Inhaltsverzeichnis
1 Organisatorische und technische Rahmenbedingungen 3
2 Bemerkungen zur Lerngruppe 4
3 Einordnung der Stunde in die Unterrichtseinheit 6
4 Sachanalyse 8
4.1.1 Goethes Lebensumstände zur Entstehungszeit des Gedichtes 8
4.1.2 „Willkommen und Abschied“ 9
4.1.3 Das Gestaltende Erschließen 10
4.2 Didaktische Analyse 10
4.2.1 Bezug zum Lehrplan 10
4.2.2 Der Lerngegenstand 11
5 Zielstellung 12
6 Methodisch didaktische Überlegungen 13
6.1 Motivation 13
6.2 Wiederholung 14
6.3 Anwendung 15
6.4 Präsentation 15
7 Verlaufsplanung 17
Literaturverzeichnis 18
8 Anhang 19
1 Organisatorische und technische Rahmenbedingungen
Die Mittelschule in … wird von 300 Schülern der Klassen 5-10 besucht. Davon sind 40 Schüler, ab der Klasse 7, im Hauptschulbildungsgang. Die Schüler kommen neben den Ortsteilen … und … aus den umliegenden Orten wie …, … oder …. Diese Schüler nutzen den Schul- bzw. den Stadtbus, um zur Schule zu kommen.
An der Schule unterrichten 35 Lehrer. Neben dem Lehrerpersonal hat die Schule das Glück, dass zwei Sozialpädagogen an der Schule tätig sind. Diese arbeiten vor allem im Bereich der Integration (Begleitung von Integrationsschülern in den Pausen und im Unterricht) und der Schulsozialarbeit. Außerdem bieten sie eine Früh- und Nachmittagsbetreuung für alle interessierten Schüler an.
Seit letztem Schuljahr gibt es außerdem verschiedene Ganztagsangebote, die von Lehrern, den Sozialpädagogen bzw. außerschulischen Partnern angeboten werden.
Ein Schwerpunkt der schulischen Arbeit ist das Projekt „Lernen lernen“. So findet in den Klassen 5 bis 6 wöchentlich eine Kontaktstunde statt, bei der die Schüler in kleinen Schritten Arbeits- und Motivationstechniken erlernen sowie Entspannungs- und Konzentrationsübungen ausprobieren. Daneben gibt es für die Klassen 5-10 wöchentlich eine Begegnungsstunde. Diese Stunde steht dem Klassenlehrer zur Verfügung, um verschiedene Dinge zu thematisieren. Dies können z.B. Belehrungen, spezielle Klassenprobleme oder das Üben von verschiedenen Lerntechniken sein. Für diese Stunde wurde für die einzelnen Klassenstufen an pädagogischen Tagen entsprechendes Material zusammengestellt.
Außer in der Jahrgangsstufe 5 haben die Schüler keine Klassenzimmer, sondern wechseln jede Stunde die Zimmer. Dies hat zur Folge, dass die kurzen Pausen vor allem durch den Zimmerwechsel bestimmt sind. Der Unterricht muss immer pünktlich schließen, damit der „Wechselverkehr“ reibungslos ablaufen kann. Für den Deutschunterricht in der Klasse 9 kommt hinzu, dass der Unterricht in drei verschiedenen Zimmern stattfindet, sodass der Raum nicht einbezogen werden kann. So ist eine Arbeit mit Plakaten, die aufgehängt werden und auf die zurückgegriffen werden kann, eher ungünstig. Auch das Ausstellen von Schülerarbeiten ist nicht möglich, da es sich hauptsächlich um andere Fachräume handelt. Des Weiteren kann bei verschiedenen Formen der Freiarbeit, dem Arbeiten mit Klassensätzen u.a. das Material nicht im Zimmer aufgehoben werden, sondern muss vor Stundenbeginn immer geholt werden.
