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S o S e 2 0 0 4 : U m w e l t ö k o n o m i s c h e s S e m i n a r 1
Die Internalisierung negativer externer Effekte nach PIGOU und COASE
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis 1
Abbildungsverzeichnis 2
Abk ürzungsverzeichnis 2
1. Einleitung und Begriffsabgrenzungen. 3
1.1. Marktversagen. 3
1.2. Definition und Detailgliederung externer Effekte 4
2. Die Internalisierung nach PIGOU 6
2.1. Die PIGOU-Steuer 7
2.2. Probleme der PIGOU-Internalisierung. 9
3. Die Internalisierung nach COASE 10
3.1. Grundlegende Thesen des Modells 10
3.2. Instrumente der COASE-Internalisierung. 11
3.3. Offene Probleme der COASE-Internalisierung 13
4. Gibt es eine optimale Internalisierungsstrategie? 15
5. Fazit 15
Anhang 17
Literaturverzeichnis 18
S o S e 2 0 0 4 : U m w e l t ö k o n o m i s c h e s S e m i n a r 2
Die Internalisierung negativer externer Effekte nach PIGOU und COASE
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1 Die verschiedenen Formen des Marktversagens 3
Abb. 2 Die Grundeinteilung externer Effekte 5
Abb. 3 (a) Das Angebot vor und nach der Internalisierung sowie
(b) Grenzvermeidungs- und Grenzschadenskosten bei
Vorliegen von externen Effekten 7
Abb. 4 Vollständige Untergliederung negativer externer Effekte 17
Abk ürzungsverzeichnis
CO 2 Kohlenstoffdioxid
GK Grenzkosten
GS Grenzschaden
GVK. Grenzvermeidungskosten
i. e. S. im engeren Sinne
i. V. m. in Verbindung mit
i. w. S. im weiteren Sinne
,K k (Gesamt-, Stück-)Kosten
t Steuer/Subvention
u. .U unter Umständen
x............................... Menge
1. Einleitung und Begriffsabgrenzungen
Die Berücksichtigung bzw. Beseitigung 1 eines durch CO 2 -Emissionen verursachten Ernteeinbruchs einer Obstplantage stellt ein Beispiel für die Internalisierung eines negativen externen Effekts dar. 2
Um die Einordnung eines solchen negativen externen Effektes in die Wirtschaftsthe-orie zu erleichtern, wird zunächst auf das Marktversagen als Entstehungsursache externer Effekte eingegangen. Darauf folgend wird eine Detailuntergliederung derselben dargestellt, woran sich die Beschreibung der beiden Internalisierungsstrategien anschließt. Das vierte Kapitel zieht einen Vergleich zwischen den beiden Extremen: Staatseingriff versus Laissez Faire. Im abschließenden Kapitel wird neben einem Ausblick auch auf die tatsächliche Umsetzung der Internalisierung in Deutsch-land eingegangen. Weiterhin zieht dieses Kapitel einen Vergleich des „Glaubensstreit[s] zwischen Staatseingriff [PIGOU-Internalisierung] und Laisse[z] Faire“ [COASE-Internalisierung]“ 3 .
1.1. Marktversagen
Die verschiedenen Formen des Marktversagens 4 Abb. 1
1 Im Folgenden soll für die Beseitigung externer Effekte der Begriff „Internalisierung“ verwendet werden. Dabei befasst sich diese Arbeit vorwiegend mit der Internalisierung auf nationaler Ebene, die regionale Internalisierung von so genannten „spillover“-Effekten u. a. soll im Folgenden vernachlässigt werden. Näheres hierzu in NOWOTNY (1974), S. 300 - 307.
2 In Anlehnung an die Beispiele von PEISTRUP (2004), Folie 4, weitere Beispiele für positive und negative externe Effekte in MANKIW (1999), S. 220.
3 Vgl. BAHNSEN (2001), S. 26.
4 Nach LUCKENBACH (2000), S. 131 - 132.
Unter Marktversagen i. w. S. 5 versteht man die Abweichung „des Ergebnisses marktmäßiger Koordination von einem [pareto-]optimalen […] Ergebnis“ 6 . Dieses Marktversagen unterteilt sich in Marktversagen i. e. S und Marktablehnung. Marktversagen i. e. S. „betrifft [die] Effizienz des wirtschaftlichen Wohlstands“ 7 , also die Allokationstheorie auf Güter- und Faktormärkten, während die Marktablehnung verteilungspolitische Defizite, wie Einkommens- und Sicherungsdefizite, darstellt. Marktversagen i. e. S. unterteilt sich in Marktmacht, d. h. im Extremfall Monopolbildung 8 ; Nichtgeltung des Ausschlussprinzips 9 ; sowie externer Effekte. Hierbei sind die individuellen Gesamtkosten nicht identisch mit den volkswirtschaftlichen. Dass dies unter der Annahme rationalem Verhalten und Gewinn- bzw. Nutzenmaximierung der Wirtschaftssubjekte grundsätzlich zu Fehlallokationen führt, wird im Folgenden genauer beleuchtet werden. 10
1.2. Definition und Detailgliederung externer Effekte
Externe Effekte 11 stellen Auswirkungen der Produktion oder des Konsums auf Dritte dar, die selbständig nicht kompensiert werden. Diese Auswirkungen können in positive und negative unterteilt werden. 12
5 Marktversagen i. w. S. kann mit Planversagen bei Zentralplanwirtschaften gleichgesetzt werden, im Folgenden wird der Einfachheit halber jedoch stets von einer marktwirtschaftlichen Organisati-onsform ausgegangen. Vgl. LUCKENBACH (2000), S. 131 - 132.
6 Vgl. GABLER (2000), S. 2072; für eine detaillierte formale Ableitung siehe LOHR (1989), S. 424 -431.
7 Vgl. LUCKENBACH (2000), S. 131, sowie GERHARD (1997), S. 2, BAHNSEN (2001), S. 39 - 45 und KEMPER (1989), S. 31.
8 Vgl. ENDERS (2000), S. 13 - 14.
9 Nichtgeltung des Ausschlussprinzips bedeutet, dass ein weiterer Konsument vom Konsum eines Gutes nicht ausgeschlossen werden kann, z. B. kann (ohne Eingangskontrolle) niemand vom „Konsum“/Besuch öffentlicher Güter, wie z. B. Parkanlagen oder Wälder ausgeschlossen werden.
10 Vgl. WEIMANN (2002), S. 4.
11 Nach WEIMANN (2002), S. 4 steht „extern“ für Preisbeziehungen und „Effekt“ für die „Beanspruchung einer knappen Ressource“. Nach STEGER (1988) lässt sich der Begriff „externe Effekte“ in der Betriebswirtschaftslehre mit „negativer Kuppelprodukt[ion]“ gleichsetzen. Dabei wird jedoch vernachlässigt, dass externe Effekte nicht nur im Konsum- sondern auch im Produktionssektor auftreten.
12 Vgl. MAS-COLELL ET AL. (1995), S. 352 NOWOTNY (1974) S. 66, HIRSHLEIFER (1998), S. 484 f., LUC- KENBACH (2000),S. 147, WICKE (1982), S. 40. Streng von den externen Effekten sind die (de)meritorischen Güter zu unterscheiden. Bei ihnen steht primär ein über-/unterproportionaler Konsum im Vordergrund, den es zum Optimum zurückzuführen gilt.
Arbeit zitieren:
Kai Liegl, 2004, Die Internalisierung negativer externer Effekte nach Pigou und Coase, München, GRIN Verlag GmbH
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