Information über den geplanten Unterrichtsablauf fehlte. Ich möchte als Konsequenz daraus ziehen, dass ich den Schülern zu Beginn meines eigenen Unterrichts immer an die Tafel schreibe, was die zentralen Stundenpunkte sind, und diese dann kurz vorstelle. Eine solche Vorgehensweise habe ich in einem früheren Praktikum als sehr positiv wahrgenommen.
8
D. Bedingungsfeldanalyse für meinen eigenen Unterricht
1. Die Klasse 3b
a. Klassenzusammensetzung und Klassenatmosphäre
Die Klasse 3b setzt sich aus 26 Schülern (50 % Jungen, 50 % Mädchen) im Alter von acht bis neun Jahren zusammen. Die Klasse insgesamt ist sehr offen und nett, und das Klassenklima erscheint sehr positiv, das Verhältnis der Schüler untereinander scheint mir ganz normal zu sein. Dies wurde auch von den Lehrerinnen bestätigt. Der Unterricht verläuft im Allgemeinen recht lebhaft: In der Klasse befinden sich einige „temperamentvolle“ Kinder, die hin und wieder Mitten im Unterricht aufstehen und herumlaufen, andere melden sich hin und wieder im Unterricht, um Fragen zu stellen oder Geschichten zu erzählen, die nichts eigentlich mit dem Unterrichtsthema zu tun haben, andere Kinder unterhalten sich offensichtlich gerade im Unterricht gerne miteinander über ihre Freizeitaktivitäten. Grobe Disziplinschwierigkeiten fielen mir jedoch in meinen Hospitationsstunden nie auf, weshalb ich nicht davon ausgehe, dass ich während meiner eigenen Unterrichtsversuche damit rechnen muss. Die Englischlehrerin selbst lässt ein gutes Verhältnis zu ihren Schülern erkennen.
b. „Besondere“ Kinder
Es befinden sich fünf Kinder in der Klasse, die mir bei meinen Hospitationen besonders auffielen. Ein Junge fiel mir aufgrund seiner motorischen Unruhe und seinen häufigen Zwischenrufen im Unterricht auf. Er hat offensichtlich einen starken Bewegungsdrang, was man im Unterricht berücksichtigen sollte. Ein weiterer Junge und ein Mädchen stören besonders häufig den Unterricht mit Dazwischenreden bzw. -rufen. Ein anderer Junge bekommt laut Aussagen der Englischlehrerin wohl sehr viel Lern- und Leistungsdruck von zu Hause, was sich auf sein Verhalten im Unterricht in der Form ausübt, dass er sich hin und wieder weigert, mitzuarbeiten und dass er manchmal sehr in sich gekehrt ist und besondere Zuwendung braucht. Beim Test der Klasse, der mit seinen Aufgaben die bisherigen drei Units umfasste, war er der einzige, der mit dem Test offensichtlich gar nicht zurecht kam. Ihn sollte man im Unterricht besonders beobachten und sich evtl. gerade bei Stillarbeitsphasen intensiver mit ihm beschäftigen. Außerdem gibt es einen Jungen in der Klasse, der mit seiner Familie ein paar Jahre im englischsprachigen Südafrika lebte, so dass er einen sehr viel größeren Wortschatz als die anderen Kinder als
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Anne-Kathrin Busè, 2008, Portfolio zum Unterrichtspraktikum im Fach Englisch in der Grundschule, München, GRIN Verlag GmbH
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