Zur Unterstützung des Unterrichts können verschiedene technische Hilfsmittel herangezogen werden. So befindet sich in jedem Zimmer ein Polylux. Allerdings sind die Projek-
tionsflächen ziemlich ungünstig gestaltet, da sie sich rechts oder links bzw. über der Tafel befinden und so ein gleichzeitiges Arbeiten an der Tafel behindern. Ich habe auch bemerkt, dass einige Schüler der hinteren Bänke des großen Klassenraumes Probleme haben, Folien zu erkennen. Neben dem Polylux können Fernsehgeräte und ein Laptop mit Beamer eingesetzt werden, wenn diese zuvor organisiert wurden. Bei entsprechender Planung kann man mit der Klasse auch eines der Computerkabinette nutzen. Für die Klasse 9RS kommt aufgrund der Zimmerbelegung jedoch nur die zweite Stunde am Montag in Frage.
Während des Unterrichts sitzen die Schüler im Plenum. Für Gruppenarbeiten können die Tische jedoch sehr schnell zusammengestellt werden, damit ein optimales Arbeiten möglich ist. Ausnahmefall ist, wenn der Unterricht so wie heute im Biologiezimmer stattfindet, da hier die Tische fest installiert sind und nicht umgestellt werden können. Hier bieten sich auch keine Arbeitsformen an, bei denen Bewegungsfreiheit benötigt wird, da die Gänge sehr klein sind, und z.B. … mit ihrem Rollstuhl nicht überall hin kann. Seit diesem Schuljahr gibt es in jedem Klassenzimmer Uhren, die für alle Schüler sichtbar sind. Dies hat sowohl Vor- als auch Nachteile. So kann einerseits bei Zeitangaben für Aufgaben darauf zurückgegriffen werden, dass sich nun alle Schüler an der Uhr orientieren können. Andererseits verleiten die Uhren jedoch auch dazu, dass die Schüler in den letzten fünf Minuten meist schon in der Aufbruchsphase sind. Außerdem gehen die Uhren meist sehr ungenau.
Als Lehrbücher wurde den Schülern der Klasse 9 „Unser Lesebuch“ (2003) und „Unsere Muttersprache“ (2003) aus dem Cornelsen-Verlag zur Verfügung gestellt. Außerdem gibt es verschiedene Lesestoffe als Klassensätze und eine Bibliothek, in der die Schüler sich Unterrichtsmaterial ausleihen können.
2 Bemerkungen zur Lerngruppe
Den Realschulgang der Klasse 9a unterrichte ich, seit Beginn meines Referendariats und in diesem Schuljahr nun selbstständig. Die Zusammensetzung der Lerngruppe hat sich seit dem letzten Schuljahr nicht geändert. Die Lerngruppe setzt sich aus zehn Mädchen und neun Jungen zusammen, sodass es sich insgesamt um 19 Schüler handelt. Zur Klasse 9a gehört der gesamte Hauptschulbildungsgang der Klassenstufe 9. Diese Klasse begleite ich als stellvertretende Klassenlehrerin.
Das Verhältnis zu den Hauptschülern der Klasse ist zur Zeit „durchwachsen“. Vor allem bei den Mädchen bestehen Freundschaften zwischen Real- und Hauptschülerinnen. Bei
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den Jungs gibt es hauptsächlich Spannungen, die sich in kleineren Machtkämpfen äußern. Außerdem ist auffällig, dass sich die Hauptschüler in Hinsicht auf die baldige Prüfung viel mehr engagieren, als die Realschüler.
Die Lerngruppe ist sehr heterogen, was sich aus den teilweise sehr unterschiedlichen Biografien der Schüler ableiten lässt. Vier Schüler der Realschulgruppe haben einen Migrationshintergrund. Außerdem besucht eine Integrationsschülerin den Unterricht. Da … im Rollstuhl sitzt, ist sie in ihren Bewegungen eingeschränkt. Aus diesem Grund nimmt die Integrationsassistentin Frau B. am Unterricht teil, um ihr zu helfen. Zu beachten ist, dass … sich nicht sehr gut melden kann und somit vor allem im Unterrichtsgespräch Schwierigkeiten hat auf sich aufmerksam zu machen.
An sich ist das Arbeitsklima gut einzuschätzen. Es können verschiedene Sozialformen wie Stillarbeit, Partner- und Gruppenarbeit ohne Probleme durchgeführt werden. Am liebsten arbeiten die Schüler in Gruppen zusammen. Auch Methoden wie Szenisches Darstellen und Interpretieren, Rollenspiele und kreatives Arbeiten können in der Klasse gut eingesetzt werden. Zur Zeit fehlt jedoch die gewohnte Motivation der Schüler. Bei Gesprächen mit anderen Fachlehrern habe ich festgestellt, dass dies nicht nur bei mir im Deutschunterricht der Fall ist. Hausaufgaben werden nur noch von einzelnen Schülern erledigt, deshalb habe ich eine Nacharbeitsstunde eingeführt, in der die Schüler ihre Hausaufgaben nacharbeiten müssen. Auch die Mitarbeit ist schlechter geworden, so arbeiten nur noch wenige aktiv im Unterricht mit. Schriftliche Aufgaben im Unterricht werden teilweise nur noch unter dem Druck, dass es bewertet werden könnte, ordnungsgemäß erledigt. Einige Schüler lassen sich sehr leicht von anderen Dingen ablenken. Auf diese Schüler versuche ich im Unterricht besonders zu achten, da die mitarbeitenden Schüler einen verleiten nur mit ihnen zu arbeiten. Sie arbeiten gut mit und fassen den Lernstoff schnell auf, melden sich häufig, sodass man leicht dazu neigt, einfach vorauszusetzen, die anderen Schüler wären auch so weit. Bei den Schülern, die sich leicht ablenken lassen, bemühe ich mich während des Unterrichts besonders acht zu geben, um sie immer wieder ins Unterrichtsgeschehen zurückholen und an ihre Aufgaben zu erinnern. Dies trifft auch auf Gruppen- bzw. Partnerarbeiten zu. So habe ich festgestellt, dass bei der „freiwilligen“ Partnersuche teilweise Gruppen entstehen, die nicht nur am Unterrichtsstoff arbeiten. Aus diesem Grund versuche ich die Gruppen meist durch Zufallspraktiken wie Abzählen oder Ziehen von Zahlen einzuteilen, um gemischte Gruppen zusammenzustellen, die produktiv arbeiten.
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Weiterhin hat das Sozialverhalten der Klasse sich eher zum Negativen entwickelt. So gibt es zur Zeit zwei Fälle von Mobbing. Nachdem einer der betroffen Schüler früher immer mit Wutausbrüchen reagiert hat, änderte sich sein Verhalten nun so, dass er sich zunächst zurückzieht und teilnahmslos auf die Bank legt. Die zweite betroffene Schülerin reagiert ganz anders. Bei ihr hat sich bereits eine Schulangst entwickelt, die auch physische Auswirkungen hat. Aus diesem Grund war sie seit den Herbstferien nicht sehr oft anwesend.
Zu dieser Stunde ist hinzuzufügen, dass wahrscheinlich drei Schüler aufgrund einer längeren Krankheit fehlen.
3 Einordnung der Stunde in die Unterrichtseinheit
Die Unterrichtseinheit: „Schriftsteller in ihrer Zeit“ umfasst insgesamt 21 Stunden 1 mit folgenden Inhalten:
1 Für diese Unterrichtseinheit hatte ich ursprünglich mehr Stunden vorgesehen. Es war jedoch aufgrund von kurzfristig geplanten Sport- und Projekttagen eine Reduzierung der Stundenzahl notwendig. Da die 9. Klasse dieses Schuljahr sehr oft keinen Unterricht hat (Prakika, Englandfahrt usw.) hat, ist eine zeitliche Ausdehnung ebenfalls nicht möglich.
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Doreen Oelmann, 2008, Möglichkeiten des Gestaltenden Erschließens am Beispiel „Willkommen und Abschied“ von Johann Wolfgang Goethe, Munich, GRIN Publishing GmbH
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